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 :: Flyer und Plakis für den antifaschistischen Abendspaziergang ::
 Themen | Migration/Antira/NoBorder | Antifaschismus | Feminismus/Gender/Queer 25-02-2005 11:36
AutorIn : BAGR : http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
Plaki 1 Mobilisieren!
Aufruf als PDF
Aufruf als PDF
Plaki 1 als PDF
Plaki 1 als PDF
Plaki 2 als PDF
Plaki 2 als PDF
Plaki 3 als PDF
Plaki 3 als PDF
Plaki 4 als PDF
Plaki 4 als PDF
Flyer 1 als PDF
Flyer 1 als PDF
Flyer 2 als PDF
Flyer 2 als PDF
Plaki 1
Plaki 1
Plaki 2
Plaki 2
Plaki 3
Plaki 3
Plaki 4
Plaki 4
Flyer 1
Flyer 1
Flyer 2
Flyer 2
mobilize!
mobiliser!
mobilisieren!
mobiliti!
movilice!
動員しなさい!
복원하십시요 !
动员!
 :: 36 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
25.02.2005 12:19  
genève, ça bouge?????????


AutorIn: moi
  clairement!
25.02.2005 12:41  


25.02.2005 13:01  
kommt alle!!


  andate tutti e tutte!!
25.02.2005 13:01  
l anno passato saranno 4000 persone!!!

quest'anno 5000!!!


  Teilnehmerrekord!
25.02.2005 13:34  
dieses


AutorIn: jahr
  Antifaschismus als Schutzwall
25.02.2005 14:35  
Antifaschismus als Schutzwall der Demokratie!


Dieser Text bezieht sich auf den Antifaschistischen Abendspaziergang vom 20. März 2004; er wurde dort als Flugblatt verteilt.

Das «Bündnis gegen Rechts» schreibt in ihrem Demoaufruf: «Wie immer wollen wir deshalb am antifaschistischen Abendspaziergang nicht ausschliesslich gegen Faschismus demonstrieren, sondern auch gegen Kapitalismus, Staat, Patriarchat und Sexismus!». Warum wir ihnen dies nicht glauben, wollen wir im folgenden Beitrag erklären.
Regelmässig finden so genannte antifaschistische Abendspaziergänge statt, an welchen verhältnismässig viele Menschen teilnehmen. Obwohl sich an der politischen Situation in der Schweiz seit Jahren alles zum Schlechten ändert, scheinen Viele diese Demos als Erfolge zu feiern. Der Grund liegt auf der Hand. Es ist die Masse. Und um diese Masse nicht zu erschrecken, wird auf Inhalte gänzlich verzichtet. Anstatt Gesellschaft, Staat und Kapital schonungslos anzugreifen und der gemeinen Masse, also euch hier Versammelten, ihre eigene Dummheit ständig wieder vorzuhalten, wird die potenziell vorhandene Unzufriedenheit auf spezielle Bosheiten – wie etwa zu wenig Steuern zahlende Bonzen - kanalisiert. Anstatt den Hass auf alles wofür diese Gesellschaft steht zu schüren und darüber aufzuklären, warum das Ganze, also der Kapitalismus als totalitäres gesellschaftliches Verhältnis, das Problem ist, wird bloss angeprangert, was eh schon alle staatskonformen Demokraten beklagen. Und zwar wird beklagt, dass der Rechtspopulismus die Gesellschaft spalte, und laut Argumentation des BgR müssten wir jetzt alle Antifaschisten werden um die demokratische Gesellschaft gegen ihn zu schützen. Daneben bleiben alle Sprüche gegen Kapitalismus, Staat, Patriarchat und Sexismus nur ein weiterer Werbespruch mit speziellem Esprit.
Warum der antifaschistische Kampf, wenn er zur Ideologie wird und seine Bestimmung als praktische Notwendigkeit zum konkreten Schutz vor Übergriffen übersteigen willl, schlussendlich immer in einer Bestärkung des Bestehenden endet, wird von den wackeren Antifas nicht reflektiert. Es hat ganz einfach seinen Grund darin, dass im Zuge dieser Ideologisierung falsche Polaritäten aufgemacht werden. Wenn das Kapitalverhältnis nicht von Grund auf angegriffen und nur auf den ideologischen Überbau gezielt wird, kommt man zwangsweise zum Schluss, dass die besonders hässlichen Seiten dieser Gesellschaftsformation zugunsten weniger schlimmen bekämpft gehören. Der Reiz des Antifaschismus liegt also darin, dass sich die Menschen als Antifas mit den „Guten“ gegen das „Böse“ präsentieren können.
Wie gelegen kommt das dem Staat, wenn Linksradikale seine eigenen Aufgaben freiwillig übernehmen. Was das BgR mit seinem Pseudokampf gegen den Rechtspopulismus und andere auswendig gelernten Abscheulichkeiten erreichen will, ist schon lange Teil der wehrhaften Demokratie. Vor noch nicht allzu langer Zeit schienen die besonders guten (Sozial-)Demokraten den antifaschistischen Rat verstanden zu haben und bliesen ganz ernsthaft zum Kampf.
Das Problem der Antifas scheint zu sein, dass sie glauben, der Staat meine das nicht ernst genug. Ganz einfach aus dem Grund, weil sie sich antistaatlich wähnen, und der Staat schliesslich das Böse repräsentiere. Da die Antifas nicht verstehen, wie Staat und Gesellschaft zusammenhängen, also der Staat nur die Form des Inhalts (Gesellschaft) darstellt, müssen sie, um antifaschistisch wirken zu können, sich eines Populismus bedienen, der ganz abstrakt die gute Gesellschaft den bösen rechtspopulistischen Ausflüssen des Staates entgegenstellt. Damit erklären sie aber gar nichts; geschweige denn warum sich in einer Abstimmung die Mehrheit der Bevölkerung z.B. für die Verwahrungsinitiative entscheidet. Der Grund ist eben nicht in der Propaganda der Rechten zu suchen, sondern im wahnhaften Sicherheitsbedürfnis des durchschnittlichen Bürgers. Hier scheitert der demokratische antifaschistische Kampf.
Der Subversive Freundeskreis stellt sich eindeutig nicht hinter den Aufruf des BgR und schimpft sich schon gar nicht antifaschistisch. Denn der Antifaschismus ist im Endeffekt nicht mehr als ein Schutzwall der Demokratie, welcher sodann teilweise die Aufgaben der Zivilgesellschaft übernimmt.

Für den Kommunismus!
Für die Anarchie!

Subversiver Freundeskreis
 http://kickme.to/sfk


AutorIn: Subversiver Freundeskreis
  Lieber suberversiver FK.
25.02.2005 15:07  
wäre schön wenn ihr den durchschnitts-IQ der gesellschaft berücksichtigen würdet.

auch können nicht sehr viele leute folgen...

die meisten menschen brauchen ein bild, ein symbol, ein wort oder irgendwas, das sie vorschieben können.

dass das ganze ein wenig populistisch wird ist eigentlich logisch. wer gehört werden will, muss auch lärm machen.

so geht das.


AutorIn: indy
  @subversiver freundeskreis
25.02.2005 15:22  
ihr seid einfach nur lächerliche, undifferenzierte spalteridioten!!

der antifa abendspaziergang ist nunmal primär gegen faschismus und nicht kapitalismus. doch am rande darf man, und das wird ja auch gemacht, dieses thema ebenfalls ansprechen. es geht darum ein zeichen gegen den faschismus und den rassismus zu setzen, welches auch bei der nicht sensibilisierten bevölkerung ankommt, was oft auch gelingt.

an euren schlussparolen sieht man dass ihr keine ahnung habt. wer im gleichen zug den kommunismus und die anarchie hochleben lässt hat einen an der waffel. diese 2 systeme sind so grundverschieden und haben etliche gegensätze, welche niemals zu vereinen sind. also bitte.

wenn ihr jetzt damit kommt, dass ihr die linke vereinen wollt und für alle steht dann lügt ihr. denn sonst hättet ihr es kaum nötig ein solches flugblatt, das erst noch vom letzten jahr ist hier zu posten. spalter raus! ihr macht die linke kaputt!

auf nach bern!


  was seid denn ihr für welche?!
25.02.2005 15:26  
bitte solche nichtsbringenden, kontraproduktiven postings entfernen. jeder soll seine meinung haben aber sowas hier reinzustellen ist lächerlich. fehlt nur noch ein boykottaufruf gegen den antifaspaziergang. gehen wir gemeinsam nach bern um ein zeichen zu setzen. und wenn ihr subversiven freunde zu hause bleiben wollt, dann tut dies, schreit es aber nicht hier rum...


25.02.2005 16:27  
innerhalb der 0,5 prozent der wirklich antikapitalistischen szene kann man dies so sagen. (zu diesen 0,5 prozent) zähle ich übrigens das BgR dazu. jedoch gegen aussen kann man diese kritik nicht anbringen. antifa ist etwas mit klaren feinden, da haben die leute ein symbol. mit der zeit werden viele von antifaschistischen kampf dann sensibilisiert auch für antikapitalistische themen. vergleichen wir antifa mit einer einstiegsdroge. :-)

aber ein geiles zeichen und ne gute sache ist der abendspaziergang alleweil! alle nach bern. auf dass die masse noch mehr wächst dieses jahr!

streetparade: 1000000 - 800000- 500000 - 200000 tendenz sin.
antifaspaz.: 800 - 3000 - 4000 - 5000 tendenz ste.


  weise
25.02.2005 16:31  
Denn das Wort ist wahr, daß ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten.


AutorIn: sokrates
  hmmm
25.02.2005 16:36  
Die Vorliebe der Männer für Vollbärte hängt mit der Emanzipierung der Frau zusammen. Denn beim Vollbart kommt auch die emanzipierteste Frau nicht mit.


  ...
25.02.2005 16:39  
Alles, was sich zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert an Interesse.

(Wilhelm von Humboldt)


  zum schluss
25.02.2005 16:39  
Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten.

(Mahatma Gandhi)


AutorIn: !!!
  Hier die Kampagne zum 5. Antifaspaziergang
25.02.2005 17:48  
Von wegen keien Inhalte....


