Spiel und Spass mit Freiburgs Naziszene
  Theme(s) Antifascisme -  
  18-03-2008 16:10
Auteur : Autonome Antifa Freiburg
 
 
  Wolfgang Grunwald  Im Freiburger Stadtbild sind Nazis wenig präsent, doch auch in der 220.000 EinwohnerInnen zählenden Stadt im Breisgau gibt es sie. Eine Kampagne der Autonomen Antifa Freiburg deckte Nazistrukturen mittels gefaketer Mailkommunikation auf. FaschistInnen bekämpfen – zusammen, auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!

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    Communiqué vom 16.03.2008

Wir kriegen euch alle!

Der Salonfaschist Wolfgang Grunwald aus Ballrechten-Dottingen südlich von Freiburg versteckt seine stramm nationalsozialistische Gesinnung hinter der bürgerlichen Fassade eines Unternehmensberaters. Die „Junge Freiheit“, das Hausblatt der „Neuen Rechten“, wollte Grunwalds Wirtschaftsartikel Ende der 1990er Jahre nicht mehr drucken: „Meine radikalisierte Einstellung hat weitere Publikationen dort verhindert. Sie wurde nicht akzeptiert.“ Seit Mitte 2004 hat Wolfgang Grunwald unter dem Pseudonym „Wolfgang Reinhard“ über 1.200 Beiträge im Thiazi-Forum verfasst. Das Thiazi-Forum entstand aus dem deutschsprachigen Teil des amerikanischen Skadi-Forums und ist mittlerweile das bedeutendste deutschsprachige Naziforum. Grunwald hat zudem eine eigene Galerie auf Thiazi, in der er hunderte seiner faschistischen Propagandaplakate ausstellt.

Zwar ist der Unternehmensnazi Wolfgang Grunwald ob seiner intellektuellen Fähigkeiten bedeutend gefährlicher als beispielsweise der Kliniknazi Marcus Michelberger, doch klüger ist auch er nicht. Während uns Michelberger seine Gesinnung über einen Monat lang wortgewaltig darlegte, stand uns Grunwald auch drei Monate später noch als Referent zur Verfügung. Auch ein dritter NPDler schwätzte freimütig: Der Mensanazi Christoph Bauer konnte uns gegenüber nichts Schlimmes an seiner kiloweisen Bestellung von Kaliumnitrat finden, erzählte uns unbeschwert von seinem „Kontakt zu den Kameraden aus dem Fricktal“ östlich von Basel und mokierte sich über die Südtiroler Sezessionisten, die sich am 24.11.07 in der „Alten Post“ trafen: „Die Deppen vom Andreas-Hofer-Bund haben den Antifa-Spitzeln sogar erlaubt, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das Lokal in Kirchzarten können sie jetzt vergessen, den Roland Grassl hätte ich früher schlauer eingeschätzt.“

Die Freiburger Nazis sind aber nicht nur unvorsichtig, unerfahren und dumm, sie beherzigen nicht einmal die simpelsten Methoden der Schadensbegrenzung nach einem Angriff mittels Social Engineering: „Wichtig ist eine schnelle Warnung aller potenziellen weiteren Opfer.“ Über Monate bekamen wir so Einblicke in die Freiburger Naziszene. Selbst nachdem Michelberger in aller Öffentlichkeit geoutet wurde, haben sich die Nazis gegenseitig nicht gewarnt. So kam es, dass Wolfgang Grunwald einsam und allein mit Beamer, Laptop und Leinwand in einem elsässischen Dorf stand, um seinen „Kameraden“ einen Vortrag zum Thema „Heuschrecken-Kapitalismus“ zu halten. In dieser nach wie vor „national-strukturschwachen“ Region bekämpfen wir die Nazis mit Humor und geben sie der Lächerlichkeit preis. Bevor sie jedoch zu einer Gefahr werden können, zerschlagen wir ihnen die Hände.

Autonome Antifa Freiburg


Der Nazi Michael Dilger schickte uns Fotos von seiner Wohnung in Freiburg Haslach. Aber irgendwann merkt aber auch der dümmste Nazi, welches Stück gespielt wird: „Hör mal du votz bin weder mitglied der npd noch sonstwas also wüde ich mal die lügen aus dem netz nehmen wenn du schon was verbreitest würde ich mich mal erkunden was los ist bevor ich so was mache du garri moui.“

  Kontakt

Im Sommer 2006 antwortete Jürgen Schützinger, Landesvorsitzender der NPD Baden-Württemberg, auf eine Kontaktanfrage nicht. Stattdessen wurde die Anfrage von „J. Birkel“ beantwortet. Ein „J. Birkel“ ist in der südbadischen Naziszene unbekannt, es gibt jedoch einen „John Bürgel“ mit gleicher Mailadresse. John Bürgel hielt 2003 eine Rede auf dem Parteitag der PNOS, in den Worten der Nazis: „Gleich nach der Pause überreichte der Gastreferent John Bürgel von der NPD Grüsse des NPD Parteivorsitzenden Udo Voigt und hielt im Anschluss eine Rede zur Weltlage und über die fruchtbare Zusammenarbeit der Nationale Kräfte in ganz Europa.“ Bürgel war auch der Organisator der NPD-Veranstaltung im „Türmle“ am 18. März 2007.


Betreff: Stammtisch in Freiburg
An: J.Schuetzinger@freenet.de
Datum: 22.05.2006 15:37

Sehr geehrter Herr Schützinger,

ich wende mich an Sie, da Ihre Adresse die einzige ist, die ich auf den Seiten des NPD-Kreisverbandes Südlicher Oberrhein gefunden habe. Ich bitte Sie, mein Anliegen an die örtlichen Stellen weiterzuleiten.

Ich will ganz ehrlich zu Ihnen sein. Ich verstehe mich als national gesinnten Deutschen, dem sein Vaterland am Herzen liegt, aber ich habe gewisse „Berührungsängste“ gegenüber Parteien. Bisher habe ich mich als Freien Nationalisten definiert, aber diese Überlegungen spielen hier in der politischen Disapora in Freiburg, mir sei Schmuels Vokabular an dieser Stelle verziehen, nur eine untergeordnete Rolle.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit Kontakt mit Patrick Fehrenbach vom "Neuen Freiburg", der mich damals zu einer Veranstaltung mit Stefan Wollenschläger zum Thema „Wem gehört die deutsche Wirtschaft?“ einlud. Ich lehnte die Einladung ab, doch mittlerweile habe ich meine Meinung geändert, denn ich möchte nach der Einstellung des „Nationalen Forums Freiburg“ wieder Kontakt zu Gleichgesinnten aufbauen.

Ich verbleibe mit deutschem Gruß,

Heiko Gerifana

Betreff:Info der NPD-Freiburg
Von: J. Birkel
Datum: 25.06.2006 19:30

Hallo Herr Gerifana,

über Herrn Schützinger wurde mir Ihr Interesse am NPD-Stammtisch übermittelt. Wir benötigen Ihre Anschrift und Telefon für eine Einladung. Da sich bei uns regelmäßig „Spaßvögel“ melden, lernen wir unsere Interessenten/Sympathisanten zuvor gerne näher kennen.

Gruß, J. Birkel
NPD-Freiburg

  Chuzpe

Anderthalb Jahre später erreicht eine frohe Botschaft einige lokale Nazis. Der NPD-Kreisvorsitzende John Bürgel tut seine Absicht kund, den Kreisverband reorganisieren und mit neuem Leben füllen zu wollen. Für etwaige Einladungen und die unverbindliche Zusendung des neuen Konzepts sei allerdings die Postadresse der Empfänger von Nöten. Der Ranghöhere befiehlt, die Rangniederen gehorchen.


Betreff: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: John Bürgel
Datum: 26.11.2007 12:22

Sehr geehrte Interessenten,

ich wende mich heute an Sie, da wir unseren Kreisverband reorganisieren und mit neuem Leben füllen wollen. Wenn Sie weiterhin Interesse haben und mir ihre aktuelle Postadresse zukommen lassen, schicke ich Ihnen gerne unverbindlich unser Konzept und Einladungen für die nächsten Veranstaltungen in der Regio.

Mit prodeutschem Gruße,

J. Bürgel
NPD-Regionalvorsitzender

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 26.11.2007 13:42

W. Grunwald
Alte Kirchstr. 10
79282 Ballrechten-Dottingen

Gern. Auch per e-post. Statt Brief.

mkG

Wolfgang

|||
Wolfgang Grunwald wohnt im beschaulichen Ballrechten-Dottingen.

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 26.11.2007 19:45

Hallo Wolfgang,

schön, dass du weiterhin Interesse hast. Ich werde noch die Reaktionen auf mein Rundschreiben abwarten und dann an alle Interessenten einen Brief mit den Unterlagen verschicken.

Uns wurden für die Aufbauarbeit zusätzliche Mittel der Partei zugeteilt, um vor den Kommunalwahlen endlich ernst zu machen mit einer nationalen Struktur in Südbaden. Gerne würde ich mich einmal persönlich mit dir austauschen. Weißt du noch, wo ich wohne?


Mit dem besten Gruß, John

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 27.11.2007 22:16

H! John!

wie Du weiß, habe ich verschiedene Projekte bundesweit laufen: Vorträge, Seminare usw.
Gern komme ich als Zuhörer oder Referent oder als Marketing-/ Kommunikationsberater nach FR/Kaiserstuhl. Darüberhinaus habe ich aber keine Zeit, kommunal etwas zu machen.

