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 :: Verteidigen wir das Recht auf Abtreibung! ::
 Themen | Feminismus/Gender/Queer 25-02-2011 19:44
AutorIn : Frauenbündnis zum 8. März
an einer Demo in Wien 2010 Wie jedes Jahr organisieren wir in Zureich eine Frauendemonstration zum Internationalen Frauenkampftag. Hier einige Gründe, warum...
an einer Demo in Wien 2010
an einer Demo in Wien 2010
Verteidigen wir das Recht auf Abtreibung!

Im Januar 2010 lancieren einige Parlamentarier/innen die Volksinitiative „Abtrei­bungs­fi­nan­zierung ist Privatsache - Entlastung der Krankenversicherungen durch Streichung der Kosten des Schwangerschaftsabbruchs aus der obligatorischen Grundversicherung“. Dass es der Initiative nur vordergründig um einen Beitrag zur „Kos­tensenkung im Gesundheitswesen“ geht, ist erkennbar, wenn man sich die Mitglie­der des Komitees ansieht. Dieses setzt sich zusammen aus Kreisen katholisch- und protestantisch-konservativer Abtreibungsgegner/innen, die sich schon gegen die Fristen­regelung eingesetzt haben: 11 gehören der SVP an, 7 der CVP, 3 der EVP und EDU, 2 der FDP. Vertreten ist die AUNS, die Vereine „Ja zum Leben“, „Mamma“ (ehemals: „Für Mutter und Kind“), „Pro Genesis“, sowie die „Arbeitsgemeinschaft evangelischer Ärzte“.

Diese Initiative ist, trotz gegenteiligen Beteuerungen, ein Angriff auf das Recht auf Abtrei­bung. Ein Recht, für das lange gekämpft wurde. Bereits in den 1920er Jahren haben sich Frauen für die Legali­sierung der Abtreibung eingesetzt. Anfang der 1970er wird das Thema von der Neu­en Frauenbewegung wieder aufgegriffen. Bis zur Einführung der Fristenlösung 2002 verlangen eine ganze Reihe von politi­schen Vorstössen die Kriminalisierung oder Legalisierung von Abtreibungen. Erst seit 2002 können Frauen bis zur 12. Schwangerschaftswoche selbst entscheiden, ob sie abtreiben wollen. Danach braucht es ein ärztliches Gutach­ten.

Eines der grundsätzlichen Probleme rund um die Ab­treibung ist, dass sie als bevölkerungspolitisches Instrument eingesetzt wird. Die Beantwortung der Frage, ob abgetrieben werden darf, ist untrennbar ver­knüpft mit der Frage, wer abtreiben will und in welcher gesellschaftlichen Situation. Die Zu­griffe auf den weiblichen Körper unterscheiden sich je nach Interessenlage der Herrschen­den und der Abtreibenden. Da mindestens 29% der Abtreibungen in der Schweiz Migrantinnen betreffen, bedeu­tet das, dass sie von den möglichen Folgen der Initiative besonders betroffen werden.

Wir wehren uns vehement für das Recht auf Abtreibung und erachten die jetzige Lösung als wichtige Errungenschaft der Kämpfe der letzten 40 Jahre. Allerdings steht dieses Recht in einem Zu­sammenhang mit den bevölkerungspolitischen Massnahmen, die Frauen der Unterklassen in den Metropolen und v.a. im Trikont Geburtenkontrolle aufzwingen. Armut, Psychiatrisierung, Drogensucht werden bis heute zur Begründung angeführt, wenn staatli­che Instanzen Zwangssterilisationen anordnen und damit Frauen ihr Selbstbestimmungs­recht entziehen.

Damals wie heute ist die Frage nach dem Recht, abzutreiben, oder darauf verzichten zu können, gekoppelt an Klassenzugehörigkeit und Herkunft. Wehren wir uns gegen die aktu­ellen Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht aller Frauen und den Sozialabbau auf Kos­ten der Frauen.

Für freie und kostenlose Abtreibungen!

FrauenLesbenCafé Winterthur
rabia(at)gmx.ch (z.H. Frauen)
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