AutorIn: BAgeR
  Zusammenhang zwischen rechten Parteien un
25.02.2005 17:49  
Um zu mehr WählerInnenanteilen zu kommen, vertrauten die rechten Parteien auch im Wahljahr 2003 einmal mehr auf die populistische Art der Stimmungsmacherei und damit auf rassistische und nationalistische Parolen. Immer ist es das gleiche Muster:

- Gesellschaftliche Zusammenhänge werden zum eigenen Vorteil grob vereinfacht. - Ein beliebiges Thema, mit dem sich gut Stimmung machen lässt, wird herausgepickt, noch weiter vereinfacht, verfälscht und breit ausgeschlachtet (wer ein Thema zuerst aufgreift und in die Medien bringt, hat in dieser Sache schon fast gewonnen). - Um sich vor einer echten Diskussion und Lösung drücken zu können, wird ein geeigneter Sündenbock präsentiert. Je nach dem tauchen Begriffe wie "Scheininvalide", "Asylkriminelle", etc. auf. Mit immer neuen Schlagworten wird Stimmung gegen so genannte "Randgruppen" gemacht, ganze Bevölkerungsgruppen werden verurteilt.



Gut betuchten ParteifunktionärInnen, die sich als VertreterInnen des Mittelstandes und der "kleinen Leute" darstellen, gelingt es mit ihrer Hetze, dass sich Ängste, Wut und Frustration eines grossen Teils der Bevölkerung nicht gegen die VerursacherInnen von sozialer Unsicherheit und Ungerechtigkeit richten, sondern gegen beliebige Sündenböcke.

Dadurch bleibt die herrschende Schicht unangetastet und kann weiterhin mit den WählerInnen spielen, die "Randgruppen" ausnutzen und für ihre Hetze missbrauchen.

Durch die ständige Propaganda der Rechten wird nationalistisches und faschistisches Gedankengut salonfähig.

Es wird akzeptiert, dass Rechtsextreme an Anlässen wie Jahrmärkten, Sauffesten, Eishockey- und Fussballspielen o.ä. aufmarschieren. Sie können meist ungehindert Leute vertreiben oder angreifen, den Raum als Gruppe dominieren und die Veranstaltung als Rekrutierungsfeld für Neue missbrauchen.



An der Augustfeier 03 auf dem Rütli wurden die Rechtsextremen gar als "wahre Patrioten" bezeichnet. Sie tragen den latent (unterschwellig) in der bürgerlichen Gesellschaft vorhandenen Faschismus in die Öffentlichkeit, versuchen, ein Klima der Angst zu verbreiten und Menschen, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen, zu vertreiben. Da FaschoschlägerInnen ausschliesslich in massiver Überzahl angreifen und dabei oft äusserst brutal vorgehen, besteht für sie bei ihren Übergriffen kein Risiko und sie fühlen sich dabei noch stark

Auf der Strasse sind die Schlägertrupps das Hauptproblem. Doch eigentlich sind sie nur Marionetten von DrahtzieherInnen, die meist im Hintergrund agieren, Beziehungen zu etablierten Parteien pflegen und die ideologische Linie vorgeben. Diese können sich als Führerfiguren darstellen, die SchlägerInnen erledigen für sie die "Drecksarbeit".

Kontakte mit ParlamentarierInnen und die Unterwanderung von rechten Parteien genügen den NeofaschistInnen nicht mehr. Deshalb versuchten sie bei den letzten Nationalratswahlen zusätzlich mit einer eigenen Partei (PNOS), im Fahrtwasser der grossen rechten Parteien mitzuschwimmen und ihre rechtsextreme Position offiziell ins Parlament zu tragen.

Lassen wir nicht zu, dass sie ihr Vorhaben umsetzen können!

Den bürgerlich-rassistischen Konsens zerschlagen!

Keinen Fussbreit dem Faschismus!

Für die Freiheit und das Leben, den FaschistInnen keine Chance geben!

Kein Raum für Neonazis - nirgendwo!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Staat und Macht und Geld...
25.02.2005 17:50  

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der sich alles rasant verändert. Auch wir wollen Veränderung - jedoch nicht in diese unmenschliche Richtung, in die sie sich entwickelt. Immer mehr Reichtum konzentriert sich auf einen immer kleineren Teil der Weltbevölkerung.

Wirtschaftlich schwache Staaten werden gezielt in die Abhängigkeit der mächtigen Industrienationen getrieben und aufs Übelste ausgebeutet. Die Mächtigen und ihre ArschkriecherInnen organisieren sich in Lobbys wie WTO, Weltbank, IWF usw. um ihre Vorherrschaft mit allen Mitteln zu sichern und weiter auszubauen. Um ihre Ziele zu erreichen, nehmen sie bewusst in Kauf, die Freiheit und Menschenwürde der Bevölkerung drastisch zu missachten.

In einigen Ländern geht dies soweit, dass mit Entlassung oder dem Tod rechnen muss, wer für bessere Lebensbedingungen kämpft. Nicht besser ist es in einigen "kommunistisch" regierten Staaten, in denen die Regierung jegliche Form von gewerkschaftlichen Organisationen strikt verbietet. Auch die Schweizer Parteien zeigen keinen Willen, etwas an diesen Missständen zu ändern und fördern den ganzen neoliberalen Wahnsinn, weil sie davon profitieren. Widerstand gegen dieses Treiben wird kriminalisiert und mit Repression bekämpft.



Treffen der Mächtigen werden durch den Staat mit massivsten Sicherheitsmassnahmen geschützt und durch Steuergelder finanziert. Diese Repressionsmaschinerie wird von fast allen Parteien weiter vorangetrieben, auch von sogenannt "linken" Parteien. Es wird toleriert, dass Grosskonzerne keine soziale Verantwortung tragen. Der Leistungsdruck am Arbeitsplatz und die ständige Angst vor Jobverlust sind allgegenwärtig.

Selbst profitable Unternehmen nehmen Massenentlassungen vor, um den Profit zu maximieren. Andere verlegen ihre Produktionsstandorte kurzerhand ins Ausland, wo sie die ArbeiterInnen und die Umwelt noch viel schamloser ausbeuten können. Dies führt zu zunehmender Verunsicherung in der Bevölkerung, welche von bürgerlichen Parteien wie der SVP schamlos ausgenutzt werden, um Sündenböcke (und -ziegen) zu schaffen. Damit werden die ArbeiterInnen gespalten und gegeneinander aufgehetzt.

"Überfremdung", "Ausländerkriminalität", "mangelnde Sicherheit", "Kriminaltouristen", "Scheininvalide". Diese Hetze fällt auf fruchtbaren Boden und vertuscht die wahren Hintergründe der Krise. Dem haben auch Parteien wie die SP, die immer mehr zu einer Partei des Mittelstands wird, nicht das Geringste entgegenzusetzen. PopulistInnen wie Christoph Blocher haben leichtes Spiel. Sie geben vor, die Interessen der sozial Schwächeren zu vertreten.Dies, obwohl sie selbst millionenschwere UnternehmerInnen sind und für den Sozialabbau eintreten und direkt dafür verantwortlich sind. Um Wahlerfolge zu erzielen, reicht es offenbar, über das notwendige Kapital zu verfügen.



Wer das Geld hat, hat die Macht, wer die Macht hat, hat das Recht.

In vielen Parteien und auch im Parlament und der Regierung sind VertreterInnen und Marionetten der Hochfinanz und der Wirtschaft übervertreten. Die Parteien sind die Vasallen der Wirtschaft. Kein Wunder, werden im Parlament und in der Regierung vor allem Dinge gefordert und durchgesetzt, die im Interesse einer kleinen Oberschicht stehen und der grossen Masse nur Nachteile bringen (Steuererleichterung für Reiche, Bankgeheimnis, Erhöhung des Rentenalters, Sozialabbau...).

Setzen wir diesem Treiben unseren entschlossenen Widerstand entgegen und erkämpfen wir gemeinsam Gerechtigkeit und Selbstbestimmung!

Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!

Hinter dem Faschismus steht das Kapital - bekämpfen wir es hier und überall!

Es gibt keinen Antifaschismus ohne Antikapitalismus!

Der Kapitalismus hat keine Fehler, er ist der Fehler!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Parteien und die Medien
25.02.2005 17:51  


Die Medien sind allgegenwärtig. Sie beeinflussen unser tägliches Handeln und Denken meist ohne, dass wir es bemerken. Wenn wir Informationen ausserhalb unseres Tätigkeitsbereiches beziehen wollen, müssen wir auf die Medien zurückgreifen.

Doch steht es im Interesse der Medien, die längst abhängig und ein Teil der Marktwirtschaft sind, uns wahrheitsgetreu zu informieren, oder wollen sie uns nur in der Logik des Profits manipulieren? Tatsache ist, dass alle Berichte in der Schweiz über genau zwei Agenturen laufen: Die SDA und die AP - ist da Meinungsfreiheit gewährleistet? Ist die Welt wirklich so, wie sie in den Medien dargestellt wird, oder wird uns immer wieder eine mediale Scheinwelt vorgegaukelt?

Die Pressefreiheit ist längst dem Profit erlegen und Informationen sind zu verkaufbarer Ware verkommen, wobei billige Sensationsberichte die Kassen am besten füllen! Wer bezahlen kann, kauft sich Inserate, Werbespots oder sogar ganze Zeitungen, während die Ausbeutung der Menschen der ‚Dritten Welt' unter "Kurz berichtet" läuft. Die Not von verhungernden Kindern nimmt nur wenige Sätze in Anspruch oder wird gar nicht erwähnt, Parteipropaganda dagegen füllt mehrere Seiten!

Zu Gunsten von regierenden MachthaberInnen werden bewusst falsche oder irritierende Informationen verbreitet, die zur Erhaltung des kapitalistischen Systems, welches auch den Medien Profit einbringt, dienen. Aufklärende Informationen werden vertuscht und verschwiegen. Gute Beispiele hierfür sind der vermeintlich "beendete" Irak-Krieg oder der auf primitivste und teilweise rassistische Art geführte Wahlkampf in der Schweiz.



Vor Wahlen ist es besonders offensichtlich, dass die Medien das wichtigste Sprachrohr der Parteien sind. Die Parteien sind in dieser Zeit diejenigen, die am meisten Kapital in die Medienkonzerne reinstecken, damit die vom Konsum abgestumpfte, kritiklose Wählerschaft ihre Lügenpropaganda schluckt. Ausserdem wird die Propaganda so auf die WählerInnen ausgerichtet, dass sie Wahlen auch ja im Sinne der jeweiligen Partei verlaufen. Umstrittene Themen werden absichtlich übergangen oder zu eigenen Wahlschlager umfunktioniert.