Den Rest der Woche bin ich unterwegs - und erst am Samstag wieder zurück.
War übrigens Udo V. am letzten Wochenende in FR?

mkG

Wolfgang

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 28.11.2007 02:04

Sei gegrüßt Wolfgang,

was macht eigentlich Philipp jetzt nach dem Abi? Du hast natürlich Recht, kommunale Politik ist gerade hier sehr zeitaufwändig (und auch nicht ganz ungefährlich). Ich kann gut verstehen, dass du dich für eine Sache entscheiden musst. Wie laufen denn deine Projekte, an was arbeitest du gerade? Nächstes Frühjahr stände einem Vortrag nichts im Wege, hast du einen Themenvorschlag?

Udo Voigt war auf seiner Durchreise in die Pfalz in Bruchsal. Sein Vortrag war besser als ich (zugegebenermaßen) erwartet habe, das Thema war ja doch sehr grundsätzlich. Der Kreisverband Karlsruhe-Land macht sich, die Kameraden sind motiviert.

Ich überlege noch immer hin und her, wie wir hier einen schlagkräftigen Kreisverband aufbauen können. Wenn du so zurückdenkst, was würdest du als gelungen und was als misslungen sehen? Ich bin wirklich an schonungsloser Kritik interessiert, denn nur so kann ich mir einen Neuanfang vorstellen. Wenn du dir ein paar Minuten Zeit nehmen würdest, wäre ich dir sehr verbunden, denn deine Einschätzung war noch immer sehr fundiert.

Mit dem besten Gruß, John

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 28.11.2007 11:33

H!

am Wochenende melde ich mich wieder, da ich jetzt unterwegs bin.

Gruß

Wolfgang

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 28.11.2007 12:28

Ist gut, danke für deine Mühe. Ich werde wahrscheinlich am Wochenende nicht in Freiburg sein, so dass wir vorerst weiter per E-Post kommunizieren müssen.

Mit dem besten Gruß, John

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 24.12.2007 19:19

H! John!

Alles Gute Dir und Deiner Familie zum Jul-Fest. Und für 2008.
Wir gehen das Thema Reorganisation 2008 an, wenn Du willst.
Die Ursachen-Analyse steht am Anfang.
Warum stehen wir heute da, wo wir stehen?
Was sind die Ursachen?

Gruß

Wolfgang

  Smalltalk

Nach etwas Nazi-Smalltalk kommt Grunwald zur Sache. In seinem nur sehr schwer nachahmbaren Stakkato-Stil bietet er sich wegen der Schmeicheleien und wohl auch aus Mitleid als Unternehmensberater für den dahinsiechenden NPD-Kreisverband Freiburg an. Aber er will Fakten hören...


Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 27.12.2007 21:01

Sei gegrüßt, Wolfgang!

Ich habe die Wintersonnenwende mit meinen Lieben in den Bergen verbracht und antworte dir deshalb erst heute. Ich hoffe, ihr habt ein schönes Julfest gefeiert?

Schreibst du eigentlich noch für die Junge Freiheit? Ich lese die ja mittlerweile regelmäßig, mir ist aber länger kein Artikel mehr von dir untergekommen.

Bei der Neustrukturierung des Kreisverbandes bin ich ehrlich gesagt noch immer nicht zufrieden mit dem Konzept und habe deshalb die Versendung der Unterlagen erst einmal hintangestellt.

Ich gebe dir Recht, die Ursachen-Analyse steht am Anfang. Insgesamt liegt unser Kreisverband am Boden, was hauptsächlich an der Schwäche in Freiburg selbst liegt. Ich habe ein paar Gedanken aufgeschrieben und bin sehr aufgeschlossen für Ergänzungen:

- Das Wegbrechen der JN-Ortsgruppe
- Die Grabenkämpfe unter den wenigen Nationalisten (zum Beispiel BDVG)
- Das Verunmöglichen von Demonstrationen durch Stadtregierung und Gewerkschaften
- Das Verunmöglichen von öffentlichen Veranstaltungen und Propaganda durch die Presse
- Die Gefahr von Stigmatisierung und Gewalt durch die Antifa

Soweit erst einmal und ich verbleibe mit dem besten Gruß

John

Betreff: Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Datum: 05.01.2008 17:06

H!

1. JF:

zuletzt habe ich dort 1997 geschrieben:
http://212.227.167.163/online-archiv/index.asp
meine radikalisierte Einstellung hat weitere Publikationen dort verhindert.
Sie wurde nicht akzeptiert.

2. "Bei der Neustrukturierung des Kreisverbandes bin ich ehrlich gesagt noch immer nicht zufrieden mit dem Konzept und habe deshalb die Versendung der Unterlagen erst einmal hintangestellt.

Ich gebe dir Recht, die Ursachen-Analyse steht am Anfang. Insgesamt liegt unser Kreisverband am Boden, was hauptsächlich an der Schwäche in Freiburg selbst liegt. Ich habe ein paar Gedanken aufgeschrieben und bin sehr aufgeschlossen für Ergänzungen:

> - Das Wegbrechen der JN-Ortsgruppe
> - Die Grabenkämpfe unter den wenigen Nationalisten (zum Beispiel BDVG)
> - Das Verunmöglichen von Demonstrationen durch Stadtregierung und Gewerkschaften
> - Das Verunmöglichen von öffentlichen Veranstaltungen und Propaganda durch die Presse
> - Die Gefahr von Stigmatisierung und Gewalt durch die Antifa"

a) Interne Querelen
kann man aus den Ursachen für diese Querelen irgendwelche Schlüsse für die Zukunft ziehen?

b) externe Aktivitäten können doch zunächst zurück gestellt werden.

c) entscheidend ist doch, die Glut - der Wenigen - zu hüten, indem gelegentlich Veranstaltungen mit Referenten diese Wenigen zusammenbringen und -halten.


Gruß

Wolfgang

Betreff: Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Datum: 05.01.2008 17:08

Ergänzung JF:

12.12.97 / Das Prinzip Verantwortungslosigkeit
[51/97 12. Dezember 1997. Das Prinzip Verantwortungslosigkeit von Wolfgang R. Grunwald. Lebenswichtige Entscheidungen der deutschen Politik werden nicht mehr im Parlament getroffen. Nicht einmal mehr im Kabinett, sondern in demokratisch und verfassungsrechtlich nicht legitimierten „Kanzlerrunden“ wird heute Politik gemacht. Die politische Klasse in Deutschland besteht, so Parteienkritikerin Ursula Hoffmann-Lange, aus einem „Einflußzir...] Relevanz 6,4%
6.
12.09.97 / Absturz der Firma Deutschland AG
[38/97 12. September 1997. Absturz der Firma Deutschland AG von Wolfgang R. Grunwald. ktuell untersuchen große Unternehmensberatungsgesellschaften wie Kienbaum, Roland Berger und andere in den Medien das „Unternehmen Deutschland AG“ Die Analysen und Konzept-Vorschläge der Unternehmensberatungen sind symptomorientiert und lassen einen ganzheitlichen Ansatz vermissen. So bleiben wesentliche wirtschaftliche Erfolgs- und Mißerfolgsfakto...] Relevanz 6,4%

Gruß

Wolfgang

  Fakten

Als Antwort auf Fakten kommen oft Fakten. Wolfgang Grunwald hat also mal für die „Junge Freiheit“ geschrieben, wurde aber als Rechtsabweichler rausgedrängt. Statt „externer Aktivitäten“ propagiert er, „die Glut – der Wenigen – zu hüten, indem gelegentlich Veranstaltungen mit Referenten diese Wenigen zusammenbringen und -halten“. Gute Idee!


Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 09.01.2008 15:24

Sei gegrüßt, Wolfgang!

Deine Texte von 1997 kenne ich, und ich finde sie noch immer sehr interessant. Du schreibst, dass deine späteren Texte von der JF nicht mehr angenommen wurde. Wärst du so freundlich, mir diese Text zum Lesen zu senden? Hast du sie in einer anderen Zeitung unterbringen können?

Zur Analyse: Ich bin mir nicht sicher, ob wir aus den internen Querelen wirklich Schlüsse für die Zukunft ziehen können. Vieles hing doch sehr am Charakter der einzelnen Protagonisten, die sich zum Großteil aus der nationalen Politik verabschiedet haben.

Vielleicht hast du Recht und wir sollten die externen Aktivitäten zunächst zurückstellen. Es macht wenig Sinn, die wenigen noch verbliebenen Kameraden Gefahren auszusetzen und sie durch eventuelle Störungen unserer öffentlich angekündigten Veranstaltungen zu demotivieren. Im Moment ist eben die Zeit zum Überwintern und nicht zum Angriff, aber unsere Zeit wird schon noch kommen.

Ich würde gerne einmal wieder eine Veranstaltung organisieren, aber uns fehlen leider die Räumlichkeiten. Nach dem Debakel im Türmle ist eine Veranstaltung dort leider unmöglich, der Wirt hat wegen der ganzen Medienhetze kalte Füße bekommen. Hast du einen Vorschlag, an wessen Tür ich auf der Suche nach geeigneten Räumen einmal anklopfen könnte?

Ich möchte mich aber schon einmal bei dir für deine Ratschläge bedanken, die wenigsten Kameraden haben überhaupt Interesse gezeigt.

Mit dem besten Gruß

John

Betreff: Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Datum: 16.01.2008 22:50

H!John!

meine Texte von damals habe ich nicht mehr griffbereit.
Ich persönlich halte für mich nicht mehr soviel davon, Artikel zu schreiben.
Mein Ansatz ist mehr:
Vorträge, Seminare, Plakate knapp und knackig.

