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 :: Zweiter Bericht aus aus dem Volksgefängnis. ::
23-04-2006 11:54
AutorIn : Böögg : http://
Dieses Schreiben mit den Süssigkeiten auf dem Bild haben wir auf einer Bank neben dem Haus von Heinz Wahrenberger deponiert.
Eigentlich wollten wir an dieser Stelle den 2. Bericht über die Haft des Gefangenen Böögg veröffentlichen. In weiterführenden Gesprächen mit dem Böögg mussten wir feststellen, dass seine kritischen Aussagen nicht auf das Stockholmsyndrom zurückzuführen sind. Vielmehr hat der Böögg durch all die Medienberichte und die Reaktion seiner Arbeitgeber ein Bewusstsein über seine Situation entwickelt. So möchten wir ihm die Möglichkeit geben, sich selbst in einer von ihm verfassten Mitteilung zu äussern.

Liebe Leute
Schon seit längerem bin ich mit meiner Situation als Böögg unzufrieden. Die letzten Tage aber, haben mir nun die Augen geöffnet.
Wer reitet, marschiert oder wird durch die Strassen gefahren am Sechseläuten? Die Vertreter des Finanzkapitals wie Rohner Marcel, Chairman und CEO Global Wealth Management und Business, UBS AG. Mitverantwortliche für den Bildungsabbau wie die Rektoren der Universität und der ETH Zürich. Sozialabbauer wie der Bundesrat Hans-Rudolf Merz oder Bundesrat Christoph Blocher unter dessen fitichen die neuste Verschärfung des Asylgesetzes entstand.
Auch einer der Chef's derjenigen die mich suchen ist anwesend, Urs von Daeniken vom Bundesamt für Polizei oder genauer vom Dienst für Analyse und Prävention (DAP). Christoph Keckeis, Chef der Armee der die Verpolizeilichung der Armee vorantreibt und dies, wie ich gehört habe, z.B. am WEF auch durchsetzt.
Für sie soll ich brennen? Oder für Jasmin Staiblin, Länderchefin ABB Schweiz? Auch bei der ABB werden die ArbeiterInnen einfach weggeworfen wenn sie nicht mehr gebraucht werden oder von all der Schufterei für ein Brosamen ausgebrannt sind.
Sie alle sollen jubeln und jauchzen wenn ich verbrenne?

Dass mich meine Arbeitgeber nur ausbeuten, dass ich für sie all die Zeit nur den Kopf hinhalten musste damit sie ihr dekadentes Treiben auf meinem Rücken austragen konnten war mir schon seit längerem klar. Nicht einen Rappen Lösegeld wollten sie für mich bezahlen. Ist ja eigentlich auch klar. Man wird einfach ersetzt. Es gibt ja noch mehr Arbeitskräfte die man verbrennen kann und wenn sie nicht wollen werden sie dazu gezwungen. So wie mein armer Bruder der Ersatz-böögg. "[...] der Böögg an und für sich ist eigentlich gar nichts wert[...]" haben sie gesagt.

Die Polizei sucht mich überall. Aber warum suchen sie mich?
Für die KapitalistInnen bin ich offenbar nur etwas wert, wenn ich für sie verbrenne. Als Böögg alleine bin ich für sie wertlos. Die Polizei steht offenbar voll und ganz im Dienste der Bonzen, denn auch sie wollen nur das Eine: Mich an meinen Arbeitsplatz zurückbringen.

Ich möchte in Zukunft selbst bestimmen für wen, wie und wo ich brenne.


Revolutionäre Bewegung 1. Mai - Strasse Frei!

P.S. Um die Authenzität dieser Stellungsnahme zu belegen eine weitere kurze Beschreibung der Unterbringung unseres Gefangenen an seinem Arbeitsplatz in Stäfa ab, welche der Erbauer sicher bestätigen kann:
Der Rumpf des Bööggs lag mit dem Sockel zur Garagentür am Boden, links davon hingen die Arme an den Hacken. Hinter dem Rumpf lag der Kopf des Bööggs in seinem Hut.

