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 :: Sexismus an der Frauendemo! ::
 Themen | Feminismus/Gender/Queer 10-03-2007 21:08
AutorIn : TeilnehmerIn : http://
Heute wurden an der Demo zum internationalen Frauenkampftag Männer aus dem Umzug "verjagt"!!- Ein Erlebnisbericht
Mit unseren Anliegen, wie Gleichberechtigung und Gleichstellung, Solidarität zwischen Mann und Frau und gegen jegliche Form von Sexismus, reisten wir heute mit dem Zug nach Zürich. Aus Solidarität - und weil er unsere Anliegen teilt - begleitete uns ein Mann. Bei schönem Wetter besammelten wir uns auf dem Hechtplatz, wo viel Frauen und vereinzelt auch Männer den Reden Gehör schenkten. Der revolutionäre Aufbau verteilte Flugblätter auf welchen geschrieben stand, dass „eine grundlegende Änderung der sexistischen und patriarchalen Strukturen der Gesellschaft als Ganzes immer noch dringend nötig seien. Frauen und Männer müssen sich diesen Machtstrukturen bewusst werden. Setzen wir gemeinsam den Kampf fort!“

Nach langem warten setzte sich die Demo Richtung Paradeplatz in Bewegung. Dort angekommen kamen 2 vermummte Frauen vom Demoschutz auf unseren männlichen Begleiter zu und forderten ihn freundlich auf, die Demo zu verlassen, da diese Demo von Frauen für Frauen sei. Männer könnten an den anderen 364 Tagen im Jahr auf die Strasse gehen, aber nicht heute. Die beiden Frauen vom DS liessen sich auf keine längere Diskussion ein. Ihr einziges Argument für den Ausschluss aus der Demo war, dass Männer mitlaufen dürften, wenn sie bei Organisation mitgeholfen hätten.

Aha……

Auf unsere folgenden Argumente wurde von den Organisatorinnen nicht eingegangen:

- Der Frauenkampf kann ohne Solidarität zwischen Frauen und Männer nicht durchgeführt und gewonnen werden
- Ausschluss aus der Demo auf Grund des Geschlechts ist für uns nichts anderes als purer Sexismus, gegen welchen wir heute demonstrieren wollten

Das Verhalten der Demoorganisatorinnen ist in höchstem Masse lächerlich, arrogant, sexistisch und diskriminierend.

In Zukunft wären wir sehr froh, wenn auf den Demoaufruf-Flyers stehen würde, welche Menschen an der Demo willkommen sind und welche nicht. So könnte sich mensch die Kosten für das Bahnbillet und viel Ärger sparen.
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  das immer gleiche problem
10.03.2007 22:46  
hallo du,

also es ist immer das gleiche alte problem mit der frauendemo.
maenner werden da nicht gern gesehen.

es giebt etliche demos das ganze jahr hindurch bei dem
es nicht auf das geschlecht ankommt und "alle" mitdemonstrieren
koenne.

1 mal im jahr gibt es nun eine demo von frauen fuer frauen,
das ist ja kaum zuviel?

die organisatorinnen organiesieren diese demo fuer frauen.
das ist doch die entscheidung der frauen die das organisieren!

es steht ja jedem mensch offen andere kungebungen am gleichen-tag oder das ganzejahr hindurch zu organisieren.

es waere ja auch denkbar das sich die maenner solidarisieren
und eine alternative demo auf die beine stellen.

und schlussendlich verstehe ich es auch total das eine demo
von ausschliesslich frauen eine andere stimmung und ausdruck
erzeugt als eine normale gemischte demo.

auch wenn ich nicht mit darf
solidarischer gruss
haleluja


AutorIn: haleluja
  Gedanken zur Demo
11.03.2007 00:03  
Die heutige Demo und die 'Argumente' für eine reine Frauendemo warf bei mir einige Fragen auf:
- Ist Gleichberechtigung nicht die Aufgabe beider Geschlechter?
- Kann eine Demo gegen Unterdrückung selbst unterdrücken?
- Hat die Frauenbewegung die Solidarisierung von Männern nicht nötig?
- Sollten sich Männer nicht so oft wie möglich mit der Frauenbewegung solidarisch zeigen?
- Ist die Stimmung anders, wenn sich einzelne (!) Männer unter den TeilnehmerInnen befinden?
(Es geht hier ja nicht um eine gemischte Demo sondern um eine Handvoll Männer)

Eine Demo ist ein öffentliches Mittel zur Meinungsäusserung. Die TeilnehmerInnen sind zu gleichen Teilen an der Meinungsäusserung beteiligt.
Werden von einer kleine Gruppe (und nicht dem Grossteil der TeilnehmerInnen) einige Teilnehmer ausgeschlossen, obwohl sie die Anliegen der Demo unterstützen,
wird eine Ungleichheit unter den Teilnehmern geschaffen. Die Demo ist somit nicht mehr öffentlich zugänglich.
Widerspricht der Ausschluss von TeilnehmerInnen dadurch nicht der Idee einer Demo? Besonders eine Demo für Gleichberechtigung?


Ich wäre dankbar gewesen, wenn die OrganisatorInnen den Ausschluss von Männern DEUTLICH veröffentlicht hätten.
Nur denke ich, dass die Demo dann selbst als sexistisch wahrgenommen worden wäre, was sicher nicht im Interesse der OrganisatorInnen ist.

