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 :: Basel: Widerstand gegen Konzert von Homohasser Capleton ::
 Themen | Antifaschismus | Feminismus/Gender/Queer 24-09-2008 06:08
AutorIn : habs-mail-leser : http://www.habs.ch
Widerstand gegen Konzert von Homohasser Capleton in der Kaserne Basel Homosexuelle Arbeitsgruppen Basel (HABS) 22.9.08
 http://www.habs.ch/aktuell.html#capletonNO

Offener Brief gegen Capleton in der Kaserne!

Aus der Presse haben wir vernommen, dass mit Capleton ein homophober jamaikanischer Reggae-Sänger in der Kaserne auftreten soll. Anlässlich des Konzerts am 6.11.08 richten wir uns von der habs aus mit einem offenen Brief an die Direktion und musikalische Leitung der Kaserne.

Mit dem Auftritt erklären wir uns nicht einverstanden und fordern die Absage des Konzerts!

unsere Positionen:

* Keine Gewalt und kein Aufruf zu Gewalt! Keine Gewalt gegen LGBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender), keine Homophobie und kein Heterosexismus!
* Keine Akzeptanz der Schwulen-Hetze in Jamaika! Keine Akzeptanz von homophober Gewalt, nirgendwo!
* Keine Plattform für Sänger wie Capleton, der Texte verfasste, in denen zu Schwulenmord aufgerufen wird!
* Kein bequemes Vergessen! Kein simples Reinwaschen von massgeblicher Verantwortung durch eine blosse Unterschrift! Der "Reggae Compassionate Act" ist nicht genug!
* Keine kulturellen Relativierungen von fundamentalen Menschenrechten!
* Keine Relativierung des Leides der Opfer durch Entschuldigungen ihrer Peiniger.
* Kein religiöser Fundamentalismus, wo dieser in die Gesellschaft dringt! Bleibt Glaube nicht privat, ist auch die Verantwortung für sein Wirken zu tragen!
* Für eine Verbesserung der unhaltbaren homophoben Zustände in Jamaika und überall!
* Für die Absage aller Capleton-Konzerte, solange er sich in Jamaika nicht engagiert dafür einsetzt, dass von ihm Mitverschuldetes wieder gut gemacht wird! Die Schuld wie Bringschuld liegt bei Capleton!
* Für eine Welt in friedvollem Miteinander, gleich welcher sexuellen Orientierung!

Hier gehts zum Offenen Brief (pdf, 168kB). Darin werden die Positionen weiter ausgeführt.
 http://www.habs.ch/aktuell_pics/20080922_CapletonNO_offBrief_habs.pdf

Mitunterstützer:
die UNTRAGBAR
 http://www.myspace.com/untragbar
Widerstand gegen Konzert von Homohasser Capleton in der Kaserne Basel
Widerstand gegen Konzert von Homohasser Capleton in der Kaserne Basel
habs - homosexuelle arbeitsgruppen basel
Postfach 1519
CH 4001 Basel
www.habs.ch
 info@habs.ch
PC 40-36321-7

an die Direktorin der Kaserne Basel,
Frau Carena Schlewitt
an die musikalische Leitung der Kaserne Basel,
Frau Laurence Desarzens

Basel, 22.9.2008

OFFENER BRIEF

Auftritt von Capleton in der Kaserne Basel am 6.11.2008
Bitte um Konzertabsage

Sehr geehrte Frau Schlewitt
Sehr geehrte Frau Desarzens

Mit Entsetzen haben wir festgestellt, dass am 6.11. im Rahmen Ihrer "Full Attention"-Reihe in der Kaserne der jamaikanische Reggae-Sänger und Rastafari Capleton auftreten soll und möchten Sie gerne bitten, das Konzert abzusagen.

Mit Entsetzen, da er in etlichen seiner Songs zum Mord an Schwulen aufgerufen hat(i) - mit Entsetzen, dass ausgerechnet die Kaserne einem solch homophoben Sänger, der das Heterosexuelle zur alleinigen Norm erhebt, eine Plattform bietet. Der Ort des Auftretens erscheint uns zwar weniger bedeutsam wie die eigentliche Tatsache des Auftretens selbst. Auch sind wir nach dem Konzert des mit einem Einreiseverbot für den Schengenraum behafteten Sizzla in der Roten Fabrik in Zürich im Mai 2008 ob der Sorgfalt der Programmauswahl von "alternativen" Kulturbetrieben ein wenig desillusioniert. Jedoch haben wir bisher die Vorstellung, dass die Kaserne weder ein x-beliebiger Ort, noch eine xbeliebige Veranstalterin ist. Nicht nur, dass wir als habs seit Jahren unsere Jahresversammlungen in den Räumen der Kaserne abhalten, ist es vor allem die seit über 20 Jahren immer dienstags stattfindende "Zischbar" der habs (heute in den Räumen der K-Bar, sowie zu Spezialanlässen auch im Rossstall), durch die die Kaserne eine Konstante und mit der Zischbar wohl einer der beliebtesten Treffpunkte schwuLesBischen Lebens in Basel ist.

