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 :: hotel steinengraben 51 basel besetzt ::
 Themen | Wohnungsnot/Squat 01-05-2007 12:18
AutorIn : xy : http://
heute am 1 mai wurde das seit jahren leerstehende hotel am steinengraben 51 in basel besetzt
Heute haben wir das seit mehr als einem Jahr leer stehende Hotel am Steinengraben 51 besetzt, das im Besitz der Einwohnergemeinde der Stadt Basel ist. Es ist kein Zufall, dass wir nach einer andauernden Phase der Vertreibung konkret ein Objekt der Stadt ausgewählt haben. Wir fordern, die offensiv-repressive Polizeistrategie gegenüber Hausbesetzungen sofort zu beenden. Es ist offensichtlich, dass die Polizei bestrebt ist, HausbesitzerInnen zur sofortigen Räumung zu bewegen und somit jegliche Chancen auf Verhandlungen zunichte macht. Diese Regierungspolitik hat existenzielle Folgen:
In den vergangenen Monaten haben einige Leute ihren Wohnort verloren.
Zum Beispiel:
Die Halle an der Baslerstrassen 336 in Allschwil.
Die Häuser an der Hagentalerstrasse 41- 45.
Die Häuser an der Voltastrasse 73- 85.
Das Haus an der Lothringerstrasse 121.

Darum überbringen wir den Leuten dieser Zeit den Vorschlag des Steinengrabens 51 als kleines Gegengift, als Ort der Nutzung nach Bedürfnis und nicht nach finanzieller Möglichkeit, als Freiraum, als Raum der Verhandlung.





Text auf dem Flugblatt, welches an der 1. Mai Demonstration verteilt wurde:

Ehemaliges Hotel am Steinengraben 51 besetzt,

als Reaktion auf die zunehmende Repression und Marginalisierung zwischengenutzter und besetzter Räume Überall und in Basel! Sehen wir dem Elend ein wenig gemeinsam ins Gesicht, kommt alle vorbei zu Trank und Speis und Eigensinn, auch Musik.

Vorab möchten wir darauf hinweisen, dass sich folgende Zeilen auf unsere konkreten Lebensumstände hier beziehen, was jedoch nicht heisst, dass sich die Art des Systems nicht auf weite Strecken planetarer Lebensumstände erstreckt und aufs Engste mit der Ausbreitung der Wüste verzahnt ist.

Auf einmal stehen wir hier auf dem Marktplatz, hergerichtet um ein alljährliches zahnloses Wurst und Brotfest zu begehen.
Ja ja, auch dieses Jahr waren die Attacken des grausamen Raubtiers unerbärmlich.
Ein Stück weiter haben wir uns von einander entfernt, einige mehr grinsen unter der Sonne der Benzodiazepine.
Unzählige Mechanismen nagen am sozialen Zusammenhalt, im Mittelmeer dümpeln Leichen der Hoffnung, im Mittelland dumpen sich die Bauunternehmen gesund.
Erbärmlich jedoch das Bewusstsein hierzulande.
Erbärmlich die Leute dagegen auf der Strasse.
Soweit so gut.
Das transnationale Kapital angreifen!
Arbeitsplätze erhalten! Das Klima schützen!
Blutleere sorgt den unfassbaren Komplex nicht, kreiert im Gegenteil neue Energie, die wohl eingebunden sogar einen Mehrwert generiert.

Heute haben wir das seit mehr als einem Jahr leer stehende Hotel am Steinengraben 51 besetzt, das im Besitz der Einwohnergemeinde der Stadt Basel ist.
Es ist kein Zufall, dass wir nach einer andauernden Phase der Vertreibung konkret ein Objekt der Stadt ausgewählt haben.
Wir fordern, die offensiv-repressive Polizeistrategie gegenüber Hausbesetzungen sofort zu beenden.
Es ist offensichtlich, dass die Polizei bestrebt ist, HausbesitzerInnen zur sofortigen Räumung zu bewegen und somit jegliche Chancen auf Verhandlungen zunichte macht.

Diese Regierungspolitik hat existenzielle Folgen:
In den vergangenen Monaten haben einige Leute ihren Wohnort verloren.
Zum Beispiel:
Die Halle an der Baslerstrassen 336 in Allschwil.
Die Häuser an der Hagentalerstrasse 41- 45.
Die Häuser an der Voltastrasse 73- 85.
Das Haus an der Lothringerstrasse 121.
All diese Häuser mussten verlassen werden für Sanierung oder Neubau.
Parallel wurden seit Dezember 2006 Häuser besetzt, die zum Teil seit Jahren nicht mehr genutzt oder weitervermietet werden, mit dem Ziel, diese zwischenzeitlich oder längerfristig zu nutzen oder günstig zu mieten.
Die Räumungen erfolgten immer einige Stunden später.
Zum Beispiel:
Das Haus am Nonnenweg 53 in Basel.
Das Haus an der Baslerstrasse 159 in Allschwil.
Das Haus an der Vogesenstrasse 100 in Basel.
Das Häuser an der Bruggstrasse 3/5 in Reinach.
Das Haus an der Friedrichstrasse 6 in Basel.
Das Haus an der Arabienstrasse 3 in Basel.
Das Haus an der Lothringerstrasse 121 in Basel.
Das Haus an der Kernmattstrasse 21 in Binningen.
Das Haus im Holeerain 42 in Binningen (zwei Mal).
Die Häuser an der Hagenaustrasse 16/18 in Basel.
Das Haus an der Bahnhofstrasse 30 in Therwil.
Die Lagerhalle an der Gartenstrasse 24 in Binningen.

