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 :: Info-Wallis berichtet über Neonazi Prozess in Brig ::
 Themen | Antifaschismus | Medien/Netzaktivismus 23-01-2009 18:35
AutorIn : info-wallis redaktion : www.info-wallis.ch.vu
Der linke Walliser Blog info-wallis.ch.vu berichtet über den Prozess gegen 18 Angeklagte die beim Ian Stuart Memorial Konzert 2005 in Gamsen als Organisatoren bzw. HelferInnen tätig waren.



Am Donnerstag um 08:15 Uhr begann in Brig der Neonaziprozess wegen dem Konzert Ian Stuart Memorial Konzert in Gamsen (2005).
Angeklagt sind 18 Personen. Darunter einige alt Bekannte aus dem Oberwallis.

Die Neonazis gaben sich äusserst wortkarg und still. Der Richter musste zum Beispiel Herrn Gex-Collet Silvan dazu auffordern so zu antworten, dass man ihn auch verstehe. Mit seiner Postur, so der Richter, sei dies doch das Mindeste. Lustig war Martin Schwery, der wohl nicht gefrühstückt hatte und schon um 10 Uhr nachfragte, wann denn die Mittagspause sei. Durst hatte er wohl auch, denn wichtig für ihn war zu wissen, ob er eine Wasserflasche mitnehmen dürfe. So freundlich und lieb hat man die Neonazis schon lage nicht mehr gesehen. Spannend sind natürlich auch die Aussagen, glücklicherweise hauen sie sich selber in die Pfanne.

Alle Befragten haben sich von dem “Blutlied” distanziert, sie hätten die “Feldherren” nicht gut genug gekannt und nicht gewusst was diese für Lieder spielen. Wenn sie gewusst hätten das Lieder gegen die Antirassismusstrafnorm verstossen würden, hätten sie die Bands drauf aufmerksam gemacht. Das Problem ist jedoch, die “Feldherren” haben das Lied gar nie gespielt. Sondern die Zürcher Band Amok. Doch die Staatsanwaltschaft bzw. die Untersuchungsrichterin hat dies bis jetzt ignoriert. Die Verteidiung (mehrer Anwälte und eine Anwältin) haben sich auch alle darauf berufen, dass doch gar nicht wirklich klar sei ob die “Feldherren” das Lied gespielt hat. Weiter wurde kritisiert, dass man es in 3 Jahren nicht geschafft hat die “Feldherren” zu befragen bzw. anzuklagen. Dies verwundert uns auch.

Erscheckend ist der Blick ins Publikum, mindestens 8 Neonazis (Donnerstag).
Ansonsten hat es viele Presseleute und so dürften auch die bürgerlichen Medien im Wallis nicht um eine Berichterstattung herum kommen.

Äusserst erstaunlich die Aussage vom Pnos Parteivorstandsmitglied Jonathan Leiggener, dieser gab offen zu Blood and Honour Mitglied (Sektion Vaud) zu sein. Weitere Fragen zu Blood and Honour wollte er nicht zu Protokoll geben (auf die Frage ob diese Sektion die ganze französischsprechende Schweiz abdecken würde, verweigerte er die Aussage). Wir wissen nicht wie sich dies auf seine Arbeit bei der Pnos auswirken wird. Diese Distanzieren sich doch so gerne von Blood and Honour und anderen Neonaziorganisationen.

Einer der Hauptangeklaten bzw. Hauptorganisatoren, Gex-Collet Silvan hat wohl Angst bekommen und sehr interessante Aussagen gegenüber der Polizei gemacht. So hat er gegenüber der Polizei alle damaligen Blood and Honour Oberwallis genannt. Seine 8 Kameraden dürften dies nicht so toll gefunden haben. Es erstaunt dann auch nicht, dass 6 davon ebenfalls angeklagt waren. Einer davon war jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend.

Die Beweismittel bzw. das beschlagnahmte Material wurde nur am Rande erwähnt. Bei mehreren der Angeklaten wurden Waffen gefunden, jedoch alle legal erworben.

