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 :: zum verhinderten Antifaschistischen Abendspaziergang ::
16-10-2005 18:42
AutorIn : Thuners : http://www.a-i-o.ch.vu
Mit Enttäuschung, Entsetzen und grossem Unverständnis blicken wir auf die Geschehnisse des gestrigen Abends zurück. Gleichzeitig sind wir aber umso entschlossener in Thun weiter Zeichen gegen Faschismus und Polizeirepression zu setzen.


Für gestern Abend hatten wir dazu aufgerufen ein kraftvolles, friedliches und lautstarkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und rechte Gewalt zu setzen.

In der letzten Zeit kam es in Thun immer wieder zu brutalen Neonaziübergriffen. Der bisherige Höhepunkt erreichte die rechte Gewalt als ein Neonazi mehrmals gezielt auf „Linke“ schoss und dabei eine Person im Oberschenkelbereich traf. Der stadtbekannte Schütze wurde schon zuvor mehrmals mit Schusswaffen im Gepäck von der Polizei kontrolliert und war an mehreren rechtsextrem motivierten Übergriffen beteiligt. Die Thuner Polizei blieb untätig, im Gegensatz zum gestrigen Abend.

Als sich ca. 300 AntifaschistInnen gestern Abend am Thuner Bahnhof besammelten, wurden sie mit einem übertrieben grossen Polizeiaufgebot eingekesselt. Die Polizei forderte die KundgebungsteilnehmerInnen dazu auf, sich vom Bahnhofsplatz zu entfernen, liess aber Leute, welche auf dieses Angebot eingehen wollten nicht aus dem Kessel raus. Als 2 Personen mit einem verantwortlichen Polizisten über den weiteren Verlauf des Abends sprechen wollten und sich mit erhobenen Händen der Polizei näherten, wurden diese mehrmals aus nächster Nähe mit Gummischrot beschossen. Alle DemonstrantInnen reagierten mit lautstarker Empörung, blieben aber trotzdem ruhig und selbstdisziplinert.

Die Stimmung im Kessel entspannte sich jedoch wieder, worauf ein Musiker mit Bass den Antifa- Blues zum Besten gab. Trotz den schlechten Aussichten, blieb die Stimmung gut. Die AntifaschistenInnen spazierten in einer „Bolognaise“ im Kessel umher. Ausserhalb des Polizeikessels sammelten sich mehrere hundert weitere AntifaschistInnen an, welche nicht mehr zu den anderen Demonstrierenden im Kessel gelangen konnten. Die Stimmung innerhalb und ausserhalb des Kessels wurde abrupt schlechter als die Polizei versuchte die Sympathisanten ausserhalb des Kessels mit Gewalttaten zu vertreiben versuchten. Ausserhalb des Kessels kam es zu Scharmützeln, die Polizei setzte mehrmals Gummischrot, Tränengas und Schlagstöcke ein, sogar ein Wasserwerfer wurde aufgefahren.

Die Polizei zog den Kessel immer wieder enger, wobei es zu Übergriffen seitens der Polizei gegen friedliche DemonstrantInnen kam. Um die Leute zusammenzutreiben, setzte die Polizei Schlagstöcke, Pfefferspray und Gummischrot ein. Die Polizei verkündete per Megafon, dass sie nicht gewillt sei, den gesetzlichen Mindestabstand für den Einsatz von Gummigeschossen einzuhalten und feuerte aus 2 Metern Distanz auf Kopfhöhe der DemonstrantInnen mehrere Salven ab. Entgegen der Behauptungen der Polizei geschah dies nicht während eines Ausbruchsversuches, denn einen Solchen hat es nie gegeben. Es gab mehrere verletzte AntifaschistInnen.

Nach diesem brutalen und unnötigen Polizeieinsatz forderte die Polizei die DemonstrantInnen auf, sich einzeln kontrollieren zu lassen und die Personalien anzugeben. Trotz aller Provokationen seitens der Polizei verhielten sich die KundgebungsteilnehmerInnen friedlich und kooperativ. Innerhalb des Polizeikessels kam es weder zu Sachbeschädigungen noch zu Angriffen auf die Polizei. Die Polizei drohte allen TeilnehmerInnen mit einer Anzeige wegen Nichteinhalten einer amtlichen Verfügung, obwohl den DemonstrantInnen keine Möglichkeit geboten wurde, diese Verfügung einzuhalten, da sie den Kessel zu keinem Zeitpunkt verlassen konnten.

