no BIZ
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  27-06-2005 17:36
Auteur : a BIZ too much
 
 
  Die BIZ hält ihr Jahrestreffen ab. Die BIZ feiert ihr 75jähriges Jubiläum. Die BIZ lädt ein zur Eigenschau ab Dienstag 28. Juni.
Grund genug für uns aus voller Kehle mitzufeiern.
 
     
  Die BIZ hält ihr Jahrestreffen ab. Die BIZ feiert ihr 75jähriges Jubiläum. Die BIZ lädt ein zur Eigenschau ab Dienstag 28. Juni.
Grund genug für uns aus voller Kehle mitzufeiern.

Am Samstag 25. Juni um 15:00 versammelten sie die Jünger des Kapitals, die bekennende BankerInnengemeinschaft, eine mitgeschleifte Leiche, ein Unwesen des Goldes sowie die unzähligen treuen KonsumentInnen der basler Innenstadt. Mit Transparenten und Lobliedern bewegte sich die Prozession zur BIZ, wo wir auf die blaue „basler Garde“ trafen. Heftiges Händeschütteln mit anwesenden Bankers, ein kleiner Wassertanz um den BIZ-Sicherheitsdienst, vor allem aber freudiges Jubeln unsererseits bewirkten, dass der eine oder andere Herr in den heiligen Gemächern eine Träne verdrücken musste. So viel Aufmerksamkeit war man sich nicht gewohnt. Die lobpreisende Menge pilgerte dann noch von Bancomat zu Bancomat durch die basler Konsummeile, mit Kniefall vor diversen Banken und dem Rathaus.

Beiliegendes Flugblatt wurde verteilt:


75 Jahre BIZ sind genug!!!

Kennen Sie die "Bank für internationalen Zahlungsausgleich" (BIZ)? Wissen Sie, was sich dahinter verbirgt? Das ist doch dieser dunkle Turm gleich um die Ecke am Centralbahnplatz, der kurz vor Sonnenuntergang aussieht wie die Aufschichtung beschlagener Goldbarren.
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie nicht wissen, was da hinter den abgedunkelten Scheiben gegenüber des Hilton vor sich geht. Oder auf deren privatem, im Wald erstellten Besitz in der Nähe von Basel, wo Swimmingpool, Tennisplätze, zollfreie Getränke und Essen den Bediensteten der BIZ, deren Angehörigen und den internationalen Gästen zur Verfügung steht.
Wundern Sie sich nicht, wenn sie nicht wissen, was die BIZ wirklich ist – denn das ist Konzept.

HAPPY BIRTHDAY!!
Die BIZ wird 75 Jahre alt. Zu diesem Anlass wagt sich die "BIZ" scheinbar an das Licht der Öffentlichkeit. Mit einer Ausstellung ("this is the BIZ") will sich die "BIZ" am Centralbahnplatz 2 vom 28.6 -12.7.05 präsentieren. So passt zum Charakter der „BIZ“ dass BesucherInnen Ihren Ausweis mit Foto mitbringen sollen, um in die heiligen Räume der "BIZ" zu gelangen. Mit der Ausstellung wird eine Offenheit der „BIZ“ suggeriert die selbstverständlich im Widerspruch zur realen Praxis dieser Institution steht. Kein Wunder also das sich bereits am 25ten Juni unter Ausschluss der Öffentlichkeit die exklusive Männerrunde mit internationalen Gästen trifft um auf ihre Weise das Bestehen des Geldturmes und seiner Funktion zu feiern. Hier ist keine Öffentlichkeit gewünscht und auch keine Presse. Das ist ein elitärer Club. Die 75-Jahr-Feier reiht sich ein in die monatlichen Treffen der Zentralbankchefs aus 56 ausgewählten Ländern. Basel wurde ausgewählt als weltweit bedeutende Drehscheibe für den Austausch der Banker untereinander. Das heisst Basel soll keine Fragen stellen, Sicherheit und Anonymität garantieren und überhaupt ein „Klima des Vertrauens“ schaffen.

DAMALS…
So hatte rückblickend die "BIZ" bei der profitablen Zusammenarbeit mit dem Faschismus keine ideologischen Vorbehalte gehabt. Im Gegenteil: gemeinsam mit den Zentralbankchefs der anderen kriegführenden Länder (wie den USA, England, Deutschland usw.) wurde bereits im Jahre 1942 über eine Nachkriegsordnung beraten, so dass das Währungssystem und der Geldgewinn für alle Herrschenden und die Industrie eiskalt kalkulierbar geblieben ist.

Wir bitten Sie , sich folgendes Szenario vor Augen zu führen : Während die Soldaten auf den Schlachtfeldern jämmerlich krepieren....während die Zivilbevölkerungen verschiedener Länder Tod und Elend erleiden....und während die Verbrennungsöfen in Ausschwitz noch weitere drei Jahre betrieben werden, um systematisch jüdische Menschen zu vernichten, sitzen die Zentralbankgouverneure aller Nationen zusammen und loten aus , wie eine kontrollierte und kalkulierbare Nachkriegsordnung finanzpolitisch zu bewerkstelligen sei.