Die Medien scheuen sich auch nicht, diskriminierende Parteipropaganda abzudrucken oder auszustrahlen, Hauptsache, das Geld stimmt! So hatten zum Beispiel im Oktober 03 die Medien keine Skrupel, abstossende, rassistische Propaganda der SD oder SVP zu verbreiten. Wie immer ging es darum, den Menschen das Bild einer heilen Welt und einer fürsorglichen Regierung vorzugaukeln oder Angst zu verbreiten. Dabei wird immer wieder bewiesen, dass die Versprechen weder von linken noch rechten Parteien eingehalten werden. Hauptsache der Gewinn stimmt für alle Beteiligten, für die Parteien die Wahlergebnisse und für die Medien die Kohle!

Lassen wir uns nicht durch die Parteipropaganda und Parteimanipulation verarschen!

Bilden wir uns eine eigene Meinung!

Hören wir nicht auf zu hinterfragen!

Gegen Manipulation und für mehr Objektivität!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Wenn Wahlen etwas verändern würden - wären si
25.02.2005 17:51  


Wie jeder Staat hat auch die Schweiz nur einen Zweck: Die Herrschaft einiger weniger zu sichern und die grosse Mehrheit zu beschränken und zu unterdrücken. Das Gehäuchel vom "Sozialstaat" ist nichts als blanker Hohn - jede soziale Einrichtung des Staates wurde von der ArbeiterInnenklasse durch Streiks und andere Aktionen erkämpft (oder von den Mächtigen gewährt, um drohende Arbeitskämpfe abzuwenden). Die Herrschenden lassen jedoch keine Gelegenheit aus, diese sozialen Errungenschaften wieder abzubauen. Sollten wir uns ernsthaft dagegen wehren, zeigt der Staat sein wahres Gesicht und unterstreicht seinen Machtanspruch mit Gewalt.

Staat heisst Macht - Macht heisst Unterdrückung

Der Staat, der das Gewaltmonopol für sich beansprucht, unterdrückt nicht nur durch Polizei- und Militärgewalt, sondern auch durch Gesetze, Erziehung, Schule, Medienbeeinflussung und - im Extremfall - durch Zensur. Unsere Erziehung wird von Beginn weg vom Staat beeinflusst.

In der Familie wie in der Schule werden uns hauptsächlich Dinge beigebracht, die uns auf das System einstimmen und uns glauben lassen, ohne Staat, sei ein sicheres und freies Zusammenleben nicht möglich. Dabei merken wir nicht, wie Freiheit und Sicherheit vom Staat beschränkt werden.Man lehrt uns: Gehorsam, Unterordnung, Arschkriecherei gegenüber den "Stärkeren", und die "Schwächeren" zu unterdrücken und auszunehmen. Selbständiges und kritisches Handeln und Denken wird als unnütz, frech oder gar gefährlich erkannt, und uns ganz bewusst nicht beigebracht, weil zu viele Kritische und Selbständige dem System schaden würden. Je älter wir werden, desto schwerer lastet der Druck auf uns. In den weiteren Ausbildungsgängen und im Militär soll der - falls noch vorhandene - Widerstandswillen endgültig gebrochen werden.



Die bürgerliche "Demokratie" ist eine ZuschauerInnendemokratie!

Auch wenn wir das Privileg besitzen, wählen zu dürfen, sind wir gezwungen die Politik den Parteien zu überlassen. Entscheidungen, die von uns getroffen werden müssten, werden von ParlamentarierInnen, die wir nicht wirklich frei wählen können, gefällt. Wir haben keinen Einfluss auf die Nominierung der KandidatInnen. Gewählt werden nur KandidatInnen die über die benötigten finanziellen Mittel verfügen. Über diese Mittel verfügen nur die Gutbetuchten. Diese sind im Parlament auch übervertreten (die grösste Berufsgruppe im Parlament sind Firmenbosse, gefolgt von JuristInnen). Auch sonst sieht es mit "VertreterInnen", die das Volk repräsentieren sollen, nicht gut aus: Frauen und Junge sind krass untervertreten, farbige Schweizer fehlen gänzlich. AusländerInnen und Jugendliche besitzen nicht einmal das Stimm- und Wahlrecht.

Ist erst jemand gewählt, so geniesst er oder sie die parlamentarische Immunität und kann von uns während vier Jahren nicht abgewählt werden. Wer zahlt, befiehlt!



Auch zwischen den Wahlen können wir nicht wirklich mitentscheiden.

Die viel gelobte "direkte Demokratie" ist höchstens eine halbdirekte: Um ein Referendum zu ergreifen oder eine Initiative zur Abstimmung zu bringen, sind Unsummen von Geld und Zeit die Voraussetzung. Sie gar zu gewinnen, ist ohne grossen finanziellen Aufwand und die Unterstützung grosser Lobbys und namhaften PolitikerInnen nicht möglich.

Macht korrumpiert!

Auch die "Aufrichtigsten", die mit guten Absichten den Marsch durch die Institutionen antreten, werden im Verlaufe ihrer Amtszeit der Faszination der Macht nicht widerstehen. Sie werden nicht mehr bereit sein, ihre Privilegien freiwillig abzugeben. Da sie vom System profitieren, haben sie kein Interesse daran, es zu ändern.

Der in der Schweiz herrschende Parlamentarismus ist eine Scheindemokratie. Wir lehnen den Parlamentarismus sowie den ganzen Staat ab und wollen ihn durch eine freie Gesellschaft und die Basisdemokratie ersetzen.

Staat und Gesellschaft sind keine gezwungene Einheit - Eine Freie Gesellschaft braucht keinen Staat!

Machet usem Staat Gurkesalat!

Gegen Faschismus und die Nation, hilft uns nur die direkte Aktion!

Für Gerechtigkeit, Basisdemokratie und Selbstbestimmung!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Sexismus, Rollenbilder und Parteien
25.02.2005 17:53  


Frauen sollen zart, gehorsam, ruhig, gepflegt und loyal sein, sollen erdulden, dienen und ertragen, sich als Objekte (der Begierde) präsentieren und die ganze Hausarbeit alleine schmeissen.

Männer sollen stark, draufgängerisch, bestimmend, dominant und laut und in der Lage sein, die finanzielle Zukunft der "eigenen" Familie zu sichern.

Mensch wird von Geburt an in einem durch diese Vorstellungen begrenzten Rahmen erzogen. Kleidung, Spielzeug, Kinderbücher und -lieder zeigen schon früh, dass es einen klaren Unterschied zwischen Männern und Frauen, Knaben und Mädchen geben soll. In Kindergärten und Schulen wird das geschlechtsspezifische Verhalten weiter gefördert und nicht selten erwartet. Die Freizeitgestaltung passt meist in das erlernte Rollenbild. Wenn es später um die Berufswahl geht, ist das Geschlecht oft ausschlaggebend. Auch in der späteren Form des bürgerlichen Zusammenlebens sind die Rollen oft klar verteilt.

Wer nicht "unangenehm" auffallen und ohne grössere Konflikte leben will, versucht den Idealen dieser Gesellschaft gerecht zu werden. Diese werden täglich in Form von Werbung, Fernsehen und Umfeld in unsere Köpfe eingeprägt und kaum hinterfragt, sondern als "naturgegeben" angesehen.



Zwar werden von diesem Rollenbild Frauen wie auch Männer eingeengt, die Frauen werden jedoch zusätzlich den Männern untergeordnet und diskriminiert. Dadurch, dass immer noch ein Grossteil der Frauen die Hausarbeit alleine erledigt, sind sie vor allem finanziell stark von den (Ehe-) Männern abhängig. Arbeiten, die von Frauen ausgeführt werden, werden immer noch als geringer betrachtet als so genannte "Männerarbeiten". Auch ist es nach wie vor so, dass Frauen in der Schweiz für die gleiche Arbeit durchschnittlich 20% weniger verdienen als Männer. Die Meinung von Frauen wird in Gesprächen häufig belächelt und als unwichtig oder falsch abgetan.

Staat und Parteien sorgen dafür, dass sich nichts ändert Gesetze, die von Männern gemacht wurden, können den Bedürfnissen der Frauen nicht entsprechen und verunmöglichen deshalb eine gleichberechtigte Gesellschaft. Physische und psychische Gewalt an Frauen wird nicht oder kaum als schwerwiegend eingestuft.

Die Parteien leisten einen grossen Beitrag zum Fortbestehen des Rollenbilds und der Unterdrückung der Frau. Würden beispielsweise eine Mutterschaftsversicherung, Kindertagesstätten, Teilzeitarbeit, usw. von den meisten Parteien nicht so vehement bekämpft, wäre es für Frauen (und Männer) einfacher, aus den ihnen zugeordneten Rollen auszubrechen.



Es gibt keinen Antifaschismus ohne Antisexismus!

Auch in linken Kreisen sind die traditionellen, von der bürgerlichen Gesellschaft vorgegebenen Rollenbilder in den Köpfen verankert. Auch hier fallen manchmal blöde Sprüche gegen Frauen allgemein und gegen Männer, die nicht dem Zwang der "angeblichen Männlichkeit" folgen. Wer einerseits gegen Rassismus und Hierarchien zu kämpfen vorgibt, sich dann aber Frauen gegenüber überlegen fühlt, ist nicht im Geringsten konsequent und glaubwürdig. Es ist völlig willkürlich, einen Unterschied zwischen Diskriminierung aufgrund der Herkunft und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu machen, denn hinter beiden verbergen sich die selben Gedankenstrukturen, Denk- und Handlungsweisen.

Für Gleichberechtigung und Emanzipation!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Repression - ein Instrument zur Machterhaltun
25.02.2005 17:54  


Repression - Unterdrückung oder staatliche Gewalt - hat System. Repressionsinstrumente gibt es unzählige, Polizei und Militär sind nur die augenfälligsten. Kontrollieren, Verjagen, Unterdrücken, Schikanieren, Wegdrängen, Drohen, Verbieten, Verhindern, Ueberwachen und Strafen - das Repertoire der Repression ist breit und repressive Massnahmen können wir täglich mitverfolgen, wenn wir mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Die Opfer von Repression sind wir alle. Nur sind Menschen, die sich nicht wehren können, stärker davon betroffen.

Repression bedeutet aber nicht nur "Bullen, die gegen Menschen vorgehen". Repressiv ist auch ein Arbeitsverhältnis, in welchem der/die ChefIn keinen Widerspruch duldet. Repressiv ist die Schule, welche Ideen, Träume und Wünsche der SchülerInnen unterdrückt. Repressiv kann die Atmosphäre auf dem Sozialamt sein, auf einer Behörde. Ueberall, wo sich Menschen nicht als gleichberechtigte begegnen, überall, wo ein Machtgefälle existiert, ist Unterdrückung im Spiel.