 :: 5 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  danke
23.04.2006 15:43  
kommentar:

danke, leute für euren bericht vom böög. ich finde es wichtig, was er zu sagen hat.

wenn ich die nicht ihnaltlichen ergänzungen lese, so könnte mensch durchaus einen ein gewisser neid herauslesen... ich frage mich jetzt, wer am mediengeilsten ist: die medien, die entführer, die leute welche die medien konsultieren oder jene, die sich über die mediengeilheit (anderer) aufregen.

ich staune, wie gescheit der böög ist. ich habe den armen kerl immer als etwas "dümmliche" und hohle figur, mit nichts als stroh im kopf wahrgenommen. jetzt lerne ich diesen typen von einer ganz anderen seite kennen. als ein opfer dieses systems. er soll nicht länger leiden müssen, sondern frei leben. lang lebe der böög!

freiheit für alle böögen! solidarität mit allen gefangenen und mit allen, die fürs "verheizen" geplant sind und mit allen, die sich für das nicht einplanen lassen!

ich mache nicht mehr "so richtig" mit in diesem "wettbewerb" - ausgeschieden - ja richtig! mindestens teilweise und doch immer noch teil dieser gesellschaft, der das leben mitgestaltet und für eine bessere welt einsteht und sie so lebt - so gut es halt geht in diesem "system". grosser böög, wir danken dir und deinen gnädigen entführern.


AutorIn: lilith II
  Oh Schreck, der Böögg ist weg
24.04.2006 00:00  
cp: tagesspiegel.de  http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.04.2006/2487909.asp

Oh Schreck, der Böögg ist weg
Das Zürcher Bürgertum ist schockiert. Linksradikale stören das traditionelle Sechseläuten, das heute seinen Höhepunkt finden soll

Das Zürcher Bürgertum ist entsetzt. Der Böögg ist verschwunden. Gestohlen von einer „Revolutionären Bewegung 1. Mai – Strasse frei“.

Wenn der Böögg nicht rechtzeitig gefunden wird, muss das traditionelle Sechseläuten am heutigen Montag mit einem Ersatz-Böögg stattfinden. Für das Zürcher Bürgertum ist das ein Albtraum. Das Sechseläuten ist ein alljährlich stattfindendes Spektakel, auf dessen Höhepunkt mitten in Zürich der

Böögg, ein Schneemann aus Holz und Pappmache, auf einem großen Scheiterhaufen verbrannt wird. In seinem Kopf befindet sich Feuerwerk. Während der Scheiterhaufen brennt, reiten Vertreter der alten Zünfte auf ihren Pferden um den Böögg herum. Irgendwann haben sich die Flammen zum Böögg emporgefressen und sein Kopf expodiert mit einem ohrenbetäubenden Knall. Je länger es dauert, bis der Kopf platzt, desto länger dauert es, bis der Sommer kommt.

Das Sechseläuten ist aber mehr als nur das Spektakel am Schluss. Der festliche Zug der Zünfte durch die Straßen Zürichs gilt als die wichtigste Selbstdarstellung des Zürcher Bürgertums. „Im Auftritt der in Trachten und historische Kostüme gekleideten Zünftler verbindet sich das Bekenntnis zur zürcherischen Tradition mit dem selbstbewussten Anspruch, ebendiese Tradition in der Gegenwart fortzuführen“, schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“ („NZZ“). Erzürnt, aber auch ein bisschen geehrt, konstatiert das Zentralorgan der Zürcher Bourgeoisie: „Im Sechseläuten gewinnt aus linker Sicht das Feindbild eines sich selbst genügenden Bürgertums Gestalt.“

