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 :: Antifa-Abendspaziergang Thun - Medienspiegel ::
 Themen | Antifaschismus 17-10-2005 12:40
AutorIn : Kessel-Heinz
... und gegen sozialdemokratische Schreibtischtäter natürlich auch... Mensch beachte die qualitative Steigerung des Kommentars des Thuner Tagblatts... (ganz unten).
... und gegen sozialdemokratische Schreibtischtäter natürlich auch...
... und gegen sozialdemokratische Schreibtischtäter natürlich auch...
Regibern 16.10.2005
 http://real.xobix.ch/ramgen/srdrs/regibern/2005/rbe1716102005.rm?start=00:02:53.753&end=00:05:43.470
---------------------
Telebärn 16/17.10.2005
 http://media.espace.ch/ram.ram?url=/files/204270_kungebung.rm
---------------------
Regibern 17.10.2005 (Morgen)
 http://real.xobix.ch/ramgen/srdrs/regibern/2005/rbe1716102005.rm?start=00:02:53.753&end=00:05:43.470
---------------------

Bund 17.10.2005
 http://194.209.226.170/pdfarchiv/bund/2005/10/17/24201Front20051017_1.pdf
 http://194.209.226.170/pdfarchiv/bund/2005/10/17/24223Kanton20051017_1.pdf

Antifa-Demo in Thun verhindert

Thun Mit einem massiven Polizeiaufgebot und dem Einsatz von Gummischrot und Tränengas hat die Kantonspolizei Bern am Samstagabend eine von der Antifa Berner Oberland organisierte Demonstration aufgelöst. Die rund 350 Personen, die an der unbewilligten Kundgebung teilnehmen wollten, wurden eingekesselt. In einem stundenlangen Prozedere wurden anschliessend alle Personalien aufgenommen und die Demonstrierenden in Gruppen wieder freigelassen. Ihnen droht nun, gestützt auf das Thuner Ortspolizeireglement, eine Busse zwischen 100 und 5000 Franken.

Daniele Jenni, linksgrüner Berner Stadtrat, der in Thun zugegen war, bezeichnete das Vorgehen der Polizei als unverhältnismässig. “Die Demonstration wäre friedlich verlaufen”, sagte Jenni. Zudem sei die Rechtsgrundlage, auf die sich die Stadt Thun stütze, unzureichend. Er sei zuversichtlich, dass allfällige Bussen einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten werden, so Jenni. (ck)

Polizei kesselt und nebelt Antifaschisten ein

Eine unbewilligte Demonstration gegen Neonazis in Thun ist von einem massiven Polizeiaufgebot mit Tränengas und Gummischrot aufgelöst worden
Die Kantonspolizei Bern hat rund 350 Leute daran gehindert, in der Thuner Innenstadt gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Weil die Demonstration unbewilligt war, müssen die Teilnehmer mit einer Strafanzeige rechnen.

Christof Kaufmann

Ein Zeichen gegen rechts hatte die Antifa Berner Oberland setzen wollen. Eine “friedliche, bunte, fröhliche und lautstarke Demonstration” sollte der Antifaschistische Abendspaziergang durch die Thuner Innenstadt werden. Doch aus dem Spaziergang wurde nichts. Die Demonstranten wurden auf dem Thuner Bahnhofsplatz von einem massiven Polizeiaufgebot der Kantonspolizei Bern empfangen. Im “Bund” vom Samstag hatte der Thuner Polizeichef Beat Hadorn angekündigt, dass die Polizei “grundsätzlich keinen Umzug zulassen” werde. Gepanzerte Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und rund 300 Polizisten in Kampfmontur machten deutlich, dass die Polizei gewillt war, diesen Auftrag strikte umzusetzen. Einen ersten Versuch der rund 300 Demonstranten, in die Bahnhofstrasse einzumarschieren, beantwortete die Polizei kurz nach halb neun Uhr abends mit drei Salven Gummischrot. Die Demonstranten versammelten sich danach in der Mitte des Bahnhofsplatzes. Dort warteten sie und vertrieben sich die Zeit unter anderem mit Singen, einer Polonaise und dem Skandieren von Parolen gegen Neonazis und die Polizei.

