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 :: Hausbesetzung in Aarau ::
 Themen | Wohnungsnot/Squat 26-10-2008 15:41
AutorIn : Klaustrophobia : http://www.aargrau.ch
Besetzes Haus an der Erlinsbacherstrasse 92 Medienmitteilung zur Hausbesetzung der Liegenschaft an der Erlinsbacherstrasse 92 in Aarau

Besetzes Haus an der Erlinsbacherstrasse 92
Besetzes Haus an der Erlinsbacherstrasse 92
Medienmitteilung zur Hausbesetzung der Liegenschaft an der Erlinsbacherstrasse 92 in Aarau


Guten Morgen …

Wir hoffen, dass Sie eine ruhige und erholsame Nacht hatten und mit einem feinen Frühstück in den Morgen starteten. Während Sie am Fernseher eine sicherlich spannende Freitagabendsendung genossen, haben wir am Freitag, 24. Oktober 2008 kurzerhand die Liegenschaft an der Erlinsbacherstrasse 92 in Aarau besetzt. Dies nicht aus Langweile oder einer spontanen Lust, sondern langfristig geplantes Zeichen des Protestes für mehr autonome Freiräume, für alternative Wohnformen und gegen die wirtschaftliche Stadtplanung.

Um ca. 22.30 Uhr wurde die nun schon mehrere Jahre praktisch leerstehende Liegenschaft durch rund 20 Personen besetzt. Kurzerhand wurde der erste Stock des Hauses in Anspruch genommen. Eine Bar versorgte die Besetzerinnen und Besetzer mit Trinken und Essen. Der Abend wurde mit lustigen Spielen, unterhaltsamer Musik und interessanten Diskussionen verbracht. Die stille Besetzung verlief absolut friedlich und ohne Zwischenfälle. Am nächsten Tag wurde, nachdem man es sich etwas gemütlicher gemacht hat, der Liegenschaftsverwalter Herr Hilti darüber informiert, dass das erwähnte Haus besetzt ist. Dieser berät sich zur Zeit mit dem Hauseigentümer über das weitere Vorgehen. Unerwarten kam kurz nach dem Telefonat eine Polizeipatrouille zu Besuch. Laut ihren Angaben wurde sie von Nachbarinnen/Nachbarn gerufen, welche durch das brennende Licht auf die Besetzung aufmerksam geworden sind. Wie durch Zufall war zu diesem Zeitpunkt nur ein Besetzer im Haus, von welchem die Personalien aufgenommen wurden. Um ca. 22.30 Uhr fuhr dann ein weisser Polizeikombi vor dem Haus vor. Die vier Polizisten schauten sich jedoch nur einige Minuten das Haus und Umgebung an und fuhren so unerwartet wie sie kamen mit Blaulicht auch wieder weg.

Diese Hausbesetzung ist der Höhepunkt eines Kultur-Protest-Theaters. Bereits am 4. April 2008 wurde mit «1. Akt: Das Spiel beginnt!» zu einem LKW-Konzert aufgerufen. Dies musst aufgrund des Polizeiaufgebotes in Aarau nach Wöschnau verschoben werden. Dort konnte dies aber ohne weitere Probleme durchgeführt werden. Drei regionale Bands unterhielten diesen Abend das Publikum. Rund zwei Monate später fand in einer ehemaligen Gärtnerei in Olten eine Sauvage mit dem Motto «2. Akt: Der Höhepunkt steht bevor» statt. Neben einem Liedermacherkonzert fand dort ein selbst inszeniertes Kasperlitheater zum Thema «Freiraum» statt. Der dritte Akt ist nun vollzogen – ein Haus für alternative Projekte und unkommerzielle Kultur wurde besetzt. Das ganze Jahr über fanden zusätzlich unzählige klandestine Bars und andere Aktionen in der Region Aarau / Olten (Ausführliche Berichte auf dem Infoportal Aargrau –  http://www.aargrau.ch) statt.

All das geschah nicht nur aus Eigeninteresse, das Ziel des autonomen Kulturzentrums zu erreichen, sondern auch aus Solidarität. Die Situation sieht überall schlecht aus. Unzählige besetzte Häuser und autonome Zentrum wurden geräumt oder sind bedroht – in der Schweiz, aber auch in ganz Europa. Wegweisungs-, Verdrängungs- und Überwachungsartikel und -Gesetze werden überall in der Schweiz eingeführt oder es zumindest versucht. Dies oft wegen Gründen der Stadtplanung und nicht für das Wohl der Bewohner/-innen, sondern viel mehr um die Stadtkassen zu füllen. Ein Beispiel ist hierbei auch Aarau. Neben den Einkaufszentren und Läden der Altstadt sowie dem neu renovierten Telli-Einkaufszentrum kommt nun zusätzlich das Gaisen-Shopping-Center mit Aldi und Co auch noch dazu. Der neue SBB-Bahnhof wird ebenfalls Einkaufsmöglichkeiten bieten sowie das geplante Fussballstadion des FC Aarau, das Torfeld Süd. Platz für Konsum hat es anscheinend genügend. Wir sind der Meinung, dass es auch genügend Platz für alternative und unkommerzielle Kultur haben sollte.


