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 :: Antifaschistisches Wochenende in Bern ::
 Themen | Antifaschismus 07-08-2006 12:02
AutorIn : someone : http://
Vergangenes Wochenende (4.-6. August) fand in Bern ein antifaschistisches Wochenende statt. Ein kurzer und lückenhafter Bericht, ich hoffe es finden sich noch mehr Leute, welche zu Berichten wissen.
:: Ausstellung Brennpunkt Faschismus

Am Donnerstag fand ich mich trotz (oder gerade wegen) des einsetzenden schlechten Wetters, welches leider noch das ganze Festival begleiten sollte, im Kornhaus ein. Dort findet während dem August nun eine Ausstellung zum Thema Faschismus statt (Aufruf:  http://ch.indymedia.org/de/2006/06/41641.shtml). Die Ausstellung in der Galerie des Kornhauses gibt sich sehr differenziert und ist gut gestaltet. Verschiedene Aspekte, von der Begriffserklärung, Entstehung und so weiter bis hinüber zum antifaschistischen Widerstand von früher und heute. Die Wahl der verschiedenen Themengebieten ist sehr umfangreich, differenziert und auch gut gelungen. Die verschiedenen Themen sind informativ auf verschiedenen Tafeln (pro Themengebiet eine) gestaltet und durchaus auch selbstkritisch aufgearbeitet. Daneben finden sich verschiedene Ausstellungsmaterialien, sowie ausgewählte Zeitungsberichte (zu den eher aktuelleren Themen).
Die Texte selbst erscheinen z.T. jedoch ein bisschen zu lang und auch ich habe es nicht geschafft alles zu lesen, da mir perönlich schon vieles bekannt ist. Für jemanden, welche sich jedoch zum ersten Mal (oder noch nicht so lange) derart ausführlich mit dem Thema beschäftigt, sind die Texte jedoch durchaus spannend, informativ und es lohnt sich sicher alles zu lesen. Als guter Einstieg, resp. als Informationsplattform für Menschen, welche sich nicht tagtäglich mit dem Thema beschäftigen ist diese Ausstellung gelungen und kann nur positiv bewertet werden. Es ist allen (Insider und nicht so Standhaften ;) empfohlen sich einen freien (regnerischen ;) Augustnachmittag zu nehmen und die Ausstellung zu besuchen.
Die Öffnungszeiten sind Di–Fr 10–19 Uhr, Do bis 20 Uhr, Sa 10–16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

:: Festival

Das Festival ( http://switzerland.indymedia.org/de/2006/07/42092.shtml) selbst schien gut besucht zu sein, wenn nicht sogar über den Erwartungen der Veranstalterinnen. In und um die Grosse Halle der Reitschule herrschte eine ausgelassene und angenehme Stimmung und der ganze Anlass schien gut besucht zu sein. Am Freitagnachmittag des Wochenendes fanden noch Informationsveranstaltungen statt, welche ich jedoch leider allesamt verpasst habe. Ich hoffe es findet sich jemand anderes, welche noch darüber berichten wird. Die Auswahl der Bands war sicher sehr Punk lastig, jedoch startete das Festival mit HipHop/Ska. So eröffnete der Berner Greis das Festival und brachte ein gutes und politisches Program, dem jedoch (leider) noch ein bisschen das gewisse Etwa fehlte. Oder war es einfach nur schwierig die Leute gleich von Anfang an zu fesseln? Thematisiert wurden von ihm, wie auch dem nachfolgenden Chaoze One und Lotta C., neben dem aufkommenden Rechtsextremismus auch die politischen Gefangenen wie Erdogan E. Lotta C. und Chaoze One boten dann ein super Programm und spätestens jetzt war sicher der Funke auf das Publikum rübergesprungen. Eine lustige Annektote ist z.B. das Greis meinte Merz und Blocher müssten abgewählt werden, was sicher auch richtig so ist, Chaoze One, jedoch eins nachsetzte und meinte diese Demokratie sei der Fehler und müsse deshalb weg und nicht nur einige ihrer Repräsentantinnen. Irie Revoltés konnten dann gleich dort ansetzen und brachten ein ebenso tolles Program. Die nächste Band, welche dann bedeutend Ska/Punk lastiger war, machte einen guten Übergang zu Los Fastidios, welche dann ein etwas anderes Programm als die ersten drei Bands boten.

Am Samstagnachmittag wurde wiederum mit einer Informationsveranstaltung wie auch einer Podiumsdiskussion dem Thema des Festivals angenommen und es thematisiert. Wiederum muss ich jedoch leider mit Inhalten passen. Am Abend spielten dann verschiedene Punkbands, wie Attila the Stockbrokers oder Conflict.