Repression, oder zumindest der Ruf nach solcher, ist darüber hinaus ein lohnendes Geschäft für Parteien, die um Wählerinnen- und Wählerstimmen buhlen. Wenn Wahlkampfstimmung herrscht, überkommt einem die Angst: Kaum eine Partei, die nicht irgendwo eine Gefahr ortet, der nur mit Repression begegnet werden kann. Dass bürgerliche Parteien eine systematische Angstmacherei betreiben, ist nichts Neues: "Die Stadt wird zu einem Slum verkommen, wenn wir nicht mehr Überwachungskameras aufstellen lassen, Flüchtlinge bestehlen ‚uns', wenn sie nicht verhaftet und ausgeschafft werden, die Jugend versinkt im Drogensumpf, wenn der Cannabis-Konsum nicht unterbunden wird: Immer mehr Geld soll ausgegeben werden für eine angebliche ‚Sicherheit' vor vermeintlichen Gefahren.



" ‚Repression' - dieses Schlagwort wollen die so genannt linken Parteien ihren rechten KollegInnen nicht überlassen: Im letzten Herbst warb eine SP-Politikerin mit dem Ruf nach mehr Repression in der Drogenszene um WählerInnenstimmen, ein SP-Gemeinderat lanciert Aktionen gegen illegale Sprayereien. Beispiele liessen sich viele aufzählen.

Das Schaffen eines Klimas von Angst, das Aufbauen von Feindbildern und der Ruf nach Repression, mit welcher diese ‚Feinde' bekämpft werden und welche für Sicherheit sorgen soll - dies sind altbekannte Methoden der Machtpolitik.

Meinungsverschiedenheiten lassen sich auch anders als durch Unterdrückung bewältigen; wo viele Menschen zusammen kommen, gibt es immer Konflikte, dies ist noch lange kein Grund zu Angstmacherei, zu Hetze, Verbot, Vertreibung.

Repression scheint ein einfaches Mittel zu sein, Verhaltensregeln durchzusetzen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen, ohne sich mit Widersprüchen, die in jeder Gesellschaft bestehen, auseinanderzusetzen. Repression verhindert Selbstbestimmung, Repression verhindert schon Gedanken an Selbstbestimmung. Gedanken über Selbstbestimmung, über Solidarität, über einen gleichberechtigten Meinungsaustausch tun aber Not; ohne Selbstbestimmung erreichen wir keine Freiheit.

Mehr Freiheit - weniger Repression - packen wir es an - organisieren wir uns!

Gegen Staat und Repression hilft uns nur die direkte Aktion! Solidarität ist eine Waffe!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Unmündigkeit durch Religion
25.02.2005 17:55  


Obwohl sämtliche Religionen "vom Guten" der Menschheit sprechen, wurden seit Menschengedenken und werden immer noch Kriege auf der ganzen Welt im Namen irgendwelcher Gottheiten geführt. Millionen von Menschen wurde/wird weisgemacht, dass der beliebig zurechtbastelbare "Gott" auf ihrer Seite steht und mit ihnen für "das Gute" kämpft.

Allzu oft werden Religionstheorien von Führern (und selten von Führerinnen) fundamentalistischer Vereinigungen zu ihren Gunsten interpretiert. Diese Interpretationen werden zu Gesetzen umgewandelt, um Gläubige in der ganzen Welt zu unterdrücken und zu kontrollieren. Sie sichern die "Allmachtsstellung" der selbst ernannten Sprachrohre Gottes. Gerade in Ländern, in denen Religion einen extrem hohen Stellenwert hat, haben diese Gesetze oft diskriminierende, grausame und menschenunwürdige Auswirkungen, die tödlich enden können. Zum Beispiel: Beschneidungen bei Frauen, Verbot von Bluttransfusionen oder Verhütungsverbot.

Obwohl in vielen westlichen Ländern "der Glaube" an Wichtigkeit verloren hat, sind dennoch viele, zum Teil Jahrhunderte alte Vorurteile und Verhaltensweisen, welche auf religiösen Traditionen basieren, in unseren Köpfen verankert. Auch Parteien in der Schweiz nutzen die in unserem Denken vorhandenen Dogmen zu Wahlzwecken.

Andere Kulturen und Religionen werden als unzivilisiert und nicht integrationsfähig abgestempelt. Frauen sollen bevormundet werden, indem versucht wird Gesetze zu schaffen, die Abtreibungen ungeachtet der Umstände verbieten. Religiöse Parteien versuchen möglichst viele Normen durch einen religiösen Hintergrund zu stützen. Dies erleichtert ihnen die Rechtfertigung dieser erzkonservativen Werte, da sie nicht logisch begründet werden müssen, sondern mit dem banalen Argument religiöser Traditionen erklärt werden können.

Unsere Wut gilt nicht Menschen, welche sich eine Religion als Lebensphilosophie ausgewählt haben, sondern den Menschen, welche durch Religion Macht ausüben und anderen ihre Interpretation der Religion und die damit verbundene Lebensweise aufzwingen. Kein Mensch ist dazu berechtigt, über andere zu entscheiden oder zu richten, auch nicht mit religiösem Rückhalt.

Durch den Glauben an eine "Oberste Instanz", die über uns richtet und unser Leben bewertet, wird der Mensch an sich unmündig. Somit wird der Menschheit die Fähigkeit aberkannt, Verantwortung zu übernehmen und selbstbestimmt entscheiden zu können.

Gegen Kirche, Staat und Vaterland!

Religion ist Opium für das Volk!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Das Asylwesen
25.02.2005 17:55  
Das Asylwesen - Ein schmutziges Geschäft, Ausbeutung und Wahlkampfschlager

Fakten und Zahlen

In der Schweiz leben ca. 7.4 Millionen Menschen. Dies sind in etwa gleich viele wie in New York oder London. Von diesen 7.4 Millionen sind ca. 1.5 Millionen AusländerInnen, die meist aktiv von der Wirtschaft in die Schweiz geholt wurden und nicht selten schon länger als 10 Jahre in der Schweiz leben und arbeiten. Sie bezahlen Steuern, AHV, IV und finanzieren somit den ganzen Staat mit. Als Gegenleistung werden sie diskriminiert, missbraucht und dürfen nicht an den Wahlen und Abstimmungen teilnehmen. Unter den 1,5 Mio. AusländerInnen werden ca. 6% (oder 1.27% der Gesamtbevölkerung, 93'700 Personen - davon 52'366 anerkannte oder vorläufig aufgenommene Flüchtlinge) dem Asylbereich zugeordnet. Im Vergleich ist die Zahl somit deutlich kleiner als die Arbeitslosenquote von 3.7% (356'183 Personen Stand: Oktober 03).

Vom Regen in die Traufe - Ein langer Weg von hier nach da

Täglich ist in den bürgerlichen Medien über das "Asylproblem" zu lesen oder zu hören. Das vermittelte Bild ist erschreckend und weckt in vielen tief verwurzelte, fremdenfeindliche und rassistische Vorurteile. Doch die Realität sieht anders aus als in den bürgerlichen Medien dargestellt. Täglich befinden sich weltweit Hunderttausende Menschen auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Folter und Unterdrückung. Die Wenigen, die es sich finanziell leisten können, geben ihr gesamtes Hab und Gut oftmals korrupten Schleppern, die sie in die "Festung Europa" hineinschmuggeln sollen. Die Meisten scheitern schon alleine beim Versuch und manche bezahlen ihre Bemühungen nicht selten mit dem Leben.

Die Wenigen, die das erträumte Ziel tatsächlich erreichen, erwachen schnell im Alptraum. Unmenschliche Zustände in Auffanglagern und Asylverfahren, die sich nicht selten über Monate, wenn nicht Jahre hinziehen, machen ihnen das Leben zur Hölle. Mit einfältigen und trügerischen Argumenten und Gesetzen wird ihnen die Möglichkeit, das erste halbe Jahr legal zu arbeiten genommen und somit auch die Möglichkeit, für ihren Unterhalt selbst aufzukommen. Bis über ihr Gesuch um Asyl entschieden wird, leben sie mittellos in einem Land, in dem sie nichts kennen. Werden sie angenommen und finden sie eine Arbeit, werden 10% des Lohnes zurückgehalten, bis ca. 20'000.- SFr. angelaufen sind. Damit werden die Kosten des Asylverfahrens gedeckt.

Wird das Gesuch abgelehnt, wählen sie zwangsweise ein Leben als Sans Papiers und tauchen unter, oder sie werden ausgeschafft und befinden sich in der gleich miserablen Situation wie vorher. Bleiben sie illegal hier, beginnt ein langer und konfliktreicher Kampf ums Überleben. Mit Schwarzarbeit halten sie sich über Wasser und werden dabei schamlos ausgenützt. SchwarzarbeiterInnen sind für eine Firma gute ArbeiterInnen, da sie weder versichert sind, noch andere soziale Nebenkosten (z.B. AHV/IV) geleistet werden müssen. Die Tatsache, dass diesem menschenverachtenden Treiben tatenlos zugeschaut wird, lässt den Schluss zu, dass ein neoliberaler und kapitalistischer Staat wie die Schweiz gar kein Interesse daran hat, das Problem grundsätzlich zu lösen (Legalisierung aller Sans-Papiers), da sonst für die ohnehin schon angeschlagene Wirtschaft ein lukrativer ArbeiterInnen Sektor auf dem Arbeitsmarkt wegfallen würde. Obwohl sich die Flüchtlinge nun im "Land ihrer Träume befinden", hat sich für sie nicht viel geändert. Mit anderen Worten: Sie sind vom Regen in die Traufe geraten.



Es wird geschrien und geschwiegen, doch es verändert sich nichts.

Besonders rechtsbürgerliche Parteien haben die Asylthematik zum Propagandaschlager degradiert. Halbwahrheiten werden verbreitet, Tatsachen unterschlagen und plumpe rassistische Vorurteile geweckt. SVP & Co. haben ihren Sündenbock für Arbeitslosigkeit, Kriminalität, schlechter werdende Schulbildung und Gewalt im Alltag ausgemacht. Doch all die genannten Probleme müssten auch in einem globalen Umfeld gesehen werden. Gerade bei der Schulbildung wird gekürzt, gestrichen und gespart, wen wundert's, dass der Bildungsstand drastisch abnimmt. Paradoxerweise sind es oftmals FirmenchefInnen, die gerne von den billigen ArbeitsnehmerInnen, den AusländerInnen profitieren, die sich in diesen Parteien (SVP, FDP, CVP & SD) tummeln.

