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 :: Thun: SP-Leuenberger "rettet" Innenstadt/Gefangene bald frei ::
 Themen | Repression/Knast | Antifaschismus 15-07-2005 01:46
AutorIn : Graniummörder
Heinz Leuenberger: Retter der SP-roten Graniumwelt von Thun Gegen 23 Uhr wurden die ersten Gefangenen aus dem Thuner Regionalgefängnis an der Allmendstrasse freigelassen. Zuerst die Minderjährigen, dann die Auswärtigen und zuletzt die ThunerInnen.

Entgegen der polizeilichen Ankündigung, Minderjährige und Auswärtige auf den letzten Zug zu lassen - nur ca. 1 schaffte es auf den letzten Zug... - mussten so ziemlich alle Auswärtigen, die nicht Privatconnections hatten, mit den Berner Bullen nach Bern fahren (was eigentlich nur mit dem schnuggligen Berner Wasserwerfer ein Vergnügen sein kann...).

Unterdessen rühmt sich der Vorsteher der Direktion Sicherheit Leuenberger (Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten) als Retter der Thuner Innenstadt (Gerüchten zufolge war dort u.a. ein Handörgelifest, was ja bekanntermassen Angriffsziel Nr. 1 für AntifaschistInnen ist...).

Es ist nicht so klar, was das Bullengetue sollte:
War es eine sommerliche Manöverübung des Nordwestschweizer Bullenkonkordats (BE, SO, BS, BL,...) oder eine Reaktion auf die "Schüsse zwischen den ExtremistInnen" und als "Wir haben alles im Griff"-Show gedacht?

Oder wollte Thuns sozialdemokratische und sonstige Bourgoisie die heile Oberländer Tourismuswelt "retten", indem jeglicher Widerstand gegen Faschismus und Kapital im Keim erstickt wird?
Denn solange die Nazis keine TouristInnen angreifen, ist in Thun und Umgebung ja eigentlich alles easy - und drum sollen so lästige schwarzrote "auswärtige" AntifaschistInnen nicht die heile rote Graniumwelt stören...

Na ja, Hauptsache, sie haben wiedermal sinnlos Geld aus dem Fenster geworfen - dabei hätte sie der Aufwand für eine stattgefundene Demo um ein Vielfaches weniger gekostet. Aber äbä - Der Tourismus scheint gut zu laufen im Oberland, da kann man sich ein 200köpfiges Bullenaufgebot schon leisten...
Heinz Leuenberger: Retter der SP-roten Graniumwelt von Thun
Heinz Leuenberger: Retter der SP-roten Graniumwelt von Thun
Unbewilligte Demo von der Innenstadt ferngehalten - Personen überprüft
 http://www.thun.ch/d/aktuelles/news/?oid=47015

Zwischen 50 und 70 meist vermummte Demonstranten wurden am Donnerstagabend beim Bahnhof Thun von der Polizei daran gehindert, in die Innenstadt vorzudringen. Die Demonstration von linken Aktivisten der Antifa-Bewegung war nicht bewilligt. Es gab keine Verletzten und nach bisherigen Erkenntnissen keine Sachschäden. Die Personalien der Demonstrierenden wurden überprüft.

Kurz vor halb neun Uhr am Donnerstagabend machten sich auf dem Bahnhofplatz Thun zwischen 50 und 70 Demonstrierende der Antifa-Bewegung auf den Weg Richtung Maulbeerplatz und Innenstadt. Die grösstenteils Vermummten wurden jedoch am Nordrand des Platzes von Ordnungsdienstkräften der Polizei daran gehindert und zum Bahnhofgebäude zurück gedrängt. Im Anschluss wurden ihre Personalien aufgenommen.

Der Vorsteher der Direktion Sicherheit der Stadt Thun, Gemeinderat Heinz Leuenberger, hatte den Demonstrationszug nicht bewilligt. Er vereinbarte mit der Polizei Thun im Vorfeld, dass ein Vordringen des Demonstrationszuges in die Innenstadt verhindert werden soll. Gemäss ersten Polizei-Erkenntnissen waren nur wenige der Teilnehmenden aus Thun.

Antifa-Aktivisten hatten nach einer Schussabgabe auf eines ihrer Mitglieder in der Nacht vom letzten Freitag auf Samstag zu Demonstrationen aufgerufen. Eine erste hatte am Sonntagnachmittag statt gefunden. Ein Mann hatte einen Jugendlichen durch einen Schuss verletzt. Die gerichtlichen Untersuchungen dazu sind noch im Gange. Der Thuner Gemeinderat verurteilt jede Form von Gewalt aufs Schärfste und ist erleichtert, dass am Donnerstagabend weder Menschen verletzt noch Sachschäden angerichtet wurden.

Auskünfte an die Redaktionen:

Heinz Leuenberger, Gemeinderat, Vorsteher der Direktion Sicherheit,
Tel. 079 311 20 20

Thun, 14. Juli 2005 - 22.55 Uhr
 :: 3 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  Sicherheit kostet
15.07.2005 03:07  
Tja, das ist eben die Sicherheit, die uns unser Staat gewährleistet - und die kostet halt Geld. ~~ Es hätte ja sein können, dass irgendwo sogar ein Attentat geschieht. Da müssen schon 200 Bullen her! ~~

Da werden aus Leuten, die eigentlich was Gutes wollen, einfach "Kriminelle", "Terroristen" gemacht. Dann z.T. auch noch unmenschlich behandelt (misshandelt?). Bis irgendwann mal wirkliche Feinde da sind... Das wird der Zeitpunkt sein, wo sich alles verändert hier in der Schweiz!


AutorIn: Erich
  schlechter Tourismus Gag
15.07.2005 13:07  
Und trotzdem war es eher eine ungelungene Tourismus-Vorstellungen der Stadt Thun. Von weitem den Kessel und das riesige Bullenaufgebot betrachtend, fragten mich einige Koreanische Touristen, was denn hier los sei. Sie fragten sich, was die etwa 100 Bullen, Gitterwagen und Wasserwerfer tun, es habe doch gar keine Kriminelle hier. Und die Koreaner hatten Recht, um etwa 20-30 Personen einzukesseln, braucht es tätsächlich nicht so viel Bullen, oder? Die eine Touristin meinte dann noch "Dass sind ja fast schon Zustände wie bei uns", und wer weiss, wie in Korea die Polizei zum Beispiel gegen Streiks oder Demos vorgeht (Folter, schwere Misshandlung, teilweise schwer Verletzte oder Tote!), ist es ein ziemlich misslungener Tourismus-Gag geworden!


AutorIn: ?!?
16.07.2005 20:43  
ab nach luzern


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