Empfehle aber meine Textbeiträge in Thiazi - z.B.:
http://forum.thiazi.net/showthread.php?p=958493#post958493

Räumlichkeiten:
was ist denn mit dem bekannten Kaiserstuhl-Lokal?

Gruß

WRG

  Thiazi

Damit klärt Wolfgang Grunwald die Identität seines Pseudonyms „Wolfgang Reinhard“ im Thiazi-Forum auf: „Seit Mitte 2004 hat Wolfgang Grunwald unter dem Pseudonym ‚Wolfgang Reinhard‘ über 1.200 Beiträge im Thiazi-Forum verfasst. Das Thiazi-Forum entstand aus dem deutschsprachigen Teil des amerikanischen Skadi-Forums und ist mittlerweile das bedeutendste deutschsprachige Naziforum. Grunwald hat zudem eine eigene Galerie auf Thiazi, in der er hunderte seiner faschistischen Propagandaplakate ausstellt.“

Grunwald schreibt auf Thiazi: „Seit mehr als 1 ½ Jahren gibt es jetzt die Neue Nationalistischen Plakatkunst. Ca. 200 Motive sind bisher zusammengekommen. Ihr wisst ja - statt pseudo-kritischer Systempropaganda à la Klaus Staeck endlich system-kritische Plakat-Kunst. Einsetzbar im Weltnetzkampf oder als papierene Plakate.“ Jemand wie Wolfgang Grunwald kann seinem Ego bestimmt nicht widerstehen, also organisieren wir unsere erste NPD-Veranstaltung. Nur welche Frage hat als Antwort den Ort des Lokals?


Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 19.01.2008 12:22

Sei gegrüßt Wolfgang,

deine Beitrags- und Plakatsammlung im Thiazi-Forum ist beeindruckend. Was hast du denn für eine Resonanz auf die Plakate bekommen? Ich habe mich gefragt, ob die schon einmal gedruckt wurden und ob du einige Motive für einen zukünftigen lokalen NPD-Wahlkampf zur Verfügung stellen würdest.

Aber das steht ja erstmal nicht an, wir sollten unbedingt wieder eine Vortragsveranstaltung organisieren. Insbesondere eine fundierte Kapitalismuskritik von Rechts ist von Nöten, das System rutscht ja von Tag zu Tag mehr in die Krise. Wüsstest du einen kompetenten Redner oder hättest du gar selbst Zeit und Interesse einen solchen Vortrag zu halten? Zu den Räumlichkeiten: Welches von den beiden Lokalen meinst du?

Mit dem besten Gruß

John

Betreff: Re: Reorganisation und Einladungen
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 19.01.2008 18:23

H! John!

1. Resonanz auf die Plakate

a. 90% positiv. Gedruckt bereits in vielfältigster Form. In Nord-D bereits gesehen. Auch bereits als Verkaufshilfe eingesetzt für bestimmte Produkte. Aber nicht von mir.

b. Haupteinsatzzwecke: Weltnetz und Seminare. Per Link zu Thiazi führen wir die Leute hin: z.B. aus bürgerlichen Foren und aus http://de.altermedia.info/general/ doch-kein-faulpelz-stellungnahme-des-npd-gemeindevertreter- michael-hahn-170108_12614.html

c. International: wird sogar ins US-Amerikanische adaptiert:
http://www.stormfront.org/forum/showthread.php/ new-nationalistic-art-germany-97017p60.html

d. es ist und wird einmal eine Schulungs-Sammlung! Knapp und knackig auf den
Punkt. Und gelegentlich witzig. Das ist mein Ansatz

2. fundierte Kapitalismuskritik von Rechts: stehe ich zur Verfügung.

3. Lokal: ich meinte Nimburg. Geht das dort nicht mehr?

Gruß

Wolfgang

Betreff: Antikapitalismus-Vortrag
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 26.01.2008 18:34

Sei gegrüßt Wolfgang,

deine Idee mit Nimburg ist gut. Wann würde es dir zeitlich passen? Ich schlage einen Sonntagnachmittag Ende Februar oder Anfang März vor. Gib mir doch einfach zwei bis drei Termine zur Auswahl, dann kann ich den Termin mit dem Gasthaus Kaiserstuhl absprechen. Könntest du mir bitte eine Zusammenfassung des Vortrages schicken, damit ich das Einladungsschreiben vorbereiten kann? Mein Wunsch wäre, dass du in deinem Vortrag auch auf die Rolle der Juden in der aktuellen Gesellschaft eingehst.

Wir haben finanzielle Mittel der Bundespartei bewilligt bekommen, deshalb kann ich dir ein angemessenes Honorar zusagen. Wie hoch liegt denn gewöhnlich dein Satz für Vorträge? Ich brauche dann auch noch deine Bankdaten, um dir das Geld nach dem Seminar überweisen zu können. Es ist gut, dass wir endlich Nägel mit Köpfen machen, damit wir auch in dieser national strukturschwachen Gegend den Kameraden etwas bieten können. Hast du eigentlich eine Idee, ob es hier Konservative gibt, die insgeheim mit unserer Sache sympathisieren und die wir zu dem Vortrag einladen könnten?

Ich habe mir diese Woche ausnahmsweise das linke Hetzblatt Spiegel gekauft und war doch sehr schockiert. Natürlich hatte ich die internen Querelen auch mitbekommen, aber selbst wenn ich die kommunistische Propaganda subtrahiere bleibt immer noch ein Abgrund übrig. Zum Glück wurden die Dokumente nicht veröffentlich, das wäre ansonsten ja nicht auszumalen.

Mit dem besten Gruß

John

Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 01.02.2008 00:22

H! John!

1)Nimburg: Vorschlag Sonntag 9. oder 16.3.08

2)Zusammenfassung des Vortrages für Einladung und genaues Thema schicke ich 10 Tage vorher heraus.

3)„in deinem Vortrag auch auf die Rolle der Juden in der aktuellen Gesellschaft eingehst.“ Hier werde ich nur sparsam darauf eingehen. Das kann auch im Frage/Antwort-Spiel ergänzt werden.

4)„Wir haben finanzielle Mittel der Bundespartei bewilligt bekommen, deshalb kann ich dir ein angemessenes Honorar zusagen. Wie hoch liegt denn gewöhnlich dein Satz für Vorträge?“ Mach Du einen Vorschlag. Bisher war ich im politischen Bereich eher zurückhaltend wie Du weißt.

5)„Hast du eigentlich eine Idee, ob es hier Konservative gibt, die insgeheim mit unserer Sache sympathisieren und die wir zu dem Vortrag einladen könnten?“ Hatte ich Dir vor einiger Zeit genannt. Hast Du da nachgehakt?

Daniel Heintz
[Die Adresse lassen wir jetzt mal weg, ist ja eh bekannt. aaf]

Gruß

Wolfgang

  Opfer

Daniel Heintz, Jahrgang 1979, ist Autor des Buches „Größte Zumutung... Vergehen gegen die historische Wahrheit – Über die angeblichen und tatsächlichen Verbrechen der Wehrmacht in Polen im September / Oktober 1939“, einer Hetzschrift gegen die Wehrmachtsausstellung mit einem Vorwort von Franz Uhle-Wettler. Das Buch wird vom „Weltznetzladen“ vertrieben und die „National Zeitung“ ist voll des Lobes: „Verdienstvollerweise liegt bereits eine Gegenschrift zur neuerlichen Anklage-Veranstaltung vor. Historiker Daniel Heintz hat ein Buch verfasst, das die Ausstellungs-Macher als Quellen-Bieger überführt und nachweist, wie hinter den Kulissen gemauschelt wurde.“

Die „Aktion Vergessen“ aus dem sächsischen Görlitz stützte sich bei ihren Aktionen ebenfalls auf Heintz' Buch: „Zudem wurde von uns Anzeige wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener erstattet. Zeitgleich werden Auszüge der Gegenstudie 50.000 mal per Fax und 30.000 mal per Briefpost an bestimmte Zielgruppen gesendet. Es wird den Medien nicht möglich sein, unseren Paukenschlag gegen diese Ausstellung, die einzig und alleine die Verunglimpfung der Wehrmacht zum Ziel hat, zu ignorieren. Die Erlebnisgeneration stirbt allmählich aus und verschwindet aus Gründen der Beschwernis des Alters und aus Gesundheitsgründen aus dem öffentlichen Leben. Es liegt nun an der jungen Generation, sich den Geschichtsfälschern welche unsere Vorfahren in den Dreck ziehen, entgegen zu stellen. Wir hoffen jedoch, daß sich die Erlebnisgeneration wenigstens finanziell an diesem Ringen beteiligt.“

„Von der Feindschaft zur deutsch-französischen Freundschaft“ war der Name einer Ausstellung in Müllheim. Bürgermeister Dr. René Lohs, dankte laut Müllheims „Amtlichen Mitteilungsblatt“ vom 27. Oktober 2005 „insbesondere dem Historiker Oberstleutnant a.D. Dr. Waldis Greiselis, der im Rahmen einer Wehrübung die Vorarbeit zur Ausstellung geleistet hat, und Daniel Heintz, dessen Beitrag ‚100 Jahre Garnison Müllheim – Stadt und Militär in historischen Perspektiven‘ den größten Teil der Festschrift ausmacht und auf dessen eingereichter Magisterarbeit beruht“. Greiselis war Referent des „Studienzentrums Weikersheim“.

