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 :: HEUTE, 3. Antifaschistischer Abendspaziergang Thun!!! ::
15-10-2005 14:58
AutorIn : : http://www.a-g-o.ch.vu
Liebe Leute nicht vergessen, weitersagen und kommen:

Heraus zum 3. Antifaschistischen Abendspaziergang in Thun Heute Abend 15.10.2005 um 20:30 beim Manorplatz Thun. (Bahnhof)

Weitere/alle Infos siehe Link
 http://www.a-g-o.ch.vu
 http://www.a-i-o.ch.vu

Antifaschismus leben - Nazis keine Chance geben

Zum 3. Mal findet am 15. Oktober der Antifaschistische Abendspaziergang in Thun statt. Neonazis sind in und um Thun aktiver denn je und werden trotzdem von den Behörden und den Medien weitgehend ignoriert. Dieses Treiben darf nicht unkommentiert und unbeachtet bleiben. Ein Zeichen gegen Rechts ist dringend nötig. Der Fremdenfeindlichkeit und dem ständigen Rassismus muss Einhalt geboten werden.

Das Neonaziproblem hat sich in den letzten 2 Jahren keinesfalls gebessert, im Gegenteil. Die Neonazis werden zahlreicher, erlauben sich immer mehr und werden ständig gewalttätiger. Oft kommt es zu Übergriffen auf alles was nicht in ihr beschränktes Weltbild passt. Die Opfer, SkaterInnen, alternative Jugendliche und MirgrantInnen, werden beschimpft, schikaniert und teilweise tätlich angegriffen. Die Neonazis versuchen ein Klima der Angst zu verbreiten und wollen die Strasse für sich gewinnen. Um ihr Ziel zu erreichen schrecken sie auch nicht vor Schusswaffengebrauch zurück. Diese tragische Entwicklung zeigt der jüngste Vorfall während des Anti-G8 Basislagers. Ein stadtbekannter Neonazi schoss dabei 3 mal in eine Gruppe Jugendlicher und verletzte dabei eine Person am Oberschenkel. Dieser Vorfall ist nur die Spitze einer Serie verschiedener Übergriffe, die Neonazis immer wieder auf Andersdenkende verÜben.



Diese Zunahme und die erhöte Gewaltbereitschaft ist nicht nur in Thun festzustellen. In der ganzen Schweiz treten die Nazis vermehrt in der Öffentlichkeit auf. Wie schon Adolf Hitler und die NSDAP instrumentalisieren die PNOS und andere rechtsextremistische Gruppierungen den 1. Mai, ein traditioneller Kampftag der "Linken" und Gewerkschaften, für ihre Zwecke. Sie organisieren Aufmärsche und proklamieren den "Nationalen Tag der Arbeit".

Auch andere traditionelle Tage, wie etwa die Feier zur Schlacht bei Sempach oder der 1.August werden missbraucht um ihr menschenfeindliches Gedankengut an die Öffentlichkeit zu tragen. Sie prÄsentieren sich als Superpatrioten um ihr Gedankengut unterschwellig an die Massen zu bringen.

Die Behörden und die Polizei schauen diesem hässlichen Treiben tatenlos zu und verliert sich in Debatten über die Rechtmässigkeit solcher Aufmärsche. Leider wollen sie die geschichtlichen Hintergründe nicht wahrhaben.



Auch in Thun üben sich die Behörden im Verschweigen oder im Verharmlosen der Neonaziaktivitäten. Selbst der Schusswaffenvorfall wird entpolitisiert und als unpolitische Tat dargestellt Die Thuner Behörden stellen sich auf dem rechten Auge blind, was gravierende Folgen haben könnte. Für Neonazis wird es leichter, Strukturen aufzubauen und noch aggressiver aufzutreten.

Wenn sich Menschen dem Treiben der Rechtsextremen entgegenstellen, wird mit Repression und Kriminalisierung reagiert. So geschehen am 14.Juli 05, als 400 PolizistInnen eine Demonstration gegen Rechts verhinderten.

Doch wir lassen uns dies nicht verbieten und fordern alle auf, sich den Neonazis in den Weg zu stellen. Mit einem antifaschistischen Abendspaziergang wollen wir eine Plattform für alle Menschen bieten, welche nicht länger tatenlos zusehen wollen. Wir stellen uns eine friedliche, bunte, fröhliche und lautstarke Demonstration vor. Wir bemühen uns, die Demonstration ohne Probleme und Zwischenfälle stattfinden zu lassen und wünschen uns keine Provokationen und Auseinandersetzungen mit der Polizei.



Bis am 15. Oktober 05 um 20:30 beim Manorplatz in Thun.

Bringt Musikinstrumente mit und lasst euer Kreativität freien Lauf.


