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Aktivisten aus de ganzen Schweiz trafen sich bei sonnigem, lupfigem Wetter in Thun, pumpten ihre Schlauchboote auf und stürzten sich hinterlistig in die Aare. Es waren denn nicht wenige, die nach Thun angereist waren, es formierte sich eine Armada von ca. 50 Booten. Während der Gummibootdemo traf denn auch genau das ein, wovor sich die Aarebeckenanrainer gefürchtet hatten: es wurde unaufhörlich randaliert, Fische angesprayt, Steine ins Wasser geworfen und mit wasserfesten Molotov-Cocktails steuerzahlende Badegäste angegriffen. Oder so ähnlich. Jedenfalls haben wir uns gut amüsiert ;-) Nach dem vierstündigen, nautischen Saubannerzug begann Phase 2 der "Operation Kapitän Blaubär": die Invasion der Hauptstadt! Klandestin wurden die Schweinebuchten des Eichholz und des Marzili handstreichartig erobert. Die Verteidiger der Schweizer Demokratie konnten dem Ansturm nicht standhalten, im Nu fanden sich die Aktivisten zwischen Bundeshaus und Nationalbank wieder. Zu Musik aus dem mitgebrachten Soundsystem verpflegte sich die Horde. Mehrere Stunden dauerte das Gelage unter den Augen der vielen Schaulustigen. Die Stimmung war ausserordentlich gut, dem konnte auch der Riotbullenaufmarsch keinen Abbruch tun. Schnell sahen sie ihre zahlenmässige und intellektuelle Unterlegenheit ein und verzogen sich in ihr Loch zurück. Da der netzunabhängige Strom mittlerweile ausgegangen war, verschob sich die Meute gegen 23.30 Uhr auf den Bärenplatz. Mit Strom vom Netz ging die Party dann Richtig ab, es wurde auf Teufel komm raus abgeshaked, so dass die altehrwürdigen Lauben erzitterten. Nach revolutionären Chansons zogen sich die Party People auch noch Elekronika rein. Im Tanz vermischten sich Aktivisten mit ordinären Nachtschwärmern, doch gegen 02.00 Uhr morgens nahm die ausgelassene Stimmung aprubt ein Ende: die Cops nutzen die alkoholbedingte Schwäche des Tanzvolkes, zog den Stecker raus, pfefferte eine Person neben dem Mischpult nieder und um das ganze abzurunden wurde ein Mensch in Gewahrsam genommen und eine Ladung Gummischrot aus der kavaliersmässigen Distanz von 3 Metern abgefeuert. Und das vergessen wir ihnen nicht! |
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