Tema/i | G8 : Gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm
  01-06-2007 20:03
Autore : ((i))
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  Seit Freitag den 1. Juni sind die Proteste gegen den G8-Gipfel angelaufen. Aktivistinnen aus aller Welt kommen rund um den Badeort zusammen um ein Zeichen gegen die neoliberale Politik, welche massgeblich von den grossen Industrienationen bestimmt wird, zu setzen.
Einerseits versammeln sich die Aktivistinnen in den verschiedenen Camps (Infos: en | fr) anderseits finden sich viele auch im Convergence Center (CC) in Rostock zusammen um, sich auszutauschen und zu vernetzen. (Bericht)

Im CC in Rostock treffen sich Medienaktivistinnen aus aller Welt um über die Proteste aus der Sicht der Aktivistinnen zu berichten. Dabei wird unteranderem ein Dispatch System (Infos ) betrieben, um Nachrichten zu verifizieren und zu verbreiten, die dann in einem Ticker (en) publiziert werden, welcher auch via WAP bequem von Handy erreichbar ist. Ebenso organisieren verschiedene alternative Radios online Streams (Infos), welche auch über lokale Alternativ-Radios verteilt werden. Zudem organsieren Videoaktivistinnen jeden Tag eine Ausgabe von G8-Tv, welche in verschiedenen Sprachen erhätlich ist und von der Strasse berichtet.

kurze Zusammenfassung "das war der Gipfel"

Liste der Features zu den einzelnen Themenschwerpunkte auf indy.de

Weitere Daten: 01.06.07 | 02.06.07 | 03.06.07 | 04.06.07 | 05.06.07 | 6/7.06.07

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Indy Print (#7) Rückblick Heiligendamm 07 -
"Dieses hingegen soll auch Leute ansprechen, die bisher nichts mit Indymedia, Globalisierungkritik, etc. zu tun hatten und ihnen einen ganz kurzen, nicht zu polarisierenden Überblick über die Aktionen der letzten Woche geben."

Dazu lesenswert: Anleitung zur Erstellung von Printausgaben und Artikel "Verlierer sind die kommerziellen Medien" und Sammlung von Falschmeldungen zum G8 in den Medien

Links: de.indymedia.org | Dissent!-Netzwerk | Interventionistische Linke | Revolutionäres Bündnis | Gipfelsoli | Protestkoalition | Alternativgipfel | Camps | Move Against G8 | Bündnisse | Information in english
 
     
 

:: kurze Zusammenfassung "das war der Gipfel"

Für die globalisierungskritische Bewegung war es ein voller Erfolg: Zehntausenden Menschen gelang es, den Gipfel der Gruppe der Acht, der vom 6. bis zum 8. Juni in Heiligendamm stattfand, praktisch zu delegitimieren. Trotz massiver Polizeirepression, Einschränkungen von Grundrechten und des Einsatzes von mehr als 16.000 PolizistInnen schafften sie es in einem Zusammenspiel verschiedener Aktionsformen, die Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm zu blockieren und so den reibungslosen Ablauf des Treffens zu stören. Die Tage zuvor waren geprägt von Aktionen zu den Themen Landwirtschaft, Migration und Krieg. Auf einem Gegengipfel wurde während der Gipfelzeit über Alternativen zur G8-Politik debattiert. Am Freitag, dem offiziellen Ende des Gipfels, schallten dann Sprechchöre durch die Rostocker Innenstadt, die die Gipfelproteste als einen Sieg feierten.

Auf der anderen Seite des 12-Millionen-Zauns, hinter dem sich die Regierungschefs einiger der wirtschaftlich und militärisch stärksten Länder des Nordens verschanzten, passierte wie erwartet nicht viel. Die Präsidenten verkauften ihre Lippenbekenntnisse als großen Erfolg, während sie ihre Politik fortführen, die für die Mehrheit der Menschheit ein unerträgliches Leben bedeutet und den Planeten in eine Klimakatastrophe treibt. Am Ende blieb - wie erwartet - nichts als Phrasen, Absichtserklärungen und leere Versprechungen übrig. So will man nun tatsächlich die Halbierung der CO²-Emissionen bis 2050 "ernsthaft in Betracht ziehen".
(c&p von indy.de - ganzer Artikel)