Die Bestrebungen, neuen günstigen Wohn- und Kulturraum abseits gängiger Wohnmodelle zu eröffnen, wurden allesamt mit Hilfe des Gewaltmonopols verhindert.
Die Basler Polizei agiert dabei präventiv und teilweise ohne Kontakt mit den Eigentümern.
So geschehen zum Beispiel an der Voltastrasse 85, wo sich ein Aufgebot der Basler Polizei am vergangenen Samstag den 21.4.07, gewaltsam Zutritt verschaffte, mit der Begründung, das Haus sei besetzt. Als die Bewohner dann jedoch den gültigen Mietvertrag, der Ende April ausläuft, vorwiesen, zog sich die Polizei konsterniert und telefonierend zurück.
Es macht den Anschein, als hätten sie noch was Spannendes erleben wollen, nachdem die Demonstration gegen den drohenden Krieg im Iran friedlich verlief.
Dies ist nur ein weiteres Beispiel für das eigenmächtige Vorgehen der Basler Polizei, die sich ohne Räumungsbefehl selbst im Graubereich der Legalität bewegt.

Diese polizeilichen Strategie deuten darauf hin, dass in den aufgewerteten Quartieren kein normloses Gesindel und einkommenschwache Leute (aka Präkariat und Wirrwarr ) toleriert werden.
Gleichzeitig werden ganze Quartiere aufgewertet oder neu gebaut, Grossunternehmen können rege genutzte Allmend aufkaufen und undefinierte Orte werden einem Zweck unterstellt, dessen Missachtung mit Strafe belegt ist.
Stadtentwicklung hängt stark mit Strukturen sozialer Kontrolle zusammen.
Ein Alltag, der zu einem grossen Teil dafür aufgewendet werden muss, eine Existenz zu ermöglichen, inder Arbeit und Freizeit, öffentliches Leben und Privatleben getrennt sind, indem wir uns als Konkurrenten gegenüberstehen und indem wir uns in Kategorien leerer Zugehörigkeit begegnen, ist ein Elend, trauriger.

Davon haben wir genug.
Darum überbringen wir euch und den Leuten dieser Zeit den Vorschlag des Steinengrabens 51 als kleines Gegengift, als Ort der Nutzung nach Bedürfnis und nicht nach finanzieller Möglichkeit, als Freiraum, als Raum der Verhandlung.
Wir rufen euch auf, an diesem Raum teilzunehmen und ihn zu verteidigen.
Bringt essen, Schlafsack und Tanzbeine.

Lang lebe Wirrwarr die Schöne und
Verbündete im Geiste
 :: 6 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  soweit so gut...
01.05.2007 17:50  
die ersten besprechungen mit den Verantwortlichen des hotels am steinengraben 51 (andreas kressler, leiter der zentralen liegenschaftsverwaltung basel und eva herzog regierungsrätin/finanzdepartment) fanden am frühen nachmittag statt. es wurde noch nichts klar abgemacht ausser das die besetztung vorerst toleriert wird soweit sich die leute im und um das hotel ruhig verhalten.
konkretere abmachungen werden in den nächsten tagen mit den verantwortlichen getroffen.

KOMMT VORBEI!!!
die stimmung ist gemültich bei industrieller atmosphäre und blick über die stadt. heute abend gibts lecker essen (vegan) und filmabend bei kerzenlicht



AutorIn: xy
  baz
02.05.2007 01:06  
Hausbesetzung am Rande der 1.-Mai-Kundgebung in Basel

WEITERE BERICHTE AM MITTWOCH IN DER BAZ
Rund 1500 Personen beteiligten sich am Umzug anlässlich der 1.-Mai-Kundgebung in Basel. Foto Keystone

Basel. AP/baz. Rund 1500 Menschen haben am Dienstag an der 1.-Mai-Kundgebung in Basel teilgenommen. Sie machten sich für verbesserte Arbeitsbedingungen und gegen die 5. IV-Revision stark. Während die Kundgebung selbst friedlich ablief, besetzten Demonstranten ein altes Hotel der Einwohnergemeinde.

Die Demonstration begann um rund 10.00 Uhr. Der bunte Zug marschierte vom Messeplatz zum Marktplatz. Mit dabei waren unter anderem der Basler SP-Nationalräte Remo Gysin - der an den kommenden Wahlen nicht mehr antritt - und Rudolf Rechsteiner sowie die SP-Nationalrätin Silvia Schenker.

