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 :: Erster Taser-Einsatz in der Schweiz hat stattgefunden ::
 Themen | Krieg+Militarismus | Repression/Knast 17-01-2007 22:13
AutorIn : lethal weapon 2006 : http://
Praktischer und einfacher anzuwenden Jawohl es ist passiert, der erste Taser-Einsatz in der Schweiz hat stattgefunden. Obwohl erst 2005 für die Sondereinheit Enzian der Kantonspolizei Bern freigegeben, wurde am 29. Dezember 2006 ein (angeblich) bewaffneter psychisch kranker Mann in Tavannes getasert.

"Der Taser werde nur von «Enzian»-Polizisten und nur zur Bekämpfung der Schwerstkriminalität» eingesetzt was bis anhin noch nie vorgekommen sei. Eine Abgabe an andere Einsatzkräfte sei zurzeit kein Thema. Das könnte sich allerdings in Zukunft ändern, wie Polizeidirektorin Dora Andres (fdp) auf Anfrage sagt. Man wolle erst ein bis zwei Jahre lang Erfahrungen sammeln. Danach aber sei es denkbar, dass der Taser in die Polizistenausbildung aufgenommen und auch an weitere Korpsangehörige abgegeben werde." so stands im Bund vom 14.4.2005 (siehe  http://ch.indymedia.org/de/2005/04/31648.shtml")
Praktischer und einfacher anzuwenden
Praktischer und einfacher anzuwenden
haut auch Schwerverbrecher-Stiere um
haut auch Schwerverbrecher-Stiere um
schickes Design für den Hausgebrauch
schickes Design für den Hausgebrauch
völlig ungefährlich
völlig ungefährlich
Da die einzigen Schwerstkriminellen die es in der Schweiz überhaupt gibt, von 6'500 Soldaten in Davos bewacht werden, hat sich die Polizei ein leichtes Opfer ausgesucht. Erstaunlich ist einzig, dass dieser bewaffnete, psychisch kranke Mensch nicht auch noch angeblich einer pädophilen islamistischen Terrorzelle angehört habe. Dass in den USA schon 150 Personen während oder nach dem Einsatz dieser "nicht-tödlichen" Waffe gestorben sind, spielt für die Schweiz keine Rolle, da sich ParlamentarierInnen wie Elektronen einer angeblichen "humanitären Tradition" verpflichtet fühlen.

"Da er drohte, sich selbst umzubringen und die Polizei auch Drittpersonen gefährdet sah" (sda) und ja ein- bis zwei Jahre Erfahrungen gesammelt werden müssen (jetzt wo wirs ja schon gekauft haben, wollen wirs doch auch mal ausprobieren) - war es nicht vermeidbar, ihm 50'000 Volt durch den Körper zu jagen.

Da der Mann ja "keine gesundheitlichen Folgen nach dem "Taser"-Einsatz davontrug" (sda), müssen wir uns alle wohl keine Sorgen machen. An eine längere Überwachung seines Zustandes um evtl. Folgeschäden zu erkennen wird gar nicht gedacht. Somit ist ja jetzt all diesen ewig-gestrigen Kritikern endlich gezeigt, dass das alles nur für unser Bestes ist und wir uns wirklich keine Sorgen machen müssen.

"In der Schweiz beispielsweise, in der Taser bereits verwendet werden, ist etwa das so genannte Zwangsanwendungsgesetz ( http://www.ofj.admin.ch/themen/zwangsanwendung/intro-d.htm) in Diskussion. Es soll allen "Behörden, die beim Vollzug der Ausländer- und der Asylgesetzgebung polizeilichen Zwang anwenden müssen", also etwa beim Abschieben", sowie allen Behörden, "die im Auftrag einer Bundesbehörde Personen mit Freiheitsbeschränkungen transportieren", aber auch "Privaten, die von diesen Behörden für die Erfüllung ihrer Aufgaben beigezogen werden", den Einsatz von Elektroschockwaffen ermöglichen."
(Florian Rötzer, [1])

Die Schranke ist gefallen, der nächste Taser-Einsatz kommt bestimmt. Eine gute Gelegenheit würde sich in einigen Tagen in Davos oder Landquart bieten. Coop könnte dann ja auch den DemonstrantInnen - wegen guter Zusammenarbeit - pro Volt einen Superpunkt gutschreiben?