Gemäss Ihrem Septemberprogramm "Mit Nachbarn" scheint Ihnen gute Nachbarschaft ein Thema zu sein, was für uns zumindest eine erhöhte Sensibilität gegenüber den Empfindsamkeiten der Nachbarn beinhaltet. Sollten Sie von uns erwartet haben, dass wir das Konzert als homosexuelle Arbeitsgruppen Basel hinnehmen, verlangen Sie nichts anderes, als dass wir als Schwule - die wir durch die von Hassbotschaften durchzogenen Songs selbst Zielgruppe sind, die wir uns aber auch solidarisch mit LGBTs(ii) in Jamaika und sonstwo erklären - einem eigenen Peiniger wohlwollend gegenüberstehen, ja ihn tolerieren. Fundamentale Menschenrechte sind aber nicht relativierbar und daher auch nicht verhandelbar! Darum wird mit uns die Diskussion auch nicht auf der Ebene multikultureller Beliebigkeit und Relativierungen zu führen sein: wo es ums Einfordern unveräusserlicher politischer Rechte geht, lassen wir und nicht aufs Parkett kulturalistischer Vielfalt und Toleranz ziehen. Mit dieser Methode wurden - wie die Geschichte sozialer Bewegungen zeigt - gesellschaftlich auszuhandelnde Positionen immer wieder "erfolgreich" durch kulturelles Nebeneinander weichgewaschen. Wohlwissend um seine Brisanz haben Sie mit der Aufnahme der "Reggae-Legende" Capleton in Ihr Programm - ohne zuvor einen Dialog mit uns gesucht zu haben - Sachzwänge geschaffen, auf die wir nun nur noch reagieren können.

Mit dem Auftreten einiger homophober jamaikanischer Sänger wie Capleton, Sizzla, Elephant Man, Bounty Killer oder Beenie Man - die allesamt Texte kreierten, mit denen zum Mord an Schwulen aufgerufen wird - stieg in Jamaika Homophobie und damit auch das Abschlachten von Schwulen an. U.a. wurde mit Brian Williamson Jamaikas führender Schwulenrechtler und J-Flag-Gründer ermordet.(iii) Auch heute begeben sich Queer-AktivistInnen in Jamaika in Lebensgefahr, ebenso offen lebende LGBT. HIV-Prävention ist nur sehr erschwert möglich.(iv) Dazu kommt der enorme psychische Druck auf homosexuelle Jugendliche, das eigene Coming Out nicht zuzulassen. Dies führt wesentlich zu Identitätsproblemen bis hin zum Suizid.(v) Hand in Hand durch die Strassen zu laufen, kann in Jamaika für Schwule 15 Jahre Gefängnis bedeuten. Das Mass an konservativ-religiöser Sozialisation spielt für das gesellschaftliche Klima gegenüber Homophobie bekannterweise eine zentrale Rolle. Mögen und sollen religiöse Überzeugungen Privatsache sein, sind sie es dort nicht mehr, wo sie in die Gesellschaft hinein getragen werden, z.T. mit fundamentalistischem Habitus.(vi)

Homophobe Strömungen leben davon, Menschen mit wenig gefestigten Identitäten für ihre Anliegen und ihre simplifizierenden Erklärungsmodelle der Welt zu gewinnen. Und sie leben von Idolen. Capleton ist als Reggae-Star ein solches, vertritt dabei als Rastafari aber auch konservativ-vereinfachende, evangelikal-alttestamentarische Antworten, die sexistisch wie homophob sind. Mit über 20 "Battyman-Tunes" hat er definitiv seinen Anteil zu einer homophoben Wende(vii) in Jamaika beigetragen. Nachdem internationale Konzert-Boykotte zu massiven Umsatzeinbussen der Schwulenhass-Sänger führten, entschieden sich diese 2007 - teilweise unfreiwillig und sich im Nachhinein wieder distanzierend(viii) - "The Reggae Compas-sionate Act" zu unterzeichnen. Damit verpflichtete sich auch Capleton - der seine Mordaufrufe religiös-metaphorisch relativiert verstanden haben will -, dass in seiner Musik kein Platz für Homophobie mehr ist. Dennoch sind auch heute noch etliche dieser Capleton-Battyman- Tunes im Handel erhältlich.