UND HEUTE…
Genozide, lokale Kriege, systematische Verelendung, weltweite Ausbeutung, massenhaftes Sterben an Hunger und heilbaren Krankheiten werden weiterhin produziert, toleriert oder zumindest gebilligt… vertrauensvoll.
Wie damals sitzt auch heute der unscheinbare Männerclub zusammen und berät sich selbst. Das weltweite Steuern von Währung und Geldsystemen macht die Institution zum frühen Vorreiter einer auf globale Ausbeutung ausgerichteten Welt bis zum heutigen Tage.

WELCHE LEGITIMATION...
Es drängt sich förmlich die Frage auf, wer die BIZ eigentlich kontrolliert? Antwort: Niemand ! Kein Parlament und kein internationales Gremium mischt da mit, eine kritische Öffentlichkeit ist gänzlich ausgeschaltet. Die BIZ ist im wahrsten Sinne des Wortes extraterritoriale Zone, ein Niemandsland auf dem vermeintlich neutralen Boden der Schweiz. Die BIZ zahlt keine Steuern und finanziert sich über die Einlagen der Notenbanken selbst und verwaltet ein Vermögen von rund 80 Mrd. Dollar.
Die BIZ ist ein Instrument – vielleicht DAS Instrument - für die verschiedenen Kapitalismusformen, um sich zu koordinieren. Ob China, Russland, USA oder Europa mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen der Ausbeutung – in der BIZ sollen alle Notenbankchefs das vertrauensvolle Klima vorfinden, um sich über die jeweiligen finanzpolitischen Probleme „ihres“ Landes austauschen zu können. Die BIZ wirkt als Schmierfett, damit die jeweiligen Mächte Maximalprofite erringen können – ob sie nun gerade Krieg führen oder Frieden kriegen, ob sie nun eine „linke“ oder rechte“ Regierung haben oder eine Diktatur.

ES REICHT!
75 Jahre sind genug! Wir finden, dass die Banker ab sofort für ihr scheinbar neutrales Handwerk zur Rede zu stellen sind, sowohl als Institution als auch jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter.
- Wie kann man nur so eine gewalttätige
Arbeit betreiben und jegliche
Zusammenhänge zu den weltweit
Zerstörung ausblenden?
- Wer gibt ihnen das Recht, jenseits aller
kritischen Öffentlichkeit – technokratisch
und abstrakt – ihre Arbeit zu tun?
- Wie elitär und arrogant muss man sein,
um sich mit Basel einer Kulisse zu
bedienen, auf deren unsichtbarer Bühne
diese grauen Herren, angereist mit ihren
Rollwägelchen und Köfferchen und
Bediensteten, die weltweite Ausbeutung
stabil halten?
- Wie heruntergekommen muss man sein,
um beim Beispiel des Faschismus zu
bleiben, in abstrakter Weise zu arbeiten
und real über Leichen zu gehen?

Während überall krepiert, gemordet und vergewaltigt wird, während ein globaler Krieg ausgerufen wurde, der sich schleichend ausweitet, während die Erde an unserer materialistischen Lebensweise kollabiert – wir bekommen diese Information Tag für Tag geliefert – sitzen diese elitären Herren beieinander und sorgen dafür, dass Zerstörung und Ausbeutung, dieses soziale und mentale Elend bis zur letzten Minute profitabel bleibt

Wir sagen Nein zum BIZ in Basel oder wo auch immer. Wir fordern die ersatzlose Abschaffung dieser Institution und die bedingungslose Öffnung der Archive.
Keine Treffen mehr der Zentralbankchefs. Schluss mit Basler Läckerli für die Finanzelite !



Falls Sie zu den 550 MitarbeiterInnen der BIZ zählen oder zählten, bei uns sind ihre vertrauliche Information, ein lange gehütetes Geheimnis oder der letzte Bankerwitz gut aufgehoben.  no_biz@gmx.ch






Wir laden ein zu einer Veranstaltung mit Gian Trepp am 1 Juli im Gewerkschaftshaus in Basel (Claraplatz, Rebgasse) um 19.00 Uhr .
Der Autor des Buches " Bankgeschäfte mit dem Feind" gibt uns einen Einblick auf die aktuelle und vergangene Geschichte der "BIZ".
Anschliessend wollen wir in eine Diskussion um Perspektiven von Alltagswiderstand einsteigen. Wenn das WEF überall ist, wie kommt es ,
dass unser Widerstand nicht aus dem Alltag geführt wird? Was bedeutet es für uns,in einer reichen Schweiz zu leben, die als Tresor für
allerlei Geldgeschäfte für die Mächtigen dieser Welt bereitsteht. Und und und...
Und wir laden zu einer öffentlichen Begehung der "BIZ" am 6.Juli 17.00 Uhr. Die Reiseleitung der "WITZ"-AG (Hr. Zinsli und Fr. Schröder)
führt durch das Programm und freut sich,Ihnen die Reinwaschung eines Bankers zu präsentieren. Eine Seligsprechung seitens des neuen
Papstes wird in Erwägung gezogen. Anschliessend findet die Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung der Menschheit an die Folgen
materialistischer Lebensweisen statt. Wir freuen uns auf Euch !!


 
     
 
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