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 :: Flugblatt zum 8. März ::
 Themen | Feminismus/Gender/Queer 11-03-2008 12:09
AutorIn : autonome Feministinnen
Während wir heute, den 8.März 2008, am internationalen Frauenkampftag, demonstrieren, hat die PNOS für den gleichen Tag zu einer Kundgebung in Schwyz aufgerufen (ob die tat-sächlich stattfindet sei dahingestellt). Wollen sie vielleicht damit zeigen, wie frauenfreund-lich sie sind oder ist dies gar auf Initiative ihrer Frauenorganisation entstanden? Wahrscheinlich ist das ein schlechter Zufall wie schon die Tatsache, dass am letzten 8. März die Armee in Aarau defilierte – Männlichkeit wird eigentlich immer wieder zur Schau gestellt und gehört ohnehin zum Alltag also warum nicht auch am 8. März. Und die PNOS-Männer scheinen bis anhin sowieso nicht schaurig von ihren kämpferischen Mädels beeindruckt... Trotzdem bietet dieser hässliche Zufall Anlass, sich das Frauenbild, das vom KNA propagiert wird, ein bisschen näher anzuschauen.
Betreibt der Frauenkampfbund Frauenkampf?

Kampfbund Nationaler Aktivistinnen – die rechtsextreme Frau als Retterin?

Während wir heute, den 8.März 2008, am internationalen Frauenkampftag, demonstrieren, hat die PNOS für den gleichen Tag zu einer Kundgebung in Schwyz aufgerufen (ob die tat-sächlich stattfindet sei dahingestellt). Wollen sie vielleicht damit zeigen, wie frauenfreund-lich sie sind oder ist dies gar auf Initiative ihrer Frauenorganisation entstanden? Wahrscheinlich ist das ein schlechter Zufall wie schon die Tatsache, dass am letzten 8. März die Armee in Aarau defilierte – Männlichkeit wird eigentlich immer wieder zur Schau gestellt und gehört ohnehin zum Alltag also warum nicht auch am 8. März. Und die PNOS-Männer scheinen bis anhin sowieso nicht schaurig von ihren kämpferischen Mädels beeindruckt... Trotzdem bietet dieser hässliche Zufall Anlass, sich das Frauenbild, das vom KNA propagiert wird, ein bisschen näher anzuschauen.

Denise Friedrich, einziges weibliches Vorstandsmitglied der PNOS, ist Mitglied im „Kampfbund nationaler Aktivistinnen“ (KNA). Diese Organisation wurde im letzen Jahr von einigen wenigen Ex-ponentinnen der rechtsextremen Szene gegründet. Sie richtet sich vor allem an gleich gesinnte (nationalistische) Frauen und sagt dem Feminismus den Kampf an.

Ihre Kenntnisse über den Feminismus sind jedoch sehr beschränkt. Das zeigt schon folgende Aussage: „Wegen diesem schlechten Stand der Hausfrauen und Mütter fordern die Feministinnen in ihrer Kurzsichtigkeit die Männer an den Herd.“ Und sie sagen uns auch gleich weshalb wir hier und heute auf der Strasse stehen: „[…], wonach sich eine Frau selbst zu verwirklichen hat, indem sie zwanghaft nach beruflicher Karriere strebt, um schlussendlich ein egoistisches, konsum-gesteuertes, bindungs- und kinderloses Leben zu führen, ohne dabei Rücksicht auf andere - vor allem nicht auf Männer – nehmen zu müssen.“ Ja, genau! Das ist auch der Grund, weshalb wir am Liebsten mit unseren Demos durch die Bahnhofstrasse gehen: Damit wir, konsumgesteuerten Frauen, eine gemeinsame Einkauftour machen können!

