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 :: Medienmitteilung zum Neonazi-Konzert in Frauenfeld ::
 Themen | Medien/Netzaktivismus | Migration/Antira/NoBorder | Antifaschismus 06-11-2005 13:30
AutorIn : muss ausgefüllt werden
Am Samstag, 05.11.2005, fand in Frauenfeld ein Neonazi-Konzert mit über 100 Konzertbesuchern statt.
An die Medienschaffenden:

Entäuscht haben wir von ihrer Berichterstattung rund um die Ereignisse vom Samstagabend, 05.11.05, Kenntnis genommen. Für uns ist es nicht verständlich, dass man ein Konzert, an welchem über 100 Faschisten teilnehmen, als "friedlich" bezeichnen kann. Ebenso ist für uns unverständlich, dass ein solcher Anlass insbesondere im Thurgau, aber auch schweizweit, geduldet wird. Wir werfen der Kantonspolizei Thurgau, sowie den Medienschaffenden massives Fehlverhalten vor. Dies aus verschiedenen Gründen, welche wir nachträglich auflisten möchten:


- Die AntifaRechercheThurgau hat bereits Tage zuvor mit einigen Medienschaffenden Kontakt aufgenommen und ein Schreiben verschickt, in welchem zu lesen war, dass in der Region Frauenfeld ein grösseres Neonazi-Konzert stattfinden werde. Mit wenigen Ausnahmen wurde das Schreiben nicht beachtet und zugewartet - wenn überhaupt.

- Bereits am Freitagabend verfügten wir über Informationen zum konkreten Veranstaltungsort. Diese Informationen leiteten wir mehrheitlich alle an die Medienschaffenden weiter.

- Wie der Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage von "Radio Top" erklärte, wusste die KAPO bereits im Vornherein Bescheid über ein Treffen. Die schwammigen Aussagen gegenüber "Radio Top" und das plötzliche, bemitleidenswert nervöse Handeln der Polizeiverantwortlichen ist für uns ein klares Zeichen: Weder die Kantonspolizei, noch der "Staatsschutz" wussten von einem geplanten Konzert.

- Leider wurde in der Sonntagspresse ausschliesslich die Medienmitteilung der Kantonspolizei Thurgau als Grundlage verwendet. Das erstaunt uns, sind doch die Medienmitteilungen der Thurgauer Kantonspolizei für ihre rassistischen Inhalte (z.B. : Ein Beamter verfasste ein Schreiben, in welchem er behauptete, einige Afrikaner hätten ihrer "angeborenen Art" entsprechend gehandelt und wären in ein Einfamilienhaus eingedrungen...) und unglaublichen Lügengebilde (2003 wurden in Frauenfeld 2 Jugendliche von Neonazis brutal überfallen und beinahe zu Tode geprügelt. Die KAPO spricht noch heute von einer "Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen". Die Opfer waren 15 und 17 Jahre alt, die Täter über 20.) bekannt.


Offenbar ist man im Kanton Thurgau auf der sicheren Seite, wenn das Gedankengut in Richtung braun tendiert. Während antifaschistischer Widerstand verboten und kriminalisiert wird (siehe verhinderte Kundgebung gegen Faschismus in Frauenfeld), können Neonazis ungestört Parties feiern und Mega-Konzerte veranstalten. In den letzten Jahren fanden alleine im Thurgau bis zu 12 Rechts-Rock-Konzerte mit bis zu 300 Besuchern statt. Die Polizei war zwar jeweils vor Ort, jedoch wurden nur Fahrzeuge kontrolliert und der "Anlass überwacht", was etwa soviel bedeutet wie "zuschauen und nichts tun".

Seit dem schrecklichen Überfall in Frauenfeld (2003) ist nicht nur die Polizei bemüht, solche Konzerte aber auch Überfälle auf Andersdenkende und Ausländer zu vertuschen. Die Regierung ist sehr darauf bedacht, nicht weiter für negative Schlagzeilen zu sorgen.