Gummischrot und Tränengas

Währenddessen kesselte die Polizei die Demo-Teilnehmer ein und verkleinerte den Kessel unter wiederholtem Einsatz von Gummischrot und Tränengas sukzessive. Einen von anderen Demonstrationen hinlänglich bekannten Versuch der Demonstranten, als geschlossene Gruppe und mit erhobenen Händen den Polizeikordon zu durchbrechen, wurde mit Tränengas und Gummischrot vereitelt. Gegen zehn Uhr wies ein Polizeisprecher per Megafon die Demonstranten darauf hin, dass sie an einer unbewilligten Demonstration teilnähmen. Wer wolle, könne den Bahnhofsplatz unter Hinterlegung der Personalien durch den Haupteingang des Bahnhofs verlassen. Wer dies nicht tue, werde festgenommen. Dieser Aufforderung folgten alle Demonstranten. In Gruppen wurden die kontrollierten Personen von der Polizei entlassen, viele bestiegen die Züge nach Bern.
Das Prozedere der Personenkontrollen zog sich bis nach Mitternacht hin. Insgesamt seien rund 350 Personen kontrolliert worden, sagte Jürg Mosimann, Sprecher der Kantonspolizei Bern, gestern auf Anfrage. Diese Personen müssen nun laut dem Vorsteher der Direktion Sicherheit der Stadt Thun, Gemeinderat Heinz Leuenberger (sp), mit einer Strafanzeige wegen Beteiligung an einer unbewilligten Demonstration und einer Busse zwischen 100 und 5000 Franken rechnen. So sehe es das Ortspolizeireglement der Stadt Thun vor.

“Das passiert nicht noch einmal”

Mosimann zog eine positive Bilanz. Es sei zu keiner Eskalation gekommen, und es habe keine verletzten Personen gegeben. Leuenberger, der die Ereignisse am Samstag vor Ort beobachtet hatte, sagte gestern auf Anfrage, dass sein Auftrag, die Demonstranten nicht in die Innenstadt zu lassen, von der Kantonspolizei Bern vollumfänglich und verhältnismässig erfüllt worden sei. Seit Anfang August habe er vergeblich versucht, telefonisch und per E-Mail mit den Organisatoren ins Gespräch zu kommen. “Ich habe von Anfang an klar gesagt, dass ohne Bewilligung nichts geht”, sagte Leuenberger. Nach den Ereignissen vor zwei Jahren, als beim letzten antifaschistischen Abendspaziergang in der Thuner Innenstadt Sachschäden in der Höhe von 200 000 Franken verursacht worden seien, sei für ihn klar gewesen: “Das passiert nicht noch einmal.” Leuenbergers Fazit: “Mit uns kann man reden, aber wenn man nicht will, dann ist die Antwort eben die, welche man am Samstag auf dem Bahnhofsplatz gesehen hat.”
Daniele Jenni, linksgrüner Berner Stadtrat, der an der Demonstration teilnahm, bezeichnete das Vorgehen der Polizei als unverhältnismässig. Er sei überzeugt, dass die Demonstration friedlich verlaufen wäre, sagte Jenni. Zudem sei die Rechtsgrundlage, auf die sich die Stadt Thun stütze, unzureichend. Analog zu Bern, wo Christiane Brunner vor Gericht freigesprochen worden sei (der “Bund” berichtete), könne auch Thun nicht Personen büssen, nur weil sie an einer unbewilligten Demonstration teilgenommen hätten. Sollte die Stadt Thun dennoch Bussen aussprechen, sei er sehr zuversichtlich, dass diese einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten würden, so Jenni. Das Hauptproblem in Thun sei aber, dass die Stadt offensichtlich nicht in der Lage sei, mit den Rechtsradikalen fertig zu werden, die sich in Thun breitmachten. “Deshalb versuchen sie, das Problem zu vertuschen und verhindern Veranstaltungen, die darauf aufmerksam machen wollen.”

Berner Zeitung 17.10.2005

Polizei verhinderte Demozug
250 bis 350 linke Aktivisten wollten am Samstag am Thuner Bahnhofplatz eine Demo gegen Rechts starten. Die Polizei ver- hinderte dies mit einem Grossaufgebot. Allerdings waren auch viele Unbeteiligte eingekesselt.

