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 :: Weltweite Soliaktionen für den Kampf ums Ungdomshuset ::
05-03-2007 12:56
AutorIn : FAUCH-International : http://
Weltweite Soliaktionen für den Kampf ums Ungdomshuset
Solidarität mit dem Kampf ums Ungdomshuset fand nicht nur in Deutschland statt. Soliaktionen gab es überall in Europa
In Polen gab es am Donnerstag in Poznan und am Freitag in Wroclawund Warschau. In Poznan begab sich eine Gruppe der örtlichen anarchistischen Federation zum dänischen Konsulat, um ein SoliStatement an den dänischen Konsul zu übergeben. In diesem wurde die Rückgabe des Ungdomshuset und die Freilassung aller Gefangenen gefordert. Der Konsul lehnte zunächst ein Gespräch mit den Aktivisten ab, worauf die AktivistInnen deutlich machten, dass sie solange warten würden, bis der Konsul “auftauchen” würde. Da das Statement nicht der erste Brief an das dänische Konsulat war, wollten die AktivistInnen diesmal sicher gehen, dass der Brief auch wirklich ankommt und wollten deshalb persöhnlich mit dem Konsul reden. Anschließend drohte ein Angestellter des Konsulats damit die Polizei zu rufen, was die AktivistInnen jedoch nicht störte. Mittlerweile war auch die Presse informiert. Da die Polizei auf sich warten ließen, wurden die AktivistInnen nun doch zu einem Gespräch eingeladen. Der Konsul versprach, so die polnischen AktivistInnen, ihre Forderungen an die dännischen Behörden weiterzuleiten. Er bekomme eine Menge Mails zum Thema Ungdomshuset, so der Botschafter. [1]

Am Freitag Abend haben etwa 50 AktivistInnen eine spontane Solidemo vor dem dänischen Konsulat in Bern abgehalten, die zunächst nur 2 anwesenden Bereitschaftspolizisten kamen dabei wohl ganz schön ins Schwitzen. Die Demo stieg geschlossen direkt vor dem Konsulat aus der Tram und zog dann unter Parolen skandierend durch die Innenstadt. Einige Böller sorgten für gute Stimmung und ein Spiegel eines Polizeiwagens wurde als Souvenir mitgenommen – insgesamt war die Polizei völlig überfordert mit der Spontandemo.[2]

Auch in London fanden sich einige Leute zusammen, um vor dem dänischen Konsulat zu protestieren – auf einem Transparent stand zu lesen: “oi you danes you can keep your police + bacon but give us back our ungdonshuset". [3]

In Budapest, Ungarn klebten Freitag morgen, mehrere Zettel mit der bekannten Parole “Ungdosmhuset blir” auf den Schaukästen der dänischen Botschaft. [4].

Auch in Istanbul, Türkei demonstrierten 20 Anarchisten vor der dänischen Botschaft ihre Solidarität. Berlagert von einer Journalistenmeute verteilten sie Flyer. [5]

In Helsinki, Finnland fanden am Freitag Soliaktionen gegen die Räumung des Ungdomshuset statt. Etwa 70 Menschen demonstrierten zur dänischen Botschaft. Auf Transparenten wurde unter anderem gefordert “Hände weg vom Ungdomshuset” oder “Für mehr Freiräume”. Anschließend hingen AktivistInnen ein Transparent im Hauptbahnhof auf und hielten per Megafon Reden. Laut den AktivistInnen konnten sie “erstaunlich lange dort stehen, während die Securitys die Polizei alarmierten”. Dann ging es weiter in Helsinkis neueste shopping mall, dort wurde das Prozedere wiederholt und viele weitere Menschen erfuhren vom Kampf ums Ungdomshuset. [6]

Außerdem melden bürgerliche Medien, dass in Oslo am Donnerstag Abend 150 Demonstranten die dänische Botschaft mit Schneebällen und Farbbeuteln beworfen haben (wer übersetzen kann bitte bestätigen)

Heute, am Samstag den 3. März fand zudem in Wien bereits die 2. Solidemo für das geräumte Jugendhaus statt. 150 Unterstützer demonstrierten vom Europaplatz aus zur dänischen Botschaft. Diese wurde mit Farbe beworfen und auch einige Polizisten, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren haben, ersten Meldungen zufolge, Farbe abbekommen. Wiederrum war die Polizei überfordert mit der Demo. [7]

In Deutschland gab es zahlreiche Soliaktionen siehe:  http://de.indymedia.org/2007/03/169587.shtml

Mittlerweile berichten auf alle größeren deutschen Medien in Fernsehen, Zeitung und im Internet. Allein GoogleNews findet über 300 Artikel zum Thema. Dafür hat sicherlich die kontinuierliche Militanz des Widerstand in Kopenhagen gesorgt, berichtet wurde aber auch über die Besetzung der Zentrale der Sozialdemokratischen Partei. Berichtet wurde im Zuge dessen auch über die Solidemos in Deutschlands. Deutlich werden “die Autonomen” als transnationale Bewegung wahrgenommen. Dies wird auch in den Berichten über die verschärften Grenzkontrollen und in den Artikeln zu der, von der Kopenhagener Polizei angekündigten, Jagd auf deutsche UnterstützerInnen deutlich. Zwar steht nachwievor stark Randale im Vordergrund (“Chaostage in Kopenhagen”- Die Welt, “Dänemarks Autonome zündeln...” - Hamburger Abendblatt), aber während im Dezember noch auschließlich über “Gewalt” berichtet wurde und die Polizeipressemitteilungen kopiert wurden, muss nun aufgrund der Größe des Ereignisses auch über Gründe berichtet werden. So weiß die Welt beispielsweise mittlerweile zu berichten, dass die Nutzer Konzerte veranstaltet hätten und billiges Essen ausgegeben hätten. In anderen Artikeln wird auch darauf hingewiesen, dass Stars wie Björk dort aufgetreten seien. In einigen Berichten werden auch Parallelen zu den Unruhen in dern französischen Banlieus im November 2005 gezogen und es wird durchgehend von “Jugendkrawallen” gesprochen. Interessant ist auch, dass mittlerweile in einigen Medien von einer “Sekte” und nicht wie vorher von der “Freikirche Faderhus” berichtet wird. Der entschlossene Kampf ums Ungdomshuset hat, soviel ist sicher, im Moment soviel Medienaufmerksamkeit wie ein Kampf um Freiräume schon lange nicht mehr hatte – bleibt zu hoffen, dass die Gunst der Stunde für weitere medienwirksame Unterstützungsaktionen genutzt wird.

[1]  http://indymedia.dk/article/909
[2]  http://indymedia.dk/article/906
[3]  http://www.protestphoto.co.uk/stories_ungdomshuset.html
[4]  http://indymedia.dk/article/904
[5]  http://indymedia.dk/article/897
[6]  http://indymedia.dk/article/902
[7]  http://de.indymedia.org/2007/03/169763.shtml
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