Wolfgang Grunwald steht uns also als Referent für eine Veranstaltung zum Thema „Antikapitalismus von Rechts“ zur Verfügung. Das Besitzerpaar des von Grunwald genannten Lokals „Kaiserstuhl“ in Nimburg behauptet jedoch, der NPD keine Räume vermietet zu haben und das auch in Zukunft so handhaben zu wollen. Also mal Grunwald fragen, ob er nicht noch eine Idee für andere Räume hat. Außerdem könnte er doch noch so ein putziges Plakat entwerfen und uns den Stress mit der Einladungsmail abnehmen. Einzige Empfänger der Einladung: Wolfgang Grunwald und Daniel Heintz.


Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 02.02.2008 15:23

Hallo Wolfgang,

leider habe ich schlechte Neuigkeiten, was die Räumlichkeiten für die Veranstaltung betrifft. Das Gasthaus Kaiserstuhl weigert sich, der Partei ihre Räume zu vermieten. Auch das andere Lokal, was ich noch im Hinterkopf hatte, ist dazu nicht bereit. Ich fürchte, die meisten Gastwirte in der Regio haben nach der Hetze gegen das "Türmle" bedenken uns ihre Räume zur Verfügung zu stellen. Hast du noch eine Idee, wo ich anfragen könnte? Wäre es dir möglich, ein thematisch passendes Plakat zu erstellen, dass ich als Einladung verschicken könnte? Daniel Heintz bekommt dann eine Einladung.

Mit prodeutschem Gruß, John

Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 11.02.2008 21:53

H! John!

zum Lokal kann ich mit keinem Vorschlag beitragen.
Vielleicht könnte man statt mit NPD mit ein "Herz für Deutschland" oder ähnlichem gegenüber Gastwirten arbeiten.
Ein Einladungs-Plakat könnte ich machen.
Was ist jetzt mit meinem Terminvorschlag?

Gruß

WG

Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 13.02.2008 15:58

Sei gegrüßt Wolfgang,

der Termin passt nach wie vor, das Problem sind die Räumlichkeiten. Es ist wie eine Verschwörung, alle Gastwirte sagen beinahe den gleichen Text auf, dass sie "noch nie mit der NPD zusammengearbeitet haben und das auch in Zukunft nicht wollen". Ich werde es weiterhin probieren, aber mit den Räumlichkeiten steht und fällt die Veranstaltung. Vielleicht hast du Recht und ich sollte den Namen der Partei nicht erwähnen. Aber das widerstrebt mir eigentlich zutiefst. Hast du Kontakte ins Elsaß? Vielleicht wäre das eine Möglichkeit auszuweichen, die Entfernung ist ja kein Problem.

Mit prodeutschem Gruß, John

Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag 16.3.08
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 13.02.2008 21:54

H! John!

Hast Du mal die Wirte gefragt, ob sie Besuch oder ein Schreiben bekommen haben?

Die Idee Elsaß ist gut!
Neuf Brisach o.ä.
Leider kenne ich dort niemanden.

Gruß

Wolfgang

Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag Nr. II
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 13.02.2008 21:57

John!

Hast Du nicht noch Kontakt zu elsässischen Kameraden?
Könnten wir die dazu einladen?
Gruß

WG

  Alsace

Offenbar gibt es auch in Südbaden grenzüberschreitende Nazikontakte. Im November 2007 wurden solche Kontakte zwischen elsässischen Nazis und Nazis in der Ortenau nördlich von Freiburg, die sich auch im Thiazi-Forum rumtreiben, aufgedeckt.


Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag 16.3.08
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 21.02.2008 01:34

Sei gegrüßt, Wolfgang!

Ich habe meine Kontakte im Elsaß gebeten, einen Raum für eine Veranstaltung zu besorgen. Sie haben bereits eine Möglichkeit in Ensisheim reserviert, suchen jedoch noch nach einer besseren Räumlichkeit. Der Vortrag kann also auf jeden Fall am 16. März stattfinden, den endgültigen Ort schicke ich dann kurz vorher rum. Von den französischen Kameraden werden wohl nur die zweisprachigen kommen, das sind leider nicht sehr viele. Ich brauche noch deine Kontodaten und für die Einladung ein Plakat und eine Zusammenfassung, aber das hat ja noch Zeit.

Mit prodeutschem Gruß

John Bürgel

Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag 16.3.08
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 01.03.2008 18:48

H! John!

Beigefügt Bildentwurf und Text-Entwurf für Einladung:

Gruß

Wolfgang


Liebe .....


hiermit laden wir Sie / Euch zu unserer nächsten Vortragsveranstaltung ein:

Heuschrecken-Kapitalismus.

Sind Arbeitslosigkeit und Verelendung
ein unabänderliches Schicksal?

Situation, Folgen und Alternativen.


Spekulations-Mentalität bei privaten und öffentlichen Banken (IKB, Sachsen-LB) auf Kosten der Bürger, Entlassungen bei florierenden Unternehmen wie Nokia und BMW und die Krokodils-Tränen der Gewerkschaften zeigen, daß grundlegende Dinge in diesem politisch-wirtschaftlichen System nicht in Ordnung sind.

Diese Ereignisse und gewisse Strukturdaten wie 8.000.000 Arbeitslose sind weder zufällig noch schicksalhaft sondern systembedingt und von bestimmten Interessengruppen gemacht.

Wir alle kommen um eines nicht herum: es steht uns ein für viele schmerzhafter Bewusstseinswandel bevor: was ist die tatsächliche Situation? Und wie soll Deutschland in 10 Jahren aussehen.

Wolfgang Grunwald, Unternehmensberater zeigt die Hintergründe und Mechanismen des heutigen Wirtschafts-, Finanz- und Politsystems auf – und die zwangsläufigen Folgen für uns alle auf. Und ebenso die Alternative.

Wir sehen uns..

16.3.2008
Ort: ....

Anhang:

  Kritik

Grunwalds Bildsprache weckt Erinnerungen an die Verwendung der antisemitischen Heuschrecken-Symbolik durch die Initiative „Wohnen ist Menschenrecht“, die sich 2006 weder durch Mahnungen noch Proteste dazu bewegen ließ, von der Ungeziefer-Metapher zu lassen. Aber da befindet sie sich in guter Gesellschaft mit anderen sozialdemokratischen AkteurInnen wie der IG Metall (PDF) oder dem SPDler Franz Müntefering.


Betreff: Re: Antikapitalismus-Vortrag 16.3.08
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 02.03.2008 00:02

Sei gegrüßt, Wolfgang!

Hab vielen Dank für den Text und das Plakat, ich werde die Einladungen verschicken, sobald ich den definitiven Ort weiß.

Mit prodeutschem Gruß

John

Betreff: Einladung
Von: John Bürgel
An: John Bürgel
Blindkopie: GSPGrunwald@web.de, daniel_heintz@web.de
Datum: 06.03.2008 22:16
Attachments: Plakat_16_03_08.jpg

NPD-Regionalverband
Südlicher Oberrhein
Postfach 500 218
79028 Freiburg
www.suedlicher-oberrhein.npd.de



Deutsche Volksgenossen, liebe Parteifreunde!

Hiermit laden wir zu unserer nächsten Vortragsveranstaltung ein:


Heuschrecken-Kapitalismus.

Sind Arbeitslosigkeit und Verelendung ein unabänderliches Schicksal?

Situation, Folgen und Alternativen.


Spekulations-Mentalität bei privaten und öffentlichen Banken (IKB, Sachsen-LB) auf Kosten der Bürger, Entlassungen bei florierenden Unternehmen wie Nokia und BMW und die Krokodils-Tränen der Gewerkschaften zeigen, daß grundlegende Dinge in diesem politisch-wirtschaftlichen System nicht in Ordnung sind.

Diese Ereignisse und gewisse Strukturdaten wie 8.000.000 Arbeitslose sind weder zufällig noch schicksalhaft sondern systembedingt und von bestimmten Interessengruppen gemacht.

Wir alle kommen um eines nicht herum: es steht uns ein für viele schmerzhafter Bewusstseinswandel bevor: was ist die tatsächliche Situation? Und wie soll Deutschland in 10 Jahren aussehen.

Wolfgang Grunwald, Unternehmensberater zeigt die Hintergründe und Mechanismen des heutigen Wirtschafts-, Finanz- und Politsystems auf - und die zwangsläufigen Folgen für uns alle auf. Und ebenso die Alternative.


Datum: 16.3.2008, 15 Uhr

Ort: XXXXXXXXXX
XX, XXXXXXXXXX
F-68740 Fessenheim

Betreff: Veranstaltung
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 06.03.2008 22:29

Sei gegrüßt Wolfgang,

ich habe die Einladung jetzt rausgeschickt, auch an Daniel Heintz. Als Veranstaltungsort haben wir ein gutes Restaurant in Fessenheim gefunden, wo wir ein Hinterzimmer zum Freundschaftspreis bekommen. Wäre gut, wenn wir uns um 14.45 Uhr vor dem Restaurant treffen könnten.

Mit prodeutschem Gruß

John

Betreff: Re: Veranstaltung
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 07.03.2008 18:22

H!

Prima. Schön.
Ich möchte schon etwa früher kommen,um die Technik zu installieren.

Gruß

Wolfgang

  Aktion

So kam es, dass Wolfgang Grunwald einsam und allein mit Beamer, Laptop und Leinwand in einem elsässischen Dorf stand, um seinen „Kameraden“ einen Vortrag zum Thema „Heuschrecken-Kapitalismus“ zu halten.

|

Betreff: Re: Veranstaltung
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 07.03.2008 19:28

Sei gegrüßt, Wolfgang!

