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 :: Hausbesetzung gescheitert ::
 Themen | Wohnungsnot/Squat 12-12-2005 15:01
AutorIn : per mail erhalten
Versuchte Besetzung letzten Samstag in St.Gallen: Nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Besitzer verliessen die BesetzerInnen offenbar vor dem Anrücken der Polizei das Haus wieder. Mitteilung:
Der Hausteil an der Linsenbühlstrasse in St. Gallen ist wieder bewohnt!!

Der leer stehende Hausteil an der Linsenbühlstrasse in St. Gallen, ist am 10.12. 2005 besetzt worden. Wir verhandeln zurzeit über eine Nutzung.

Wir verfügen nicht über die finanziellen Mittel, Miete zu bezahlen. Aber auch wir benötigen Räume, in denen wir Plätze zum Arbeiten einrichten können, wo wir ruhig arbeiten, wohnen und schlafen können. Parallel dazu wollen wir ein Zimmer als Gemeinschaftsraum für Menschen nutzen, welche sich hier treffen und entfalten können.

Wenn wir Geld hätten oder mal zu Geld kommen, würden wir das Haus natürlich mieten.
Nur leben wir im Kapitalismus, hier kann zwar jedeR reich werden, aber nicht alle.
Einige haben viel, viele wenig und wenige haben viel zuviel... sie wissen nicht mehr was damit anfangen. Häuser stehen leer, sogar Villen, sogar in St.Gallen, Milliarden liegen auf Konten - ungenutzt. Die Menschen verfaulen langsam in ihren Reichtümern, in ihrem Überkonsum.

Darum haben wir uns dafür entschlossen, weit davon entfernt Hand an die nicht gebrauchten Milliarden gewisser Menschen zu legen, diesen Hausteil, der zum Vermieten nicht zumutbar ist, weil weder Strom noch Wasser funktionieren und jegliche Renovationsarbeiten nötig wären, wieder bewohnbar zu machen. Wir tun dies auf eigene Verantwortung und schaden damit niemandem. Im Gegenteil: Wir hoffen, etwas daraus zu schaffen, unsere Verhältnisse zu verbessern. Wir wollen dem Zerfall nicht zusehen, wir wollen leben!
Darum haben wir die Eigeninitiative ergriffen!
Wir hoffen, in diesem Hausteil auf einen guten Anfang getroffen zu sein.
Ihr müsst uns nur machen lassen, wir tun alles selber. Oder ihr könnt uns dabei helfen.

In unserer Stadt fehlt es an unkommerziellen Räumen, in denen sich verschiedene Menschen entfalten können. Es gibt jedoch genug Häuser, welche seit geraumer Zeit leer stehen, nicht gebraucht werden, aber noch sehr gut im Stande sind.
WARUM werden nicht auch sie zur Verfügung gestellt?
Es sind doch gerade Jugendliche, welche Raum benötigen. Jugendliche, die noch Frechheit, Tatendrang und Kreativität besitzen, um der städtischen Kultur und der Gesellschaft wieder Leben einzuhauchen. Einer Gesellschaft, die sonst vor allem mit Karrierestreben, Geld verdienen und Stress jeder Art beschäftigt ist. Keine Zeit für schreiende Kinder, dafür Geld für einen Nuggi. Keine Zeit für aufständische Jugendliche, dafür Polizei und Wegweisungen. Keine Zeit auf den Zustand der Welt zu achten, dafür TV, immer TV. Keine Zeit für Liebe, dafür Nutten und Pornos. Keine Zeit zum Leben, dafür jede Menge zu konsumieren.

Deshalb wollen wir Kontaktraum schaffen, wo Menschen gegenseitig etwas füreinander tun, ohne Profit zu erzielen. Nicht alle wollen ihre freien Abende an einem kommerziellen, konsum- und profitorientierten Ort verbringen oder verfügen schlichtweg nicht über die finanziellen Mittel, jede Woche 25.- für ein Konzert oder einen sonstigen Anlass auszugeben. Wir wollen Aufenthaltsorte ohne Kleidervorschriften. Wir wollen Räume, wo alle Menschen, egal welcher Nationalität oder Hautfarbe, Zutritt haben - nicht wie bei gewissen Clubs in der Stadt.