Festzustellen bleibt, dass alle Angeklaten sich nicht gross geäussert haben. Im Gegensatz zur Aussagen gegenüber der Polizei. Alle Angeklagten waren gut vorbereit. Dies dürfte vor allem die Arbeit des bekannten und (in dieser Hinsicht) erfahrenen Rechtsanwalt Valentin Landmann gewesen sein. Einige Personen, die eher “Helferdienste” getätigt haben, hatten keinen Anwalt dabei. Die beiden französisch sprechenden Angeklagten wurden vom Rechtsanwalt Pascal Junod aus Genf verteidigt. Der krankheitshalber fehlende Angeklagte wurde von Rechtsanwalt Odilo Guntern aus Brig verteidigt und eine Angeklate wurde von Rechtsanwältin Doris Vogel aus Brig vertreten.

So hat keine und keiner der Angeklaten weder Hackenkreuze, Hitlergrüsse und schon gar nicht das Blutlied gehört. Alle waren entweder irgendwo draussen, auf den Parklplätzen, in der Vorhalle, an der Kasse, in der Küche oder an der Bar am arbeiten. Auch die 3 Frauen welche an der Bar gearbeitet haben angeblich nichts gesehen. Obwohl eine Angeklate bestätigte dass, falls man in die Richtung, geschaut hätte, hätte man die Bühne (3-4 Meter entfernt) gesehen. Die selbe Angeklate hat gegenüber der Polizei auch ausgesagt, dass viele Konzertbesucher T-Shirts mit Hakenkreuzen getragen hätten auch Sieg-Heil Rufe und Hitlergrüsse hätte sie gesehen. Vor dem Richter war sie sich nicht mehr sicher und hat gemeint, sie hätte dies wohl mit dem Rundschaubericht verwechselt. Nachdem sie der Richter auf ihre Aussage bei der Polizei hingewiesen hat verweigerte sie danach die Ausage.
Komisch alle 18 Angeklagten haben die Szenen im Rundschaubericht, auch nur in diesem Bericht gesehen. Ansonsten war ja niemand im Saal und die Barfrauen meinte es sei ziemlich stressig gewesen und sie hätten darum nichts gesehen und gehört. Wers glaubt…

Einzig einen Einblick hätte Martin Schwery geben können, da dieser nur “zum Festen” da war. Er hat jedoch auch nichts gesehen und gehört. Mit der Organisation habe er nichts zu tun gehabt, einzig “20 Sekunden” habe er einen Besen in der Hand gehalten um seinen Kollegen beim aufräumen zu helfen.

Man darf gespannt auf die restliche Berichterstattung sein. Der heutige WB-Artikel hat die nötigen Infos geliefert, jedoch keine weiteren Erkenntnisse.

Radioberichte vom RRO vor dem Prozess und nach dem 1. Tag
 :: 3 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  rechtschreibfehler behoben
23.01.2009 20:20  
auf info-wallis.steht folgende ergänzung(dies erklärt wohl auch die rechtschreibfehler im obigen artikel):

Edit: wir haben fälschlicherweise den unkorrigierten Artikel ins Netz gestellt. Nun sollten aber die groben Fehler nicht mehr drinn sein. Wir entschuldigen uns für den Fehler!


AutorIn: leser
  Junod
23.01.2009 23:05  
Aa, wer erinnert sich denn nicht an Junod? SVP-Mitglied und in der faschistischen Neurechten organisiert. Dass sein Sohn Alex seine Ansichten teilt, hat hier auf indymedia einst in einem Aufruf zum Besuch seiner Band resultiert... Dies wiederum führte zur Klageandrohung seitens Junods.

 http://ch.indymedia.org/demix/2004/03/19979.shtml
 http://ch.indymedia.org/demix/2003/04/7864.shtml
 http://ch.indymedia.org/demix/2002/08/885.shtml

Auch sonst interessantes Klientel:
 http://ch.indymedia.org/demix/2003/11/15679.shtml
 http://ch.indymedia.org/demix/2003/09/13737.shtml
 http://ch.indymedia.org/demix/2004/04/20940.shtml


AutorIn: juno
  rundschau beitrag
24.01.2009 17:02  


AutorIn: link
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. Ratzi: Der Youtube-Nazi — habeascorpus papas
  2. @es riecht nach haue — antifuck
  3. Linksfaschismus => Neue Rechte und Neonazis einig — eine antimacht
  4. @ antifuck — I ♥ my own uncensored blog
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