Es ist schon lange genug
  Theme(s) Anticapitalisme / Antiglobalisation -  
  01-12-2009 17:59
Auteur : Es ist schon lange genug
 
 
  A ceux, qui veulent dominer le monde, le monde reponds: „Vas te faire foutre!“

Am letzten Samstag wurde in Genf ganz konkret die Ablehnung gegenüber der WTO, und unseren durchökonomisierten Lebensverhältnissen ausgedrückt. Entgegen anderer Behauptungen wollte ein grosser Teil der Demo sich nicht damit begnügen, die Mächtigen mit Parolen und Reden zu bekehren, sondern startete den Angriff...
 
     
  A ceux, qui veulent dominer le monde, le monde reponds: „Vas te faire foutre!“

Am letzten Samstag wurde in Genf ganz konkret die Ablehnung gegenüber der WTO, und unseren durchökonomisierten Lebensverhältnissen ausgedrückt. Entgegen anderer Behauptungen wollte ein grosser Teil der Demo sich nicht damit begnügen, die Mächtigen mit Parolen und Reden zu bekehren, sondern startete den Angriff.
Schon kurz nach Demobeginn wurden die ersten Banken entglast. Bijouterien folgten und Luxuskarossen brannten. Es wurden Geschäfte geplündert und teure Klunker umverteilt.
Trotz zahlreichen Angriffen und Spaltungsversuchen der Polizei, bewegten sich schliesslich doch noch ganz viele Menschen in Richtung Kongresszentrum. Nicht organisiert, sondern spontan, wütend, freudig – der Duft des Aufstands lag in der Luft.

Einige empören sich lautstark über „Gewalt“ und „Ausschreitungen“. Andere nicht...

... denn jeden Tag wird im Namen von Wirtschaftswachstum und Profit ein sozialer Krieg geführt.
Das WTO- Ministertreffen war nur ein sehr sichtbarer Ausdruck dieser kapitalistischen Maschinerie. Dennoch reisten viele Menschen dorthin, denn solche Gipfel sind immer auch Kristallisationspunkte von Protest und Widerstand: Wir treten aus unseren alltäglichen, vereinzelten Kämpfen heraus und treffen uns auf der Strasse wieder, um unserer Wut freien Lauf zu lassen und uns im Widerstand gegen die bestehenden Verhältnisse zu vereinen.
Es ist aber klar, dass die WTO bloss EIN Instrument ist, um wirtschaftliche Interessen durchzusetzten. Mit dem von ihr forcierten Freihandel, werden die Strukturen von Ausbeutung und Unterdrückung mehr und mehr Menschen aufgezwungen und vertieft. Falls sich die Betroffenen dagegen zur Wehr setzten wollen, stehen den Schreibtischtätern auch andere Mittel zur Verfügung: Nato, Militär und Polizei sichern die ökonomischen Raubzüge im In- und Ausland militärisch ab. Auch der Dorfpolizist im Kaff auf dem Land ist Teil dieser machtsichernden Repressionsstruktur.
Die Demokratische Gesellschaft trägt einen weiteren Teil dazu bei, dass sich die Welt nicht ändert und die Betroffenen kuschen. Demokratischer, legaler Protest ist Teil einer Befriedungsstrategie, indem er die Menschen in dem verträumten Glauben lässt, mitbestimmen zu können. Parolen skandieren, pfeiffen und trommeln können und dürfen wir, selbst über unsere Leben bestimmen aber nicht.
Parteien wie die Grünen und die Juso, und die Gewerkschaften helfen den Irrglauben aufrecht zu erhalten, dass radikale Veränderungen im Rahmen der demokratischen Gesellschaft tatsächlich möglich seien. Aber man kann sicher nicht die Macht in einem Staat übernehmen, ohne dabei völlig korumpiert zu werden und höchstens noch Symptome bekämpfen zu wollen.
Weil nichts einfach so verschwindet und schon gar nicht mit den Möglichkeiten, die uns die CEO's, PolitikerInnen, Bullen und Militärs zugestehen, muss zerstört werden, was das Elend dieser Welt aufrecht erhält und uns daran hindert frei zu sein. Desertation vom Bürgertum, der kapitalistichen Logik, den Geschlechterverhältnissen und dem rassistischen Konsens ist notwendig und möglich. Erst das Wissen um die eigene Stärke ermöglicht einen Angriff auf die bestehenden Verhältnisse.

Wir stellen uns nichts Geringerem entgegen als der totalen Kontrolle von Ressourcen und Leben auf der Welt. Das nächste Mal wo versucht wird uns die ganze Scheisse schmackhaft zu machen – diesmal versteckt im grünen, ökologischen Mäntelchen – ist im Dezember am Weltklimagipfel in Kopenhagen.

It's social war, not climate change!

Sofortige Freilassung für alle, die noch in Genf im Knast sitzen!
Solidarische Grüße an Marco Camenisch!


Einige, die da gewesen sind und die Schnauze gestrichen voll haben!
 
     
   
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    Unüberlegt 2009-12-01 18:26    
  Ich war an dieser besagten Demo in Genf. Es ist einfach unüberlegt, wenn einige duzend anfangen Krawall-Amok zu laufen. Denn:

1. Es ist eine bewilligte Gross-Demo an der auch Kinder, Schwangere und Behinderte mitlaufen.

2. Verhindert ihr eine Zusammenarbeit zwischen NGO's und Revolutionären in Zukunft resp. tragt zur Spaltung der Linken bei.