Marco Zysset

Ab 20 Uhr gab es am Samstag kein Durchkommen mehr am Thuner Bahnhofplatz. Geschätzte 500 bis 700 Polizisten waren in Thun präsent, um den angekündigten dritten “Antifaschistischen Abendspaziergang” zu verhindern. Den Auftrag dazu hatte Thuns Sicherheitsvorsteher Heinz Leuenberger (SP) gegeben. Die Demo-Organisatoren beharrten darauf, anonym zu bleiben, keine Bewilligung einzuholen und nicht mit der Stadt über Auflagen zu verhandeln. Dies obwohl die Stadt mehrmals versuchte, sie zu kontaktieren.

350 Personen eingekesselt

Die Polizei hatte den Bahnhofplatz komplett abgeriegelt, sodass die Demonstranten – zwischen 250 und 350 – keine Chance hatten, in die Stadt zu “spazieren”. Im Laufe des Abends kam es zu einigen Scharmützeln mit der Polizei. Vor allem als gegen zehn Uhr eine zweite Gruppe von der Seestrasse her Flaschen und Steine warf und versuchte, auf den Bahnhofplatz vorzudringen, antwortete die Polizei mit Gummischrot und Tränengas. Zudem beschossen Polizisten eine kleine Gruppe Demonstranten, die sich den Sperrgitterfahrzeugen näherte, obschon die Polizei sie aufforderte, umzukehren. Ansonsten verlief der Anlass weitgehend gewaltfrei, zwischenzeitlich wurde sogar gesungen und getanzt.

Ärgerlich war die Situation für fünfzig bis hundert Unbeteiligte, die mit den Demonstranten von der Polizei eingekesselt wurden. Die meist Jugendlichen waren entweder auf dem Weg an ein Konzert oder es waren Schaulustige, die schliesslich bis gegen Mitternacht ausharren und ihre Personalien angeben mussten.
Die Polizei zog im Lauf des Abends ihren Ring vor dem Bahnhof immer enger und schleuste schliesslich die Demonstranten durch die Bahnhofhalle, wo Beamte die Personalien aufnahmen und die Demoteilnehmer in Züge verfrachteten. Zwischen halb eins und eins in der Nacht war der Polizeieinsatz beendet.

“Auftrag erfüllt”

“Zufrieden” ist Thuns Polizeivorsteher Heinz Leuenberger. “Die Polizei hat ihren Auftrag genau so erfüllt, wie wir es gefordert hatten.” Laut Mediensprecher Jürg Mosimann ist auch die Kantonspolizei zufrieden mit dem Einsatz. Zur Problematik mit den unbeteiligten Personen meinte Mosimann: “Die Polizei hat die Bahnkunden darauf aufmerksam gemacht, dass eine Demonstration stattfindet. Trotzdem haben einige unbedingt über den Bahnhofplatz gewollt und sind so halt in den Ring geraten.”

Auch das Grossaufgebot und das massiv bewaffnete Auftreten der Polizei war für Mosimann “verhältnismässig”. Denn: “Vor allem in Richtung See und zu den Gleisanlagen hin ist es nicht ganz einfach, den Bahnhofplatz Thun sauber abzusperren”, erklärt er. “Zudem mussten wir sicherstellen, dass der Bahnverkehr und die Bahnkunden nicht beeinträchtigt werden.”

STI wurde “verbannt”

Tatsächlich kam es im Bahnverkehr zu keinen grösseren Behinderungen, wie SBB-Sprecher Roland Binz auf Anfrage erklärte. Stärker betroffen waren die BLS, welche die Schiffe aus dem Seebecken in die Werft zügeln musste. Die STI musste zudem die Bus-Abfahrtsstellen hinter den Manor verlegen. Laut STI-Direktor Pierre Cosandier funktionierte das Konzept “bestens”.

Thuner Tagblatt 17.10.2005

DEMO IN THUN

350 Linke eingekesselt

Hunderte Polizisten erstickten vorgestern in Thun einen Demozug von 350 linken Aktivisten in Keime.