Neben der schweizweiten Parole «Respekt: geregelte Arbeit statt Verwilderung» waren auf den Transparenten unter anderem Aufrufe gegen den imperialistischen Krieg und die kapitalistische Ausbeutung zu lesen. Zudem wurde zur Vereinigung der Proletarier aller Länder aufgerufen. Die Gewerkschaft Unia, die sich mit den Frauenlöhnen beschäftigte, machte auf die unterdurchschnittliche Bezahlung des weiblichen Geschlechts aufmerksam.
Anzeige

Während den Reden auf dem Marktplatz äusserte sich unter anderem der Präsident des Basler Gewerkschaftsbundes, Martin Engel, zu der Situation der Arbeitnehmenden. So schaffe das Wirtschaftswachstum keine sicheren Arbeitsplätze. Mit der Teuerung und den Sozialabzügen habe praktisch eine Minusrunde resultiert. Daneben war auch die 5. IV-Revision eines der vorherrschenden Themen. So richte sich die Revision gegen die soziale Sicherheit von immer mehr Invaliden und Behinderten, sagte Engel. Der Kampf gegen die Invalidenversicherung (IV) sei auch ein Kampf für soziale Gerechtigkeit.

Nach den Reden war ein Fest auf dem Barfüsserplatz vorgesehen. Laut Angaben der Basler Kantonspolizei verlief die Kundgebung zunächst friedlich. Dennoch kam es aber zu Misstönen. So verliess eine Gruppe beim Eintreffen auf dem Marktplatz den Demonstrationszug. Sie besetzten ein Haus im Besitz der Einwohnergemeinde der Stadt Basel. Gemäss einem Bekennerschreiben erfolgte die Besetzung des leer stehenden Hotels anlässlich «des alljährlichen zahnlosen Wurst und Brotfestes» als Reaktion auf eine zunehmende Repression und Marginalisierung zwischengenutzer und besetzter Räume. So hätten zahlreiche Menschen in den vergangenen Monaten in Folge der offensiv-repressiven Polizeistrategie ihren Wohnort verloren. Gemäss Angaben der Basler Kantonspolizei lief die Besetzung ruhig ab. Die Polizei selbst werde erst bei einer Räumungsklage aktiv.


AutorIn: leserin
  erste eindruecke
02.05.2007 09:57  
erste eindruecke


AutorIn: fotos
  erste eindruecke
02.05.2007 10:05  
erste eindruecke


AutorIn: fotos
  TeleBasel
02.05.2007 20:20  
TeleBasel hat heute vor dem Steinengraben gefilmt.
Hier könnt ihr sehen was daraus geworden ist:

 http://www.telebasel.ch/php/videoarchiv/link.php?do=out&id=9342


AutorIn: sympatisant
  Neue Infos
03.05.2007 17:34  
Das Hotel am Steinengraben 51 stand seit mehreren Jahren leer. Geplant war einmal, dass dort die Zentrale Informatik-Dienststelle (ZID) einziehen sollte. Es wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Doch nachdem mit den Umbauarbeiten begonnen worden war, stellte sich heraus, dass die Stahlkonstruktion des Gebäudes nicht erdbebensicher war. So wurden die Arbeiten eingestellt, nachdem noch die sanitären Anlagen und der Zugang zum Strom unbrauchbar gemacht worden waren, um eine eventuelle Besetzung zu verhindern. Allerdings sind noch die Installationene für den Bau-Strom und auch die sanitären Einrichtungen für die Bauarbeiter im Haus, die nun genutzt werden können. Das Haus ist also bewohnbar.

Die Aufraeum-, Putz- und Umbauarbeiten sind schon voll im Gange, und Hilfe ist immer gern gesehen. Wenn Du also Zeit und Lust hast, dann komm doch vorbei, und hilf mit. Platz zum Uebernachten gibt es genug.

Von seiten der Stadt gibt es noch nichts Neues. Wir werden euch aber auf dem Laufenden halten, wie sich die Situation entwickelt.

Am Sonntag, dem 6. Mai wird ab 11 Uhr ein Brunch vor dem Hotel stattfinden. Alle Interessierten, ob NachbarInnen, FreundInnen oder einfach nur Neugierige, sind herzlich eingeladen sich zu Informieren, zu Plaudern, gemütlich zu Essen und zu Trinken und Musik zu hören.

Wenn ihr vom Bahnhof her kommt, könnt ihr über das Heuwaage-Viadukt laufen, kommt dann zum Steinengraben, und könnt dann schon bald auf der rechten Seite das Hotel erblicken. Es ist kaum zu übersehen. Ihr könnt auch den Bus Nr. 30 bis zur Station Steinenschanze nehmen und dann in Fahrtrichtung weiterlaufen.


AutorIn: stein & graben
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