Dann schlage ich vor, dass wir uns um 14.15 Uhr vor dem Lokal treffen. Reicht dir das für den Aufbau der Technik? Bringst du alles mit oder brauchst du noch irgendwas? Lass uns bitte zusammen reingehen, ich will den Wirt zuerst beiseite nehmen, um mit ihm über den Ablauf des Nachmittages und über eine längerfristige Kooperation zu reden.

Mit dem besten Gruß

John

Betreff: Re: Veranstaltung
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 08.03.2008 07:20

H! John!

14.30 h reicht. i.O. vor dem Lokal.
Bitte Rednerpult mitbringen.

Danke.

Gruß

Wolfgang

Betreff: Re: Veranstaltung
Von: John Bürgel
An: GSPGrunwald@web.de
Datum: 08.03.2008 15:55

Hallo Wolfgang,

ja ist gut, ich bin um 14.30 Uhr vor dem Restaurant und bringe ein Rednerpult mit.

Mit dem besten Gruß

John

|||

Betreff: Re: Einladung
Von: GSPGrunwald@web.de
An: John Bürgel
Datum: 16.03.2008 16:58

John,

leider habe ich Dich nicht in Fessenheim angetroffen.
Interessenten ebenso wenig.
Der Wirt wußte von nichts.
Gibt es dafür eine Erklärung?

Wolfgang

     Ergænzungen

 
     
 
> Wolfgang Grunwald
Wolfgang Grunwald
 
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    Das ist wirkungsvolle Antifaarbeit 2008-03-18 19:04    
  Vielen Dank für die Recherche! Macht weiter so! Wir kriegen sie alle!

Und gute Formatierung!
 
  Solidarität  
    Sie wollen Neonazis keine Chance lassen 2008-05-21 00:39    
  Badische Zeitung vom Mittwoch, 21. Mai 2008

Sie wollen Neonazis keine Chance lassen

Per E-Mail führt die Autonome Antifa Rechtsextremisten vor

Während sich die große Politik in Berlin in regelmäßigen Abständen für und gegen ein Verbot der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) ereifert, scheinen Freiburg und Umgebung eine Neonazi-freie Zone zu sein. "Nein, es gibt hier keine Neonazi-Szene", antwortet Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid auf eine Nachfrage der Badischen Zeitung. Doch der Schein trügt, behauptet die Autonome Antifa Freiburg — und belegt ihre Behauptung mit einigen Beispielen.

"Es gibt Leute, die versuchen, hier Strukturen aufzubauen", sagt ein Antifa-Mitglied und nennt den Namen eines Freiburger NPD-Mitglieds und Uniklinik-Beschäftigten. Der beklagt sich in einer E-Mail: "Propaganda ist in dieser Multi-Kulti-Stadt kaum möglich. Das wäre aber dringend nötig, um mehr Mitglieder werben zu können." Er spricht von "zahlreichem ausländischem Gesocks" und klagt: "Man kann sich als deutscher Bürger nachts kaum noch in Bezirke wie Landwasser und Haslach trauen, ohne zumindest angepöbelt zu werden."

Dass er ausgerechnet Haslach nennt, wundert die Autonome Antifa, die diesen Stadtteil als "Nazihochburg" ausgemacht hat. Denn dort wohnten zwei weitere Faschisten, von denen einer eine Nazi-Seite im Internet betreibe — Name: "Der völkische Oppositionelle". Auch in einer Freiburger Umlandgemeinde haben die Antifaschisten einen Mann ausfindig gemacht, der früher für die "Junge Freiheit" schrieb, bis er diesem Blatt nach eigenen Angaben zu "radikalisiert" erschien. Weil er im Thiazi-Forum, das sich "Germanische Weltnetzgemeinschaft" nennt, zig mit Neonazi-Parolen gespickte Plakate zur Schau stellt, spricht die Antifa vom "Plakat-Nazi", der unter anderem im Internet kundtut: "Die Befreiung Deutschlands von der Fremdherrschaft in Berlin und Wien kommt — spätestens 2013."

Zu diesem Mann nahm die Autonome Antifa per E-Mail Kontakt auf und gab sich als "NPD-Regionalvorsitzender John Bürgel" aus, der den Kreisverband reorganisieren wolle. In einem über Wochen währenden Mail-Verkehr tauschten beide Seiten ihre gespielten oder echten Vorstellungen aus und kamen schließlich überein, der als Unternehmensberater bezeichnete Mann solle an einem Sonntag im elsässischen Fessenheim einen Vortrag halten (für den er auch selbst Bild und Text entwarf). Thema: "Heuschrecken-Kapitalismus — Sind Arbeitslosigkeit und Verelendung ein unabänderliches Schicksal?" Er kam dann auch tatsächlich zu dem vereinbarten Termin an den vereinbarten Ort — und blieb allein für sich.

"Mit solchen Aktionen verfolgen wir zwei Ziele", erklärt das Antifa-Mitglied: "Erstens wollen wir die Nazis nachhaltig verunsichern, zweitens wollen wir deren Arbeit unmöglich machen." Und wenn das städtische Amt für öffentliche Ordnung der Fraktion Junges Freiburg/Die Grünen auf Anfrage mitteilt, es gebe in der Stadt "keine Anzeichen, die die Annahme verstärkter rechtsextremer Aktivitäten zulassen", sieht das die Antifa auch als ihren Erfolg: "Sie kriegen keine Chance, sich zu organisieren."

gmk
 
  Badische Zeitung  
    Solche Menschen sind unerwünscht 2008-06-02 10:04    
  Badische Zeitung vom Montag, 2. Juni 2008

LESERBRIEFE

Rechtsradikalismus

"Solche Menschen sind unerwünscht"

Zum Artikel "Sie wollen Neonazis keine Chance lassen" über Aktivitäten von Neonazis in Freiburg (BZ vom 21. Mai) schrieb uns eine Leserin:

Schön, dass es noch Menschen gibt, die auf dem rechten Auge nicht blind sind, so wie das Amt für öffentliche Ordnung in Freiburg. Wenn dieses städtische Amt behauptet, es gäbe in Freiburg keine verstärkten rechtsextreme Aktivitäten, so ist das eine typische Verharmlosung der neonazistischen Aktivitäten. Ich bin von Beruf Krankenschwester und finde es unerträglich, wenn in der Freiburger Uniklinik ein bekennender Neonazi beruflich tätig ist. Sind die Ereignisse in der ehemaligen Freiburger Kreispflegeanstalt schon völlig vergessen? Damals sind im Hitlerdeutschland aufgrund des faschistischen Euthanasieprogrammes Tausende von Kranken ermordet worden, darunter auch viele Freiburger. Dies wird nach wie vor von den Nazis geleugnet.

Es ist nur den Nachforschungen der autonomen Antifa zu verdanken, dass dieser Neonazi in der Uniklinik entlarvt worden ist. Menschen, die solchem braunen Gedankengut nachhängen, muss deutlich gemacht werden, dass sie in unserer heutigen Gesellschaft unerwünscht sind und dies besonders an einer Universitätsklinik, in der Menschen, egal welcher Hautfarbe und Nationalität, in ihrer Krankheit Hilfe benötigen und finden.
 
  Badische Zeitung  
    Wie die Autonome Antifa einen Neonazi reinlegte 2008-06-17 14:58    
  Stadtgespräch

Wie die Autonome Antifa einen Neonazi reinlegte

In Freiburg gibt es keine Neonazi-Szene, so heißt es jedenfalls in einer Stellungnahme der Polizei gegenüber der BZ. Die Autonome Antifa hält dagegen: Zwar sei die Szene im Vergleich zu anderen Regionen überschaubar und schlecht organisiert, dennoch müsse den Anfängen gewehrt werden. Mit einigem Aufwand gelang es der Gruppierung Anfang des Jahres, einen potentiellen Neonazi in die Falle zu locken.

Per Email nahm die Autonome Antifa unter falschem Namen Kontakt zu mehreren NPD-Sympathisanten in der Region auf. Als Ortsvorsteher Jens Bekel (Name von der Redaktion geändert) gab sie an, den Kreisverband Freiburg neu organisieren zu wollen, bot Infomaterial im Tausch von Postadressen – die auch bald bereitwillig eintrudelten – und regte Gedankenaustausch an.

Monatelang gelang es ihr so unter anderem, den Unternehmensberater Wolfgang G. aus einem Ort südlich von Freiburg zu täuschen und sein Vertrauen zu gewinnen – so weit, dass er in den mails bereitwillig seine Gesinnung offen legte und über die Probleme sprach, die dem Aufbau eines stabilen NPD-Verbandes in Freiburg entgegenstünden, wie etwa interne Grabenkämpfe oder auch das Vorgehen von Stadt und Gewerkschaften gegen Demonstrationen. Umso entscheidender sei es daher, so sein Fazit, den Kontakt der wenigen Übriggebliebenen bei regelmäßigen Veranstaltungen zu pflegen.

Der Plan der Antifa schien zu glücken. Mit Schmeicheleien zu Wolfgang G.s Artikeln in der „Jungen Freiheit“ und Beiträgen in der „germanischen Weltnetzgemeinschaft“ des Thiazi-Forums gelang es ihr, ihn zu einem Vortrag zum Thema „Heuschrecken-Kapitalismus – sind Arbeitslosigkeit und Verelendung ein unabänderliches Schicksal?“ zu bewegen. Ort der Veranstaltung sollte ein Lokal im elsässischen Fessenheim werden. Ortsvorsteher Bekel wolle sich selbst um Organisation und Einladungen kümmern.