Mit einem Grossaufgebot verhinderte die Polizei am Samstag Abend, dass gegen 350 Linke zu einem “Antifaschistischen Abendspaziergang” durch die Innenstadt loszogen. Einheiten aus dem gesamten Nordwestschweizer Polizeikonkordat hatten den Bahnhofplatz grossräumig abgeriegelt. Die eingekesselten Demonstranten verhielten sich weitgehend friedlich. Einzig als eine Gruppe vom See her auf den Bahnhofplatz vordringen wollte, drohte die Situation zu eskalieren; die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot ein.maz


Polizei verhinderte Demozug
250 bis 350 linke Aktivisten wollten am Samstag am Thuner Bahnhofplatz eine Demo gegen Rechts starten. Die Polizei ver- hinderte dies mit einem Grossaufgebot. Allerdings waren auch viele Unbeteiligte eingekesselt.

thun/Region


Ab 20 Uhr gab es am Samstag kein Durchkommen mehr am Thuner Bahnhofplatz. Geschätzte 500 bis 700 Polizisten waren in Thun präsent, um den angekündigten dritten “Antifaschistischen Abendspaziergang” zu verhindern. Den Auftrag dazu hatte Thuns Sicherheitsvorsteher Heinz Leuenberger (SP) gegeben. Die Demo-Organisatoren beharrten darauf, anonym zu bleiben, keine Bewilligung einzuholen und nicht mit der Stadt über Auflagen zu verhandeln. Dies obwohl die Stadt mehrmals versuchte, sie zu kontaktieren.

350 Personen eingekesselt

Die Polizei hatte den Bahnhofplatz komplett abgeriegelt, sodass die Demonstranten – zwischen 250 und 350 – keine Chance hatten, in die Stadt zu “spazieren”. Im Laufe des Abends kam es zu einigen Scharmützeln mit der Polizei. Vor allem als gegen zehn Uhr eine zweite Demonstranten-Gruppe von der Seestrasse her Flaschen und Steine warf und versuchte, auf den Bahnhofplatz vorzudringen, antwortete die Polizei unzimperlich mit Gummischrot und Tränengas. Zudem beschossen Polizisten eine kleine Gruppe Demonstranten, die sich den Sperrgitterfahrzeugen näherte, obschon die Polizei sie aufforderte, umzukehren. Ansonsten verlief der Anlass weitgehend gewaltfrei, zwischenzeitlich wurde auf dem Bahnhofplatz sogar gesungen und getanzt.

Ärgerlich war die Situation für fünfzig bis hundert Unbeteiligte, die mit den Demonstranten von der Polizei eingekesselt wurden. Die meist Jugendlichen waren entweder auf dem Weg an ein Konzert ins Mokka – oder es waren ganz einfach Schaulustige, die schliesslich bis gegen Mitternacht ausharren und am Ende ihre Personalien angeben mussten.
Die Polizei zog im Lauf des Abends ihren Ring vor dem Bahnhof immer enger und schleuste schliesslich die Demonstranten durch die Bahnhofhalle, wo Beamte die Personalien aufnahmen und die Demoteilnehmer in Züge verfrachteten. Zwischen halb eins und eins in der Nacht war der Polizeieinsatz beendet.

“Auftrag erfüllt”

“Zufrieden” ist Thuns Polizeivorsteher Heinz Leuenberger. “Die Polizei hat ihren Auftrag genau so erfüllt, wie wir es gefordert hatten.” Laut Mediensprecher Jürg Mosimann ist auch die Kantonspolizei zufrieden mit dem Einsatz. Zur Problematik mit den unbeteiligten Personen meinte Mosimann: “Die Polizei hat die Bahnkunden darauf aufmerksam gemacht, dass eine Demonstration stattfindet. Trotzdem haben einige unbedingt auf oder über den Bahnhofplatz gewollt und sind so halt in den Ring geraten.”

Auch das Grossaufgebot und das massiv bewaffnete Auftreten der Polizei war für Mosimann “verhältnismässig”. Denn: “Vor allem in Richtung See und zu den Gleisanlagen hin ist es nicht ganz einfach, den Bahnhofplatz Thun sauber abzusperren”, erklärt er. “Zudem mussten wir sicherstellen, dass der Bahnverkehr und die Bahnkunden nicht beeinträchtigt werden.”