So sehr wir seine Unterschrift als notwendigen ersten Schritt verstehen und begrüssen, so wenig ausreichend ist sie für uns doch. Es bleibt der Beigeschmack, dass äusserer Druck und nicht tief-innere Überzeugung Anlass gaben, diese Unterschrift zu setzen, die bei einer tatsächlich humanitären Haltung - wie sie mit dem Compassionate Act unterschrieben wurde - nie erforderlich geworden wäre. Wie es heute als Mensch nicht möglich ist, nicht politisch zu sein, so ist es dies für Künstler erst recht nicht, und für solche im Speziellen, die um Unrechtsverhältnisse wissen. Glaubhaft würde Capleton mit seiner Unterschrift erst dann, wenn er in einer aktiven Rolle seinen Teil dazu beiträgt, sich von seiner homophob- heterosexistischen Vergangenheit dezidiert zu verabschieden und gegen das Klima ausgesprochener Homophobie - an dem er persönlich Mitschuld trägt - aktiv anzugehen: durch Songs, durch Entschuldigungen, eben durch tatsächliches Vorleben der Prinzipien des Compassionate Act in Bezug auf Homophobie, wie 'Consciousness raising', 'Social and Civic Engagement', 'Equal Rights and Justice', 'Individual Rights', 'Humanity' oder 'Tolerance'.(ix)

Welchem Rassisten, der vor wenigen Jahren noch zum Schwarzen-Mord aufgerufen hätte, welchem Antisemiten, der vor Jahren noch zum Juden-Mord aufgerufen hätte, würden nach der Unterzeichnung eines Blattes Papier nach dem Motto ONE LOVE die Bühnen geöffnet werden? Mit welchen guten Gründen soll das bei Homophobie anders sein? Warum werden hierbei die Anliegen der Täter in aller Breite ausgeführt, begründet und gerechtfertigt, ohne auf die Opfer zu blicken?

Wir haben nichts gegen Reggae-Musik. Wird musikalische Ekstase jedoch durch religiösen Fundamentalismus erkauft, der im modernen Rastafarianismus zielgerichtet gegen eine gesellschaftliche Etablierung von Homosexualität ist, dann wollen wir auf entsprechende Songs und "Künstler" gerne verzichten.

Wir verwehren wir uns in aller Entschiedenheit gegen bereits vorgetragene Vorwürfe, mit unserer Kritik an Schwulenhass-Sängern selbst an Rassismus zu grenzen. Unsere Kritik zielt auf die Inhalte, nicht auf die Rassenherkunft desjenigen, der sie vorträgt! Auch lassen wir uns - indem wir menschenrechtsverachtenden Aussagen gegenüber keine Toleranz aufbringen - solange nicht als kulturimperialistisch abtun, solange von uns selbst diese Toleranz schlicht abverlangt wird. Denn Toleranz würde hier nichts anderes bedeuten, als selbst kulturimperialistisches Opfer religiös-fundamentalistischer Strömungen zu werden, indem diese Strömungen ohne Gegenrede geduldet würden.

Da die Ebene der Gegenrede eine gesellschaftspolitische ist, rufen wir Sie dazu auf, Capleton - solange er seine angeblich neu erworbene Toleranz nicht durch positiv zum Ausdruck gebrachte und gelebte Aktivität in Jamaika wie überall unter Beweis stellt - aus Ihrem Programm zu streichen.

Hoffnungs- wie erwartungsvoll
grüsse ich im Namen des Vorstandes der habs,
und stehe für ein Gespräch gerne zur Verfügung,

Axel Schubert Rüdiger Böss
Sprecher habs (ohne Unterschrift)
Tel.: 061 681 20 75

Mitunterzeichner im Namen der UNTRAGBAR,
Rüdiger Böss
(ohne Unterschrift

Verteiler Offener Brief (per E-mail):
Vorstand Kaserne / Sponsoren Kaserne
Medien / www.habs.ch