:: Antirassistischer Sonntagsspaziergang

Am Sonntagnachmittag um 14 Uhr startete dann noch, das was die Behörden wie auch jenste Zeitungsmacherinnen wohl am meisten fürchteten: ein antirassistischer Sonntagsspaziergang. ( http://switzerland.indymedia.org/de/2006/07/42100.shtml) organisert durch das Bündnis für ein buntes Brunnen. Im Vorfeld wurden die Veranstalterinnen zwar auffällig oft und grosszügig mit Lob eingedeckt, jedoch wurde wiederum immer wieder auf den Abendspaziergang von diesem Jahr ( http://ch.indymedia.org/de/2006/03/39675.shtml) verwiesen und manch Einer beschwörte ein gleiches Szenario herauf. Die Demo startet dann mit etwas (oder sehr ;) verkaterten Teilnehmerinnen, jedoch noch ohne Regen. Es herrschte eine gute Stimmung und die Masse bewegte sich durch die leere Innenstadt von Bern (Bern ist am Sonntag tot). An verschiedenen Orten wurde (durchaus wiederum sehr selbstkritisch) die Thematik des aufkommenden Rechtsextremismus, wie auch der rassistische Konsens in der Gesellschaft angeprangert. Ebenso wurde ein Grussbotschaft von Marco Camenisch an Erdogan E. verlesen. Erdogan E. befindet sich momentan in Moutier in Haft und ist seit einiger Zeit im Hungerstreik. Auch der kurz nach der Hälfte einsetzende schwere Platzregen konnte die Stimmung nicht mindern und die Menge fand via Bundeshausplatz den Weg wieder in die Reitschule zurück.

Den Organisatorinnen und Macherinnen aller drei berichteten Anlässe ist nur zu danken für die tolle Organisation. Respekt einen derartigen Anlass auf die Beine zu stellen!
 :: 9 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Festival
07.08.2006 13:13  
Kann dem Bericht nur zustimmen, großes Lob an alle die mitgeholfen haben diese drei Tage zu organisieren.

Wir sind mit einigen Leuten aus Vorarlberg/Österreich angereist und ich spreche im Namen aller die mit uns mitgefahren sind, wenn ich sage das die drei tage der Hammer waren.
Die Bands, Die Stimmung, Das Camp, alles hat einfach gepasst, nur das wetter wollte eben nicht mitspielen aber wir hatten trotzdem immer unseren Spaß.

Wir hoffen alle das es nächstes Jahr wieder ein Antifaschistisches Festival geben wird und freuen uns scho sehr darauf.

ANTIFASCHISMUS LEBEN!


AutorIn: !YaBasta!
  Kritik
07.08.2006 19:08  
Dem Bericht kann ich zustimmen. Die Stimmung war ausgelassen, die Bands gut und auf dem Camp war es friedlich.

Doch eine Kritik ist angebracht was das Rahmenprogramm des Weekends betrifft. Schon der Berichterstatter hat es scheinbar vor lauter feiern verpatzt an geplanten Infoveranstalltungen teilzunehmen. Wie viele andere Besucher wohl auch!!! Bei manchen Besuchern schien das Intresse wohl einfach zu fehlen. Doch auch wenn der "politische Wissesdurst" (wie es so schön in einem Flyer des Festivals steht) vorhanden war, wurde der nicht wirklich gestillt.

Der Vortrag über den rechten Lifestyle war etwas oberflächlich und schnell gehalten, der Film wurde "irgendwann" gezeigt, nur niemand wusste wann, und die Disskusion fand nicht statt. Infostände oder Büchertische gab es nicht.

Vielleicht kann / darf mensch hier nicht ausschliesslich an den Organisatoren Kritik ausüben. Auch wenn das Rahmenprogramm super gewesen wäre, hätte das Interesse der meisten Besucher gefehlt. Dies ist zumindest meine Einschätzung.



AutorIn: lale
  und so...
07.08.2006 19:38  
und bitte für nächstes mal: homophobe, verkappte faschos namens "oi-skinnies" gehören an kein antifaschistisches festival. ich fühlte mich teilweise stark ausgegrenzt durch einzelne ganz krassen säufer-oi's, welche sich vor allem durch eigen angeschlepttes bier (kkeine kohle für organisatorInnen), prügeleien, rumgeprolle ("arbeit ist scheisse, oioioioi, ihr scheiss schwuchteln, arbeit ist scheisse, oioioioi") und unmögliches verhalten auf camping, reithallen-areal und umgebung profiliert haben.
gerade solche leute nehmen einer polit-veranstaltung den politischen sinn und halten viele davon ab, einen solchen anlass zu besuchen. der zweite abend wär super gewesen, doch da ich kein bock auf prügeleien, welche nichts mehr mit pogo zu tun haben, hatte, hatte ich nen dicken anschiss.


ausser den wenigen infoveranstaltungen, diskussionen, usw. war das festival trotz regen wirklich toll!! merci für euer engagement und eure jahrelange arbeit!!


AutorIn: queeranarcho
  Erinnerung: Los Fastidios spielten..
07.08.2006 20:17  
Los Fastidios sind eine antifaschistische Skinhead-Band, daher die am Festival anwesenden Oi!-Skins.


AutorIn: crophead
  Kritik berechtigt!
07.08.2006 20:57  
Hi,
Ich als Mitveranstalter dieses Festivals kann leider zu deiner Kritik wegen den Politiveranstaltunegn nur zustimmen, wir haben das Problem selbst schon erkannt und angeschaut und müsssen zugeben: Wir haben das Rahmenprogramm etwas vernachlässigt. Es scheiterte aber nicht am Unwillen, sondern an der Überlastung der doch eher kleinen VeranstalterInnengruppe. Wir wollen nächstes Jahr wieder ein Festival machen, dann wollen wir diesen Bereich ganz sicher stärker betonen!