Doch auch die so genannten "linken" Parteien tragen dazu bei, dass kein wirkliches Umdenken stattfindet. Wie in anderen heiklen Fragen will sich niemand an diesem Thema die Finger verbrennen, da es die eigene Wiederwahl kosten könnte. Anstatt vehement gegen Lügen und Verdrehung von Tatsachen vorzugehen und eigene Aufklärungskampagnen zu starten, wird geschwiegen. Es gibt nahezu auf jede Behauptung der rechts-bürgerlichen Seite Fakten, die das Gegenteil beweisen oder zumindest einen anderen Aspekt darstellen. Durch ihr Schweigen macht sich die links-bürgerliche Seite mitschuldig. Mitschuldig an einem menschenverachtenden Treiben. Es wäre an der Zeit den Mund aufzutun und auf den Tisch zu klopfen, denn Widerstand braucht das Land!

Kein Mensch ist illegal - Hier und dort und überall!

Kein Raum für Rassismus nirgendwo - Auch nicht bei bürgerlichen Parteien!

Bleiberecht für alle, jetzt und hier!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  weiter Texte vom BAgeR
25.02.2005 17:56  


| Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Gegen die Selbstverständlichkeit von Vorurtei
25.02.2005 17:56  


- Alle AnarchistInnen haben keine Vorurteile

- Alle Frauen sind handwerklich nicht begabt und können nicht logisch denken

- Alle Männer sind schwanzgesteuert

- Alle Schwarzen handeln mit Drogen

- Alle AntifaschistInnen sind pubertierende ChaotInnen

- Alle Parteien vertreten das Interesse der WählerInnen

Diese und viele andere Vorurteile begegnen uns täglich. Es sind vorgefasste Meinungen, welche nicht auf Tatsachen beruhen, sondern auf allgemein verbreiteten Annahmen.

Bereits in der frühsten Kindheit wird uns beigebracht, was "normal" ist und wie mensch sich zu verhalten hat. Unsere Weltanschauung und somit auch unsere Vorurteile werden stark vom Umfeld beeinflusst. Zuerst sind es die Eltern und Geschwister, später LehrerInnen, der Freundeskreis, das Arbeitsumfeld und das tägliche Fernsehprogramm. Auch die restlichen Medien üben grossen Einfluss auf uns aus.

Vorurteile beruhen auf der Angst vor dem Unbekannten und Fremden. Sie unterstützen eine geordnete, festgefahrene Denkweise und tragen zu Gewohnheit und Stabilität bei.

Neben den Vorurteilen, die wir "übernehmen", bilden wir täglich neue, da es einfacher ist, etwas zu verurteilen als sich damit auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. So entstehen Vorurteile oft auch aus Unwissenheit und Bequemlichkeit.

JedeR hat Vorurteile. Die politischen Parteien greifen diese auf und nutzen sie zu ihren eigenen Gunsten. Manchmal offensichtlich, manchmal versteckt.

Sie können sich fast alles erlauben und machen Vorurteile "salonfähig". Die Akzeptanz ist gross. Worte wie "Ausländerkriminalität", "Asylmissbrauch" usw. können durchaus als Parteipropaganda benutzt werden. Insbesondere vor Wahlen oder Abstimmungen benutzen die Parteien Schlagworte wie diese, um mit der Angst und den Vorurteilen der Menschen zu spielen.

Auch die Vielseitigkeit der Parteien, Präsenz starker Frauen und ein soziales Image einer Partei zielen direkt auf die Vorurteile vieler Menschen ab.

Die Hoffnung nach einer besseren Welt führt zu dem Bewusstsein, etwas verändern zu müssen. Worte wie "klar. sozial" führen bei gewissen Menschen zu einer Identifikation. Dadurch wird das Gefühl vermittelt, die eigenen Wünsche in die Hände dieser Parteien geben zu können. Das schlechte Gewissen ist beruhigt und auf eigenes Denken und Handeln wird verzichtet.

Die Doppel-"Moral" der Parteien, das "Interesse der WählerInnen" zu vertreten, führt dazu, dass ihre Macht und ihr Einfluss auf das Denken vieler Menschen immer grösser wird.

Bei allen Menschen sind Vorurteile mehr oder weniger tief verankert. Es ist einfacher, bei andern Vorurteile zu bemerken als bei sich. Deshalb ist es wichtig, sich seiner eigenen Vorurteile bewusst zu werden und sie zu hinterfragen. Ein Vorurteil sollte unseren Umgang mit andern Menschen nie beeinflussen.

Für Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Basisdemokratie!

Vorurteile hier und da, die müssen weg - dass ist doch klar!


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Antifa mehr als "nur" gegen Nazis
25.02.2005 17:58  

Warum Antifaschismus sich nicht ausschliesslich gegen Nazis richten kann

Die prügelnden Strassennazis sind nur der Ausdruck weit tiefer verwurzelter faschistischer Strukturen in unserer Gesellschaft. Natürlich muss mensch auch direkt auf diese Nazis reagieren, jedoch sollten nicht nur die Auswüchse gebremst, sondern das Problem an der Wurzel gepackt werden. So müssen wir faschistische Mechanismen in unserem täglichen Leben aufdecken, durchbrechen und eliminieren. Denn diese bilden den Nährboden, auf welchem unbeachtet neue Nazis entstehen. Jene Mechanismen bleiben unbemerkt, da sie uns seit unserer Geburt aufgezwungen werden und deshalb als normal empfunden werden. Dieser "Rechtsrutsch" wird hingenommen, ohne hinterfragt zu werden.

Damit die ProfiteurInnen dieses Systems ihre Macht nicht ungehindert weiter entfalten können, müssen sich AntifaschistInnen mit Themen wie Kapitalismus, Medien, Sexismus, Religion und Staat auseinandersetzen.

Kapitalismus und das Recht des Stärkeren
Wie beim Faschismus gilt auch beim Kapitalismus das Recht des Stärkeren. Kapitalismus basiert darauf, dass Geld vorhanden und ungleichmässig verteilt ist. Damit gibt es manche, die Geld besitzen und viele, die es nicht haben. Es entsteht ein Gefälle, bei dem wenige oben und alle andern unten stehen. Um in diesem System zu überleben, sind wir abhängig von denen, die oben sind. Diese besitzen unsere Arbeitsstelle, unser Haus und die Produkte, die wir benötigen oder von denen wir glauben, sie zu benötigen.

Um die Arbeitnehmenden bei Laune zu halten, wurden ins Gefälle Stufen eingebaut, zu welchen mensch sich (nach unten tretend und nach oben gehorsam) hocharbeiten kann. Dadurch wird die Illusion verbreitet, dass jedeR - ist sie/er nur fleissig und angepasst - einmal die Treppe ganz nach oben steigen kann, dass Armut also selbst verschuldet sei. So wird eine Gesellschaft geformt, in der sich all jene, welche sich auf dem Weg nach oben befinden, gegenseitig unbewusst bekämpfen. Dadurch werden alle, die unter der eigenen Position stehen, als Verlierer angesehen und ausgegrenzt. Die ArbeitnehmerInnen wehren sich nicht gegen ihre Ausbeutung, weil sie dadurch noch mehr ausgegrenzt und nicht mehr dem gutbürgerlichen Bild entsprechen würden. Mensch vergleiche diese Gesellschaftskontrolle mit den Ausgrenzungsmechanismen in Deutschland während der Naziherrschaft.

Der Konsum schmiert das System
Des weiteren funktioniert dieses System nur, solange konsumiert wird. Die Mächtigen sind von uns abhängig. Da uns die Massenmedien einreden, dass wir konsumieren müssen - Markenkleider, das neuste Handy oder andere Statussymbole -, um die Treppe empor steigen zu können, realisieren wir unsere Macht nicht.

Unabhängige Massenmedien gibt es nicht
Die Massenmedien sind hierarchisch nach kapitalistischem Muster organisiert. Wissen ist Macht, deshalb will sich mensch informieren. Die Massenmedien geben uns aber eine zensierte Realität vor. Wir haben die Illusion zu wissen, was geschieht, frei unsere Meinung bilden zu können und selbstbestimmt zu leben. Doch die Massenmedien sind, um die Auflage zu erhalten, von den Unternehmen mit ihren Inseraten abhängig. Darum dürfen Medien die Unternehmen nur in dem Masse kritisieren, dass deren Position nicht gefährdet wird.
Das heisst, sie sind zwar fähig, Einzelpersonen oder Gruppen zu schädigen, aber eine Kritik an den Grundstrukturen der Unternehmen und der Staaten ist nicht möglich. Die Kritik dient ausschliesslich dazu, die Glaubwürdigkeit des Massenmediums bei der Konsumentin/beim Konsumenten zu erhalten. So werden wir zu Kritiklosen erzogen. Nach Abwägung der uns zur Verfügung stehenden Informationen entscheiden wir uns zu unserer Lebensgestaltung, wir selbst wählen scheinbar unseren Alltag. Da uns jedoch Informationen vorenthalten werden, entschliessen wir uns, wie es die Mächtigen von uns erwarten.
Zu diesen Erwartungen gehört auch ein Menschenbild, welches klare Normen für Frau und Mann vorsieht. Durch die Massenmedien kann dieses leicht, unauffällig und grossflächig verbreitet werden. Die ständige Berieselung führt zur Internalisierung (zur unbewussten Verinnerlichung) dieses Bildes und zur Gleichgültigkeit.