Ergebnis der Täuschung: Wolfgang G. kam zum vereinbarten Termin mit voller Ausstattung, Beamer und Leinwand – und blieb alleine. Beim Wirt stieß er auf Unwissen. Mit dabei waren aber auch einige Späher der Antifa, die den Verwirrten fotografierten und die Fotos, ebenso wie den kompletten Emailverkehr, ins Netz stellten. Sinn der Aktion: „Neonazis aufdecken und nachhaltig verunsichern.“

Szene in Freiburg?

Zwar sind es nach Meinung der Autonomen Antifa nur einzelne Personen, die in und um Freiburg konkret den Aufbau faschistischer Strukturen anstreben – „zehn, vielleicht fünfzehn Leute“ –, dennoch müsse man bereits hier ansetzen, um ebensolche zu verhindern. Eine Neonazi-Szene gebe es in jedem Fall, nur sei sie vergleichsweise schlecht organisiert. Nachdem in der Vergangenheit bei öffentlich angekündigten Veranstaltungen Antifa-Leute mit Fotoapparaten aufgetaucht waren – durch die Presse ging zum Beispiel 2007 die Aktion anlässlich einer Versammlung im Zähringer Gasthaus „Türmle“ –, hätten sich faschistische Bestrebungen ins Konspirative verlagert.

In Emails werde von „Stigmatisierung“ durch die Antifa und ihre Veröffentlichungen gesprochen, Veranstaltungen würden nur noch intern bekannt gegeben. Um ihrem Ziel, der Bloßstellung von Neonazis, nachzukommen, musste die Autonome Antifa daher diesmal zur List greifen.

Der Aufwand war enorm: Über Wochen hinweg wurde in sorgfältig konstruierten Emails der Neonazi-Jargon kopiert und mit Insider-Informationen und typischen Formeln wie dem „prodeutschen Gruße“ garniert, um Wolfgang G. mit seiner Mission in die Öffentlichkeit zu locken. Inzwischen läuft er unter der Bezeichnung „Unternehmensnazi“ und ist damit bereits der dritte Rechte aus Freiburg und Umgebung, dem die Autonome Antifa die zweifelhafte Ehre eines Beinamens zuteil werden lässt. Auch die Aktionen um den „Mensanazi“ und den „Kliniknazi“ sind genauestens aufgeschlüsselt auf ihren Internetseiten nachzulesen.

Rechtslage

Rechtlich befindet sich die Gruppe damit nicht nur nahe am Rand der Legalität, sondern schrammt oft genug darüber hinaus: Neben Fotos, Namen und Emailverkehr werden sogar die Adressen der Beschuldigten online gestellt. Sowohl das Fotografieren von Personen als auch die anschließende Veröffentlichung auf der Website seien jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt – etwa bei Versammlungen oder Personen der Zeitgeschichte – und im Fall Wolfgang G. rechtswidrig, erklärt Phillip Brunst, Referatsleiter "Informationsrecht & Rechtsinformatik" am Max-Planck-Institut, der auf § 22KunstUrhG verweist.

Komplizierter wird es beim veröffentlichten Email-Verkehr: Hier komme es zwar auf den Inhalt und die Gestaltung an, ob er als Schriftwerk geschützt sei. Selbst eine neutrale Email-Korrespondenz sei jedoch bereits Ausfluss der Persönlichkeit des Verfassers: „Daher steht ihm in aller Regel die alleinige Befugnis zu, ob und in welcher Form seine Aufzeichnungen der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.“

Unter anderem setzen hier zwei Urteile vom Bundesgerichtshof und vom Landgericht Köln klare Grenzen. Zwar lege letzteres eine Interessenabwägung nahe – Geheimhaltungs- versus Informationsinteresse –, im vorliegenden Fall könne jedoch besonders auch deswegen von einer Rechtswidrigkeit ausgegangen werden, da die Emails unter falschem Namen erschlichen wurden und Wolfgang G. sonst vermutlich gar nicht, oder zumindest mit anderem Inhalt geantwortet hätte.

Auch der sogenannte „Mensanazi“ hat bereits Anklage gegen die Autonome Antifa erhoben. Die Gruppierung selbst ist sich der Problematik durchaus bewusst: „Als Linke setzen wir uns eigentlich für Persönlichkeitsrechte und Datenschutz ein. Es ist uns klar, dass wir diese verletzen, wenn wir Fotos und Namen ins Netz setzen. Dennoch versuchen wir, die Verhältnismäßigkeit im Auge zu behalten und die Relationen zu wahren. Wir geben vor allem zu den Nazis genaue Infos preis, die aktiv versuchen, eine faschistische Organisation aufzubauen.“

Daneben gebe es aber auch viele Mitläufer, die Hakenkreuze schmierten oder Aufkleber klebten. „Hier greifen wir eher zu direkten Aktionen, entfernen die Zeichen und versuchen auch, die Leute schon an der Tat zu hindern."

von carina | 17.06.08, 13:03

Quelle:  http://fudder.de/artikel/2008/06/17/wie-die-autonome-antifa-einen-neonazi-reinlegte/
 
  fudder  
    Schluss mit den Naziveranstaltungen in Freiburg 2008-06-27 01:06    
  Communiqué vom 26.06.2008

Schluss mit den Naziveranstaltungen in Freiburg

Wieder gab es faschistische Vorträge in Freiburg. Die Nazis täuschten den Wirt einer Gastwirtschaft in Littenweiler über ihre wahren Absichten. Sie mieteten das Hinterzimmer seines Lokals an, um dort Vorträge über „deutsche Geschichte“ zu halten. Der Wirt war ehrlich entsetzt über seine Gäste und stellte klar, dass er den Nazis nie wieder seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen werde. Die erste von drei Veranstaltungen fand am 8. April statt. Bei der zweiten Veranstaltung am 20. Mai war Bernhard Schaub zu einem Vortrag zum Thema „Deutschland aus völkerrechtlicher Sicht“ geladen. Schaub veröffentlichte 2007 die Broschüre „Der Weg zum Reich“ zusammen mit dem „Collegium Humanum“ aus Vlotho, das am 7. Mai vom Bundesinnenministerium „wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen und fortgesetzter Leugnung des Holocaust“ verboten wurde. Bereits 2004 wollte Schaub in Freiburg einen Vortrag halten, der jedoch wegen einer antifaschistischen Demonstration abgesagt werden musste. Die Badische Zeitung zitierte damals Gerüchte, die Nazis hätten „sich nach dem Auftrittsverbot für den Gastredner Bernhard Schaub durch die Stadt Freiburg schon am [16.01.2004] in Müllheim“ getroffen. Später gab der Organisator Patrick Fehrenbach „unter Kameraden“ zu, dass es sich bei der angeblichen Vorverschiebung um eine „Presseente“ gehandelt habe, um Freiburg „nicht dauerhaft kampflos aufzugeben und vor allem aber das Gesicht zu wahren nachdem das alles ja relativ große Wellen in der Presse geschlagen hatte…“

Am 23. Juni konnte Wolfgang Grunwald aus Ballrechten-Dottingen dann endlich seinen Vortrag zum Thema „Heuschrecken-Kapitalismus“ vor 15 älteren Männern und Frauen halten. Der Unternehmensnazi verbreitet also nach wie vor völkische Ideologie, nationalsozialistische Propaganda und chauvinistische Demagogie: „Völkermord, Selbstbestimmung, das Volk. Nation wird uns verweigert, wir werden als Volk und Nation zerstört und die Frage ist: Warum ist das so und wer sind die Täter? Wir haben den Krieg der Weltanschauungen: Die Heuschrecken gegen die Völker. [..] Wir haben nicht nur die Heuschrecken der Ostküste, sondern wir haben auch diese Staatsfonds, die sagen: Beteilige ich mich doch an diesem oder jenem. Vor 20 Jahren hat das ein gewisses Aufsehen erregt, als Kuba angefangen hat, sich an Daimler, also einem bedeutenden deutschen Unternehmen, zu beteiligen. Das heißt, wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir uns in einem Weltschanschauungskrieg befinden. Da müssen wir selber uns entscheiden: Wir haben Eigennutz gegen Gemeinnutz, den individualistischen gegen den Gemeinschaftsgeist, Materialismus gegen Idealismus. Und in diesem Krieg befinden wir Deutsche uns schon seit über 100 Jahren, als in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts Deutschland exportstark wurde. Also es ist ein Krieg, um es nochmal zusammenzufassen, des Internationalismus gegen den Nationalismus.“

Grunwald bediente also das antisemitische Stereotyp von der „jüdischen Weltverschwörung“ geleitet durch die „einflussreichen Juden von der amerikanischen Ostküste“. Er machte klar, dass sein vermeintlicher „Antikapitalismus“ nichts anderes als eine zeitgenössische Variante von Gottfried Feders Antisemitismus ist: „Es wird also nicht ausreichend differenziert zwischen dem Finanzkapital und dem Produktivkapital. Vor 70 Jahren nannte man das das schaffende Kapital und das raffende Kapital. Wenn wir jetzt an diese Produktionsunternehmen denken, zum Beispiel Krupp oder andere, die da Maschinen produzieren, das heißt es waren ja schaffende Kräfte, es wurden vernünftige Produkte produziert. [..] Man muss einfach unterscheiden: Die Marxisten sagen immer nur: Das Kapital. Zerstören und zersetzen wollen sie immer nur das heimische Produktivkapital, aber niemals das Finanzkapital.“ Grunwalds verkürzte Kapitalismuskritik verkennt den Unterschied zwischen Wesen und Erscheinungsform des Kapitalismus. Wie sein historisches Vorbild – der Strasser-Flügel der NSDAP – verneint Grunwald, dass sich in den Waren die gesellschaftlichen Verhältnisse vergegenständlichen. Die abstrakten gesellschaftlichen Strukturen des Kapitalismus werden auf das bewusste Wirken von Personen reduziert. Die Juden sind in diesem Weltbild die Feinde jeder Gemeinschaft, der Antisemitismus ist bei den Freiburger Nazis nach wie vor virulent.