Wir fordern darum einen aktiven Antifaschismus und werden uns nicht weiter von den Behörden einschränken lassen. Antifaschismus braucht keine Bewilligung und ist im Thurgau, aber auch sonstwo, genauso nötig wie er nach dem Überfall im Jahre 2003 war!


Antifaschismus leben.

AntifaRechercheThurgau
Thurgau, 06.11.2005
 :: 12 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  &
06.11.2005 16:14  
in ein paar tagen wird sich die nation wieder erstaunt darüber "empören" beim sehen von sendungen wie der rundschau, etc. ...nur zum dagegen handeln sind wir schweizer wohl zu bequem. schade


AutorIn: dodo
  braune Polizei
06.11.2005 19:43  
Es ist immer wieder erstaunlich, wie widersprüchlich die Medien und die Bullen handeln. Vor einigen Wochen fand der Prozess gegen die Neonazis statt, welche vor zwei Jahren zwei Jugendliche verprügelten. Der Prozess wurde von den Medien vefolgt und alle waren sich einig, die Täter gehören hinter Gitter. Die Medien, Behörden, Politiker, alle sagten, dass eine solche Tat nicht mehr vorkommen dürfe im Thurgau. Sogar die Polizei versuchte dem Volk klar zu machen, dass solche Übergriffe eine Ausnahme seien und dass man in Zukunft die Neonazi-Szene vermehrt beobachten werde! An jenem Abend als die zwei Jugendlichen verprügelt wurden, befanden sich ca. 10 Faschos in der Stadt. Gestern waren es ca. 100, das heisst mindestens 10 mal mehr Gewaltpotential als bei dem Übergriff vor zwei Jahren. Aber anstatt einzuschreiten schaut die Pozilei lieber zu und nimmt somit in Kauf, dass wieder Übergriffe geschehen. Zudem kam der Hinweis für das Nazikonzert von Privatpersonen und nicht von polizeilichen Recherchen!(sollte die Neonazi-Szene nicht vermehrt beobachtet werden?!). Die angeblich friedliche Absicht der Neonazis ein Konzert durchzuführen, ist zudem sehr umstritten, so hätte gestern doch ein Fest der Jungsozialisten in Frauenfeld stattfinden sollen!


AutorIn: mostindier
  @mostindier
06.11.2005 20:23  
guter kommentar, merci, hast den nagel auf den kopf getroffen, wie mensch so schön sagen kann.

vermutlich ist diese gesellschaft einfach blauäugig, vielleicht will sie einfach nicht sehen, was es bedeutet, wenn 100 nazischläger in der stadt sind, ich weiss es nicht.

aber so kann es im thurgau nicht weitergehen, irgendwas muss geschehen.


AutorIn: cancel
  genau
06.11.2005 20:29  
Ja ja die Schweizer Justiz ist super wenn es um die bekämpfung faschistischer Aktionen geht.
An HCD Spielen zum Beispiei treffen sich ,so auch dieses Wochenende,immer etwa 20 bis 30 Faschos aus der Region. Und wenn sie siech nach dem Spiel stark alkoholisiert auf den Heimweg machen kommt es nicht selten zu Übergriffen.
Einige dieser hirnlosen Kaoten haben zwar mitlerweile Stadionverbot, doch prügeln tuen si soviso davor. Aber was ich mich frage, wo bliebt die Polizei?


AutorIn: sigi
  123
06.11.2005 20:49  
frauenfeld nazifrei -> hoffentlich bald. tun wir was


AutorIn: dudu
  frage zwischendurch
06.11.2005 20:58  
Wie ist der prozess gegen die Nazis, welche in frauenfeld prügelten ausgegangen? Ich treffe im dorf immer wider auf beteiligte dieser tat es sind nachwievor stramme hj^s denen alles zuzutrauen ist. Es ist daher interessant zu wissen ob wir sie denn bald los sind.