Sexismus ist im System - Sexismus hat System
Im Sexismus vereinen sich viele faschistische Gedanken, denn er grenzt ganze Bevölkerungsteile aus (oft sogar die Mehrheit) und bezeichnet diese als minderwertig. Mit der Rollenzuteilung von aktiv und passiv, von stark und schwach, die uns ein Leben lang anerzogen wird, entsteht die Rollenverteilung an die Geschlechter. Dies führt dazu, dass bestimmte Verhaltensformen gefordert werden.
In der heutigen Gesellschaft wird die dem Mann zugeteilte Rolle als höherwertig angesehen und dadurch die Frau diskriminiert. In der kapitalistischen Arbeitswelt führt das dazu, das Frauen vielfach schlechter bezahlte Jobs erhalten und zudem für gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden. So erfüllen sie ihre Rolle, da der Mann der besser Verdienende ist und somit als der Stärkere gilt. Zudem kommt auch hier wieder die Gesellschaftskontrolle zum Zug, die uns in unserer Freiheit beschränkt, indem sie "abnormes" Verhalten sanktioniert. So wird eine Frau mit Kindern, die arbeitet, als Rabenmutter beschimpft und ein Mann, der sich nicht aufspielt, gilt als schwach. Im Gegenzug dazu wird systemkonformes Verhalten belohnt, durch Akzeptanz, Respekt und Integration. Es wird mit der Angst vor Ausgrenzung gespielt. Dadurch erhält der Sexismus sehr grosse Akzeptanz und gilt als erstrebenswert, weil mit ihm ein Machtgefühl verbunden ist, das durch den Rückhalt der Gruppe erzeugt wird. Deshalb wird er oft verharmlost und tritt in weniger schnell erkennbarer Form auf.
Dafür lassen sich viele Beispiele finden: So werden Opfer von sexistischen Attacken oft als humorlos bezeichnet. Sätze wie "ich schlage keine Frauen" wirken auf den ersten Blick respektvoll, sind jedoch bei näherem Hinsehen nichts anderes als eine Erniedrigung. Da unser System sich in einer patriarchalen Kultur entwickelte, sichert ein traditioneller Sexismus auch dessen Fortbestehen.

Unser geschlechterrollenkonformes Verhalten ermöglicht eine weitere Stufe im Machtgefälle. So werden weitere Ungerechtigkeiten erduldet. Das System wird zu einem grossen Teil vom Sexismus getragen und profitiert davon.

Kontrolle durch Religionen
In den verschiedensten Religionen wird den Menschen ein Gesellschafts-, Menschen- und Geschlechterbild vermittelt. Moralvorstellungen, die unser Zusammenleben steuern sollen, sind Relikte aus früheren Zeiten, als die Kirchen noch die einzige Instanz war. Sie überdauern bis in die heutige Zeit. All diese Normen sind gefährlich, wenn sie unüberlegt gelebt werden, denn sie sanktionieren eigenständiges Denken und grenzen "sich abweichend oder anders Verhaltende" aus.

Durch den hierarchischen Aufbau können die höher Positionierten unsere Ängste und Sorgen dazu benutzen, uns zu kontrollieren. Sie versprechen uns bessere Lebensqualität, geben uns Lösungen in Form von Verhaltensregeln und/oder vertrösten uns auf nach dem Tode. So erreichen sie treue Anhängerschaft, ein Abhängigkeitsverhältnis und Kritiklosigkeit. Im Blick auf (teilweise nur subjektiv empfundene) schlimme Lebensumstände wird verständlich, wieso manche Menschen sich fundamentalistischen Gruppen (z.B. Sekten) anschliessen. Die Anführer jener Gruppierungen (seien diese nun weltlich oder geistlich) verblenden ihre Anhängerschaft und führen unter dem Deckmantel religiöser und nationalistischer Parolen Kriege zu wirtschaftlichen und/oder machtpolitischen Zwecken.

Politikerwahl - keine echten Alternativen
Ähnlich wie bei den Medien gibt es auch beim Staatssystem die Illusion, dass wir wählen könnten zwischen einem linken und rechten Weg. Aber wir können nur diese Menschen wählen, welche eine in der breiten Öffentlichkeit anerkannte Position erreichen. Dazu ist viel Geld für die Wahlkampagne nötig und die Medien müssen mitspielen. Der/die KandidatIn kann also nur über den kapitalistischen Weg gewählt werden, deshalb unterstützt sie/er den Kapitalismus und erhält ihn aufrecht.

Weiter werden nur jene von der Öffentlichkeit respektiert, welche mit ihren Ideen das Grundgerüst dieses Staats nicht angreifen, nicht gefährden. Wirklich systemkritische Ideen werden ignoriert, belächelt oder kriminalisiert. Sogenannte linke wie auch rechte ParlamentarierInnen arbeiten mit denselben Mitteln. Da sie dadurch das Staatssystem stützen, führen ihre Aktivitäten zu einem Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Rahmens.

Beispiel Ausschaffungen
Ein deutliches Beispiel sind Ausschaffungen, die sogenannt Linken stimmen diesen stillschweigend zu. Obwohl es jedem linken Denken widersprechen muss, Menschen, die aus verschiedensten Gründen sicherere Lebensumstände suchen und teilweise seit Jahren ein soziales Netz aufgebaut haben, in eine sogenannte Heimat, in welcher ihnen Hunger, Verfolgung und/oder sonstige Repression droht, abzuschieben. Dies geschieht um sicherzustellen, dass Gruppen, welche das System gefährden könnten, dies nicht tun. Durch das Einsetzen von Polizei-/Militärgewalt werden sie als böse, gewalttätig und/oder nicht ernstzunehmen dargestellt. Dies soll eventuelle SympathisantInnen abschrecken und dafür sorgen, dass ihre politischen Überzeugungen im Lärm um ihre Gefährlichkeit für die allgemeine Sicherheit untergehen. Das wiederum wird von "linken" und rechten Parlamentariern unterstützt oder akzeptiert.

Es ist immer wieder zu sagen, dass uns die genannten Strukturen, Mechanismen und Systeme zu blindem Gehorsam erziehen - dem widersetzen wir uns! In diesem Sinne sind auch dieser und die nachfolgenden Texte bloss Anstösse. Diese und viele andere (hier nicht erwähnte) Gründe sprechen für Antifaschismus.

Antifaschismus heisst: Glaubt niemandem, denkt selbst!

Wir brauchen keinen Hurrikan
Wir brauchen keinen Taifun
Denn was an Schrecken er uns tun kann
Das können wir selber tun.

Bertolt Brecht


AutorIn: BAgeR | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  AntifaschistInnen zu Kapitalismus und Gewalt
25.02.2005 17:59  
AntifaschistInnen zu Kapitalismus und Gewalt

ES GIBT KEINEN ANTIFASCHISMUS OHNE ANTIKAPITALISMUS

Seit dem Zusammenbruch des sowjetischen Machtblocks 1989 ist der Kapitalismus als einzige, wesentliche Form von Ökonomie übriggeblieben. Praktisch uneingeschränkt und unbehindert, hat er sich über die gesamte Welt ausgebreitet - ist global geworden.

Doch mit der Ausbreitung des Kapitalismus hat sich nicht nur ein Writschaftssystem verbreitet sondern eine Ideologie, eine Art Religion des Kapitals: der sogenannte Neoliberalismus.

Die Bonzen werden auf Kosten der ArbeiterInnen hier und in der sogenannten dritten Welt immer reicher, die Ausgebeuteten immer ärmer. Die staatlichen Institutionen versuchen halbherzig den Schaden zu vertuschen, rüsten aber vor allem gegen systemkritische Kräfte und Bewegungen auf, um mögliche Widerstände im Keim ersticken zu können.

Der Neoliberalismus ist eine äusserst plumpe und simple Ideologie: Alles was der Bereicherung der Bonzen im Weg steht: ArbeiterInnenorganisationen, faire Löhne, Sozialversicherungen, Schutz für kleine Betriebe, fairen Handel usw gilt als schlecht und alles was zur Profitmaximierung der Bonzen beiträgt, ist gut.

Diese Ideologie hat ein unausstehliches Klima der Konkurrenz, des Kampfes Aller gegen Alle, des schamlosen Egoismus aber auch des blinden Gehorsams, der Angst dem Leistungsdruck nicht standhalten zu können, der Entsolidarisierung, geschaffen.

Der Mensch zählt nur auf Grund seiner wirtschaftlichen Rentabilität und jeder Mensch, der diesem permanenten Leistungsdruck nicht standhalten kann gilt als 'wertlos' als 'Störfaktor' innerhalb des Produktionsprozesses.

Es ist ein relativ kleiner Schritt von dieser ökonomischen Hackordnung des Neoliberalismus zur menschenverachtenden Ideologie der Faschismus.

Gewiss sind Neoliberalismus und Faschismus nicht das selbe, aber die neoliberale Ideologie und das daraus abgeleitete Wirtschaftssystem, sind ein äusserst fruchtbarer Nährboden für Faschismen aller Art.

Der Neoliberalismus vermittelt eine Moral wonach es durchaus berechtigt ist Menschen auszubeuten, wie Ware, wie Maschinen zu behandeln.

Kein Geschäft ist zu schmutzig - alles was Geld einbringt ist erlaubt, jenseits von Gut und Böse, die Schweiz bildet hier keine Ausnahme, im Gegenteil.

Die neoliberale Propaganda versucht seit jeher die ausbeutersichen Mechanismen des Kapitalismus als Naturgesetze darzustellen und leugnet jegliche Alternative.

Hier liegt auch der offensichtlichste Link zwischen Neoliberalismus und Faschismus:

Wenn es ein Naturgesetz gibt wonach der mächtigere Mensch den weniger mächtigen ausbeuten muss, entsteht eine hierarchische Pyramide quer durch die gesamte Menschheit.

Eine Pyramide, in der nach oben Ärscher geleckt und nach unten Fusstritte verteilt werden.

Wenn der Staat Ausländer nach Belieben Ein - und Ausschaffen kann, je nach Wirtschaftslage, wenn die Kapitalisten diese Menschen zu miserablen Bedingungen ausbeuten kann, warum sollte der blöde Hinterlandfascho nicht auch noch drauflos prügeln dürfen?

Wenn der Staat die Frauen immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt, das Kapital sie weniger gut bezahlt und als Arbeitskräfte auf Abruf bereit hält, warum sollte der Patriarch nicht den Eindruck erhalten die Frau als Reproduktionsmaschine, als Waschmaschine als Fickmaschine behandeln zu dürfen?

Wenn der Staat die Gelder für Bedürftige streicht und diese Menschen einem erniedrigenden Kampf gegen die Sozialbürokratie ausliefert, zur Arbeit zwingtnn und das Kapital Menschen denen die letzten Tropfen Produktionskraft ausgesaugt wurden auf den Müllhaufen der Rentabilität schmeissen kann, warum sollte der blöde Hinterlandfascho dem Junkie, der Bettlerin, dem Obdachlosen nicht auch noch eins in die Fresse hauen dürfen?

Wenn der Staat wie kürzlich in Davos AnarchistInnen, Autonome aber auch BefreiungstheologInnen und GewerkschafterInnen zusammenballern, verprügeln, eingasen, kontrollieren, verhaften, ausweisen und einsperren lässt um eine Hochburg des Neoliberalismus, das WEF zu schützen, warum sollte ein Handvoll Hinterlandfaschos nicht auch auf die GenossInnen im Solterpolter schiessen dürfen?

Darum: Wer vom Kapitalismus schweigen will, soll schon gar nicht erst von Faschismus reden wollen!

