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letzten freitag, am 8.7. wurde ein teilnehmer des g8-camps in thun von einem rechtsradikalen angeschossen. das anliegen, gegen rumballernde rechtsradikale zu demonstrieren, scheint also nicht übermässig an den haaren herbeigezogen, ich könnte mir gut vorstellen, dies auch eher bürgerlich denkenden bekannten plausibel zu machen.
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am sonntag waren bereits über 100 deswegen auf der strasse. unsere zeitgenossInnen in blau konnten übrigens "keine zwischenfälle" ausmachen. und heute am donnerstag 14.7. war nochmal eine demo angesagt. zwar mag es nicht sonderlich originell sein, zweimal nacheinander zu demonstrieren. dennoch ist dieser langeweilefaktor ja noch so zumutbar, es sei nur darauf verwiesen, wie langweilig unsere zeit derzeit insgesamt aussieht.
die leute aus thun warteten auf unseren verspäteten zug aus bern und als wir ausgestiegen waren, versuchten einige redlich, sich zu einer demo zu formieren, doch nach ein paar metern war bei der ersten polizeikette schluss. hunde bellten, die leute mit dem transparent bewegten sich wieder zurück und tränengas war zu riechen. dann bisschen im bahnhof rumgewuselt, alles sah ziemlich eingekesselt aus, verhinderte demonstrantInnen und gummischrotjoggerbrigaden rannten im zeug rum. ich zog es vor, den zug zurück nach bern zu nehmen. später erfuhr ich von verhaftungen aus einem zug heraus und kratzte ein wenig am kopf.
hallo komatöse zivilgesellschaft, ein rechtsradikaler hat (mal wieder) einen politischen gegner mit einer schusswaffe angegriffen, jede demo dagegen ist nicht nur vom linksradikalen standpunkt aus hundertmal berechtigt, ob es jetzt dem teilzeit-polizeidirektor (sp, pfarrer) in den kram passt, wo durch, oder nicht. er ist halt schnell einmal überfordert, wenn die schäfchen anzeichen von rebellischem verhalten zeigen, der gute. es könnte ja nach der demo eine parole an einer wand stehen oder gar eine fensterscheibe kaputt aussehen. gott stehe uns bei im kampf gegen diese schwarzen gestalten.
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das sollte doch auch in thun möglich sein - bei 50? demoteilnehmerInnen...
demo verhindern ist kontraproduktiv: es schürt den widerstand.
probleme nur unter den teppich wischen (oder ins gefängnis stecken) löst die probleme nicht.
so und nun schaut aber dass am 1. august keine nazis zu unbewilligten auftritten gelegenheit erhalten.