Doch schauen wir uns einmal an, was die KNA als Alternative dazu zu bieten hat: „Wir nationalen Frauen müssen damit anfangen, uns in unserer Rolle zu emanzipieren. Das heisst: wir müssen uns dem Radikalfeminismus entgegensetzten und uns in der Rolle der nationalen Frau entfalten.“ Wer konkrete Ziele und Wege zu einer so genannten Emanzipierung in der nationalen Frauenrolle möchte, ist bei dem KNA fehl am Platz: Darüber schweigen die nationalen Aktivistinnen. Dabei wäre es dringend nötig, denn die Frauen sind selbst bei ihren PNOS-Parteikollegen noch lange nicht als gleichwertig angesehen. Von ihnen werden sie in einem Email einfach als „10 Hühner“ bezeichnet. Dies erfuhr wohl auch Denise Friedrich erst, als im letzten Jahr der Mailserver der PNOS gehackt und offen gelegt wurde. Tja, das bedeutet noch eine Menge Arbeit für die KNA-Frauen, trotzdem widmen sie sich viel lieber anderen politischen Zielen, welche sich um Themen wie Integrations- und Einbürgerungsstopp und Abschaffung des Antirassismusartikel drehen. Diese Ziele sind viel besser ausgearbeitet, vielleicht weil sie sich mit denen der männerdominierten PNOS decken. Haben sie etwa abgeschrieben, so wie die PNOS ihr erstes Parteiprogramm von dem der NSDAP kopiert hat?

Die ach so natürlichen Gegebenheiten...
Aber was wollen sie tatsächlich? Warum beschäftigen sie sich überhaupt mit der Frauenfrage, wenn sie keine konkreten Ziele zur Emanzipierung haben? Friedrich beantwortet das in einem Interview mit 20minuten.ch: „Das Ziel ist die Fortpflanzung.“ Oder anders ausgedrückt auf ihrer Website: „Wir müssen den Volkstod verhindern und unsere Zukunft sichern, denn nur ein Volk mit Kindern ist ein Volk mit Zukunft.“
Und damit wir es nicht falsch verstehen: Muttersein hat somit nichts mit einer Liebe zum Kind zu tun, sondern mit der Verantwortung gegenüber dem Volk.

Ein Widerspruch bleibt die Frage nach der Arbeit. Einerseits sind sie gegen die Selbstverwirklichung der Frau und das so genannte Streben nach Karriere, andererseits fordern sie Widereinstiegsmöglichkeiten in die Berufswelt und Teilzeitstellen. Also was nun? Selbst Friedrich scheint sich da nicht so sicher zu sein. Ende 2005 sagte sie in einem Weltwoche-Interview: „Es liegt in der Natur der Frau, zu Hause zu bleiben. Das ist vorgegeben, nicht veränderbar. Dafür ist eine Frau auf der Welt.“ Friedrich begriff wohl, dass das in der breiten Öffentlichkeit nicht so gut ankam und gibt sich heute nach aussen hin etwas „toleranter“. So erklärte sie in einem Interview auf 20minuten.ch. „Frauen können ihre Fähigkeiten im Gesundheitswesen und in der Familienpolitik sehr gut einbringen, weil sie emotional den besseren Zugang zu diesen Themen haben als Männer.“ Wie nett wir Frauen dürfen der Arbeit nachgehen, die uns auf das Familienleben vor-bereitet!
Nun wird auch klar, was mit folgender Aussage gemeint ist: „Unsere Ideologie anerkennt die natür-lichen Gegebenheiten und strebt nach einer Veränderung basierend auf den Naturgesetzen.“ (Nachzulesen auf der KNA-Website).


Die Eva-Falle
Klingt alles ein bisschen verstaubt? Die KNA ist ein ambitioniertes aber verlorenes Häufchen, bis anhin scheinen sie nicht gerade die Massen anzusprechen. Doch dieses reaktionäre Frauenbild und die klare Rollenteilung zwischen zwei bipolaren Geschlechtern kommen mancherorts gut an. So stossen Eva Hermans Bücher und Vorträge durchaus auf Resonanz. Auch sie vertritt die Meinung, dass Männer und Frauen verschiedene Aufgabenbereiche zu erfüllen hätten – und zwar bedingt durch ihre biologischen Unterschiede. Der Feminismus habe die Frauen um ihre Weiblichkeit gebracht, um ihre „wahren Aufgaben“ wie beispielsweise die Erfüllung der Mutterrolle und die Bereitstellung eines Heimes für Ehemann und Kinder. Auf ihrer offiziellen Website verkündet Herman, auf die fiktive Frage „Was wäre anders, wenn Sie ein Mann wären?“, „Dann wäre ich grösser und kräftiger und hätte völlig andere Aufgaben zu erfüllen als ich es als Frau tun muss.“ Kein Wunder also gehört das „Eva-Prinzip“ zu den Lieblingsbüchern von Friedrich. Auch wettern sie beide gegen Krippen und beide sorgen sich vor dem Volkstod, in Hermans Wörter klingt das so: „Werden wir aussterben, wird unser Land in wenigen hundert Jahren brach liegen?“