STI wurde “verbannt”

Tatsächlich kam es im Bahnverkehr zu keinen grösseren Behinderungen, wie SBB-Sprecher Roland Binz auf Anfrage erklärte. Stärker betroffen waren die BLS, welche die Schiffe wie schon bei der Demo im Juli aus dem Seebecken in die Werft zügeln musste. Die STI musste zudem die Bus-Abfahrtsstellen hinter den Manor verlegen. Laut STI-Direktor Pierre Cosandier funktionierte das Konzept “bestens”.Marco Zysset

“Die Polizei hat ihren Auftrag genau so erfüllt, wie wir es gefordert haben.”

“Es ist nicht ganz einfach, den Bahnhofplatz Thun sauber abzusperren.”

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Schade!

Kommentar

Marco Zysset


Wenns die Antifa nicht gäbe, gäbe es kaum jemanden, der sich lautstark gegen Neonazis und ihr faschistisches Gedankengut wehrt. Neonazis notabene, die im Raum Thun/Berner Oberland zum Teil seit Jahren aktenkundig sind, aber nicht dingfest gemacht werden, weil sie immer wieder Schlupflöcher in der Gesetzgebung finden. So gesehen ist die Idee eines “Antifaschistischen Abendspaziergangs”, mit welchem auf die Machenschaften der “braunen Brut” aufmerksam gemacht werden soll, im Grundsatz positiv zu bewerten.
Am Samstag Abend hat der grösste Teil der angereisten Demonstranten in Thun bewiesen, dass es auch unvermummt und ohne Gewalt gehen könnte. Drohte die Stimmung zu eskalieren, weil sich einige Hitzköpfe genötigt sahen, sich auf ein Kräftemessen mit der Polizei einzulassen, wurden sie sofort von den anderen Demoteilnehmern mit Megafonen und Sprechchören zurückgepfiffen.
Trotzdem kam es da und dort zu Gewaltakten, Steine und Flaschen flogen, die Polizei antwortete mit Tränengas und Gummischrot, und ein vermummter Aktivist drohte Polizeivorsteher Heinz Leuenberger: “I mache di platt –u dis Hus dermitt!” Dies weil sich Leuenberger weigerte, mit Maskierten zu verhandeln, geschweige denn die Polizei abziehen zu lassen. Dabei ist Leuenbergers Konsequenz lobenswert: Wer zweieinhalb Monate nur anonym mit der Stadt kommuniziert, darf nicht erwarten, dass der Polizeivorsteher dann am Abend der Demo mit Vermummten verhandelt.
Die Spielregeln waren von Beginn weg klar: Keine Bewilligung = keine Demo. So gesehen kam es gestern Abend, wie es kommen musste: Die Demonstranten hatten im Grundsatz recht, ihr ehrliches und legitimes Anliegen – Widerstand gegen den Rechtsextremismus – vertreten zu wollen. Weil sie aber keine Bewilligung einholen wollten, standen sie einer Masse von Polizisten gegenüber, die jeden Ausbruchversuch aus dem Kessel am Bahnhof mit Gummischrot quittierten. Die Konsequenz: Frust und Ärger bei den Demonstranten und den Ordnungshütern.
Lachende Dritte in diesem Katz- und Maus-Spiel sind die Neonazis, weil nun nicht sie, sondern die Linken Thema in der Öffentlichkeit sind. Schade, schafft es die Antifa nicht, auf konstruktive Art und Weise, anstatt anonym, für ihre Sache einzustehen. Dabei wäre es so einfach: Maske runter, Farbe bekennen, Bewilligung einholen,  spazieren.m.zysset@bom.ch
 :: 6 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  stimmt
17.10.2005 14:04  
herr zysste hat sich mühe gegeben. ein grosser fortschritt. bald kann er sich journalist nennen.


AutorIn: naja
  fortschritt...
17.10.2005 15:29  
immerhin ists diesmal nicht das pack und die chaoten...


AutorIn: -
  "dabei wäre es ja so einfach"
17.10.2005 15:37  
man der Typ hat ja sowas von keine Ahnung von staatlicher Repression gegen AntifaschistInnen! Und auch sonst meint er ne demo zu bewilligen wär ja so einfach - weit gefehlt!

und überhaupt : Antifaschismus braucht keine Bewilligung!