Antifaschismus leben - Nazis keine Chance geben
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  Bund Ausschnitt Thuner Abendspaziergang
15.10.2005 15:11  


Antifaschistischer Aufmarsch
Heute Abend will die Antifa Berner Oberland durch Thun spazieren – ohne Bewilligung

In Thun blickt man dem heutigen Abend mit Bangen entgegen: Die Antifa Berner Oberland hat zum Dritten Antifaschistischen Abendspaziergang aufgerufen und will laut Communiqué «friedlich gegen die zunehmende Präsenz und Gewalt von Neonazis im Berner Oberland protestieren».

Seit rund vier Jahren macht die ausserparlamentarische Linke im Oberland von sich reden – Thun scheint neben Bern immer mehr zum kantonalen Zentrum autonomer Aktivitäten zu werden. Nachdem im Frühjahr 2002 beim Ersten Antifaschistischen Abendspaziergang in Thun 700 Personen friedlich durch die Stadt gezogen waren, kam es bei der Zweitauflage ein Jahr später zu Sachschaden von 200 000 Franken – auch zum Leidweisen der Demo-Organisatoren, die beim Versuch, die Vandalenakte zu verhindern, tätlich angegriffen wurden.
Auch mit verschiedenen kleineren Demonstrationen erlangten die Thuner Antifaschisten mediale Aufmerksamkeit, jüngst mit der Forderung nach einem autonomen Kulturzentrum oder mit der Reaktion auf einen Angriff eines Neonazis, der im Juli in eine Gruppe von linken Jugendlichen schoss und eine Person am Bein verletzte.

Kern von rund 100 Antifas

Wie ein unter dem Pseudonym Michael Müller auftretender Vertreter der Antifa Thun gegenüber dem «Bund» erklärte, zählen 80 bis 100 Personen zum engeren Kreis der Antifa-Bewegung in Thun. «Die Bewegung ist in den letzten Jahren stark gewachsen», erklärt Müller. Er glaubt aber nicht, dass die Antifa-Bewegung in Thun grösser ist als in anderen regionalen Zentren des Kantons. «Wir sind in Thun aber sehr sichtbar und aktiv und können zudem mit dem ganzen Oberland auf ein grosses Einzugsgebiet zählen», erklärt er.
Giorgio Andreoli, der das GGG-Fon, ein Beratungstelefon zu Rassismus und Gewaltfragen in der Region Bern, leitet, sieht den Grund der zunehmenden Aktivität der Antifa in Thun vor allem im Zusammenhang mit der vermehrten Präsenz von Rechtsradikalen im Oberland. Seine persönlichen Erfahrungen und Informationen, so Andreoli, deckten sich mit der Einschätzung der Antifa Thun, die von einer zunehmenden Militanz von Seiten der rund 80 bekennenden Rechtsradikalen im Oberland spricht. «Die rechte Szene ist im Berner Oberland grösser, als man denkt», erklärt Andreoli, das Problem der Rechtsradikalen sei im Oberland «verdeckter» als im Mittelland oder im Oberaargau. Nur wenige Übergriffe von Rechtsradikalen würden der Polizei angezeigt, neben den polizeilich registrierten Vorfällen gebe es eine grosse Dunkelziffer, sagt Andreoli.

500 bis 800 Teilnehmer erwartet

Für den Dritten Antifaschistischen Abendspaziergang heute Abend rechnet die Antifa Oberland laut Michael Müller mit 500 bis 800 Teilnehmern. Vor zwei Jahren waren noch 1500 Personen mitmarschiert, doch hätten die Ausschreitungen Sympathien in der Bevölkerung gekostet, erklärt Müller. Diese Sympathien gelte es heute mit einer «friedlichen Kundgebung» wieder aufzubauen und die inhaltlichen Anliegen in den Vordergrund zu stellen. Den friedlichen Verlauf des Spaziergangs will die Antifa mit einem «Demoschutz» garantieren. Eine Bewilligung für die Kundgebung hat sie aber nicht eingeholt. Antifaschismus brauche keine Bewilligung.
Versuche der Stadt, mit den Organisatoren in Kontakt zu treten, sind laut dem stellvertretenden Thuner Polizeichef, Beat Hadorn, erfolglos geblieben. Deshalb will die Polizei am Samstag «grundsätzlich auch keinen Umzug zulassen». «Wer teilnimmt, macht sich strafbar», erklärt Hadorn. Oberstes Gebot sei jedoch, Verletzte und Sachschaden zu verhindern. Über das genaue Vorgehen der Polizei entscheidet der Thuner Gemeinderat und Polizeivorsteher Heinz Leuenberger heute kurzfristig und je nach Situation


AutorIn: ThunerIn
  schönes...
15.10.2005 15:13  
...wetter in Thun.

siehe webcam:  http://www.astalavista.ch/thun/livecam/index.php


AutorIn: bis när... | Web:: http://www.astalavista.ch/thun/livecam/index.php
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