:: Liste der Features zu den einzelnen Themenschwerpunkte auf indy.de

Kriminalisierung der G8-Proteste | Proteste beim ASEM-Gipfel in Hamburg | Bombodrom neu besiedelt | Zehntausende bei Auftaktdemo gegen G8-Gipfel | Nazidemos und Gegenaktionen in Schwerin | Aktionstag Landwirtschaft | Globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle | Militarismus und Krieg | Erfolgreiche Blockaden rund um Heiligendamm

:: 6/7.06.07

Über 10.000 Menschen blockierten die Tore des Zaunes und drangen in die Zone um den Zaun herum ein (Berichte 1 | 2), in dem alle Versammlungen vorher für illegal erklärt worden waren. Natodraht, der das Tagungsgelände abschirmen sollte, wurde teilweise abmontiert. Andere AktivistInnen protestierten auf den Straßen am Flughafen Rostock-Lage. Am Abend löste die Polizei gewaltsam einige der Blockaden auf. Doch mehr als 1000 Menschen blockierten auch über Nacht an verschiedenen Stellen.

Weitere 10 000 blockieren Autobahnen, Zufahrtsstraßen und Eisenbahnen. Die Polizei scheint völlig überfordert u. überrascht und erklärte Alarmstufe Rot. Die gerne benutzte Strategie der "agent provocateur" wurde zufälligerweise entdeckt und mittlerweile sogar durch kommerzielle Medien bestätigt [Bericht | Video]. In Bern fand eine Demo gegen Polizeigewalt und verleumderische Berichterstattung statt (Aufruf). Mit einem Flugblatt wurden PassantInnen auf die Fehlinformationen und Manipulationen der kommerziellen Medien, insbesondere "20 Minuten" hingewiesen. Es werde "von den G8-Protesten durchwegs ein gewaltätiges und abschreckendes Bild gezeichnet". Nachdem der mittlerweile entlassene Aktivist Sam zum "Krawalltouristen" gestempelt wurde, war am 6. Juni die Rede davon, dass "G8-Gegner" mittels Spritzpistole ätzende Flüssigkeit versprüht hätten (obwohl deutsche Medien dies bereits zur Zeit der Publikation als bewusst gestreute Falschmeldung entlarvt haben). Heute (7. Juni) will "20 Minuten" heftige Krawalle am Sicherheitszaun gesehen haben.

:: 05.06.07

Die Einsatzgruppe Kavala eskaliert die repressive Situation weiter und hat alle Demonstrationen am Donnerstag verboten.
* Zum heutigen Aktionstag gegen Militarismus und Krieg findet aktuell eine Demonstration bei der Waffenfirma EADS statt. 1
* Die israelisch-palästinensische Gedenkveranstaltung zu 40 Jahre Besatzung und anlässlich der Mauer, wurde durch die Veranstaltung nach der Auflage von maximal, zuvor kontrollierten, 15 (!) Teilnehmerinnen abgesagt. Viele Teilnehmerinnen zogen nach Absage zur Firma Caterpillar, welche unter anderem Bulldozer für die israelische Armee herstellt.

:: 04.06.07

Der Aktionstag für Globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle, begann mit einer Gedenkdemo in Rostock-Lichtenhagen für die Opfer der rassistischen Progrome von August 1992. Um 14 Uhr sollte dann eine Demosntration starten, an der über 5000 Leute teilgenommen haben. Die Demonstration wurde immer wieder von der Polizei gestoppt, welche in der Demonstration bis zu 2500 Gewaltbereite vermutet. Als diese lächerliche Argumentation nicht mehr funktionierte, wurde gesagt, dass die Demonstration grösser als angemeldet sei und somit nicht mehr durch die Innenstadt ziehen könne. Die Demonstranten verhielten sich trotz der Schikanen der Polizei durchwegs friedlich. Die Veranstalter sahen dann keine andere Möglichkeit mehr, als die Veranstaltung frühzeitig zu beenden. (Übersichtsfeature)
* Zudem ist der Tag von weitere Repression und Verhaftungen geprägt. Zudem werden weitere Details und Vorkomnisse von Polizeigewalt, wie auch unterlassener Hilfeleistung bekannt. Ebenso äusserte sich ein Polizeipsychologe äusserst kritisch zu den Einsätzen.
* Erfreulicherweise wurde die Freilassung des Berner Aktivisten Sam bekannt, wie auch das der Vorwurf der schweren Körperverletzung fallengelassen wurde. Der Vorwurf des schweren Landfriedensbruch bleibt jedoch bestehen. Für seine, wie auch die Freilassung aller Gefangenen in Rostock, fand heute in Bern eine Demonstration statt. 1

