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Ein weiterer Beweis, dass Swisscom mit unfairen Massnahmen gegen die Mitbewerber kämpft: Im Dezember 2004 schloss Swisscom mit Migros ein genereller Rahmenvertrag über Daten-Dienstleistungen ab (siehe Dokumente). Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen, jedoch an der Preisliste (IPSS Dienstleistungen).
Die offerierten Preise sind dermassen nicht marktüblich und sind teilweise um den Faktor 20! tiefer als vergleichbare Dienstleistungen, die Wholesale-Partner von Swisscom bezahlen müssen (ein Markt existiert ja nur in den Agglomerationen, nicht aber in benachteiligten Randgebieten, wo Swisscom alleinige Anbieterin ist).
Zudem bezahlt Migros an Swisscom keine sogenannten Setup-Fee's - Einmalgebühren (Position 3.3.2 der Preisliste). Setup Kosten für andere Kunden betragen bei einem notwendigen Darkfibre Ausbau mehrere zehntausend Franken, um ein vergleichbarer Dienst zu implementieren.
Nachdem Aktivisten die unterschriebenen Dokumente auf einen freien Webhost unter http://swisscomdumping.tripod.com/ geladen hatten, passierte einige Tage lang nichts. Journalisten der Fachpresse (Netzwoche) wurden über den Sachverhalt informiert und versprachen, eine Geschichte über die schreiende Ungerechtigkeit zu bringen. Mit der Geschichte wurde aber leider nichts, weil scheinbar die Verantwortlichen von Netzwoche die Sache nicht als Brisant genug erachteten respektive genügend von Swisscom unter Druck gesetzt wurden. Immerhin hat Swisscom mit "rechtlichen Schritten" gegen Netzwoche gedroht - was ein Journalist eigentlich nicht weiter beunruhigen dürfte?!?
Nachdem Google die obige URL mit den Dokumenten indiziert hat und unter http://www.google.ch/search?hl=de&q=swisscom+dumping&btnG=Google-Suche&meta= auffindbar wurde, ging es gerade mal 2 Tage, da entfernte Tripod / Lycos die Dokumente wieder. Zensur? Vermutlich haben Swisscom Leute Tripod massiv unter Druck gesetzt. Was noch mehr dafür spricht, dass die Sache ganz gehörig zum Himmel stinkt.
Zudem wurde die Quelle der Dokumente ebenfalls bedroht - es wäre so einfach, wenn Swisscom den Mantel des Schweigens über die schreiende Ungerechtigkeit breiten könnte und niemand, vor allem die Regulationsbehörden (BAKOM / COMCOM / WEKO), nie etwas von der Sache erfahren würden.
Zitat eines Managers von Cablecom, nachdem er die Dokumente zu gesicht bekommen hat: "jetzt ist mir klar, weshalb unsere Sales Leute bei der Migros keine Chance hatten, etwas zu verkaufen".
Mit dieser Aktion bremst die allmächtige Swisscom andere Marktteilnehmer der Telekom Industrie gezielt aus - koste es was es wolle. Politik und Regulation machen Augen und Ohren zu und saktionieren damit die Machenschaften.
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