(i) "All boogaman and sodomites fi get killed" ('All queers and sodomites should be killed', aus "Give Har"), "Burn out ah chi chi, Blodd out ah chi chi" ('Burn out a queer, Blood out a queer', aus "Bun Out Di Chi Chi", wobei 'Blood out' als besonders gewalttätige, bildhaft-ausdrucksstarke Wendung zu verstehen ist.) Insgesamt gibt es 22 "Battyman-Tunes" von Capleton
 http://www.reitschule.ch/reitschule/stopmurdermusic/index2.html
(ii) Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender
(iii)  http://www.ila-web.de/artikel/278jamaicareggae.htm
(iv) zur Situation von LGBT in Jamaika z.B.  http://en.wikipedia.org/wiki/LGBT_rights_in_Jamaica
3Sat:  http://www.youtube.com/watch?v=UZZFp-MzD-A&feature=related
(v) selbst in der Schweiz ist die Suizidrate homosexueller Jugendlicher vierfach höher als heterosexueller. Diese Rate steigt in Ländern mit konservativer Sozialisation um ein mehrfaches an.
(vi) Die Macht religiös motivierten Handelns gegen die Rechte von LGBT bleibt selbstverständlich nicht AkteurInnen in Jamaika vorbehalten. Da entsprechender Einfluss solchen Handelns gross ist, ist es auch die damit einhergehende Verantwortung. Für August 2008 wurde in New York aus der Reggae-Szene eine Straight-Parade organisiert (straight=heterosexistisch/nichtschwul), homophob unterlegte familienlobbyistische Gruppierungen brachten unterstützt durch den "Family-Day" am 13.05.2007 in Italien das DICO (Gesetz zur rechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften) zu Fall, die "Familienlobby Schweiz" mobilisiert u.a. mit verfälschten Logos gegen den Europride '09 etc.
Am Rande sei hier darauf hingewiesen, dass erst im September in Basel an der ältesten schwulen Bar die Regenbogenflagge abgefackelt und ein Stein durch die Scheibe ins Innere geworfen wurde. Erst im Juli wurde ein schwules Paar im St. Johanns Park von zwei jungen Männern bedroht. Homophobe Gewalt ist real, auch in der Schweiz.
(vii) Noch vor 10 Jahren war Homophobie in Jamaika weit weniger deutlich ausgeprägt, als heute; z.B.
 http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2000/06/30/a0102
(viii) so Sizzla;  http://www.soulrebels.org/dancehall.htm
 http://www.soulrebels.org/dancehall/f_apology.htm
(ix)  http://www.soulrebels.org/dancehall/w_compassionate_005.htm
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  anmerkung dazu:
24.09.2008 14:03  


AutorIn: linkerin
  in Zürich auch
24.09.2008 16:11  
am 11.oktober soll auch in der ROTEN FABRIK ein homophobes Konzert stattfinden. schon wieder!!
unglaublich wie ignorant die Rote Fabrik ist


AutorIn: brennt die Rote nieder!
  gegen den kulturstalinismus
24.09.2008 17:50  
auch ich würde gerne in einer heilen welt leben, in der alle so sind wie ich, alle die "richtige" musik hören, die "richtigen" bücher lesen ..... oder doch nicht? nein, ich will in einer welt leben, in der die kuns, auch miese, beschissene, hinterfotzige kunst, frei ist und das recht auf meinungsäusserung (auch für linksradikale spinner) garantiert.


AutorIn: "niederbrennen"?????
  Schlagt zu........
24.09.2008 21:36  
Treffpunkt, gut ausgerüstet, Konzerte plattmachen. Mit fast allen Mitteln....

Rote Fabrilk, verrecke, du hast die damalige und heutige Bewegung genug verrarscht.

