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 :: 4. Anarchistisches Sommercamp in der Schweiz ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung | Feminismus/Gender/Queer | Migration/Antira/NoBorder 10-08-2008 15:09
AutorIn : Acamp08 : http://www.acamp.ch.vu
Seit diesem Mittwoch findet in Mont-Soleil bei St.Imier zum vierten Mal das Anarchistische Sommercamp in der Schweiz statt. Auch dieses Jahr werden zu verschiedenen Themen Workshops angeboten. Das aktuelle Workshop Programm findet sich an der Infowand am Camp. Das weniger aktuelle auf: www.acamp.ch.vu

:: Acamp Webseite :: Workshops :: Indy Feature vom letzten Jahr

Aufruf zum 4. Anarchistischen Sommercamp in der Schweiz

Herrschaftsfrei leben
Die Erfahrungen hat gezeigt, dass es wichtig ist, einen Ort zu schaffen, an dem sich regelmässig Menschen (wieder-)treffen, um anarchistische Theorien und Praxis miteinander zu verbinden und zusammen eine spassige Zeit zu verbringen. Uns ist klar, dass ein zeitlich begrenztes Camp einem Rückzug auf eine Insel gleicht. Doch schaffen wir uns gerade dadurch einen Freiraum jenseits der alltäglichen gesellschaftlichen Normalität und ermöglichen uns, unsere Ideen vom herrschaftsfreien Zusammenleben umzusetzen und weiter zu entwickeln. Das Acamp bietet die Möglichkeit, zu überlegen und auszuprobieren, wie wir leben wollen. Jenseits vom alltäglichen Kampf gegen Autoritäten, sexistischer oder rechter Anmache und anderen in dieser Gesellschaft leider selbstverständlichen Widerwärtigkeiten. Aber auch das Erkennen und Überwinden dieser Herrschaftsverhältnisse in unserer eigenen Lebenspraxis soll ein Thema sein.
Grundkonsens ist, dass Herrschaftsfreiheit mit sexistischen und rassistischen Verhaltensweisen nicht vereinbar ist. Diskriminierungen aller Art sind nicht zu dulden und Leute, die anderer Meinung sind, haben auf dem Camp nichts verloren. Uns ist bewusst, dass es sich dabei nur um eine "relative Herrschaftsfreiheit" handelt, denn wir tragen alle Herrschaftsmechanismen dieser Gesellschaft in uns herum. Wir gehen davon aus, dass sich alle auf dem Camp aktiv einmischen, wenn sie solches Verhalten bei sich selbst oder bei anderen wahrnehmen und alle zusammen dafür sorgen, dass unser Zusammenleben möglichst herrschaftsfrei wird. Es muss jederzeit möglich sein, sich mit Herrschaftsverhältnissen und ihren Auswirkungen auseinanderzusetzen.
Gemeinsam ein Camp zu gestalten bedeutet nicht, kritiklos im "Gemeinschaftsgefühl der Szene" aufzugehen. Es ist wichtig, Widersprüche aufzuzeigen und Kritik einzubringen, damit wir voneinander lernen und unser Verhalten hinterfragen können. Und es ist in Ordnung, sich zu streiten! Dabei sollte der Umgang untereinander bei einem anarchistischen Camp jedoch von Solidarität und Respekt geprägt sein, was die Akzeptanz unterschiedlicher Ansätze und herangehensweisen einschliesst.

Selbstorganisierte Vielfalt 1 – Organisation
Die OrgaGruppe (Vorbereitungsgruppe) besteht nur bis zum Beginn des Camps, danach hängt es von allen CamperInnen ab, ob das Camp funktioniert, Spass macht und wie weit wir unsere Utopien umsetzen können. Zwar übernimmt die OrgaGruppe die Vorbereitung, sucht einen Platz, organisiert die Werbung und versucht die Infrastruktur zu organisieren, aber ohne Leute, die das Camp auf- und abbauen, ohne Camp- und Küchenorganisation, Leute die Essen besorgen, kochen, aufräumen, die gemeinsame Betreuung von Kindern organisieren usw. geht natürlich gar nichts. Das Camp wird dieses Jahr neu an einem Mittwoch beginnen, damit genug Zeit für den Aufbau bleibt. Gegen Ende des Camps wird es auch eine Diskussion über die Vorbereitung und den Ablauf des Camps geben. Dort bildet sich dann auch die neue OrgaGruppe für das Camp 2009.
Wir sind uns der Wissenshierarchie bewusst, die mit einer solchen OrgaGruppe verbunden ist, daher wird versucht die Informationen im Camp möglichst transparent zu verbreiten, damit hoffentlich andere, gemeinsam gefundene Organisationsstrukturen in den Vordergrund treten. Da wir hoffen auch zahlreiche anderssprachige Menschen am A-Camp zu treffen, wollen wir, wenn immer möglich Plena, Infos und Diskussionen mehrsprachig halten - da werden wir bestimmt Leute brauchen, die sich zutrauen, zu übersetzen.