Darum gibt es keinen Antifaschismus ohne Antikapitalismus!




AutorIn: BAgeR Jahr2000 | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Lieber Subversiver Freundeskreis
25.02.2005 18:25  
ihr seid einfach nur lächerlich! habt ihr euch in eurer langen karriere als sofa-rovoluzzer je gefragt, was ihr mit eurer elitären scheisse eigentlich erreichen wollt und könnt? wie könnt ihr etwas erreichen, wenn ihr, sobald etwas ein klein wenig mehr menschen anzieht, einen brechreiz entwickelt, der dann einen text wie der obige produziert? wie wollt ihr denn mit 5 bis 10 leuten je etwas erreichen? denn wenn man immer der/die gescheiteste, intellektuelste am abstraktesten argumentierende sein will, sich als elite beweisen will, hält man es wohl kaum mit mehr menschen aus. so als vorschlag für eine lebensaufgabe: schreibt doch einmal einen text (das ist ja euer spez.gebiet) über eine elitäre anarchie in theorie und praxis! bin gespannt darauf.
(und damit wir uns nicht falsch verstehen: mein kleiner kommentar ist nicht als beleidigung zu verstehen, sondern als anregung zur reflektion über eure existenz als sfk...)


AutorIn: ara
  indy konstrukitiv?
25.02.2005 18:38  
jjiihaaaaaa


AutorIn: hmmm
  kampagne zum 4. A.A. die vom sfk kritisiert
25.02.2005 20:45  
Einleitung: Warum Antifaschismus sich nicht ausschliesslich gegen Nazis richten kann


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Warum Antifaschismus sich nicht ausschliesslich gegen Nazis richten kann

Die prügelnden Strassennazis sind nur der Ausdruck weit tiefer verwurzelter faschistischer Strukturen in unserer Gesellschaft. Natürlich muss mensch auch direkt auf diese Nazis reagieren, jedoch sollten nicht nur die Auswüchse gebremst, sondern das Problem an der Wurzel gepackt werden. So müssen wir faschistische Mechanismen in unserem täglichen Leben aufdecken, durchbrechen und eliminieren. Denn diese bilden den Nährboden, auf welchem unbeachtet neue Nazis entstehen. Jene Mechanismen bleiben unbemerkt, da sie uns seit unserer Geburt aufgezwungen werden und deshalb als normal empfunden werden. Dieser "Rechtsrutsch" wird hingenommen, ohne hinterfragt zu werden.

Damit die ProfiteurInnen dieses Systems ihre Macht nicht ungehindert weiter entfalten können, müssen sich AntifaschistInnen mit Themen wie Kapitalismus, Medien, Sexismus, Religion und Staat auseinandersetzen.

Kapitalismus und das Recht des Stärkeren
Wie beim Faschismus gilt auch beim Kapitalismus das Recht des Stärkeren. Kapitalismus basiert darauf, dass Geld vorhanden und ungleichmässig verteilt ist. Damit gibt es manche, die Geld besitzen und viele, die es nicht haben. Es entsteht ein Gefälle, bei dem wenige oben und alle andern unten stehen. Um in diesem System zu überleben, sind wir abhängig von denen, die oben sind. Diese besitzen unsere Arbeitsstelle, unser Haus und die Produkte, die wir benötigen oder von denen wir glauben, sie zu benötigen.

Um die Arbeitnehmenden bei Laune zu halten, wurden ins Gefälle Stufen eingebaut, zu welchen mensch sich (nach unten tretend und nach oben gehorsam) hocharbeiten kann. Dadurch wird die Illusion verbreitet, dass jedeR - ist sie/er nur fleissig und angepasst - einmal die Treppe ganz nach oben steigen kann, dass Armut also selbst verschuldet sei. So wird eine Gesellschaft geformt, in der sich all jene, welche sich auf dem Weg nach oben befinden, gegenseitig unbewusst bekämpfen. Dadurch werden alle, die unter der eigenen Position stehen, als Verlierer angesehen und ausgegrenzt. Die ArbeitnehmerInnen wehren sich nicht gegen ihre Ausbeutung, weil sie dadurch noch mehr ausgegrenzt und nicht mehr dem gutbürgerlichen Bild entsprechen würden. Mensch vergleiche diese Gesellschaftskontrolle mit den Ausgrenzungsmechanismen in Deutschland während der Naziherrschaft.

Der Konsum schmiert das System
Des weiteren funktioniert dieses System nur, solange konsumiert wird. Die Mächtigen sind von uns abhängig. Da uns die Massenmedien einreden, dass wir konsumieren müssen - Markenkleider, das neuste Handy oder andere Statussymbole -, um die Treppe empor steigen zu können, realisieren wir unsere Macht nicht.

Unabhängige Massenmedien gibt es nicht
Die Massenmedien sind hierarchisch nach kapitalistischem Muster organisiert. Wissen ist Macht, deshalb will sich mensch informieren. Die Massenmedien geben uns aber eine zensierte Realität vor. Wir haben die Illusion zu wissen, was geschieht, frei unsere Meinung bilden zu können und selbstbestimmt zu leben. Doch die Massenmedien sind, um die Auflage zu erhalten, von den Unternehmen mit ihren Inseraten abhängig. Darum dürfen Medien die Unternehmen nur in dem Masse kritisieren, dass deren Position nicht gefährdet wird.
Das heisst, sie sind zwar fähig, Einzelpersonen oder Gruppen zu schädigen, aber eine Kritik an den Grundstrukturen der Unternehmen und der Staaten ist nicht möglich. Die Kritik dient ausschliesslich dazu, die Glaubwürdigkeit des Massenmediums bei der Konsumentin/beim Konsumenten zu erhalten. So werden wir zu Kritiklosen erzogen. Nach Abwägung der uns zur Verfügung stehenden Informationen entscheiden wir uns zu unserer Lebensgestaltung, wir selbst wählen scheinbar unseren Alltag. Da uns jedoch Informationen vorenthalten werden, entschliessen wir uns, wie es die Mächtigen von uns erwarten.
Zu diesen Erwartungen gehört auch ein Menschenbild, welches klare Normen für Frau und Mann vorsieht. Durch die Massenmedien kann dieses leicht, unauffällig und grossflächig verbreitet werden. Die ständige Berieselung führt zur Internalisierung (zur unbewussten Verinnerlichung) dieses Bildes und zur Gleichgültigkeit.

Sexismus ist im System - Sexismus hat System
Im Sexismus vereinen sich viele faschistische Gedanken, denn er grenzt ganze Bevölkerungsteile aus (oft sogar die Mehrheit) und bezeichnet diese als minderwertig. Mit der Rollenzuteilung von aktiv und passiv, von stark und schwach, die uns ein Leben lang anerzogen wird, entsteht die Rollenverteilung an die Geschlechter. Dies führt dazu, dass bestimmte Verhaltensformen gefordert werden.
In der heutigen Gesellschaft wird die dem Mann zugeteilte Rolle als höherwertig angesehen und dadurch die Frau diskriminiert. In der kapitalistischen Arbeitswelt führt das dazu, das Frauen vielfach schlechter bezahlte Jobs erhalten und zudem für gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden. So erfüllen sie ihre Rolle, da der Mann der besser Verdienende ist und somit als der Stärkere gilt. Zudem kommt auch hier wieder die Gesellschaftskontrolle zum Zug, die uns in unserer Freiheit beschränkt, indem sie "abnormes" Verhalten sanktioniert. So wird eine Frau mit Kindern, die arbeitet, als Rabenmutter beschimpft und ein Mann, der sich nicht aufspielt, gilt als schwach. Im Gegenzug dazu wird systemkonformes Verhalten belohnt, durch Akzeptanz, Respekt und Integration. Es wird mit der Angst vor Ausgrenzung gespielt. Dadurch erhält der Sexismus sehr grosse Akzeptanz und gilt als erstrebenswert, weil mit ihm ein Machtgefühl verbunden ist, das durch den Rückhalt der Gruppe erzeugt wird. Deshalb wird er oft verharmlost und tritt in weniger schnell erkennbarer Form auf.
Dafür lassen sich viele Beispiele finden: So werden Opfer von sexistischen Attacken oft als humorlos bezeichnet. Sätze wie "ich schlage keine Frauen" wirken auf den ersten Blick respektvoll, sind jedoch bei näherem Hinsehen nichts anderes als eine Erniedrigung. Da unser System sich in einer patriarchalen Kultur entwickelte, sichert ein traditioneller Sexismus auch dessen Fortbestehen.

Unser geschlechterrollenkonformes Verhalten ermöglicht eine weitere Stufe im Machtgefälle. So werden weitere Ungerechtigkeiten erduldet. Das System wird zu einem grossen Teil vom Sexismus getragen und profitiert davon.

Kontrolle durch Religionen
In den verschiedensten Religionen wird den Menschen ein Gesellschafts-, Menschen- und Geschlechterbild vermittelt. Moralvorstellungen, die unser Zusammenleben steuern sollen, sind Relikte aus früheren Zeiten, als die Kirchen noch die einzige Instanz war. Sie überdauern bis in die heutige Zeit. All diese Normen sind gefährlich, wenn sie unüberlegt gelebt werden, denn sie sanktionieren eigenständiges Denken und grenzen "sich abweichend oder anders Verhaltende" aus.

Durch den hierarchischen Aufbau können die höher Positionierten unsere Ängste und Sorgen dazu benutzen, uns zu kontrollieren. Sie versprechen uns bessere Lebensqualität, geben uns Lösungen in Form von Verhaltensregeln und/oder vertrösten uns auf nach dem Tode. So erreichen sie treue Anhängerschaft, ein Abhängigkeitsverhältnis und Kritiklosigkeit. Im Blick auf (teilweise nur subjektiv empfundene) schlimme Lebensumstände wird verständlich, wieso manche Menschen sich fundamentalistischen Gruppen (z.B. Sekten) anschliessen. Die Anführer jener Gruppierungen (seien diese nun weltlich oder geistlich) verblenden ihre Anhängerschaft und führen unter dem Deckmantel religiöser und nationalistischer Parolen Kriege zu wirtschaftlichen und/oder machtpolitischen Zwecken.

Politikerwahl - keine echten Alternativen
Ähnlich wie bei den Medien gibt es auch beim Staatssystem die Illusion, dass wir wählen könnten zwischen einem linken und rechten Weg. Aber wir können nur diese Menschen wählen, welche eine in der breiten Öffentlichkeit anerkannte Position erreichen. Dazu ist viel Geld für die Wahlkampagne nötig und die Medien müssen mitspielen. Der/die KandidatIn kann also nur über den kapitalistischen Weg gewählt werden, deshalb unterstützt sie/er den Kapitalismus und erhält ihn aufrecht.