3. War die Randale teilweise katastrophal ungeziehlt. Ihr wollt euch Linke nennen doch das erste Auto, dass ich brennen sah war ein VW-Kleinwagen (eines der günstigsten Autos). Zudem wurde eine Generika-Apotheke eingedonnert, nur um einige Beispiele zu nennen.

4. Ihr hättet auch warten können, denn die bewilligte Demo hätte zum Sitz der WTO geführt. So wurde politische Ziel zur WTO zu gelangen für alle verunmöglicht.

5. Davon ausgehend, dass sich diese Leute (ich schreibe bewusst nicht Aktivisten) vorwiegend Anarchisten nennen, habt ihr genau das bürgerliche Bild von Anarchie untermauert, nämlich blindes draufloshauen ohne vorher politische Überlegungen zu machen.

6. Werden zukünftige Demos wohl nicht mehr bewilligt werden, denn es hat während der bewilligten Demo geknallt und nicht nacher.


Keine Toleranz der WTO gegenüber ist absolut klar, doch keine Toleranz gegenüber den Demo Teilnehmer oder anderen Militanten völlig verantwortungslos.






 
  anarcho  
    anarcho der keiner ist! 2009-12-01 20:00    
  mein lieber anarcho.

dieses sehr schön gelungene textchen wiederlegt all deine bürgerlichen ängste und haarspaltereien, und du merkst es nicht einmal. dass die militanten demonstranten weder kinder noch behinderte schädigen wollen, dass die apotheke kein super ziel ist, und dass die demo nie bis zum wto zentrum gelangt wäre, sollte wohl jedem klar sein. trotzdem sind es deine einzigen argumente, genau die gleichen wie jene der etatisten - wie traurig dass du dich anarcho nennst!
man kann als anarchist die gewalt gegen gegenstände durchaus kritisieren - aber bitte nicht auf diese absolut naive weise! (wenn dus mit der kritik ernst meinst findest du genügend literatur dazu, die man diskutieren kann - aber bitte, bitte, nicht so ne billige scheisse!)

props an den/die VerfasserIn!
 
  anarcho2  
    .. 2009-12-01 22:12    
  "anarcho" hat doch absolut recht. die aktion gewisser individuen war einfach dumm und respektlos. daraus lässt sich keine andere gesellschaft errichten. solche aktionen haben vielmehr mit idealen des kapitalismus zu tun: auf kosten anderer möglichst viel eigeninteresse durchführen. wenn man schon weggerannt ist, wenn die schläge verteilt werden, zählt man sich zur gewinnerseite. so was wie ein kollektives interesse, welches es zu respektieren und verteidigen gilt, ist inexistenz.

schlichtweg zum kotzen.
 
  kommi  
    richtigstellung 2009-12-02 02:13    
  Also nochmals. Ich bleibe natürlich bei meinen Ansichten. Es geht mir keineswegs darum Militanz oder revolutionäre Gewalt zu kritisieren. Die Frage ist einfach wie und wann man diese Mittel einsetzt. Es ist defentiv nicht ok seine Militanz auszuleben, wenn andere Linke dadurch zu Schaden kommen oder sie nicht vermittelbar ist. Wenn die Bullen z.B. den Weg zur WTO versperrt hätten, würde die revolutionäre Gewalt unmittelbar einem nachvollziehbaren Ziel dienen. Aber ihr wart ja die ersten, die wegrannten als die Bullen tatsächlich einfuhren. Selbstverständlich sind jene Banken im Zentum Genfs unmittelbar mit der WTO verbandelt, es ist jedoch nicht vermittelbar wenn ein kleiner Mob einfach in Mitten einer Demo mit diversen politisch linken Strömungen amok läuft und somit nur die eigenen Leute gegen einem aufbringt. Klar werden die Reformisten immer gegen revolutionäre Gewalt sein, dennoch ist es ein unterschied ob man sein eigenes Ding durchzieht oder eine Gross-Demo als Rückzugsort missbraucht. Ihr wollt euch Anarchisten nennen, doch respektiert nicht einmal die Meinung anderer Militanten.  
  anarcho  
    Danke anarcho 2009-12-02 09:59    
  Was zum Henker hat eure Aktion mit dem anarchistischen Gedanken gut zu tun?
Selbstbestimmung ist doch ein teil davon oder nicht?
Ihr habt aber die Leute in den Blöcken aufs übelste instrumentalisiert.
Bin auch überhaupt nicht gegen Militanz und Gewalt gegen Gegenstände.
Aber Militanz fängt erstmal im Kopf an.
Sorry aber ihr seid echt nur noch scheisse.
Um es mal auf die Spitze zu treiben ihr habt die Leute missbraucht als lebende Schutzschilder, was soll das mit dem Anarchistischen Gedanken gut zu tun haben. Und diese Kritik ist nur der Anfang.

Aber mit euch zu Diskutieren macht erst sinn wenn ihr Bereitschaft zeigt das ganze zu reflektieren. Davor ist es meiner Meinung nach nur wichtig und richtig euch auszugrenzen und sich von euch zu Distanzieren.

Solidarität in aller ehre aber jetzt reichts
 
  ob anarcho?/Zumindest mehr davon verstanden  
    anarcho? 2009-12-02 16:34    
  was interessieren einen anarcho demobewilligungen?  
  aber bei den jungen grünen oder was?  
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