Die Naziveranstaltungen können nur stattfinden, wenn die Nazis Räumlichkeiten finden, wenn Gaststätten mit ihnen kooperieren. Wir fordern daher alle Gastwirte auf, sich ihr Klientel genau anzuschauen und uns etwaige Nazianfragen zu melden. Auf diesen Veranstaltungen wird der Nationalsozialismus offen propagiert und ein neues Auschwitz ideologisch vorbereitet. Sie dienen der Bekräftigung der menschenverachtenden Ansichten der bisher noch kleinen Gruppe bürgerlicher Nazis in Freiburg, die sich dort weiter vernetzen. In Zukunft dürfen keine weiteren faschistischen Veranstaltungen geduldet werden, wehret den Anfängen!

Autonome Antifa Freiburg

 http://www.autonome-antifa.org/spip.php?page=antifa&id_article=82&design=2
 
  Autonome Antifa Freiburg  
    CDU-Stadtrat wieder auf Naziveranstaltung in Freiburg 2008-06-27 23:38    
  Communiqué vom 27.06.2008

CDU-Stadtrat wieder auf Naziveranstaltung in Freiburg

Der Stadtratsnazi Heinrich Schwär, Jahrgang 1928, Kappeler Straße 120, 79117 Freiburg, Telefon: 0761/63041, Mobil: 0171/6826322, Fax: 0761/60690 hat an der Naziveranstaltung an 23.06.2008 teilgenommen. In unserem Communiqué vom 26.06.2008 haben wir ausführlich die nationalsozialistische Ideologie beschrieben, die auf der Veranstaltung vom Unternehmensnazi Wolfgang Grunwald, Alte Kirchstraße 10, 79282 Ballrechten-Dottingen referiert wurde. Schwär hat sich nicht aus Versehen auf die Veranstaltung verirrt, er hat bereits an mindestens einer weiteren Naziveranstaltung teilgenommen.

Das Thema von Grunwalds Vortrag war die Verbindung von Nationalismus und Antisemitismus, der „Heuschrecken-Kapitalismus“ von „der Ostküste“ der USA: „Nation wird uns verweigert, wir werden als Volk und Nation zerstört und die Frage ist: Warum ist das so und wer sind die Täter? Wir haben den Krieg der Weltanschauungen: Die Heuschrecken gegen die Völker.“ Nicht ohne Grund hat Grunwald dieses Thema für einen Vortrag in Freiburg gewählt. Er nimmt Bezug auf den Diskurs der Bürgerinitiative „Wohnen ist Menschenrecht“, die mit ihrem Heuschreckensymbol gegen die Privatisierung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft an US-amerikanische Investoren protestierte.

Heinrich Schwär war ein erbitterter Gegner des mit der schwarz-grünen Allianz beschlossenen Stadtbauverkaufs, der zum Glück am 12. November 2006 durch einen Bürgerentscheid gekippt werden konnte. Schwärs „christliche Kapitalismuskritik“ erscheint auf den ersten Blick sozial motiviert: „Wenn man in Not ist, kehrt sich unsere soziale Marktwirtschaft in Deutschland in eine knallhart kapitalistische um, und man hat keine Chance. Deshalb bin ich strikt gegen den Verkauf der städtischen Wohnungen – auch aus christlichen Motiven.“ Diese Art von „Kritik“ sieht die vermeintlich „soziale Marktwirtschaft“ in Gefahr durch einen „skrupellosen Raubtierkapitalismus“. Grunwalds nationalsozialistische Ideologie liefert das fehlende Puzzlestück zum Verständnis der tatsächlichen Motivation von Schwärs Äußerungen: Schuld am bösen Kapitalismus ist nach Ansicht der Nazis „der Jude“.

In den Freiburger Stadtrat rückte Heinrich Schwär für den im September 2006 gestorbenen Conrad Schröder nach. Schwär ist Mitglied des Migrationsausschusses, migrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und stellvertretendes Mitglied im Sozial-, Sport- und Stadtentwicklungsausschuss. Am 23. Juni nahm er bis 18:30 Uhr an der Sitzung des Migrationsausschusses teil, fuhr danach zur Naziveranstaltung im Osten Freiburgs, wo er kurz nach 19 Uhr mit seinem weißen Suzuki-Geländewagen mit dem Kennzeichen FR-ED 775 ankam. Er verließ die Veranstaltung früher, um an der Fraktionssitzung der CDU um 20 Uhr im Freiburger Rathaus teilzunehmen. Es ist ein Skandal, dass Schwär ausgerechnet Mitglied des Migrationsausschusses des Stadtrats ist. Ohne Frage muss Heinrich Schwär zudem die CDU-Fraktion verlassen, aber für uns ist auch ein fraktionsloser Nationalsozialist im Freiburger Stadtrat untragbar.

Autonome Antifa Freiburg

 http://www.autonome-antifa.org/spip.php?page=antifa&id_article=83&design=2
 
  Autonome Antifa Freiburg  
    Ein Stadtrat auf Irrwegen 2008-07-02 00:29    
  Badische Zeitung vom Mittwoch, 2. Juli 2008

Ein Stadtrat auf Irrwegen

Antifa dokumentiert: Heiner Schwär besuchte Veranstaltungen von Rechtsextremisten / CDU-Fraktion: "Politisch nicht erträglich"

Von unserer Redakteurin Simone Lutz

Stadtrat Heiner Schwär hat in den vergangenen Monaten drei Veranstaltungen besucht, die von Rechtsextremisten organisiert worden waren. Das deckten Recherchen der Autonomen Antifa Freiburg auf. Gestern hat sich Schwär "von allen Inhalten der Rechtsextremen" distanziert, die Stadtratsfraktion der CDU, der er angehört, hat seine Entschuldigung akzeptiert.

Am 8. April, am 20. Mai und am 23. Juni hatte ein nichts ahnender Gaststättenbetreiber im Freiburger Osten sein Hinterzimmer für Vorträge über "deutsche Geschichte" vermietet — an verdeckt auftretende Rechtsextremisten. Bei den Vorträgen fielen Sätze wie: "Wir werden als Volk und Nation zerstört." Stadtrat Heiner Schwär war bei allen drei Veranstaltungen dabei. Im Gespräch mit der BZ beteuerte er, er habe nichts von Hetzparolen bemerkt: "Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben." Am 23. Juni habe er nur Bescheid geben wollen, dass er nicht kommen könne — er war zuvor bei einer Sitzung des Migrationsausschusses gewesen und wollte später weiter zur CDU-Fraktionssitzung. Er sei, so Schwär, Mitglied in einem Teilnehmerkreis, der sich mit Insolvenzrecht und Wirtschaftskriminalität befasse; aus diesem Kreis habe man ihn über die Veranstaltungen im Freiburger Osten informiert.

Der 80-Jährige, der früher das Hotel "Schwärs Löwen" betrieb und dieses aufgeben musste, befindet sich seit geraumer Zeit in einer schwierigen persönlichen Situation. Er fühlt sich "ungerecht in die Insolvenz getrieben". Schwär lebt in der Hoffnung, "die Wahrheit" über die Insolvenz "aufzudecken". Schwär: "Ich renne jedem nach, der mir Hilfe signalisiert." Das sei auch der Grund gewesen, zu den Vorträgen zu gehen, von denen er sich Informationen in Sachen Wirtschaftskriminalität versprach.

Diese Vorträge allerdings beschäftigten sich vor allem mit nationalistischer Hetze. Das zeigt die Dokumentation der Autonomen Antifa Freiburg, die am 23. Juni vor Ort war. Die engagierte Arbeit der antifaschistischen Gruppen verhindert seit langem Versuche der Rechtsextremen, hier Anhänger zu werben. Erst kürzlich hatte die Autonome Antifa einen Rechtsextremisten aus einer Freiburger Umlandgemeinde getäuscht, ins Elsass gelockt und dort allein stehen gelassen (die BZ berichtete).

Eben dieser Rechtsextremist, der im Internet im Thiazi-Forum, das sich "Germanische Weltnetzgemeinschaft" nennt, Plakate mit Neonazi-Parolen zur Schau stellt, hielt am 23. Juni besagten Vortrag über "Heuschrecken-Kapitalismus". Dabei ging es allerdings nicht um die Freiburger Wohnungsverkäufe, sondern um völkische Ideologie und antisemitische Propaganda. Die Antifa zitiert den Redner: "Wir haben den Krieg der Weltanschauungen: Die Heuschrecken der Ostküste gegen die Völker." Mit "Heuschrecken" sind "einflussreiche Juden von der Ostküste" gemeint. Einer der früheren Vortragsredner, der der Antifa ebenfalls bekannt ist, hatte in der Vergangenheit mit einem "Collegium Humanum" zusammengearbeitet, das vom Bundesinnenministerium wegen Leugnung des Holocausts im Mai 2008 verboten worden ist.

