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Am 11. MÄRZ ist der 1. Jahrestag der nuklearen Katastrophe von FUKUSHIMA. Und damit also mehr als genug Gründe dafür, dass sich der diesjährige MENSCHENSTROM GEGEN ATOM NACH MÜHLEBERG per Bahn, zu Fuss und per Velo zum gefährlichsten AKW der Schweiz begibt und der Betreiberin BKW wieder einmal den Marsch bläst. Ungenügende Sicherheit bei Hochwasser oder Erdbeben, Risse im Kernmantel, Überalterung, Ausreden und Vertuschungsversuche der BKW sowie die unverantwortliche Haltung der Aufsichtsbehörde ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) schreien geradezu nach der definitiven Ausserbetriebsnahme des Schrottreaktors. Und zusammen schreien ist nicht nur lauter, sondern auch lustiger...
An der Soirée AKW-ADE werden Aktivist_innen des Menschenstroms über den momentanen Stand der Mobilisierung und Organisierung informieren. Mobilisierungs-Material wie Flyer und Plakate werden voraussichtlich frisch gedruckt aufliegen. Und wer Lust und Zeit hat beim Menschenstrom mitzuhelfen, kann sich vor Ort über die verschiedenen Arbeitsgruppen informieren. Mitdenken & Mitmachen ist also möglich und erwünscht - denn die von Zehntausenden besuchten Menschenströme der letzten beiden Jahre haben sich ja nicht von alleine organisiert... :-)
Auf bald - an der Soirée AKW-ADE und am Menschenstrom.
Bitte weiterleiten und Freund_innen einladen. Merci!
https://www.facebook.com/events/317050188340419/#!/events/317050188340419/
Infos: Website: http://www.menschenstrom.ch Facebook: http://www.facebook.com/MenschenStromGegenAtom Twitter: @MenschenStrom AKW-ADE Bern: http://www.akw-ade.ch
P.S.: An der Soirée AKW-ADE vom Mi 7.3. zeigen wir den Film "77 Tage sind nicht genug"...
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menschenstrom.ch 16.1.12
Marsch nach Mühleberg am Jahrestag von Fukushima
Bern, 16. Januar 2012 Die Vorbereitungen für den dritten MenschenStrom gegen Atom laufen auf Hochtouren. In Erinnerung an die Atomkatastrophe von Fukushima findet die Demonstration an deren erstem Jahrestag statt. Bereits über 40 Organisationen rufen zu dem friedlichen Marsch mit anschliessender Kundgebung am 11. März 2012 beim Atomkraftwerk Mühleberg auf. Gemeinsam fordern sie die sofortige Ausserbetriebnahme der AKW Mühleberg und Beznau, die Konkretisierung des Atomausstiegs sowie einen raschen und konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energiequellen.
Der atomare GAU in Fukushima im März des vergangenen Jahres hat die Schweizer Bevölkerung bestürzt und aufgerüttelt. Dass das Thema Atomenergie wieder ins Zentrum des gesellschaftlichen Interesses gerückt ist, zeigte die grosse Teilnahme am letztjährigen MenschenStrom gegen Atom. 20’000 Menschen forderten am 22. Mai 2011 den Ausstieg aus der Atomenergie. Wenige Tage später hat der Bundesrat den schrittweisen Atomausstieg beschlossen. Doch die Atomlobby arbeitet kräftig gegen diesen Entscheid. „Bis der Atomausstieg verbindlich geregelt wird, ist es noch ein langer Weg“, so die OrganisatorInnen des MenschenStroms. „Der Druck auf die EntscheidungsträgerInnen muss aufrecht erhalten bleiben, damit sie die konkrete Umsetzung vorantreiben.“
Mit dem schrittweisen Atomausstieg sind die Probleme der Atomkraft allerdings nicht vom Tisch. „Der Atomausstieg ist erst um das Jahr 2034 geplant. Die Risiken, die mit der Atomenergie zusammenhängen, lassen sich aber nicht einfach um Jahre hinausschieben“, sagt Laura Schnüriger, Mitorganisatorin des MenschenStroms gegen Atom. Gesellschaft und Politik sind weiterhin gefordert, ihre Stimme gegen die Atomkraft und für die Energiewende zu erheben.
Der MenschenStrom am 11. März 2012 bleibt also bitter nötig. Bereits über 40 Trägerschaftsorganisationen rufen zum Marsch mit anschliessender Kundgebung nahe des AKW Mühleberg auf. Die Wahl des Kundgebungsortes ist nicht zufällig. „Die Sicherheitsmängel des Schrottreaktors Mühleberg, etwa die Risse im Kernmantel, sind seit längerem bekannt“, sagt Laura Schnüriger. In einem Bericht vom vergangenen Dezember weist Fokus Anti-Atom darauf hin, dass die Notkühlung des AKW Mühleberg bei einem Bruch des Wohlenseestaudamms akut gefährdet ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Staudamm bei einem Erdbeben der Stärke 7.5 auf der Richterskala bricht, liegt bei hohen 6.7 Prozent.
Bis 31. März 2012 müssen alle Schweizer AKW nachweisen, dass sie solchen Erdbeben standhalten können. Für das AKW Mühleberg, welches den Sicherheitsnachweis bereits Ende Januar erbringen muss, besteht der Stresstest aus einem Szenario inklusive Staudammbruch. „Es ist nicht damit zu rechnen, dass dieser Nachweis erbracht werden kann“, sagt Atomexperte Jürg Joss.
Es ist bedenklich, dass alte, gefährliche Risikoreaktoren wie das AKW Mühleberg trotz bekannter Mängel immer noch am Netz sind. Die OrganisatorInnen und TrägerInnen des MenschenStroms gegen Atom fordern deshalb „Mühleberg und Beznau vom Netz – jetzt!“. Sie sind überzeugt, dass eine rasche und konsequente Energiewende möglich ist und laden alle herzlich ein, am MenschenStrom mitzuwandern und ein friedliches Zeichen zu setzen für eine erneuerbare Zukunft.
Der MenschenStrom gegen Atom 2012 wird von folgenden Organisationen getragen Laufend aktualisierte Trägerschaftsliste
http://www.menschenstrom.ch/dp/node/650
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