Es ist für alle offensichtlich, dass es der Polizei nicht um das Verhindern von Sachschäden ging. Es ging einzig darum, ein antifaschistisches Statement in der Stadt Thun zu verhindern.

Es ist angesichts der „Schwere“ des „Verbrechens“ (Nichteinhalten einer Amtlichen Verfügung) ebenfalls offensichtlich, dass der Grundsatz der Verhältnismässigkeit bewusst missachtet wurde. Ein Menschenrecht, wie die Versammlungs- und Meinungsfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit, darf nur in äusserst schwerwiegenden Fällen verletzt werden, wozu eine fehlende Bewilligung für eine Kundgebung nicht gezählt werden kann.

Unser Dank gilt allen Menschen, welche sich nicht durch die Medienhetze und der polizeilichen Repression davon abhalten liessen, ihre Meinung kundzutun.

Gummischrot und Tränengas können unsere Stimmen nicht verstummen lassen.

Für die Freiheit für das Leben – Nazis von der Strasse fegen.

Mit antifaschistischen Grüssen

Antifa Oberland



Für weitere Fragen wenden Sie sich an:

 antifa@paranoya.ch
 :: 4 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  Ein paar Ergänzungen
16.10.2005 19:14  
Erstmals danke für das gute Communiqué.

Ein paar Ergänzugen vom Geschehen ausserhalb des Kessels.

1. Der Kessel war weiträumig nach aussen abgesperrt, so dass ein herankommen an den Kessel zuerst gar nicht möglich war. Etweder waren überall massiv Bullen oder Hundeführer, welche ihre aggresiven Hunde auf einem hetzten.

2. Am Rande des Kessels wurden mehrere Personen verhaftet. Es war nicht möglich sie nach ihrem Nahmen zu fragen.

3. Die Polizeikontrolle verlief nicht gerade glimpflich. Mehrere Personen haben gesehen, dass eine Punkerin, welche gegen das brutale Vorgehen eines Polizisten während der Kontrolle protestiert hat, mit Knüppeln geschlagen und mit Stiefeln getreten und anschliessend verhaftet wurde.

4. Es wurden mehrere Verletzte aus dem Kessel gebracht. Bevor sie jedoch von der Sanität behandelt werden konnten, wurden sie ca. 10 min durchsucht.

Es hat noch vieles mehr. Also schreibt, was euch in den Sinn kommt.


AutorIn: Aussenkessler
  Unglaublich...
16.10.2005 19:39  
.....was in Thun abgegangen ist. Danke für das gute Comm.
ich wette, dass keine einzige Zeitung irgendwas darüber schreiben werden. Und wir fragen uns was mit den USA falsch ist...???!


AutorIn: dummer pfarrer
  typisch
16.10.2005 22:36  
typisch wieder mal faschos dürfen feiern und wir /ihr werden gehetzt und verschossen(vergasst
wie schon mal erwänt
faschos und bullen sind der gleiche scheiss pack


AutorIn: sag nicht
  gute Arbeit!
24.10.2005 09:50  
Danke Antifa Thun. Ihr habt gut gearbeitet. Dass die Demonstranten so ruhig blieben, ist nicht zuletzt euer Verdienst. Das ist sehr wichtig. Denn es tut zwar weh, dennoch ist es im Kampf um die Öffentlichkeit besser, Opfer als Täter zu sein.

Eine Frage: Wurde das Communiqué auch an die bürgerlichen Medien verschickt? Denn man kann von diesen leider nicht erwarten, dass sie Indymedia nach Infos durchsuchen. D.h. wenn nur die Polizei eine Mitteilung an eine Zeitung schreibt, und die Zeitung nicht vor Ort war, dann wird sie abdrucken was die Polizei schreibt. Das ist ärgerlich, aber logische Realität in einer Zeitungsredaktion.

Gibt es ein juristisches Nachspiel? Es kann doch nicht sein, dass dies einfach so geschehen ist, und keine Folgen haben wird.


AutorIn: Harald
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