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 :: Die WOZ zum verhinderten Abendspaziergang in Thun ::
20-10-2005 17:58
AutorIn : antifa ag
Nach der schon ziemlich sympathischen Berichterstattung über den Widerstand gegen die Nazidemo in Friedrichshafen erschien in der heutigen WOZ ein interessanter Bericht über den verhinderten Antifaschistischen Abendspaziergang in Thun.
Der Kessel von Thun - Sprayen ist nich Morden

Pöbeln, Drohen, Prügeln: Rechtsextreme sind immer wieder aktiv im Berner Oberland. Manchmal auch Schiessen: Letzten Sommer feuerte ein 26-jähriger Schweizer am Bahnhof Thun mehrere Schüsse auf eine Gruppe linker AktivistInnen ab und verletzte einen 17-Jährigen am Bein. Es gab also genug Gründe für die Gruppe Antifa Oberland, am letzten Samstag in Thun einen so genannten Antifaschistischen Abendspaziergang zu organisieren.
Aber niemand spazierte irgendwohin: Die etwa 350 DemonstrantInnen und einige zufällig Anwesende wurden gleich am Bahnhof von der Polizei eingekesselt. Interessante Neuerung diesmal: Die Polzei habe per Megafon bekannt gegeben, sie werde den vorgeschriebenen Mindestabstand für Gummischrot(zwanzig Meter) nicht einhalten, erzählt der Berner Anwalt und Demonstrant Daniele Jenni. Danach habe sie immer wieder aus nächster Nähe auf Menschen geschossen. Ein Teil der Festgehaltenen habe aus dem Kessel ausbrechen wollen, deshalb sei der Einsatz von Gummischrot und Tränengas nötig gewesen, schreibt die Polizei in ihrem Communiqué. Jenni und die OrganisatorInnen betonen aber, es habe gar keinen Ausbruchsversuch gegeben. Der Abend endete wie viele verhinderte Demos in den letzten zwei Jahren: Stundenlangeswarten, Personenkontrollen. Die FichererInnen werden sich wieder einmal freuen.
Hättet halt ein Bewilligungsgesuch einreichen sollen! Das ist das Lieblingsargument von allen, die solchen Verhältnisblödsinn verteidigen. Auch von Thuns Polizeivorsteher Heinz Leuenberger(SP). MIt einem Bewilligungsgesuch probiert hat es diesen Sommer das Bündnis für ein Buntes Brunnen. Es wollte am 1. August zu einem Protest gegen die Rütlinazis aufrufen. Das Gesuch wurde abgelehnt. Das Resultat: 600 - 800 Rechtsextreme marschierten durch Brunnen und griffen mehrere Personene an. Die Polizei hinderte sie nicht daran. Zurückhaltung bei den Rechten, Durchgreifen bei den Linken, nach diesem Muster laufen Polizeieinsätze in den letzten Jahren immer wieder ab. Da half es auch nichts, dass die Thuner OrganisatorInnen diesmal ausdrücklich zu einem friedlichen Spaziergang aufriefen.
Über Szenen wie in Thun empört sich kaum noch jemand. MItschuldig daran sind die meisten Medien, die die Polzeimeldungen unkritisch übernehmen, samt der absurden Gleichsetzung von "Linksextremen" und Neonazis.(Der "Tages-Anzeiger" schrieb im Zusammenhang mit dem 1. August von "rechten und linken Gangs".) Zur Erinnerung: "Linksextreme" schiessen nicht auf Menschengruppen, schlagen keine Jugendliche zu Behinderten, und wenn einer aus der Antifa austritt, wird er auch nicht ermordet und im Thunersee versenkt. Wer solche Verbrechen Rechtsextremer ernsthaft mit Hausbesetzungen, Sprayereien, mit einem mit Veloschlössern blockierten Polizeiposten und anderen linken Übeltaten auf eine Stufe stellen will, hat ein ziemlich seltsames Rechtsempfinden.
Ein Blick über die Grenze: Eine Woche vor dem Kessel von Thun war in Friedrichshafen am Bodensee die halbe Stadt gegen eine angekündigte Neonazidemo auf den Beinen(sihe WOZ Nr. 41/05). Wenn es auch in der Schweiz gelänge, so viele "ganz normale" Menschen gegen Rechtsextremismus zu mobilisieren, könnte die Polizei linke DemonstrantInnen nicht mehr unwidersprochen so behandeln wie zum Beispiel in Thun.

Bettina Dyttrich
 :: 6 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  Danke Bettina
21.10.2005 06:25  
Das ist mal Berichterstattung vom Feinsten. Davon könnten sich die andere Medien mal ein Beispiel nehmen. Vielen Dank Bettina, so ein Bericht war dringend nötig. Vieleicht sehen es die andere auch mal ein...


AutorIn: kessel-hene
  gute medie
21.10.2005 09:43  
echt nen guten artikel, wenigstens eine medie die es hinbringt es aus anderer sicht zu berichten


AutorIn: wiederstand leben lassen
  ich habe es einmal gesagt...
21.10.2005 14:24  
... und ich sage es immer wieder
die WOZ ist die beste zeitung

ps. für alle die hattrick spielen =>  http://www.cupmanager.org/files/index.php?nCupId=14252



AutorIn: ich
22.10.2005 17:22  
die woz lügt. lest nzz!


  tss tss
22.10.2005 17:48  
wärst du an der demo gewesen, wüsstest du, dass die woz nicht lügt...


AutorIn: waa neeee
  Beste Tages-Zeitung...
23.10.2005 13:53  
...ist im deutschsprachigen Raum die junge welt; wird in die Schweiz geliefert und gibts auch als online-Abo;)


AutorIn: Lehrerin | Web:: http://www.jungewelt.de
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