Der starke Mann, nach dem Friedrich und Herman sich so sehnen, darf übrigens gerne auch mal hart zuschlagen. Zum Beispiel wenn einen Vortrag über das Eva-Prinzip durch Feministinnen ge-stört wird, wie letztes Jahr in Bern. Da haben empörte Zuhörer die Aktivistinnen gewürgt und brutal aus dem Saal geworfen. Als Herman darauf angesprochen wurde, meinte sie trocken: „Männer sind halt gewalttätig, das ist das Testosteron“. Das ist halt auch ein Naturgesetz, und da Frauen per Gebärmutter ja so naturverbunden sind, sollten sie besser darauf hören.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf etwas so offensichtlich, was aber Hermans Fans fleissig zu übersehen scheinen, einen klitzekleinen Widerspruch: die Tatsache, dass Herman, die nicht müde wird, den Egoismus der karrierensüchtigen Frauen, die nur nach Selbstverwirklichung streben, zu denunzieren, selber öfters im Rampenlicht steht als hinter dem Herd. Wer verwirklicht sich da auf Kosten von wem?

Küche, Ehe, Vaterland – unsere Antwort: Widerstand!
 :: 2 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  komische themenwahl
11.03.2008 17:46  
obwohl keine frau, möchte ich einige inhaltliche aspekte der mitteilung kritisieren. als erstes die offensichtlich schlechte recherchearbeit, die dahinter steht: die pnos -kundgebung wurde vorgezogen vom 8. auf den 2. märz. die kundgebung am 8.märz wurde nicht von dem kna intiiert, sondern von der pnos küssnacht am rigi. etwas anders verhält es sich mit dem 2.märz: die pnos erwähnt ominöse freie kräfte, die das ganze organisiert haben sollen. einerseits vielleicht ein billiger trick, andererseits darf davon ausgegangen werden, dass der nationale widerstand am rigi vermutlich seine finger im spiel hatte und dass ganz sicher exponenten der kamaradschaft uri anwesend waren. wer sich video und bilder der demo anschaut, erkennt ziemlich schnell, dass kaum frauen auszumachen sind. es darf mit beinahe hundertprozentiger sicherheit davon ausgegangen werden, dass die initianten dieser pnos-demo aus purem zufall ihre demo am tag der frau ansetzten.
neben dieser, die fakten betreffende kritik, scheint mir auch euer angriffsziel etwas fragwürdig. erstens hat der kna auf der politischen bühne eine bedeutung, die gegen null tendiert, besteht wohl nicht mehr als aus einer handvoll "aktivistinnen", zweitens hätte wohl kaum wer auf indy geglaubt, dass sich dahinter radikale feministinnen verstecken. stattdessen wäre es wohl ungleich sinnvoller den bürgerlichen hierarchie-feminismus anzugreifen: all jene, die behaupten, für die frauen verbessere sich was, wenn sie nur ausgeglichen in allen regierungen und verwaltungsräten vertreten wären. das ganze damit einhergehende, letztendlich sexistische, geschwafel vom "anderen weiblichen führungsstil" wäre sicher ein sinnvolleres ziel gewesen als eine absolut unbedeutende gruppe von fascho-girls.


AutorIn: irgendwer
  ein paar Fragen...
12.03.2008 02:26  
"Männlichkeit wird eigentlich immer wieder zur Schau gestellt und gehört ohnehin zum Alltag also warum nicht auch am 8. März."

Kann es sein, dass hier ein paar Frauen zu sehr auf das männliche Geschlecht fixiert sind? Oder wie ist das genau gemeint? Wieso soll man Männlichkeit nicht zur Schau stellen? Soll man, eurer Meinung nach, mehr Weiblichkeit zur Schau stellen?

Dem Rest der Kritik kann ich mich ebenfalls anschliessen. Wieso hackt ihr auf den offensichtlich schwächeren rum?


AutorIn: Kari
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. egal — Schade...
  2. Schade... — anneluise
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