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 :: Gummiböötlen, revolutionäres Bräteln und Reclaim The Bärenpl ::
17-07-2005 20:39
AutorIn : Amore & Liberta
Randale! Gestern, dem 16.7.2005 fand die verschobene Gummibootdemo von Thun nach Bern gegen den G8-Gipfel in Gleneagles statt. In Bern wurde auf dem Bundesplatz im Anschluss an die Demo revolutionär gebrätelt. Die Stimmung war dermassen gut, dass gleich noch ein Reclaim The Bärenplatz stattfand.
Randale!
Randale!
Randale!
Randale!
Randale!
Randale!
Randale!
Randale!

Aktivisten aus de ganzen Schweiz trafen sich bei sonnigem, lupfigem Wetter in Thun, pumpten ihre Schlauchboote auf und stürzten sich hinterlistig in die Aare. Es waren denn nicht wenige, die nach Thun angereist waren, es formierte sich eine Armada von ca. 50 Booten. Während der Gummibootdemo traf denn auch genau das ein, wovor sich die Aarebeckenanrainer gefürchtet hatten: es wurde unaufhörlich randaliert, Fische angesprayt, Steine ins Wasser geworfen und mit wasserfesten Molotov-Cocktails steuerzahlende Badegäste angegriffen. Oder so ähnlich. Jedenfalls haben wir uns gut amüsiert ;-)
Nach dem vierstündigen, nautischen Saubannerzug begann Phase 2 der "Operation Kapitän Blaubär": die Invasion der Hauptstadt!
Klandestin wurden die Schweinebuchten des Eichholz und des Marzili handstreichartig erobert. Die Verteidiger der Schweizer Demokratie konnten dem Ansturm nicht standhalten, im Nu fanden sich die Aktivisten zwischen Bundeshaus und Nationalbank wieder. Zu Musik aus dem mitgebrachten Soundsystem verpflegte sich die Horde. Mehrere Stunden dauerte das Gelage unter den Augen der vielen Schaulustigen. Die Stimmung war ausserordentlich gut, dem konnte auch der Riotbullenaufmarsch keinen Abbruch tun. Schnell sahen sie ihre zahlenmässige und intellektuelle Unterlegenheit ein und verzogen sich in ihr Loch zurück.
Da der netzunabhängige Strom mittlerweile ausgegangen war, verschob sich die Meute gegen 23.30 Uhr auf den Bärenplatz. Mit Strom vom Netz ging die Party dann Richtig ab, es wurde auf Teufel komm raus abgeshaked, so dass die altehrwürdigen Lauben erzitterten. Nach revolutionären Chansons zogen sich die Party People auch noch Elekronika rein. Im Tanz vermischten sich Aktivisten mit ordinären Nachtschwärmern, doch gegen 02.00 Uhr morgens nahm die ausgelassene Stimmung aprubt ein Ende: die Cops nutzen die alkoholbedingte Schwäche des Tanzvolkes, zog den Stecker raus, pfefferte eine Person neben dem Mischpult nieder und um das ganze abzurunden wurde ein Mensch in Gewahrsam genommen und eine Ladung Gummischrot aus der kavaliersmässigen Distanz von 3 Metern abgefeuert. Und das vergessen wir ihnen nicht!
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  merci
18.07.2005 01:48  
schatzis für den texxxt


AutorIn: saubanner
  ICH LIEBE EUCH
18.07.2005 03:57  
danke


AutorIn: ......
  Danke für die Berichterstattung
18.07.2005 10:09  
In der Berichterstattung steht, dass ein Mensch durch die Bullerei mitgenommen wurde. Der Objektivität halber sollte vieleicht noch angemerkt werden, weshalb ihn die Herren in Blau mitgenommen haben: Mensch konnte es nicht sein lassen, musste ja unbedingt den dicken Max markieren und eine Flasche an die Bullenschüssel werfen. Schade, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte man keine "Lämpen". Erwähnenswert ist auch, dass der Gummischrotpolizist nicht auf Personen, sondern auf den Boden geschossen hatte. Sonst vielen Dank für die Pix und den Bericht.


AutorIn: ein Augenzeuge
  So immer wieder
18.07.2005 13:34  
Voll gelungene Aktion.
Werde mich sofort wieder freiwillig als Ruderer melden. Und apropos, grillieren vor dem Bundeshaus ist toll..
Bis zur nächsten freudig revolutionären Interaktion...


AutorIn: beatcook | Web:: http://www.beatcook.ch.vu
  auch noch ergänzung
18.07.2005 14:05  
das mit dem dicken max stimmt, der hat sich schon vorher wie ein oberdepp aufgeführt. was aber die bullen bei der soundanlage abzogen, war schlicht brutal und idiotisch. mensch aus etwa 20 cm. ohne vorwarnung oder aufforderung den platz zu räumen einfach niederzupfeffern, nur weil mensch eben dort grad am tanzen war, ist sehr sehr beschissen. ich meld mich mal bei der hayoz und geb' ihr dafür einen klapf..


AutorIn: cüpli-sozi tschäppät
  Schadensbilanz:
18.07.2005 17:34  
- Ein blaues Auge durch Schlag ins Gesicht von Bulle
- Eine Platzwunde unterhalb des rechten Auges durch Gumischrot
- Ein Bauch voller Gummischrotabdrücke am Bauch
- Eine niedergepfefferte Person

all dies wegen nichts und wieder nichts, ich denken, es hätte gereicht uns verbal auf zu fordern unser Sachen zu packen.

PS.1 Habe auch gesehn, dass er (Schneider) auf den Boden geschossen hat. Jedoch hatte er keine 3m Abstand von der Menschengruppe in die er hinein schoss. Die Verletzungen welche es gegeben hat sprechen für sich, dass dies die Sache nicht wirklich beser macht.

PS.2 Ich frage mich, wie lange dieser Schneider noch so herummackern darf. Er war schon des Öfeteren masgeblich daran schuld, dass Situationen (vor der Reitschule wie an dDemos) eskalierten. Er war vermummt (und in Uniform mit Gummischrotgewehr) an den Anti-WEF Demos (Bern und Basel). Nun hat er sich Samstag Nacht wieder von der feinsten Seite gezeigt.

Schluss mit Rambomentalität!


AutorIn: ...
  Dokumentation
18.07.2005 22:46  
Macht Fotos von den Verletzungen und geht zum Arzt um das ganze zu dokumentieren und schreibt Gedankenprotokolle. Das kann unter Umständen von Nutzen sein.


AutorIn: Peter
  che bella storia!!!
19.07.2005 09:55  
grandissim*!!!

mi sa che il Ceresio vedrà qualcosa di simile ;)


AutorIn: e brav* bernes*
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