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 :: Augenauf Bern zur Razzia in der Reitschule (18.5.06) ::
 Themen | Migration/Antira/NoBorder | Repression/Knast 28-05-2006 13:13
AutorIn : Augenauf Bern : http://www.augenauf.ch
Medienmitteilung des Menschenrechtsvereins Augenauf Bern
zur Razzia vor und in der Reitschule vom 18.5.2006

Bern, 28.5.2006

Auch der Menschenrechtsverein Augenauf Bern kritisiert das Vorgehen der Stadtpolizei Bern vom 18.5.2006 anlässlich der Razzia vor und in der Reitschule.
Medienmitteilung des Menschenrechtsvereins Augenauf Bern
zur Razzia vor und in der Reitschule vom 18.5.2006

Bern, 28.5.2006

Auch der Menschenrechtsverein Augenauf Bern kritisiert das Vorgehen der Stadtpolizei Bern vom 18.5.2006 anlässlich der Razzia vor und in der Reitschule.

Der Menschenrechtsverein Augenauf hält fest:
- Die Stadtpolizei Bern hat am 18.5.2006 vor und in der Reitschule nicht gezielt "mutmassliche Dealer", sondern gezielt junge schwarze Männer verhaftet. Hellhäutige (Dealer) wurden gezielt in Ruhe gelassen.
- Dieses rassistische Vorgehen entspricht leider der stadtpolizeilichen Praxis der letzten 10-15 Jahre (Aktion Citro + Co.).
- (Junge) schwarze Männer sind oft Ziel von brutalen Polizeiübergriffen und/oder rassistischen Beleidigungen. TäterInnen sind oftmals PolizeigrenadierInnen der Drogeneinheit Krokus.
- Vor und in der Reitschule verkehren Menschen aller Hautfarben - u.a. auch junge schwarze Männer mit Schweizer Pass, C-, B-, N-, F-Ausweis oder Papierlose, die vor und wegen dem rassistischen Polizeiterror in der Stadt in die Reitschule geflüchtet sind, da diese eine der wenigen Orte in der Stadt Bern ist, wo Schwarze als Gäste willkommen geheissen werden.
- Gleichzeitig drängt die Stadtpolizei Drogendeal und Drogenszene in unregelmässigen Abständen von Innenstadt und Grosser Schanze Richtung Reitschule. Die Schliessung von Orten wie der "Traube" und die aktuelle Gassenhatz durch die Polizei tragen das ihre zur momentanen Situation auf dem Vorplatz bei.
- Die Verantwortlichen der Stadtpolizei verharmlosen seit Jahren gezielt gewalttätige und rassistische Polizeiübergriffe gegen junge schwarze Männer. In Desinformationskampagnen werden diese als besonders "aggressive" und "gewaltbereite" Dealer dargestellt und damit die gegen sie gerichteten unverhältnismässigen und gewalttätigen Polizeiübergriffe im vornherein gerechtfertigt. Die Bevölkerung soll sich offenbar an diese gewöhnen und vom beherzten Einschreiten abgehalten werden.
- Schwarze Opfer von gewalttätigen PolizistInnen und ihre Angehörigen werden mit ihren Erfahrungen fast immer alleine gelassen. Als "Personen mit geringer Beschwerdemacht" werden sie weder von den obersten Verantwortlichen der Stadtpolizei noch der Justiz noch der Politik in ihrem Anrecht auf körperliche und psychische Unversehrtheit sowie eine menschenwürdige Behandlung ernst genommen. Gegenanzeigen seitens der Polizei oder Ausschaffungsdrohungen sind für viele ein Grund sich nicht an die Justiz zu wenden. Denn diese glaubt oft nicht den Opfern, sondern den TäterInnen in Uniform.
- Namentlich bekannte gewalttätige und rassistische PolizistInnen werden von den Polizeiführung und der Justiz (wenn überhaupt) mit extraweichen Samthandschuhen angefasst. Hass, eine rassistische Grundhaltung, religiöser Wahn, Menschenverachtung und/oder ein berufsbedingtes Burn Out-Syndrom scheinen für die Verantwortlichen weder ein Hindernis für eine korrekte Polizeiarbeit noch ein öffentliches Ärgernis noch Anlass zum Handeln zu sein. Im Gegenteil - bei der Drogen-PolizeigrendierInnen-Einheit Krokus kann man(n) damit sogar in der internen Hierarchie aufsteigen.
- Gewalt und Menschenverachtung seitens der Stadtpolizei trifft nicht nur junge schwarze Männer - Wer ungestraft gegen Schwarze hetzen darf, tut dies auch bald gegen andere - Junkies, Punks, DemonstrantInnen, ReitschülerInnen, etc. So redete während der Razzia vom 18.5.06 ein altbekannter ziviler Krokus-Stadtpolizist in der Reitschule nicht nur von "Scheiss-Negern", sondern im gleichen Atemzug auch von "Scheiss-Linken"...