AutorIn: nö | Web:: http://www.freienstein-teufen.ch
  @nö
07.11.2005 14:40  
von bluewin.ch

Rechtsextreme Schläger akzeptieren Ska-Konzert-Urteil nicht

Mindestens zwei der sechs rechtsextremen Schläger, die 2003 in Frauenfeld zwei Jugendliche brutal zusammengeschlagen haben, wollen nicht ins Zuchthaus. Sie fechten das Urteil des Bezirksgerichts Frauenfeld von Mitte September an.

[sda] - Wie die Verteidiger des 20-jährigen Logistik-Mitarbeiters und des 22-jährigen Automonteurs auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagten, haben die beiden Verurteilten beim Thurgauer Obergericht Berufung eingelegt.

Die jungen Männer waren am 15. September zusammen mit vier weiteren Angeklagten vom Bezirksgericht Frauenfeld wegen schwerer Körperverletzung zu fünf respektive vier Jahren Zuchthaus verurteilt worden.

Sie hatten 2003 nach einem Ska-Konzert in Frauenfeld zwei damals 15- und 17-jährige Jugendliche brutal zusammengeschlagen. Der Jüngere ist seit der Tat geistig und körperlich schwer behindert.

Der Logistiker hatte vor Gericht zugegeben, auf das ältere der beiden Opfer eingeschlagen zu haben. Die Schuld an den schweren Verletzungen des jüngeren Opfers wies er jedoch von sich. Sein Verteidiger hatte eine Strafe von höchstens 14 Monaten Gefängnis bedingt gefordert.

Der Automonteur hatte ausgesagt, er sei zwar bei dem Überfall dabei gewesen, habe aber keine Gewalt angewendet. Er wollte deshalb mit höchstens 10 Tagen Gefängnis bestraft werden.


AutorIn: ebengelesen
  isch ja schlimm
07.11.2005 19:19  
wer solch einen verabscheuenswürdigen fascho-schläger verteidigt muss entweder selber einer sein oder verdamt geldgiereig.. pflichtverteidiger warens ja soviel ich weiss nicht.
zum rechtsrock-konzi in ffeld, da haben die bullen schön in der scheisse rumgetappt:D
die haben sicher verdammt viel schiss vor den faschos und unternehmen aus "präventiven" gründen nichts.


a.c.a.b.



AutorIn: a.c.a.b.
  wenn
07.11.2005 19:31  
wenn die bullen und ihre komplizen nie was wirkliches gegen die braune pest tun dann müssen halt immer mehr wir welber die probleme in die hand nehmen! (..jetzt wortwörtlich gemeint)
Doch dann kommt der sämi wieder mit seiner gewaltspirale..


AutorIn: achverflixt
  acab:
07.11.2005 20:18  
doch, es waren pflichtverteidiger...allerdings nicht ganz unfreiwillige. einer davon war mal polizist und svp-politiker...


  frage zwischendurch
08.11.2005 15:30  
beantwortet


AutorIn: danke
  ...Pflichtverteidiger....
10.11.2005 17:22  
...ja, die Verteidiger waren wirklich von der übelsten Sorte. Die wussten genau, dass ihre Mandanten Dominik fast zu tode geprügelt haben und plädieren dann auf Freispruch oder ein paar wochen knast. Ich war am Prozess und was die da sagten war erschreckend: Sie versuchten die Tat zu rechtfertigen und stellten ihre Mandanten als Opfer dar, von wegen sie seien in die szene reingerutscht, hatten eine schwere Kindheit und wussten nicht auf was sie sich eingelassen hatten usw.
Derjenige, der auf Freispruch plädiert hatte (er ist ja nur daneben gestanden...) kam sogar noch mit seinen Boots und kahlgeschorenem Schädel. Und sie zeigten keine Reue, sie wollten angeblich nur nicht, dass Dominik so schwer verletzt wird wie es "dummerweise" passiert ist.
....Ich könnte mich noch seitenlang darüber aufregen.....


AutorIn: rübennase
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