Dass Schwär nach jedem Strohhalm greift, hat übrigens auch ein pompös auftretender Verein aus Stade namens "Zentralrat Europäischer Bürger" bemerkt, der zu Schwärs Insolvenz Briefe an das Amtsgericht Freiburg schreibt, in denen er das Urteil anzweifelt, weil die Bundesrepublik "kein wirksamer Rechtsstaat" sei.

"Leider nutzen falsche Freunde Heiner Schwär aus, um sein persönliches Schicksal für eigene Ziele zu instrumentalisieren", so die CDU-Stadtratsfraktion in einer Stellungnahme. Fraktionsvorsitzender Wendelin Graf von Kageneck nannte Schwärs Kontakte zu Rechtsextremen gestern "politisch nicht erträglich". Sollte sich das wiederholen, wäre "eine Zusammenarbeit auf der gemeinsamen Wertebasis der CDU-Stadtratsfraktion unter keinen Umständen vereinbar", sprich: Schwär würde aus der Fraktion ausgeschlossen. Von diesem Schritt wollte die Fraktion angesichts der persönlichen Situation Schwärs noch absehen.

Heiner Schwär selbst hat laut CDU-Mitteilung versichert, künftig prüfen zu wollen, welche Veranstaltungen er besuche und keinen Kontakt zu Personen zu haben, die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen. Er habe sich entschuldigt und von den Inhalten der Veranstaltung distanziert.
 
  Badische Zeitung  
    Zeitung am Samstag LeserIn 2008-07-12 17:44    
  Zeit der Erkenntis: Zwei Stadträte sehen Unterschiede zwischen grün und schwarz, ein anderer aber erkennt kein braun

Im falschen Saal
Wer kennt das nicht? Den besten Platz ergattert, einen Pärchen-Doppelsitz das Getränk in der einen Hand,die Liebste in der anderen die Chips zwischen den Knien. Und dann läuft statt der erwarteten Romanze ein bluttriefender Actionfilm. Ein Irrtum der einem den ganzen Abend verhauen kann.

Im falschen Haus
Weniger glimpflich kommen momentan andere Irrende davon. Die Mieter der Stadtbau etwa die in der falschen Gewissheit sich wähnten, in sozialem Wohnraum zu hausen. Jetzt ziehen sie zwar reihenweise erfolglos vor Gericht, um gegen die exorbitanten städtischen Mieterhöhungen zu klagen Dort aber müssen sie erkennen, dass ein Spiegel nur das widergibt, was ihm vorgehalten wird. Und dies sind nicht die Mietpreise, sondern die Erhöhungen der vergangenen Jahre. Nicht falsch, der Spiegel, aber einer aus dem Kabinett der Zerrpiegel

Am falschen Platz
Auch die Stadträte Coinneach McCabe und Monika Stein (siehe Seite 3) lebten viele Jahre lang mit einer irrigen Annahme. Nämlich der, einer grünen Fraktion anzugehören. Erst als sie immer öfter für Verbote und Kürzungen ihre Hände heben solltenwurde ihnen erst schwarz vor Augen, bis sie dann erkannten, dass sie wahre Grünschnäbel gewesen waren.

Auf dem falschen Dampfer
Die Parteifarbe verwechselt haben will auch CDu-Stadtrat Heinrich Schwär. Gleich dreimal habe er versehentlich braune Veranstaltungen besucht, ohne dies auch nur bemerkt zu haben Die Autonome Antifa Freiburg, die anders als Schwär selbst den rechtsradikalen Hintergrund der Veranstaltungen erkannt hat zitiert den referierenden Neonazi Wolfgang Grunwald aus Ballrechten- Dottingen der ein altbekanntes Lied anstimmte: „Die Nation wird uns verweigert, wir werden als Volk und Nation zerstört.“ Schuld daran seien – wer sonst - die ,„einflussreichen Juden von der amerikanischen Ostktüste“. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wendelin Graf von Kageneck hält die rechten Kontakte Schwärs für ,„politisch nicht erträglich“, in der offiziellen Stellungnahme aber nimmt die Fraktion ihren Rechtsaußen in Schutz: „Leider nutzen falsche Freunde Heiner Schwär aus.“ Vielleicht sollten seine wahren Freunde ihn mal mit ins Kino nehmen. In der Hamonie läuft noch,„Die Welle“ Da sitzen auch alle im falschen Film.

JanBongers
 
  Im falschen Film  
    Die Fotos wurden von de.indymedia.org zensiert 2008-11-19 16:15    
   http://de.indymedia.org/2008/03/210719.shtml  
  Die deutschen Censoren -- -- -- -- Dummköpfe  
    Wolfgang Grunwald bekam im November Besuch 2008-11-19 22:04    
   http://ch.indymedia.org/frmix/2008/11/64527.shtml  
  no place to hide  
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Image Misère du « subversivisme »
17-07-2017 04:20 - Freddy GomeZ
Text libertaires, l’intersectionnalité, les races, l’islamophobie
17-07-2017 00:58 - http://www.grand-angle-libertaire.net
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Text Biomorphisme anéchoïque
15-07-2017 09:34 - Patrice Faubert
Text « races sociales », racialisme, racisme
13-07-2017 13:40 - LadJ&dprintemps
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Text Impostures d'impostures
13-07-2017 06:19 - Patrice Faubert
Text Oui la race ça nous agace et ça nous emmerde !
12-07-2017 13:05 - Antifascistes multiculturalistes et internati
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Image Autoritär, elitär, reaktionär − die Neue Rechte
11-07-2017 21:37 - klr
Image Les Français juifs seraient-ils des citoyens à part ?
11-07-2017 09:22 - UJFP
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Text Enfants du smartphone, enfants de l'iPhone
10-07-2017 05:33 - Patrice Faubert
Text Paraphysique de blablalogie
09-07-2017 08:01 - Patrice Faubert
Text Houria Bouteldja Je combats mon intégration
08-07-2017 00:46 - Olivier Mukuna
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Text L’homme (de gauche) qui croyait à la barbarie
07-07-2017 17:34 - Najate Zouggari
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Text Défendre la liberté d’expression partout en France !
07-07-2017 13:11 - Khamsa fi 3aynkoum
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Text Paraphysique des cerveaux nazifiés
07-07-2017 06:00 - Patrice Faubert
Text Paraphysique de la synarchie
05-07-2017 09:49 - Patrice Faubert
Text Députés macronistes qui n'ont rien à envier au FN
03-07-2017 13:45 - Jerôme Martin
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Image Cinq réponses au « débat sur l’identité nationale »
03-07-2017 13:35 - Pierre Tevanian, Sylvie Tissot
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Text Insupportable ingérence du CRIF
03-07-2017 13:26 - AFPS
Text Manifeste pour un antiracisme politique
03-07-2017 10:55 - Eric Fassin
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Text Biopsychosociologie de la vie marchande ou Pornification
03-07-2017 05:50 - Patrice Faubert
Text Emmanuel Macron soutient la légitimité de Bachar Al-Assad
01-07-2017 17:01 - Revolution et libertés
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Text L’anti-racisme dit « politique » : normalisation, religiosit
30-06-2017 10:27 - Fleurs
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Text Les résultats de l'islam politique aux législatives 2017 [Fr
30-06-2017 10:21 - Carla Parisi
Text Homophobie décoloniale : Être l’homo du PIR, ou ne pas l’êtr
30-06-2017 09:41 - Les amis de Juliette et du printemps
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Text Les positions bourgeoises de l’UJFP
30-06-2017 09:33 - -
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Text Les soupapes de sécurité
30-06-2017 06:28 - Patrice Faubert
Image Être Sioniste & Antisémite
29-06-2017 14:48 - YASSER LOUATI
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Text Utiliser le mot « race » ?
29-06-2017 14:40 - mignon chaton
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Image Gaza : un crime contre l'humanité
29-06-2017 14:28 - Bureau national de l’UJFP
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Text Soutien à Houria Bouteldja et à l’antiracisme politique
29-06-2017 13:32 - UJFP
Image Non, l’antiracisme politique n’est pas racialiste !
29-06-2017 13:23 - Les ennemis de Juliette
Text Halitose
27-06-2017 06:27 - Patrice Faubert
Text Verbatim
25-06-2017 07:48 - Patrice Faubert
Text Assemblée en mixité révolutionnaire et non-mixité de classe
24-06-2017 01:45 - révolutionnaires contre le racialisme et son
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Image Une note de lecture critique de « La fabrique du musulman»
22-06-2017 23:33 - souslaplagelespaves.noblogs.org
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Text Allo ?
22-06-2017 11:24 - Faubert Patrice
Image La non-mixité : une nécessité politique
21-06-2017 15:09 - anti-sexisme
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Image Gaza : vers un nouveau massacre, pire que les précédents
21-06-2017 14:17 - Gideon Levy
Text Contre obsession religieuse raciale - fabrique du « musulman
21-06-2017 14:10 - Nedjib Sidi Moussa
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Text Le fantôme d'Ernest Coeurderoy
20-06-2017 06:39 - Patrice Faubert
Text Psychosomatique de radioactivité
18-06-2017 09:51 - Patrice Faubert
Text La fausse conscience, conscience de l'imposture
16-06-2017 07:11 - Patrice Faubert
Image L’ islamisme n’ est pas une Religion !
15-06-2017 18:24 - Des portes paroles du collectif
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Image L’islamophobie n’est pas une opinion
14-06-2017 22:02 - iaata
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