:: 03.06.07

Der Berner Aktivist Sam wurde aufgrund einer angeblichen Identifizierung eines Polizeibeamten festgenommen und wird des schweren Landfriedensbruchs und schweren Körperverletzung angeklagt (Augenzeugenbericht). Die Mainstream-Presse macht nun bereits einen Krawall-Touristen aus dem Aktivisten und veruteilt ihn so bereits vor. Für seine Freilassung, wie auch die der anderen Verhafteten, wurde für den 4. Juni eine Demonstration in Bern angekündigt.
* Auch die Campiniski Pressegruppe spricht von massiver Repression und Polizeiwillkür.
* Der heutige Tag stand ansonsten unter dem Thema der Landwitschaft und Gentechnik. Dazu fand eine grössere gut besuchte Demonstration, wie auch verschiedene Einzelaktionen statt. (Übersichts Feature)

:: 02.06.07

Die grosse Auftaktdemo verlief auf der gesamten Route kämpferisch, jedoch weitgehend friedlich. Also die Demo auf dem Kundgebungs-Platz ankam, folgten immer wieder Angriffe von Polizeieinheiten, bis schlussendlich die Polizei unter Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas beinahe die Hälfte des Platzes räumte. Freude und Niederlage lagen nah beieinander, neben der Verurteilung, wird jedoch auch der Polizeieinsatz kritisch beleuchtet (1) und auf Provokationen und Inszenierungen hingewiesen.
* Die angesagte NPD-Demo in Schwerin war auf den letzten Drücker hin nochmals verboten worden, so jedoch auch die Demo von Antifaschistischen Gruppen. Die trotzdem anreisenden Antifaschistinnen wurden festgehalten und zum Teil verhaftet. Die NPD versuchte mit dezentralen auf sich aufmerksam zu machen, was jedoch nur kleine verwirrte Demos hervorbachte.
* Am Abend fand in der Innenstadt noch eine Reclaim the Streets Party staat, welche trotz ihres friedlichen Charakters auf brutale Weise von der Polizei geräumt wurde. (Bericht)

:: 01.06.07

Der geplanten Bombenabwurfplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide wurde an zwei Standorten von 700 AktivistInnen besetzt. Über 100 Clowns begleiteten mit einer Performance das Einfärben eines ehemaligen Kommandoturms in antimilitaristisches Rosa.
 
     
 
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  gute nacht g8 (de/en) 2007-06-05 16:01  
Informationen rund um die Proteste gegen das G8 Treffen von 6.-8. Juni 2007 in Heiligendamm, Deutschland - mit dem Schwerpunkt auf das Thema Migration. Zahlreiche Berichte von den migrationsbezogenen Protesten gegen die G8.

good night g8
information on the protests against g8, 06. - 08. Jun 2007 in heiligendamm, germany - main focus migration

 http://no-racism.net/thema/109
no-racism.net | Web: http://no-racism.net/thema/109
  1000enden gelingt der durchbruch zum zaun! 2007-06-06 17:37  
 http://switzerland.indymedia.org/de/2007/06/50090.shtml
c
  Button, Der button mit dem Schiff und G8 Versenken. 2007-06-09 19:47  
Der button mit dem Schiff und G8 Versenken, ist der Button der Nazis aus berlin. die Tragen den , sorry aber so was hat auf Indy nix zu suchen !

Fight Nazis
Smash G8
Love Black Block !
Antifa aus Berlin