Diesen Raum, welchen wir benötigen, werden wir uns auch weiterhin nehmen.

Klaustrophobia
 klaustrophobia@immerda.ch

 :: 3 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Grüße
26.10.2008 18:29  
Solidarische Grüße aus dem neuen Squat in Feldkirch! Hoffe ihr habts so fein wie wir, machts gut&viel glück!


AutorIn: ...
  erneut besetzt
26.10.2008 19:59  
die erlinsbacherstrasse 92 wurde schon mal still besetzt (siehe nullnummer des heftchens "hä?!") und dann aufgrund leerer versprechungen verlassen. glaubt also nix, bleibt im haus, verhandeln geht nicht, wenn ihr erst mal draussen seid...

solidarisch


AutorIn: einer der das halt noch in erinnerung hat
  Zbinden: Landfriedensbruch und Nötigung
29.10.2008 19:50  
Eine Berner Strafeinzelrichterin hat am Dienstag PdA-Stadtrat Rolf Zbinden wegen dessen Beteiligung an der Blockade des SVP-Umzugs vom 6. Oktober 2007 in Bern des Landfriedensbruchs schuldig gesprochen. Zbinden wurde auch wegen Nötigung verurteilt.

Richterin Christine Schaer sprach Zbinden zudem der Gewalt und Drohung gegen Beamte schuldig. Dies anlässlich einer Demonstration von März 2007 vor der dänischen Botschaft in Bern. Der PdA-Stadtrat schlug gemäss dem Urteil damals auf einen Polizisten ein.

Schaer verhängte gegen Zbinden eine Strafe von 30 Tagessätzen à 190 Franken bedingt auf zwei Jahre. Zudem muss Zbinden eine Busse von 1900 Franken bezahlen und die Verfahrenskosten tragen. Freigesprochen wurde er hingegen vom Vorwurf der Hinderung einer Amtshandlung und der Widerhandlung gegen das Berner Kundgebungsreglement.

Zbindens Anwalt Willi Egloff kündigte noch im Gerichtssaal Appellation an. Er hatte für Zbinden Freisprüche in allen Anklagepunkten gefordert.

«Welcome to Hell»

Am 6. Oktober wollte die SVP Schweiz vom Berner Bärengraben aus zum Bundesplatz ziehen und so vor den Wahlen für sich werben. Mehrere hundert SVP-Gegner blockierten in der unteren Altstadt den SVP-Zug, der in der Folge umkehren musste.

Die Bilder vom quer über die Strasse gespannten Transparent mit der Aufschrift «Welcome to Hell», das unter anderem von Zbinden getragen wurde, gingen danach um die halbe Welt. Diese Aufschrift bezog sich in ironischer Weise auf das SVP-Wahlkampfvideo «Himmel oder Hölle», das damals auf der SVP-Internetseite zu sehen war.

Laut Schaer beweisen Fotos in den Unterlagen, dass Zbinden noch anwesend war, als es im Rahmen der Strassenblockade zu Sachbeschädigungen kam. Auch stelle die Blockade eine Nötigung dar, weil so die SVP ihren bewilligten Umzug nicht habe durchführen können.

Zeugen widersprechen Polizei

Beim Vorfall in der Nacht auf den 3. März 2007 ging es um einen spontanen Protest von rund 15 Personen gegen das Vorgehen der dänischen Polizei in Kopenhagen. Sie räumte damals unter Einsatz massiver Mittel ein Kopenhagener Jugendzentrum.

Als die Berner Polizei bei der dänischen Botschaft eintraf und die singenden Demonstranten einkesselte, sollte Zbinden als Stadtrat mit der Polizei das weitere Vorgehen aushandeln. Das sagten am Dienstag zwei Demoteilnehmer als Zeugen vor Gericht.

Die Polizisten hätten aber den PdA-Stadtrat sofort gepackt und abgeführt. Zbinden habe deshalb die Polizisten gar nicht angreifen können.

Auch Zbinden erklärte dies vor der Richterin, während die beiden Polizisten, welche Zbinden bedroht respektive geschlagen haben soll, den Inhalt der Strafanzeige bestätigten.

Schaer bezeichnete die Anzeige als «nicht einfach erfunden». Zbinden habe nur deshalb keine Amtshandlung verhindert, weil dieser Vorwurf im Straftatbestand der Drohung und Gewalt gegen Beamte aufgehe.

Zbinden wurde ermahnt

Der 56-jährige Berufs- und Hochschullehrer Zbinden, einziger Vertreter der Partei der Arbeit im Berner Stadtparlament, wurde nach Bekanntwerden seines Auftritts am 6. Oktober 2007 von seinem Arbeitgeber ermahnt. Die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern erklärte damals, Zbinden gelte als kompetente Lehrkraft.

Ausserdem lägen bisher keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten vor, hiess es Ende Oktober 2007.


AutorIn: http://www.bernerzeitung.ch
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