Der Menschenrechtsverein Augenauf Bern fordert:
- Wir fordern die Opfer von rassistischen, physischen und/oder psychischen Polizeiübergriffen auf, sich nicht von der Polizei einschüchtern zu lassen und sich zu wehren. Dieser Widerstand kann juristisch (Anzeigen, etc.), medial (Leserbriefe, etc.), politisch (Selbsthilfegruppe, Petition, Demo, etc.), sozial (Mitmenschen informieren, Solidarität einfordern, etc.) und/oder kulturell (Konzert, Disco, Film, Theater, etc.) sein.
- Wir fordern die Gäste und die Arbeitenden der Reitschule auf, bei Polizeirazzien auf dem Vorplatz gezielt die PolizistInnen zu beobachten und bei Übergriffen aller Art verbal und allenfalls physisch einzugreifen. Bei Übergriffen bitten wir sie, sich den Opfern als ZeugInnen zur Verfügung zu stellen. In jedem Fall sollte ein Erinnerungsprotokoll zu den Geschehnissen erstellt werden. Nur so kann das gewalttätige Tun von einzelnen PolizistInnen dokumentiert werden.
- Wir fordern nicht gewalttätige und korrekte PolizistInnen auf, sich nicht am stadtpolizei-internen Schweigen zu beteiligen und gewalttätige und rassistische KollegInnen zurückzuhalten, zu konfrontieren und/oder bei den VorgesetztInnen zu melden.
- Wir forden die Polizeiführung auf, jegliche Polizeibrutalität und Rassismus zu verurteilen und hart zu ahnden. Gewaltätige PolizistInnen müssen entweder in für die Öffentlichkeit ungefährliche Bürojobs versetzt oder entlassen werden. Es reicht nicht aus, mit internen Kursen wie "Wir und die Fremden" gegen aussen den Anschein von Korrektheit zu wahren. Die Stadtpolizei hat seit Jahren ein Gewalt- und Rassismusproblem - das kann auch kein/e MediensprecherIn wegreden.
- Wir fordern Stadtparlament und -regierung auf, sich dem Problem von Gewalt und Rassismus in der Stadtpolizei zu stellen. Die Stadt Bern ist für alle da - es darf nicht sein, dass sich ein Teil der StadtbewohnerInnen und -benützerInnen wegen ihrer Hautfarbe kaum noch in die Stadt getraut.
- Wir fordern die StadtbewohnerInnen und -benützerInnen auf, hin- und nicht wegzuschauen, wenn es um Gewalt und Rassismus der Stadtpolizei und anderen Uniformierten (Securitrans, Protectas, etc.). Seht hin, greift ein, zeigt Courage - und helft mit, diese Stadt für alle lebenswerter zu machen.
- Wir fordern die TäterInnen in der Stadtpolizei auf, über die Bücher zu gehen und von ihrem rassistischen und gewalttätigen Tun abzukommen. Ansonsten sollen sie so konsequent sein und aus dem Polizeidienst scheiden - denn Hooligans haben bei der Stadtpolizei nichts zu suchen.

Menschenrechtsverein Augenauf Bern
 :: 2 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  20 Min
29.05.2006 00:15  
20 Minuten Online 28.5.2006
 http://www.20min.ch/news/bern/story/15230433

Razzia: Weitere Vorwürfe an die Stadtpolizei

Die Drogenrazzia in der Reitschule wirft weiter Wellen: Nach einem Brandanschlag auf die Polizei und einer kritischen Stellungnahme der Reitschule prangert jetzt auch der Menschenrechtsverein Augenauf Bern die Stapo Bern an.

Die Polizisten hätten bei der Razzia vom vorletzten Donnerstag gezielt junge schwarze Männer verhaftet – hellhäutige Dealer seien in Ruhe gelassen worden, schreibt der Verein. Die Stadtpolizei hatte diese Rassismus-Vorwürfe bereits vergangene Woche klar zurückgewiesen.


AutorIn: Augenauf Bern
  BZ
29.05.2006 17:48  
Berner Zeitung 29.5.2006
 http://www.espace.ch/artikel_217434.html

RASSISMUS

Menschenrechtler verurteilen Polizei

Der Menschenrechtsverein Augenauf kritisiert das «rassistische Vorgehen» der Stadtpolizei bei einer Razzia vor und in der Reitschule vom 18. Mai. Die Polizisten hätten nicht gezielt Dealer, sondern gezielt junge schwarze Männer verhaftet, heisst es in einer Mitteilung. Der Vorwurf, einzelne Beamte hätten rassistisch und übertrieben gewalttätig agiert, war zuvor schon von Reitschulbetreibern geäussert worden. Die Polizei dementierte dies klar.

pas


AutorIn: .
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. of mice and men — volvox
  2. politisch korrekte polizei — augen offen
  3. Anzeigen wegen Verstoss gegen das Anti-Rassismus-Gesetz — jurafetisch
  4. back to reality — nja
  5. nazi-post löschen — ausgetickt
  6. selbstverantwortung gefragt!! — superdubel
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