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 :: Hausbesetzung in Biberist / Solothurn ::
21-12-2006 16:44
AutorIn : Viva Soletta libera! : http://
Beginn der Besetzung Am Samstag, den 16. Dezember besetzten Leute aus der ganzen Schweiz für eine Nacht ein lehrstehendes Gebäude an der Bürenstrasse in Biberist.
Beginn der Besetzung
Beginn der Besetzung
Im Anhang ist das Flugblatt, das in dieser Nacht verteilt wurde, und das Mediencommunique zu finden. Dort solltet ihr alle Infos über die gelunge Besetzung bekommen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmenden, die zum Teil eine weite Reise auf sich genommen haben, bedanken. Wir waren ein starkes Kollektiv und die Nacht war geprägt von Solidarität!

VIVA SOLETTA LIBERA!
 :: 1 Inhaltliche Ergänzung : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Anhang
21.12.2006 16:52  
So hier noch der versprochene Anhang:



Flugblatt:

Aktion: Jugend-Aktiv für mehr Selbstbestimmung!
Unter diesem Motto werden wir für eine Nacht ein leerstehendes Gebäude in der Nähe der Stadt besetzen, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass hier in Solothurn viele Jugendliche mehr wollen, als nur das bestehende „kulturelle Angebot“ zu konsumieren. SPASS und SELBSTBESTIMMUNG sollen diese Nacht prägen, bevor sich die meisten von uns am Montag wieder ihrem grauen Alltag zuwenden müssen!

Wichtig für alle Leute die sich an der heutigen Aktion beteiligen:
- In erster Linie soll diese Nacht für alle Beteiligten ein freudiges Fest werden!
- Wir handeln während der ganzen Zeit als Kollektiv, also keine Einzelaktionen und/oder sinnlose Provokationen!
- Nach heutigem Gesetz wäre es der Polizei leider möglich jede an der Aktion beteiligte Person zumindest wegen Landfriedensbruch anzuzeigen, sei dir dessen bewusst, lass dir aber dadurch nicht die Stimmung vermiesen!

Gedanken und Erklärungen zu der Aktion:
„Was ist mit unserer Jugend los?“, „Die Täter waren jugendlich“ etc. solche und ähnlich Schlagzeilen liest man zurzeit täglich. Oftmals werden die Berichte über die Verbrechen der jugendlichen Straftäter, begleitet von Kommentaren und/oder Leserbriefen, in welchen der jeweilige Autor, seine Begründungen für ein solches Verhalten zu erklären versucht. Geschichten von zu lascher oder gar ganz fehlender Erziehung wechseln sich ab, mit den auch all zu oft verwendeten fremdenfeindlichen „Argumenten“. Nur selten wird auf die Probleme, wie Lehrstellenmangel, Jugendarbeitslosigkeit, steigender Leistungsdruck und Konkurrenzkampf, mit welchen sich Jugendliche in der heutigen Gesellschaft auseinander setzen müssen, hingewiesen, geschweige denn diese als Begründung für den Ärger den die Kids machen verwendet.
Wir wissen sehr wohl das sich im Raum Solothurn einige Leute, sei es auf politischer oder privater Ebene, sehr für die Interessen der Jugendlichen einsetzen und teilweisse auch aktive und gute Jugendarbeit leisten. Auch ist das Angebot an Ausgeh-Möglichkeiten einigermassen abwechslungsreich, bedingt aber in den meisten Fällen schon ein gut gefülltes Portmonee. Die Eintrittspreise in die Kulturfabrik Kofmehl sind nur noch selten unter 20fr. und auch die Getränke kosten so viel, dass sich ein Jugendlicher der beispielsweise in einem Arbeitslosenprojekt ist, es sich jedes Mal gut überlegen muss ob er sich einen Besuch leisten kann oder will. Zudem glauben wir auch, dass es ein grosses Bedürfnis von vielen jungen Menschen ist, nicht nur ein für sie auf die Beine gestelltes „kulturelles Angebot“ zu konsumieren, sonder ihre eigenen Vorstellungen und Ideen gemeinsam mit Gleichgesinnten auszuleben und zu verwirklichen.
Mit der heutigen Aktion wollen wir der Bevölkerung von Solothurn aufzeigen, dass es hier den Jugendlichen, besonders zu den kalten Jahreszeiten, an Möglichkeiten fehlt um selbstbestimmt und frei von Konsumzwang, gemeinsam ihre Phantasien auszuleben. . Es kommt auch viel zu selten vor, dass Jugendprojekte auf eine grosse Unterstützung von Seiten der Stadt zählen können. Wenn man sieht mit wie viel Elan (und finanziellen Mitteln) sich unser Gemeindepräsident für das „Projekt Seminarmeile“ stark macht, so ist im Vergleich dazu, die Unterstützung die beispielsweise dem „Kofmehl“ geboten wurde, kaum erwähnenswert.
Wir möchten auch versuchen den Leuten klar zu machen dass sich die Probleme welche heranwachsende Menschen haben und machen, sich auf keinen Fall durch Repression lösen lassen, so wie dies von gewissen Kreisen immer wieder gefordert wird. Unserer Meinung nach, ist es viel wichtiger, den Jugendlichen zuzuhören, sie zu verstehen versuchen und ihnen Möglichkeiten zu geben um sich selbst zu verwirklichen!