Gegen unterdrückung jeglicher Art*
Für ein freies Leben*
Anarchie*


AutorIn: unbenamt
  Wie blöde?
04.10.2008 23:42  
Wieso kann man hier eigentlich die angeblich "nicht-inhaltlichen" Ergänzungen immer noch lesen, obwohl sie teilweise wirklich haaresträubend saublöd sind?
Kein Mensch würde etwas gegen Anti-Nazi-Protesten sagen. Kein Mensch würde hier drinnen gross mit "freier Meinungsäusserung" hinter dem Ofen hervorkriechen, wenn gegen ein Blood-&-Honour-Konzert aufgerufen würde. Aber wenn die Black-Brothers aus Jamaica zum Mord gegen SchwuleLesbenWasWeissIch aufrufen, dann ist das halt total Multikulti-Easy-Ey und sowas von in Ordnung, weil irgendwie kulturell besetzt und daher von uns bösen Weissen eh nicht zu kritisieren.
Was für eine beschissene linke Einstellung soll dass denn sein, bitteschön? Was soll dieser bekackte Kulturrelativismus allerorten? Schon mal ein Buch gelesen? Marx, meine lieben kleinen Idioten, fände das gar nicht schnufelig. Kropotkin auch nicht. Bakunin ebensowenig und von Rosa Luxemburg und dem ollen Mühsam wollen wir gar nicht reden.
Eliminatorischer Hass ist keine Meinung und da ist es scheissegal ob er aus dem Mund eines Dunkel-, Weiss- oder Lilahäutigen kommt. Ist immer: Neinnein! Ist immer: Fuck you! Und ist auch immer: Verhindern, wo man/frau kann.
Könnten die Linken hier bitte wieder mal links werden?


AutorIn: Schnuffelpuffel | Web:: www.schnuffeldipuffeldi.org
  Komm runter
06.11.2008 21:36  
"in der die kuns, auch miese, beschissene, hinterfotzige kunst, frei ist und das recht auf meinungsäusserung"

Die heutige Musik ist keine "Kunst" mehr. Der Begriff "Kunst"/"Künstler" wird heutzutage verwendet, um sich als etwas besseres, wichtiges darzustellen und etwas zu verkaufen, obwohl die Ware keinen Wert oder Nutzen hat. Musik ist Musik, derjenige der sie macht ein Musiker, nicht mehr, nicht weniger, aber sicher kein "Künstler".


AutorIn: Denktopf
  Blood Claat
17.02.2009 11:26  
Greetings,
alle Jamaikaner sind Mörder und Homophob!
Vor allem dieser Buju Banton der es gewagt hat Anfang der neunziger "Boom Bye Bye" zu schreiben und dann auch noch aufgehört hat Homophobe Texte zu schreiben.
Aber zum hetzten gegen ihn reicht es ja alle mal!

Ist euch eigentlich aufgefallen das Anfang 2000 die Batty und Chi Chi Tracks zurück gegangen sind?
Und das sie gerade seit 2003 wieder am kommen sind?

Seit der witz Verein OutRage! mal wieder etwas brauchte um sich hervor zu heben und ein Haufen dummer Politiker auch noch auf den Zug aufspringt um noch ein paar Stimmen mehr zu bekommen?

Wer von euch kennt den Jamaikaner?
Wer von euch versteht zu 100% die Sprache?
Und wer die sprach Deutung?



AutorIn: Judgement
  Blood Claat P.S.
17.02.2009 11:35  
Da hat mich das Netz abgeschnitten.


Chi Chi bedeutet nicht nur Schwul!
Chi Chi steht ursprünglich für Leute die die Community untergraben, Zwietracht sähen.
Leute wie Beenie meinen auch nicht mehr euch wenn sie von Batty Bwoys reden.
Beenie singt in diesem falle von Leuten die sich an Jungs und Mädchen vergehen.
Ein recht großer Teil seiner einnahmen gehen z.B. in sein Kinderhaus. In diesem werden Vergewaltigungs- und Misshandlungsopfer Psychologisch und Medizinisch betreut!

Capleton, Sizzla und co. bauen ganze Schulen und statten diese dann aus.
Sie versorgen auch ihr Yard und ihre Familien mit allem was sie brauchen.

Können die Artists nicht auftreten und Cds verkaufen wird das halt wieder an den Homos ausgelassen!

Diesen Menschen wurde 400Jahren gesagt was sie tun und lassen sollen.
Da werden sie nicht wieder auf uns hören!

Was für Jamaika ein Schwuler,
ist für uns ein Triebtäter und Vergewaltiger!

Versucht das mal aus den Köpfen zu bekommen.
Und dann mit solchen mitteln!


AutorIn: Judgement
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. Das zum Thema "nicht kulturimperialistisch": — crophead
  2. Das zum Thema "nicht kulturimperialistisch": — crophead
  3. Das zum Thema "nicht kulturimperialistisch": — crophead
  4. mach menschen böse, dann lernst du sie kennen.. — whigger
  5. also hallo — bluami
  6. immer noch kein Parkett kulturalistischer Beliebigkeit! — habs_as
  7. gleich weiter machen.... — habs_as
  8. Kein Wunder — crophead
  9. nein — crophead
  10. was Tote schnuffelig finden und Sexualleben-Schubladen — habs_as
  11. Ergänzung ! — Sir Keiler
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