AutorIn: bis zum nächsten mal!
  antifaschismus braucht keine bewilligung!
17.10.2005 15:50  
ja, sie haben sich schon recht mühe gegeben. aber es ist doch wurscht, ob sie uns im "grunde" rechtfertigung und legitimation geben, aber dann den blöden bewilligungsscheiss als gegenargument vorbringen. die staatsmacht will uns und das was wir wollen eben nicht haben. und deshalb können sie uns gar nicht so tolerieren, wie wir es möchten. heinz wollte uns ein weiteres mal fertigmachen, obwohl es an der spontandemo im sommer ja tiptop gelaufen ist... und das verhandlungsangebot bestand ja... die bullen sollen auch ihre maske runter nehmen, wenn das das problem ist. aber es geht ja nicht darum. es geht darum, dass der staat immer recht haben soll und wer dagegen ist nie. und das geht so nicht. es geht auch nicht, dass die ausnutzung des privateigentums zu wirtschaftlichen ausbeutungs- und weiteren schlimmen zwecken (bis zu krieg und massenmord) rechtens sein soll und die zerstörung ebendessen nicht legitimer terrorismus. das geht so nicht. und auch etwas sanftere medien werden uns diese ansicht nie akzeptieren. wenns drauf ankommt, werden sie uns immer auch mitfertigmachen. immer. sie sind auf der seite der staatsmacht und des kapitals - ja sie sind selber teil des kapital. wir müssen diesen grundübeln in der welt konsequent und bis zu deren vollständigen auflösung entgegentreten. halt jetzt eben mit anderen mitteln, weil bullenkessel verhei(n)zen einfach zu viele leute. aber weiterkämpfen müssen wir. halt anders..

Für den Klassenkampf!

Für die soziale Revolution!

Für den libertären Kommunismus!


AutorIn: aktivist
17.10.2005 19:38  
Tut euch doch nicht selber leid! Ihr seid eine wichtige politische Stimme, begreift das endlich! Und beginnt damit, euch echt zu organisieren und gezielte Aktionen zu starten, die euch positive Echos bringen.

Vielleicht habt ihr recht, und die Presse wird euch zu Beginn nicht weiter beachten. Aber wenn eure Aktionen für euch sprechen, ist das besser als jeder Presseartikel. Und ewig kann das auch nicht totgeschwiegen werden.

Wenn ihr weiterhin auf die Gesetze pfeifft, habt ihr keine Chance, irgendwann ernst genommen zu werden. Wer die Regeln nicht respektiert, hat kein Recht auf Respekt. Und wenn dann mal eine Behörde mit Angeboten auf euch zu kommt, verfallt bitte nicht in dem 60er/70er-Reflex, dass alles was vom Staat kommt nur Scheisse sein kann.

Nutzt jeder negative Schlagzeile über braune Gewalt um euch mit einer positiven Reaktion als echte Gegner darzustellen. Die Medien sind manipulierbar, reitet sie!


AutorIn: bastian
  alles nur Einschüchterung...
18.10.2005 16:43  
>mit einer Strafanzeige wegen Beteiligung an einer >unbewilligten Demonstration und einer Busse zwischen 100 >und 5000 Franken rechnen. So sehe es das >Ortspolizeireglement der Stadt Thun vor.

Gab es denn eine Demonstration? Nö gab es nicht! Wer vom Zug kam auf den Platz war automatisch im Kessel. Also deshalb Einsprache machen und sicher nichts zahlen und auf keinen Fall in einem Gespräch die nötigen Vorwände abliefern. Na und wenn wir schon bei Gesetzen sind, wollen wir es nicht unterlassen das Strafenregister einer anderen Person an diesem Abend zu erwähnen.

Nötigung, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, Freiheitsberaubung, illegaler Waffenbesitz und Einsatz. massive Umweltverschmutzung, Behinderung des öffentlichen Verkehrs, Behinderung der Bewegungsfreiheit, Abschalten des eigenen Verstandes, Tierquälerei, Irreführung der Öffentlichkeit, Missachtung von Dienstvorschriften...und und und


AutorIn: blabla
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