Trotzdem bleibt Gleichberechtigung von Frau und Mann ein wichtiges Thema:
Für echte Gleichstellung von Frau und Mann!
Für die Anerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe!
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Keine Frau ist illegal!
Gegen sexistische Gewalt!
Gegen Krieg und Krise - Frauenkampf hier und international!

In diesem Sinne, solidarische Grüsse


AutorIn: TeilnehmerIn
  an haleluja
11.03.2007 00:07  
Liebe haleluja,

ich möchte mir ja nicht vorstellen wie du dich aufführen würdest wenn Männer eine Demo nur für Männer organisieren würden. Und dann vermumte Männer von DS Frauen von der Demo wegweisen würden...

gegen sexismus = Demorecht für ALLE


AutorIn: Antifant
  es kann die befreiung...
11.03.2007 04:30  
der frauen nur die sache der frauen sein!


AutorIn: ein mann
  eine frauendemo ist eben eine frauendemo
11.03.2007 12:47  
an teilnehmerIn:
du schreibst in deiner ergänzung: dass einzelne männer doch nicht stören, bzw. das bild der demo nicht prägen; und es ja nicht um eine halb/halb gemischte demo ginge. aha. aber wo machst du dann die grenze? männer werden erst von der demo verwiesen, wenn sie eine bestimmte quote überschreiten?
das mit der anreise und dem unnötig gelösten billett ist natürlich blöd. nur zumindest mir war eigentlich immer klar, dass mit einer "frauendemo" halt eine frauendemo gemeint ist...
im übrigen finde ich den titel deines beitrags "sexismus an frauendemo" unpassend. einmal an einer demo nicht mitlaufen zu dürfen als sexismus zu bezeichnen ist etwas abstrus.
und ausserdem: natürlich ist antisexistische solidarität von männern wichtig und richtig. aber diese solidarität muss ja nicht unbedingt an einer frauedemo gezeigt werden. schliesslich gehts ja auch darum wer wie den öffentlichen raum prägt. in dem sinne macht eine reine frauendemo sehr wohl sinn.
es gibt und gäbe genügend andere orte und momente wo männer antisexistisch intervenieren können.


AutorIn: noch ein mann
  Die Psychologie der modernen Linken...
11.03.2007 22:19  
Sobald eine BEFREIUNGSBEWEGUNG darüber Diskutiert, wer sich wie zu befreien hat, merkt mensch, dass er es nicht mit Freiheit und Individualität - sondern vielmehr mit Kontrolle und Kollektivität zu tun hat.

Seid ehrlich: Ihr wollt den Polizeistaat. Bloss mir EUCH an der SPITZE!

Das war in der Linken schon immer so. Eine Analyse über die Psychologie der modernen Linken, wie sie Ted Kaczynski wagte, wäre dringlichst nötig. Hier wimmelt es nur so von Minderwertigkeitsgefühlen und Überangepasstheit!


AutorIn: weil alle Menschen sich selbst sind.
  also...
13.03.2007 02:38  
eine demo ist eine ansammlung von menschen, die irgendein gemeinsames interesse verfolgt.
wenn also z.b. das gemeinsame interesse darin besteht, für die lohngleichheit zwischen mann und frau einzustehen, dann können männer welche auch dafür einstehen, selbstverständlich mitlaufen.
denn demo, die leute ausschliesst, obwohl gleiches interesse verfolgend, ist diskriminierend!
und dann noch aufgrund des geschlechtes einfach sexistisch!
im grunde genommen völlige anmassung, leute aus einer demo auszuschliessen, ich glaub das machen nicht mal die braunen.
kein wunder, wenn dann der abbruch jeglicher revolutionärer aufbaumethode beginnt.


AutorIn: ist doch logisch
  geschlechterfrage
13.03.2007 15:33  
zur diskussion über sexismus an "frauendemo" ist noch zuzufügen, dass die aktion der DS-"Frauen" wirklich sexistisch war und zudem noch in höchstem masse anmassend.
weil jeder und jede das recht hat, an einer öffentlichen demo teilzunehmen, sofern die ideen und grundsätze getragen werden können.
wer das andere geschlecht ausschliesst ist sexistisch, wer menschen mit anderer hautfarbe ausschliesst ist rassistisch und wer lesben und schwule ausschliesst ist homophob.
diese grundsätze gelten immer und wer dagegen verstösst hat nichts im namen von menschlichkeit und solidarität verloren. merkt euch das, ihr lieben frauen.
übrigens, vielleicht würde den demoorganisatorInnen geholfen werden, indem sie sich einen kurs über geschlechterfragen und gender studies aneignen würden.

was ist ein mann, was eine frau. wenn ihr nämlich im schema mann/frau denkt, dann verinnerlicht ihr die bestimmenden patriarchalen denkweisen und bleibt in ihnen gefangen.


AutorIn: meinrad giessenbauer
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. "frauenLesben" — mensch meier
  2. verdrehte sexismustheorie — x
  3. re-vo-lu-ti-on — anstatt gleichberechtigung
  4. bitte löschen — einmann
  5. gleich / gleichberechtigt — y
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