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 :: 1. Mai Zürich: Die Polizei gibt VollGas! ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung | Medien/Netzaktivismus | Repression/Knast 03-05-2006 07:46
AutorIn : http://PigBrother.info : http://PigBrother.info
Die Polizei hält sich nicht an das Postulat des Gemeinderates und geht grosszügig verschwenderisch mit dem Kampfgas CN um: Konzert abgebrochen und noch am nächsten Tag beissendes Tränengas.

Den ganzen Artikel mit mehr Bildern auf  http://www.ssi-media.com/pigbrother/Report2006.htm
Viele friedliche FestteilnehmerInnen und PassantInnen kämpften plötzlich nicht nur mit weinenden Augen, sondern auch mit Übelkeit und Atemnot, weil die Polizei das "Wasser" aus den "Wasser"werfern wieder einmal mehr mit CN-Gaskampfstoff versetzt hatte.

Obwohl Direktschüsse eigentlich sowieso verboten wären, führten schwere Verätzungen bei Demonstranten zu einem 2003 verabschiedeten Postulat, in dem der Gemeinderat die Polizei aufforderte, künftig auf Tränengas-Beimischung in Wasserwerfern zu verzichten. Woran sich die Polizei natürlich hält. Ähh?

Bezüglich "Reizstoffen" setzte die Polizei diesen 1. Mai am Helvetiaplatz auf die Wirkung hoch in die Luft abgeschosser "Wasser"fontänen (ganz nach Reglement) und verzichtete auf "Tränengaspetarden" (auch schon "aus Versehen" in das bewilligte 1. Mai- Festgelände des Kasernenareals geschossen). Daher kam auch nicht der sonst übliche Giftgas-Kampfstoff CS (Giftklasse 2) in den Petarden zum Einsatz, sondern geraume Mengen des deutlich giftigeren Giftgas-Kampfstoffes CN (Giftklasse 1) aus Wasserwerfern.

Die schmierig ätzende CN-Lösung, die der Schütze im Wasserwerfer per Knopfdruck aus einem separaten Tank dem Wasser beimischt, wird so in kleinste Teilchen versprüht, die - im vorhergesehenen Fall - auf die "Kunden" herunter schweben, oder - hoppla! - vom Wind weit weg getrieben unbescholtene Bürger verätzen.

Die Polizei verseuchte das Areal rund um den Helvetiaplatz gründlich: "Um 16.30 Uhr musste das Konzert auf dem Helvetiaplatz abgebrochen werden, weil das Tränengas der Polizei ein friedliches Zuhören verunmöglichte." (Tagblatt der Stadt Zürich, 2.5.06)

Die Meldung im Tages-Anzeiger vom 3.5.06 legt den Verdacht nahe, dass die Polizei schlicht und einfach wieder einmal ihr CN-Lager mit dem problematischen Haltbarkeitsdatum räumen wollte: "Im oberen Teil der Langstrasse ist das beissende Tränengas auch am Tag danach [Hervorhebung durch PigBrother] noch zu spüren: Den Passanten tränen die Augen." - HILFE! AUA!

Die einzigen, die sich gegen das Gas schützen durften und dies auch taten, war das polizeiliche Fussvolk, das die teuren Wasserwerfer im Gefecht beschützt. Vollsichtmaske mit Spezialfilter ist Vorschrift im Umgang mit der giftigen Sauce, die rund um den Wasserwerfer ganz gehörig zu Boden platscht. Schliesslich sind diese Kampfgase im Kriegsfall völkerrechtlich geächtet!?!
 :: 7 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  j
03.05.2006 10:31  
dass das gas gestern noch in den augen brannte, wenn man sich au dem helvetiaplatz aufhielt, kann ich bestätigen.

und neuere gummischrots hats wohl gegeben. die ecken sind leicht abgerundet und ev. sind schrotteile etwas kleiner. voll human jetzt he.


AutorIn: oui
  Gummischrot
03.05.2006 11:20  
Diese immer noch unhumanen Gummigeschosse wurden bereits im vergangenen Herbst in Thun am verhinderten Antifaspaziergang verwendet.


AutorIn: bär
  abgerundetetes & neues Gummischrot
03.05.2006 13:32  
Könnte ev. jemand PigBrother solche abgerundeten Geschosse geben, gerne auch per Post, bitte Adresse per Email erfragen, Danke!