Pressemeldung zum ersten Einsatz:
 http://ch.indymedia.org/de/2006/12/45514.shtml

Frühere Artikel / Weitere Informationen:
 http://ch.indymedia.org/de/2005/04/31648.shtml
 http://www.sncweb.ch/dossiers/taser.htm

[1]  http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20260/1.html - "Wer nicht kuscht, wird getasert" - kritischer Artikel bei Telepolis
 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22350/1.html - Tödliche "nichttödliche" Waffen

Jahresbericht Amnesty International (en):
 http://www.amnestyusa.org/us/document.do?id=ENGAMR510302006

Umfangreiche Seite über "untödliche" Waffen und andere völlig harmlose Polizeimittel:
 http://pigbrother.info/

Buchtipp: Olaf Arndt: Demonen - Zur Mythologie der Inneren Sicherheit.
Edition Nautilus, Hamburg 2005, ISBN 3-894-01468-7
 :: 3 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Schon über 200 Tote
18.01.2007 03:03  
Die Zahl von 152 Toten im Zusammenhang mit Taser-Einsätzen stammt aus einem Amnesty-Report vom 28.3.06.

Laut einer neueren Amnesty-Meldung vom 18.10.06 stieg die Zahl bereits auf über 200.
 http://securebar.secure-tunnel.com/cgi-bin/nph-freebar.cgi/110110A/http/www.amnesty.org.uk/news_details.asp=3fNewsID=3d17176

Da seither wieder 3 Monate vergangen sind, dürfte sich der aktuelle Zählerstand unterdessen nochmals hochgeschraubt haben ...


AutorIn: PigBrother.info
  kleine Ergänzung
19.01.2007 15:08  
wenn man sich die Schusswaffeneinsätze in der Schweiz anschaut, wird man feststellen, dass in der Tat, vorwiegend auf psychisch Kranke oder durch Substanzen betäubte Menschen geschossen wird.

Warum?

Meiner Meinung nach, dürfte es einen direkten Zusammenhang haben, mit den Strafen die man zu erwarten hat.

Warum sollte sich ein Krimineller gegen eine Verhaftung wehren? Seine Change straffrei davon zukommne sind bei der schweizer Justiz sehr gut. Sollte er doch verurteilt werden, dann kann er sicher sein, dass er nach wenigen Jahren wieder entlassen wird.

Somit stellt sich für ihn die Frage gar nicht, ob er seine Waffe gegen die Polizei einsetzen will und wird. Sein Risiko würde ins unermässliche steigen, er könnte dabei sein Leben verlieren. Im Gegensatz, wenn er sich freiwillig von der Polizei festnehmen lässt, riskiert er ein paar Jahre Haft und kann anschliessend dort weitermachen wo er aufgehört hat und kann weiter Geld verdienen.

Jedoch werden nur rational denkende Menschen zu diesem Entschluss kommen.

Somit sind wir eigentlich bei der Hauptproblematik eines Schusswaffeneinsatzes:

-der rational, berechnende Mensch wird sich ergeben, seine Waffe weglegen und sich festnehmen lassen.

-der psychisch erregte Mensch, wird nicht verstehen was genau passiert und wird seine Waffe nicht weglegen, evtl. wird er sogar (aus was für inneren Gründe auch immer) auf die Polizei losgehen (die Frage, ob er sein Gegenüber überhaupt als Polizei erkennt, würde sich auch noch stellen)

-betäubte Leute sind ebenfalls der gleichen Kategorie anzusiedeln


Somit kann man abschliessend sagen, dass Leute erschossen werden, welche eigentlich juristisch gesehen, straffrei ausgehen würden, da sie zur Tatzeit gar nicht zurechnungsfähig sind resp. waren.

Es stellt sich auch die Frage, ob es Sinnvoll ist, die Polizei mit Kriegswaffen auszurüsten, welche eingtlich für den militärischen Gebrauch entwickelt und konzipiert wurden.


Somit denke ich, dass es im Sinne aller Beteiligten ist, die Polizei mit Mitteln auszurüsten, welche das Risiko für den Bürgen heruntersetzen.

(Und da der Polizist auf ein Bürger dieses Landes ist, muss man auch seinem Risiko Rechnung tragen. Es kann nicht sein, dass der Polizist mit untauglichen Mittel seine Arbeit verrichten muss und dabei riskiert, einen Uschuldigen zu töten)

So es darf gemotz werden.

Gruss aus Zürich


AutorIn: alter Stänkerer
  sorry noch was vergessen
19.01.2007 15:31  
@pig

es wird dich sicher freuen, dass Tasergeräte gegen Missbrauch geschütz sind.

Nämlich durch:

-einen Chip, welcher nur durch die Herstellerfirma ausgelesen werden kann. Somit kann die Einsatzzeit/datum sowie die Anzahl der Stromstösse immer wieder überprüft werden.

-beim Einsatz vom Teaser, werden Markierungsteilchen ausgestossen, somit ist eine genaue Tatrekonstrukion sichergestellt.

-der Teaser auf dem Körper Spuren hinterlassen, niemand kann geteasert werden, ohne dass dies Nachweisbar ist.

Hast du sicher schon alles gewusst, aber wie es scheint, ist es dir leider "untergegangen"

Gruss aus Zürich


AutorIn: alter Stänkerer
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. steckdose — finger
  2. Schöne Bilder — danny glover
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