PS. Nur so eine Nebenbemerkung. Es waren nicht nur Oi-Skind welche ihr eigenes Bier reingenommen haben sondern ein Gross der KonzertbesucherInnen.


AutorIn: Mitveranstalter
  politveranstaltungen
07.08.2006 21:18  
nein der autor hatte leider schlichtweg keine zeit die veranstaltungen zu besuchen und schon gar keine zeit zu festen.


AutorIn: someone
  Tolleranz am Antifa-Festival
07.08.2006 21:37  
Hey,

erst mal ein feeeetes lob an die Veranstalter! Der Ablauf war echt hammer!
Das Polit-Programm und die Info-Veranstaltungen konnte ich leider nicht besuchen, da wir in einem Squat ein wenig ausserhalb wohnten, und deshalb nicht "einfach mal eben" eine Veranstaltung besuchen konnten, weshalb ich die nicht bewerten kann/will.

So, jetzt mal eine Kritik (allerdings an den Besuchern):
Ein Antifa-Festival sollte von Antifaschisten besucht werden (damit meine ich NICHT nur aktive antifas, sondern auch Leute, die eine Antifaschistische Grundeinstellung besitze) und NICHT von homophoben oder sexistischen Leuten! Leider ist mir das ganze Festival immer mal wieder das eine oder andere oder sogar beides in Personalunion begegnet.

Die Demo war relativ früh und sehr verregnet, aber für die Umstände (wer war nicht verkatert? ;)) meiner Meinung nach sehr stark! Danke an Alle, die mitspazierten, und hoffentlich auch ihren spass hatten ("Und jetzt en Riiiiiise applaus a d Organisatore!")

Gruess us Basel!


AutorIn: charno
  jetzt ich:
08.08.2006 22:41  
1. Das die meisten leute ihr bier selber mitbrachen ist meiner meinung nachdeswegen, weil viele von weiter her kamen und noch zugbillete und den eintritt zu bezahlen hatten. und wenn der einte oder die andere noch so 5..6 bierchen trinkt pro abend wird das bei einem preis von 5 stutz recht viel.
Ich weis es war sauteuer das ganze auf die beine zu stellen und ich weis auch das mensch mit Bier recht viel wieder reinholen kann, aber wenn es ein kleines bischen billiger gewesen wäre hätte auch ich und ich denke mal auch noch ein paar andere noch zwei, drei bierchen mehr geholt anstatt dosen zu schleppen.

2. Das Vegane menu war jeden tag super lecker und machte satt!!
doch der grill qualmte die ganze halle mit würstchen"duft" voll.. bäh..

3. Das mit den ProllPunkern und Nicht-Workingclass-Sauf-Glatzen liegt an Bands wie Conflict und Los Fastidios. Zwei super bands mit scheiss fans die einem die konzerte vermiesen.
Lieber 2 CrustyPunky bands statt oioioi. ansonsten geiles programm gewesen.. irie révoltes, atila... mmmhh :)

4. Die Infoveranstaltung hab ich auch verpasst aber das nächste mal werde ich mind. drei tage buchen für ein Super festival das hoffentlich jedes jahr wieder stattfindet!

Danke an die veranstallter und helfer.


AutorIn: antifant
  super festival - teilweise beschissene BesucherInnen
09.08.2006 13:22  
Erstmal: super Festival und sehr gut organisiert, auch wenn die Politveranstaltungen wie bereits angemerkt doch recht untergingen. Was da vor allem auch gefehlt hat war eine Infowand beim Beisl, wo Uhrzeit & Vortrag/Film angegeben sind - so kam mensch einfach nur sehr schwer an die Infos, wann was stattfindet.

Ansonsten schließe ich mich der Kritik einiger hier an Teilen des Publikums an: für mich hat sich wiedermal gezeigt, dass "nur antifa" als Politikansatz einfach zu wenig ist - ich hab keinen Bock, mir auf linken Festivals sexistische und homophobe Scheiße anzuhören. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Stimmung zu später Stunde allgemein als ziemlich aggressiv und im Umgang miteinander recht unsolidarisch empfunden habe. Gab dann ja auch ein paar unschöne kleinere Schlägereien untereinander. Das ist wie gesagt nicht den OrganisatorInnen anzulasten und bezieht sich natürlich nicht auf das ganze Publikum - es kann aber auch nicht nur auf "Suff-Punks" oder "OI-Skins" abgeschoben werden, wie`s hier einige machen.

Vielleicht gibt`s ja beim nächsten Festival neben Antifa auch mehr andere linke Inhalte in Form von Infotischen, Transpis oder Flyern - feministische zum Beispiel. Antifa ist und bleibt der Kampf ums Ganze...


AutorIn: anarcho
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. demo — demoteilnehmer
  2. @Kritik — !YaBasta!
  3. ... — ...
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