Weiter werden nur jene von der Öffentlichkeit respektiert, welche mit ihren Ideen das Grundgerüst dieses Staats nicht angreifen, nicht gefährden. Wirklich systemkritische Ideen werden ignoriert, belächelt oder kriminalisiert. Sogenannte linke wie auch rechte ParlamentarierInnen arbeiten mit denselben Mitteln. Da sie dadurch das Staatssystem stützen, führen ihre Aktivitäten zu einem Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Rahmens.

Beispiel Ausschaffungen
Ein deutliches Beispiel sind Ausschaffungen, die sogenannt Linken stimmen diesen stillschweigend zu. Obwohl es jedem linken Denken widersprechen muss, Menschen, die aus verschiedensten Gründen sicherere Lebensumstände suchen und teilweise seit Jahren ein soziales Netz aufgebaut haben, in eine sogenannte Heimat, in welcher ihnen Hunger, Verfolgung und/oder sonstige Repression droht, abzuschieben. Dies geschieht um sicherzustellen, dass Gruppen, welche das System gefährden könnten, dies nicht tun. Durch das Einsetzen von Polizei-/Militärgewalt werden sie als böse, gewalttätig und/oder nicht ernstzunehmen dargestellt. Dies soll eventuelle SympathisantInnen abschrecken und dafür sorgen, dass ihre politischen Überzeugungen im Lärm um ihre Gefährlichkeit für die allgemeine Sicherheit untergehen. Das wiederum wird von "linken" und rechten Parlamentariern unterstützt oder akzeptiert.

Es ist immer wieder zu sagen, dass uns die genannten Strukturen, Mechanismen und Systeme zu blindem Gehorsam erziehen - dem widersetzen wir uns! In diesem Sinne sind auch dieser und die nachfolgenden Texte bloss Anstösse. Diese und viele andere (hier nicht erwähnte) Gründe sprechen für Antifaschismus.

Antifaschismus heisst: Glaubt niemandem, denkt selbst!



AutorIn: Antifayeah | Web:: http://www.buendnis-gegen-rechts.ch
  Quoi? (oder:Was?)
25.02.2005 23:43  
Vous auriez quelque chose en français pour mon ignorance crasse siviplé?


AutorIn: Clign clign
26.02.2005 10:58  
hahahaha, lustige "inhalte".


  respekt
26.02.2005 13:04  
eh leute seid friedlich miteinander. momentan haben wir nicht genügend kapazität um die linke opposition wegen solchen sinnlosen streitereien zu spalten! kommt schon leute, eure "wer schreibt krassere texte" spielchen könnt ihr nun wirklich weglassen!
UNITE AND FIGHT! auf nach bern


AutorIn: uelischreck
  Antifaschismus braucht keine Bewilligung!
26.02.2005 18:04  
Offener Brief des Bündnis Alle gegen Rechts zur Bewilligungsfrage & zum 6. Antifa Abendspaziergang

Bern, 25.02.2005

Peter Theilkäs, Chef Abteilung Sicherheitspolizei, hat uns im Auftrag des Kommandos der Stadtpolizei Bern aufgefordert bis am Montag, 28.02.2005, um 17.00 Uhr verbindlich mit ihm in Kontakt zu treten um Verhandlungen bezüglich des 6. Antifaschistischen Abendspaziergang einzuleiten. Ansonsten könne die Stadtpolizei es nicht verantworten den Abendspaziergang zuzulassen.

Die neue (De-)Eskalationsstrategie der Stadtpolizei

Über diesen Schritt ist im BAgeR niemand erstaunt. Wieder einmal versucht die Stadtpolizei den Antifaschistischen Abendspaziergang unter dem Vorwand, es liege keine Bewilligung vor, zu kriminalisieren. So soll die antifaschistische Bewegung gespalten und mundtot gemacht werden. Daneben liefert die Diskussion "Argumente" um auf "politischer" Ebene das neue Demoreglement durchpuschen zu können.

Antifaschismus braucht keine Bewilligung

Wir möchten an dieser Stelle ein weiteres Mal unsere Gründe darlegen, warum wir auch heuer um keine Bewilligung bitten werden. Wir berufen uns auf die Meinungsäusserungsfreiheit und die Versammlungsfreiheit. Dies sind Menschenrechte und als solche nicht ohne äusserst schwerwiegende Gründe einschränkbar. Menschenrechte bedürfen keiner Bewilligung! Es wäre zudem paradox bei der Instanz, gegen welche wir demonstrieren wollen, um Erlaubnis darum zu bitten. Die Polizei fordert uns zum "Dialog" auf. Doch ein Dialog kann nur zwischen gleichberechtigten PartnerInnen zu Stande kommen. In unserem Fall kann davon keine Rede sein. Die Behörden legen nicht nur den Rahmen für die Verhandlungen fest, sondern erklären den "Dialog" auch subito für beendet, wenn wir uns erfrechen, nicht auf all ihre Forderungen einzugehen. Dieser angebliche Dialog, auf den wir uns unmöglich einlassen können, soll also nur dazu dienen unserem Widerstand die Zähne zu ziehen und ihn zu kanalisieren. Weiter sind wir ein basisdemokratisch organisiertes Kollektiv. Wir übernehmen Verantwortung als Gesamtbündnis und sind darum nicht bereit, Einzelpersonen zu exponieren und sie erhöhter Repression und Überwachung auszusetzen

Ein Blick zurück, (k)ein Schritt nach vorne

Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass auf politischer Ebene längst vom Deeskalationskonzept Abschied genommen wurde. Was Wasserfallen begann und Begert versteckt weiterführte, wird nun unter Hayoz offen praktiziert. Nun soll der Abendspaziergang endgültig verboten werden. Ein Blick in die Geschichte der Abendspaziergänge zeigt aber, dass genau jene heiklen Demos, von denen Frau Hayoz so gerne spricht, sehr selbstdiszipliniert verliefen. Zu kleineren Scharmützeln kam es lediglich am 3. & 5. Spaziergang, als die Polizei äusserst unverhältnismässig einschritt und die TeilnehmerInnen bis zum "Geht-nicht-mehr" provozierte. Indes, es kam nur zu kleinen Scharmützeln und nie zu Strassenschlachten, weil dies die Demonstrierenden nicht wollten. Für eine Demo dieser Grösse, welche hauptsächlich von anarchistischen-, autonomen Kräften getragen wird, liegt die Toleranzgrenze unsererseits, gegenüber den Provokationen der Staatsmacht, bemerkenswert hoch.

Berner Demokultur - oder Bernerbeben?

Die Stadtpolizei behauptet, sie könne den Abendspaziergang ohne Verhandlungen nicht verantworten - obwohl dies die letzten vier Jahre problemlos möglich war. Fraglich ist aber, ob sie es verantworten kann die Demo nicht zuzulassen. Bis jetzt hat die libertäre Bewegung besser "deeskaliert" als Polizei und Gemeinderat. Bei den hirnrissigen Polizeieinsätzen in der Vergangenheit (Abendspaziergang 04, RTS 04, Anti WEF 05 etc.) fragt sich allerdings, wie lange die Bewegung auf diese Demütigungen noch mit kreativen Aktionen reagieren kann und will?! Es steht nicht weniger auf dem Spiel als die Berner Demokultur. Die Stadtpolizei und der Gemeinderat täten gut daran dies zu berücksichtigen!

T(h)eil(käs)e und Herrsche

Trotz alledem, wir werden an unserer Taktik festhalten und rufen alle dazu auf, am 12. März lautstark, kraftvoll und entschlossen selbstdiszipliniert den Angriffen, Spaltungsversuchen und der Hetze zu trotzen, und sich nicht auf die vom Polizeikommando provozierte Strategie der Eskalation einzulassen. Unser Ziel ist es auch dieses Jahr den Antifaschistischen Abendspaziergang ohne Ausschreitungen durchzuführen, dabei antifaschistische Inhalte zu vermitteln und radikale Gesellschaftskritik anzubringen und mit einer grossen, starken Demo ein Zeichen gegen die herrschende, unsolidarische, ausbeuterische und repressive Politik zu setzen!

Wer begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen!

Heraus zum 6. Antifaschistischen Abendspaziergang!

Bündnis Alle gegen Rechts


AutorIn: ...
  antifa ja- aber nicht nur für die antifaelite
02.03.2005 13:30  
auf nach bern zum aa UND ZWAR A.L.L.E.
finde es super, dass es den aa gibt, doch eure diesjährigen plakis find ich nicht besonders gut. wen wollt ihr damit ansprechen? wenn ich als familienmutter/vater ein plaki sehe wo einige vermummte, schwarzgekleidete leute drauf sind, würde mich das nicht besonders ansprechen. für viele sieht das nun mal nach riots aus...
die leute die sich von diesen plakis angesprochen fühlen, die kommen sowieso schon. doch euer ziel ist es ja, möglichst viele für den aa zu gewinnen, um ein möglichst grosses zeichen zu setzen und um zu zeigen, dass der antifaschismus einen grossen rückhalt in der bevölkerung hat.
ausserdem finde ich es schon fast etwas elitär, wenn ihr mit den mobilisierungsplakis nur einen "kleinen" teil der bevölkerung ansprecht, schliesslich ist antifaschismus ein thema, das alle etwas angeht.


AutorIn: weltbürger
  Proleten
04.03.2005 00:27  
Ja raus zum antifaschistischen Abendspaziergang. Zur Show der ach so linken Mackerszene. Raus mit den harten, vermumten und starken Jungs die Bern im Griff haben nur sich selbst nicht. Es gibt meiner Meinung nach keine Linke Organisation die so selbstverliebt und arrogant ist wie die berner Antifas. Sie demonstrieren so ein bisschen für sich, für irgendwas und irgendwer. Doch zwischen den jährlichen Demos geschieht nichts ausser ein paar sprayereien, lehre drohungen und mackergetue. Dahinter steckt eine ganz anständige Meinung die aber so vertreten und so gelebt werden sollte. und nicht sich zurücklehnen, weil man die Zeitunghen (blick, bund, bz) mit seitenlangen diskusionen gefühlt hat. das ist nähmlich mit ein paar vermumten nicht so schwierig zu erreichen.

PS: habt ihr keine eigene homepage das ihr hier seitenlange texte bringen müsst??


AutorIn: Flurrine
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