Ebenfalls auch, falls wer noch solche von Thun übrig hat. Bisher wussten wir lediglich, dass dort die kugelförmigen aus Frankreich eingesetzt wurden, welche die Polizei auch schon am G8 2003 in Lausanne verwendete, siehe  http://www.ssi-media.com/pigbrother/Report2003Part3.htm#11

PS: Schon seit Jahren weist PigBrother darauf hin, dass die Kanten der Prismen das Verletzungspotenzial dieser "vollkommen harmlosen" Kampf-, äh, Einsatzmittel unnötig steigern (und bei nur mit T-Shirt bekleideter Haut auch krasse Nerben hinterlassen). Die Forderung, auf scharfe Kanten zu verzichten, war dann auch Bestandteil einer Anfrage im Zürcher Gemeinderat zum Thema, wurde jedoch von der Polizei mit haarsträubendsten Behauptungen abgewiesen, u.a. es sei "wissenschaftlich erwiesen", dass Gummigeschosse menschliche Haut nicht durchschlagen könnten (obwohl seit Jahrzehnten entsprechende Bilder da und dort sogar in kommerziellen Medien zu sehen waren). Dabei beriefen sich die Polizei auf ein Ballistik-Fachbuch, das -- wie PigBrother nachweisen konnte -- allerdings betreffend CH-Gummigeschosse einen kleinen "Rechnungsfehler" enthielt, der das Verletzungspotenzial um mehr als das 10-fache verharmloste ... siehe  http://www.ssi-media.com/pigbrother/IntpelGG.htm#7


AutorIn: PigB.
  abgerundet
03.05.2006 14:03  
In Bern werden seit bald einem Jahr nur noch abgerundete Gummigeschosse verwendet. Das erste Mal fiel es auf im Juli 05 als die Bullen eine ihrer Meinung nach illegale Strassenparty auf dem Bärenplatz auflösten. Und bei den zahlreichen Einsätzen vor der Reitschule gab es seither ausschliesslich diese Geschosse.


AutorIn: beobachter
  Viel zuviel Gas, und erst noch am falschen Ort
03.05.2006 14:30  
Wenn Zürichs Polizei dieses Jahr überhaupt ein Konzept hatte, sah es etwa so aus:

Möglichst in die Menge hineingasen, damit auch der hinterste und letzte potentielle Krawallmacher noch seine Flasche in Richtung der Polizei wirft. Die Polizei steht aber nicht etwa dort, wo sie etwas zu beschützen hätte, nämlich um das Festgelände der SP, sondern an der Badenerstrasse. Sie wiegelt die jungen Leute wie jedes Jahr so richtig auf, bis die dann ausbrechen, den Bundespräsidenten ungestört vertreiben und in der ganzen Stadt einen enormen Schaden anrichten.

Man kann es nicht anders sagen: Die Stadtpolizei Zürich hält der sozialdemokratischen Partei die Treue nicht. Daran sind die Sozis auch selber schuld. Seit eineinhalb Jahrzehnten sind sie jetzt in Zürich an der Macht, und haben es nicht geschafft, die Polizei unter ihre Kontrolle zu bringen.

Erinnern wir uns, wie die Zürcher Polizisten den Blocher 1995 perfekt geschützt haben? Und da war der noch nicht einmal Bundesrat! Sogar die Neonazis suhlten sich im Schutz dieser Truppe, die nämlich die perfekteste Polizeiarbeit leisten kann, wenn sie will.

Hanspeter Uster in Zug oder Josef Zisyadis in Lausanne haben in zwei Jahren in ihren Polizeikorps mehr bewirkt als der zartbesaitete Robert Neukomm und die Präsentationsdame Esther Maurer in deren gesamter Amtszeit hintereinander.

Die Polizei soll das Verbrechen nicht schwerpunktmässig nur in einer Bevölkerungsgruppe, bei den Armen, suchen. Was die Zürcher Polizei seit eh und je praktiziert, ist der Sozialdemokratie unwürdig. Ebenso sind es jene Exponenten der Partei, die sich für den Staat nur als Aushängeschilder missbrauchen lassen, statt ihn zu formen und zu gestalten.


AutorIn: Peter Bodenmann
  Gummischrot in bern
03.05.2006 14:57  
Hab am abendspaziergang in bern 06 die gleichen geschossemitgenommen wie vom 1. mai!


AutorIn: ist doch egal!
  gas
03.05.2006 17:42  
So wie ich das mitbekommen habe wurde mindestens eine Tränengaspetarde beim Helvetiaplatz in die Menge geworfen.Diese flog nachher,vom druck des ausprühenden gases, in der Luft herum und annschliessend gegen ein fenster eines Wohnhauses....
Auch wurde mehrfach ziemlich grundlos noch kurz tänengas geschossen(Die kleinen runden dinger die sich in der luft separieren) bevor sich die Bullen in Mannschaftswagen davonmachten.


AutorIn: beobachter
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. wo kein aufstand, da keine bekämpfung — mafalda
  2. hmm... — beobachter
  3. Gesammelt... — Sammlerin
  4. - — lol
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