Sprich: wir fordern Raum für alle Menschen, die sich mit den vorherrschenden Normen nicht identifizieren können. Für all jene, die genug haben vom ständigen Konkurrenzkampf untereinander und einfach mal sich selbst sein wollen. Wo Respekt, Anerkennung und die Grösse des Freundeskreises nicht von der Dicke des Portmonees, Markenkleider, Aussehen oder der „Krassheit“ abhängt.
Eine Insel in St.Gallen, wo Sicherheit und Geborgenheit gelebt und nicht durch Kameras suggeriert wird, einen Ort, wo sich Menschen vertrauen und nicht wegweisen. Wo auch ich leben und über Ängste reden kann, ernst genommen werde und nicht einfach immer mehr Polizei fordere. Wo ich Gedanken aussprechen kann, ohne zu befürchten, ausgeschlossen zu werden, weil ich anders bin.

Heute ist Menschenrechtstag. Wir wollen in der Praxis Menschenrechten einen Platz geben. Auch in dieser Stadt. Es sollte für jede und jeden einen Platz geben, wo sie und er sich wohl fühlt und sich entfalten kann. Jede und jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.


Mit freundlichen Grüssen
Gruppe Wohnraum Linsenbühl
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
12.12.2005 15:25  
danke und solidarität nach st.gallen...


AutorIn: winti
  dake und solidarität
12.12.2005 16:18  


AutorIn: basel
12.12.2005 16:27  
ja wäre endlich zeit für ein besetztes für St.Gallen!


AutorIn: nur nicht aufgeben..! und thx
  aber...
12.12.2005 20:32  
aber... in st.gallen gibts doch das rümpeltum. braucht es wirklich noch mehr häuser dieser art? gut, das rümpeltum ist nicht besetzt aber konsumzwang gibt es doch dort zb. nicht. wiso reicht das nicht? versteht mich nicht falsch, ist keine kritik an der besetztung, nimmt mich nur wunder warum es eben noch mehr solchen raum braucht.

wär kul wenn mir dass jemand ernsthaft beantworten kann...
danke


AutorIn: ember
  hm...
12.12.2005 21:19  
es gibt noch mehr leute, die ihre träume verwirklichen möchten, nicht nur die rümpeltümler. die vielleicht noch nicht jahrelang beim rümp sind. nichts gegen das rümpeltum, absolut nicht. aber was spricht gegen mehr solche freiräume? ausserdem, das hast du ja schon erwähnt, das rümp ist nicht besetzt. weswegen sollen wir miete zahlen, für ein haus, dass ohnehin nicht benutzt wird. das durch uns nur aufgewertet würde? jeder noch so anständige bünzli bürger wird mit dir einverstanden sein dass häuser zum benutzen da sind. aber wieso benutzt sie dann niemand? wenn es leute gibt, die genau das wollen? wieso ist es möglich, dass in der stadt st.gallen 20 jahre lang häuser einfach so leer stehen?
wir wollen nicht unsere träume von freiheit im rümpeltum, ganz für uns alleine ausleben. nein, wir wollen sie heraustragen, für sie kämpfen und nicht für uns allein, im kämmerchen unser träumchen zu leben versuchen und diese von der kalten, menschenverachtenden, kapitalistischen umwelt verstecken!

p.s. wenn dass der besitzer oder sonst jemand der dafür verantwortlich ist liest: der securitas vor dem haus, sorry, aber wäre es nicht sinnvoller gewesen das geld für etwas anderes einzusetzen? vorher waren ja auch diverse leute jeweils im haus, was an den unzähligen spritzen nicht zu übersehen war.
naja, aber lieber repression. lieber alles bekämpfen, sein "eigentum" bis auf den letzten streich verteidigen. auch wenn es leersteht, zerfällt und man selbst noch unzählige, andere immobilien besitzt. pfui!

aber: zum glück stehen noch andere häuser leer in st.gallen!!!!!!!


AutorIn: rote zora
  sehr schön gesagt zora
13.12.2005 00:03  
... und das rümpeltum ist eben kein wohnraum. super für konzerte, veranstaltungen etc. aber...


AutorIn: ...kein wohnraum
  frage
13.12.2005 13:05  
wo wohnen denn jetzt all diese leute?
kann ich auch in ein besetzes haus einziehen?


AutorIn: bernstein
13.12.2005 18:15  
Selber besetzten kannst du;)

Super aktion, war heute noch ein lustiger Bericht im 20 minuten (wie solls auch anders sein) leider wurde wiedereinmal alles an aussage weggelassen, wie wir das ja langsam kennen.


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