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 :: G8: Solidemo in Bern 4.6.07 ::
 Themen | G8 (Évian) | Repression/Knast 04-06-2007 20:27
AutorIn : solidarisch : http://
Lautstarke Solidemo in Bern
Heute haben sich um 18.30 ca. 70 Personen in Bern (CH) versammelt, um gegen die massive Repression am G8- Gipfel zu demonstrieren. Insbesondere haben wir für die Freilassung unseres Freundes und Genossen Sam, so wie alle anderen Inhaftierten des G8 in Heiligendamm protestiert. Via Innenstadt zogen wir, von einem grösseren Aufgebot der Polizei begleitet, zur deutschen Botschaft, welche schon grossräumig abgesperrt war.

Solidarische Grüsse aus Bern

Das Flugblatt:

Freiheit für Sam – Freiheit für Alle!

Gestern Sonntag wurde unser Freund und Genosse Sam an einer friedlichen Demonstration im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Rostock von deutschen Polizisten verhaftet. Anlässlich einer der unzähligen und willkürlichen Personenkontrollen, welche die meisten DemonstrantInnen immer wieder über sich ergehen lassen müssen, wurde ihm von einem Beamten des Bundeskriminalamtes vorgeworfen, an den Ausschreitungen des vergangen Samstags beteiligt gewesen zu sein und einen Polizisten schwer verletzt zu haben. Dieser Vorwurf stütze sich lediglich auf Mutmassungen, die anhand seiner Kleider aufgestellt wurden, sowie der Aussage eines Polizisten.

Die Verhaftung von Sam wurde von der Gratiszeitung 20-Minuten sogleich dazu genutzt um mit einer öffentlichkeitswirksamen Schlagzeile aufzutrumpfen. Sam wurde als Krawalltourist vorverurteilt und verunglimpft. Dies zeigt einmal mehr die unkritische und staatstreue Arbeit weiter Teile der modernen Medienschaffenden. Dies obwohl Zeugenaussagen vorhanden waren, welche die Unschuld von Sam bestätigten.

Aus Heiligendamm erreichen uns zum Glück nicht nur schlechte Nachrichten – Sam wurde heute Nachmittag aus der Untersuchungshaft entlassen!

Jedoch sind weiterhin viele Personen von der Polizeiwillkür in Norddeutschland betroffen. Viele befinden sich im Knast und/oder wurden durch Aktionen der Polizei verletzt.

Ihnen gilt unsere Solidarität! Wir werden uns weder von den Provokationen noch von den Kriminalisierungsversuchen der Behörden und der Medien einschüchtern lassen – und kämpfen weiter, ob in Rostock oder in Bern:

Für die Freiheit von allen politischen Gefangenen!

Gegen G8 und Kapitalismus!

Für die Soziale Revolution!
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  Bullen und Medien
05.06.2007 19:11  
Medienmitteilung Nr. 194, 05.06.2007

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:
Demo für die Freilassung von Sam

pid. Am Montagabend, um 18.30 Uhr, besammelten sich gegen 40 Personen bei der Heiliggeistkirche, um für die Freilassung eines in Deutschland inhaftierten Schweizers zu demonstrieren. Der junge Mann namens Sam war anlässlich von Ausschreitungen beim G8-Gipfel in Rostock von den deutschen Behörden festgenommen worden. Der anschliessende Umzug führte durch die Hauptgassen der Altstadt und über die Kirchenfeldbrücke bis zur Deutschen Botschaft im Osten der Stadt. Den Rückweg traten die Demonstranten dann teils zu Fuss und teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Gegen 20.15 Uhr löste sich der Umzug im Bereich der Schützenmatt wieder auf.

Die Spontankundgebung wurde von der Polizei begleitet. Der Umzug verlief friedlich. Es kam aber zu kürzeren Behinderungen des öffentlichen Verkehrs.

Polizeikommando der Stadt Bern

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espace.ch

Berner muss nicht ins Gefängnis

Der 20-jährige Berner, der nach den Krawallen bei der Anti-G-8-Kundgebung am Samstag in Rostock festgenommen wurde, muss vorerst nicht ins Gefängnis. Der Haftrichter hat keinen Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Der Richter habe gegen einen Haftbefehl entschieden, weil der Mann einen festen Wohnsitz habe, sagte Oberstaatsanwalt Peter Lückemann am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Dem 20-Jährigen werden schwerer Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er habe am Samstag an der Demonstration aus der Menge heraus Pflastersteine gegen Polizisten geworfen, sagte Lückemann.

Am Samstag habe sich der junge Schweizer jedoch dem Zugriff entziehen können. Einen Tag darauf sei er aber aufgrund seiner Kleidung und fehlender Vermummung von einer Streife am Strassenrand identifiziert worden. Die Staatsanwaltschaft zählt den Berner zum «Schwarzen Block».

Am Montag hatte der Haftrichter Haftbefehle gegen vier Deutsche, zwei Spanier, einen Ukrainer, einen Polen und eine Belgierin erlassen. Insgesamt waren am Samstag 128 Menschen festgenommen worden, darunter waren 16 Ausländer aus zwölf Staaten.
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berner zeitung


20-jähriger Berner


Wegen der Krawalle am Rande der Anti-G-8-Kundgebung am Samstag in Rostock hat die deutsche Staatsanwaltschaft bisher neun Haftbefehle erlassen – und zwar gegen vier Deutsche, zwei Spanier, einen Ukrainer, einen Polen und eine Belgierin. Insgesamt waren am Samstag 128 Menschen festgenommen worden, darunter waren 16 Ausländer aus zwölf Staaten. Gegen die Beschuldigten besteht laut Staatsanwaltschaft dringender Tatverdacht des schweren Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung. Sie sollen Steine geworfen oder andere Gewalttaten verübt haben. Die übrigen Festgenommenen seien frei gelassen worden.

«Schwerer Landfriedensbruch» und «versuchte gefährliche Körperverletzung» werde auch dem 20-jährigen Berner vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwalt Peter Lückemann auf Anfrage. Der Berner wurde gestern Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt, der über einen Haftbefehl entscheiden sollte. Der junge Mann werde zum Schwarzen Block gezählt, sagte Lückemann. Er habe am Samstag an der Demonstration aus der Menge heraus Pflastersteine gegen Polizisten geworfen. sda

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AutorIn: Bullen und Medien
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