Der gestohlene, noch nicht ganz fertig gestellte Böögg, der seit 41 Jahren vom Buchbinder Heinz Wahrenberger hergestellt wird, befand sich vor der Tat in seiner Garage. Der Böögg wurde in seinen Einzelteilen abtransportiert, darunter der 3 Meter 40 lange Rumpf. Die Teile wiegen etwa 100 Kilogramm. „Deshalb geht die Kantonspolizei davon aus, dass die Täter für den Abtransport ein Fahrzeug verwendeten“, schreibt die „NZZ“ minutiös auf. Um 8 Uhr 33 ging bei der „NZZ“ ein Fax ein, mit dem eine „Revolutionäre Bewegung 1. Mai – Strasse frei“ die Verantwortung für die Aktion übernahm. Ein Sprecher bedauerte den Missbrauch des Sechseläutens zu politischen Zwecken. Natürlich sorge der Diebstahl des Bööggs für Unruhe in den Zünften. Aber er könne garantieren, dass auch am Montag ein Böögg auf dem Scheiterhaufen verbrannt werde. Als habe er es geahnt, hatte Heinz Wahrenberger bereits in der Mittwochausgabe der „Zürichsee-Zeitung“ gesagt: „Falls der Böögg aus irgendwelchen Gründen zu Schaden kommt, ist vorgesorgt: Für alle Fälle steht immer ein Reserve-Böögg bereit.“ Einen solchen Reserve-Böögg hat es am Sechseläuten seit je gegeben, jedenfalls bereits 1921, als der Original-Böögg mutwillig nachmittags um halb zwei Uhr angezündet worden war. Ein kleiner Junge hatte damals den Holzstoß vorzeitig entzündet. Später stellte sich heraus, dass der Junge von einigen Mitgliedern der Kommunistischen Partei angestiftet worden war, die mit dieser Aktion gegen die Arbeitslosigkeit protestieren wollte. „Eine Schandtat kommunster Art“, schimpfte tags darauf die „NZZ“. Die Drahtzieher wurden zu sechs Monaten Arbeitshaus verurteilt. Tsp


AutorIn: cp
  nur kurz...
24.04.2006 10:51  
... nun seid mal nicht so humorlos, ihr da über mir. ist ja schrecklich, dass sich auf indy anscheinend so viele mit gut schweizerischem spiessbürger- und allesernstnehmer-bewusstsein tummeln. die welt wäre um karteischrankdenker leichter, wenn ihr einfallslosen schweigen würdet.
ich jedenfalls würd mich sehr freuen, wenn der böögg - jetzt wo er befreit und mitstreiter unserer bewegung ist - irgendwo am 1. mai mitlaufen würde.


AutorIn: lou
  1. Mai
24.04.2006 14:36  
Offenbar planen die Entführer den Böögg mit an die 1. Mai Demo zu nehmen. So interpretiere ich zumindest dieses Statement des Böögg: "Ich möchte in Zukunft selbst bestimmen für wen, wie und wo ich brenne."
Er wird sich wohl für die hehre Sache der Arbeiterklasse opfern. Wenn das von den "Veranstaltern" auch nur gut geplant ist. Die Polizei wird ein so grosses Feuer wohl kaum dulden. Und ob vermummt oder nicht, unauffällig ist der Bursche mit 3.40m ja auch nicht gerade.


AutorIn: concerned houseman
  also bitte...
24.04.2006 22:43  
ähm sie sorry aber äh... irgendwie isch die aktion doch voll glunge... die ganz (ost)schwiiz lacht drüber, dass mal eine de zürcher eis usgwüscht het... und i mein wenn de entführti selber was seit, isch da natürli scho besser...
ganz güet isch d idee, dass niemer lösegeld zahle will ^^
gluneni aktion


AutorIn: EinMensch
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. . — .
  2. abhau — abbau
  3. ich bin auch ein böög... — lol
  4. Unerträglich — Simone
  5. macht die gute aktion — kaputt
  6. ??? — kohl
  7. evangelische fastnacht..... — oberst löli
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