Mediencommunique:

Stellungsnahme von den Aktivisten zu den Geschehnissen rund um die Hausbesetzung in Solothurn/Biberist vom 16.12.2006

Mit Enttäuschung mussten wir feststellen dass so ein starkes Zeichen, sprich ein Anlass dieser Grösse nur in einer Seitenspalte Platz fand.
Falls der Grund dafür mangelnde Informationen sein sollte, möchten wir Sie mit diesem Schreiben, bei einer möglichst ausführlichen und Realitätsnahen Berichtserstattung unterstützen.

Grundsätzlich möchten wir zuerst sagen, dass das von uns verfolgte Konzept
( Kollektives Handeln, Entschlossenheit und Verhandlungsbereitschaft) den ganzen Abend aufging. Den ganzen Abend lang standen der Polizei Verhandlungspartner/innen zur Verfügung. Alle wichtigen Entscheidungen wurden kollektiv getroffen und die leider sehr spärlichen Informationen der Polizei an alle Beteiligten weitergeleitet.

Auch unser Ziel mit allen Anwesenden eine gute Party zu machen wurde zu einem grossen Teil erreicht. Im besetzten Haus wurde Musik abgespielt, getanzt, gesungen und diskutiert.
Zur Stärkung standen Suppe, Sandwiches und Getränke zur Verfügung. Finanziert wurde dieses durch eine aufgestellte „Soli-Kasse“, was aufgegangen ist. Leider drückte dann doch der dauernde Belagerungszustand von Seite der Polizei gewissen Leuten langsam auf das Gemüt. Daraus resultiere doch zu einigen Zeiten, dass die Stimmung im Haus ziemlich geladen war und es zu unnötigen Sachschäden (hauptsächlich sprayerein) kam.

Klar unkorrekt sind die von der Polizei gemachten Angaben zu den Anwesenden Personen.
Wir durften uns zwar über eine breite Unterstützung von auswärtigen Jugendlichen erfreuen, möchten aber klarstellen dass der grösste Teil der Anwesenden aus Solothurn und der näheren Umgebung kam.
Auch die genannte Zahl von 50 Personen ist aus unserer Sicht sicher zu tief, wir glauben dass wir nicht übertreiben wenn wir sagen dass sich anfänglich um die 80 Personen im Haus befanden.
Vielen Leuten aus der Region, welche erst später in das Haus kommen wollten, wurde dies entweder durch die massiven Polizei Kontrollen rund um das Gebäude verwehrt oder sie wurden von anwesenden Personen informiert und es wurde ihnen von einem Besuch abgeraten.

Obwohl die Besitzerin leider nicht bereit war, mit uns persönlich einen Dialog zu führen, möchten wir hier nochmals klarstellen dass unsere Aktion in keiner Weise gegen sie gerichtet war, sondern ein Zeichen für mehr jugendlichen Freiraum in Solothurn sein sollte und ist.

Sehr erfreut sind wir über den Ausgang des Abends. Trotz klarer Aussage der Beamten, dass alle in dem Haus anwesenden Personen verzeigt und erfasst werden sollten gelang es den meisten unserer Leute, dank starkem Zusammenhalt und Entschlossenheit, ohne Kontrollen durch die Polizei nach Hause kamen.

Alles in Allem war der Abend aus unserer Sicht ein grosser Erfolg und ein Starkes Zeichen für mehr jugendliche Selbstbestimmung und Freiräume!






AutorIn: Viva Soletta libera!
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