Selbstorganisierte Vielfalt 2 - Workshops und Kultur
Neben dem Zusammenleben und dem Austausch im Camp, stellen Workshops und Veranstaltungen einen zentralen Aspekt des Camp dar. Einige sind bereits in Planung oder schon organisiert - die aktuelle Liste findet ihr auf unserer Webseite www.acamp.ch.vu. Wir würden und wünschen, dass viele CamperInnen nach ihren Interessen einen eigenen Workshop anbieten. Dieser kann sowohl über die oben genannte Homepage angekündigt werden (einfach das Kontaktformular ausfüllen), oder auch spontan aus dem Camp heraus entstehen.
Das Angebot an Workshops kann also so bunt und vielfältig sein, wie die Interessen der CamperInnen: von Workshops zu Kompostklobau, Baumklettern, Zeitungen- oder Radio machen bis hin zu Strassentheater und von Diskussionen und Veranstaltungen zu Anarchosyndikalismus, Antimilitarismus, Grundlagen des Anarchismus, Arbeit, Leben in einer Kommune, über Pädagogik/Antipädagogik bis hin zur Anarchie der Geschlechter, also Antisexismus, Intersexualität und Kritik an der Kleinfamilie und der RZB (romantischen Zweierbeziehung). Letztendlich hängt dies aber davon ab, was ihr macht und vorbereitet, also meldet euch zahlreich mit Dingen, die ihr machen wollt. Eine Vielfalt des A-Camps entsteht erst, wenn diejenigen, die zuhause sowieso zu irgendeinem Thema praktisch oder theoretisch arbeiten, einen Workshop vorbereiten und anbieten. Es soll auch ein möglichst reichhaltiges Kulturprogramm geben. Wenn ihr Musik machen, Kabarett- oder Theaterstücke aufführen oder das Abendprogramm füllen wollt, meldet euch bitte bei uns. Auf dem Gelände ist auch Platz für Spiele und Tanz, bringt einfach Material dafür mit.

Vernetzung mit Anderen
Um den Widerstand gegen Herrschaft und Unterdrückung überall auf der Welt weiterzuführen und mit den Inhalten des A-Camps zu verknüpfen, sollten wir versuchen, das Camp mit konkreten politischen Auseinandersetzungen zu vernetzen. Deshalb ist es gut, wenn es Leute gibt, die an diesen Auseinandersetzungen beteiligt sind und auf dem Camp aktuelle Entwicklungen und Planungen darstellen können. Lasst also eure Kontakte zu anderen libertären Camps oder Karawanen, zu Leuten aus andern Ländern und anarchistischen Organisationen spielen, auf dass bereits der Schritt zum A-Camp ein Schritt zu einer weiteren Vernetzung ist.

Webseite: www.acamp.ch.vu
Email: acamp@arachnia.ch.NOSPAM
 :: 2 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  sachlich??
12.08.2008 11:38  
"[..] Diskriminierungen aller Art sind nicht zu dulden und Leute, die anderer Meinung sind, haben auf dem Camp nichts verloren.
[..]
Es muss jederzeit möglich sein, sich mit Herrschaftsverhältnissen und ihren Auswirkungen auseinanderzusetzen."

Wenn Diskriminierungen nicht zu dulden sind, und Menschen, welche diskriminierende Handlungen durchführen oder diskriminierend sprechen, des Platzes verwiesen werden, ist dies das nicht auch eine Art Herrschaft?


"Gemeinsam ein Camp zu gestalten bedeutet nicht, kritiklos im "Gemeinschaftsgefühl der Szene" aufzugehen. Es ist wichtig, Widersprüche aufzuzeigen und Kritik einzubringen, damit wir voneinander lernen und unser Verhalten hinterfragen können."

Steht das nicht im Widerspruch zu: Leute die anderer Meinung sind, haben hier nichts verloren? Wäre es nicht besser, anstatt die Menschen wegzuweisen, diesen den herrschaftslosen Gedanken näher zu bringen. vielleicht entsteht dabei ja ein Gewinn für beide Seiten. Vielleicht wird es sogar zu einer einzigen Ansicht vershcmelzen.

Bissi paradoxer Aufruf. Soll jetzt voneinander gelernt werden oder wird andersartigkeit ausgegrenzt?


AutorIn: irgendeineR
  Alles bloss Fake?
16.08.2008 10:41  
also ich komm grad vom Camp... garnix mitgekriegt, dass da jemand "verjagt" worden sei? Kann es sein, dass sich hier ein paar Blödschwätzer einfach bloss aufs Rumtrollen im Netz beschränkt haben? Dass Faschos aufm Camp nicht geduldet werden, ist ja wohl klar, da geht's nicht darum, dass die eine andere Meinung vertreten und gerne drüber diskutieren wollen, sondern dass die einfach Infos sammeln, um das Camp oder hinterher einzelne Leute anzugreifen. Ebenso brauchen wir auch keine Sexisten aufm Camp dulden, die dann drei Tage lang lustig vergewaltigen dürfen, bis wir sie am vierten Tag mit klugen Flugblättern davon überzeugt haben, dass das nicht OK ist. Übrigens, als unkritischer Rote-Armee-Verehrer hättest Du auf dem Camp auch nen schweren Stand gehabt.


AutorIn: dogsi
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. fragwürdig — naja
  2. knüppel im sack? — anarcho
  3. Es wird wieder zensiert was das Zeug hält — Indy = Zensur
  4. Was fürne FaschoAnarchie! — because we`re anarchists, marching in a line!
  5. freedom?! there ain`t no fuckin`freedom!! — crophead
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