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 :: Polizeistaat oder was? Fragen über Fragen und keine Antworte ::
 Themen | WEF 31-01-2005 22:25
AutorIn : schreiberling

Bern und Basel waren die Schauplätze der martialischen Polizeiaufgebote des diesjährigen WEF’s. Der Protest sollte mittels Massenkontrollen und starker Repression im Keim erstickt werden. Das Polizeiaufgebot übertraf alle Aufgebote der letzten Jahre, tausende PolizistInnen, Luftüberwachung, Militärfahrzeuge an der Front, Gitterfahrzeuge in den Gassen und von der Individualbewaffnung der einzelnen PolizistInnen gar nicht zu sprechen. Unzählige Übergriffe werden vermeldet, Beleidigungen und Erniedrigungen, Morddrohungen, Schläge und ein Hundebiss; was die aus dem PolizeiGEWAHRSAM entlassenen zu berichten wissen ist Haarsträubend. Draussen auf der Strasse werden Menschen brutal verhaftet. In Basel wird ein weiteres mal aus weniger als 5m Distanz auf Kopfhöhe in die fliehende Menge geschrotet und mit dem Wasserwerfer bei –5°C gegen Kleingruppen vorgegangen. Die massiven Übergriffe lassen den Schluss zu, dass die PolizistInnen frustriert darüber waren, dass sie nicht wild mit Gummi, Gas und Wasser um sich schiessen zu dürfen und wieder mal so richtig die Sau raus lassen zu können.
Das ganz noch mit Bildern im PDF-Format
Das ganz noch mit Bildern im PDF-Format

Einkesseln, kontrollieren, fichieren der neue Standard

Was, wenn es um Fussballfans geht, zu einem Baselweiten Skandal führte und Ester Maurer zu einer Entschuldigung an deren Adresse zwang, ist bei politischen Jugendliche für viele noch zu wenig. Genau, die Rede ist vom neuen Allheilmittel der Schweizer Polizei:
Kessel der: neues Standardmittel der Schweizer Polizei, bisheriger Höhepunkt Landquart Januar 2004.
Das die Berner Stadt- und KantonspolizistInnen Meister darin sind, beweist auch die Tatsache, dass sie in Basel nahezu alleine den inneren Kreis um den Barfüsserplatz zogen. Interessant ist auch die Feststellung des Journalisten (Philipp Loser, Basler Zeitung), der in seinem Artikel über die Nichtdemonstration in Basel schreibt: „Vor allem Mitglieder der Berner und Aargauer Polizei gingen Heftig gegen mögliche Demonstranten vor. Die Polizisten aus anderen Kantonen waren – was mehrere Augenzeugen bestätigen – zurückhaltender.“ Es war auch auffallend, dass einige Stadtberner Polizisten vermummt in der Reihe um den Kessel standen. Allen voran wurde Herr Schneider erkannt, er ist stadtbekannt für sein unzimperliches und vorpreschendes Verhalten (siehe Bild). Da muss mensch sich schon fragen ob das nun salonfähig wird, dass sich Frontpolizisten an Demonstrationen vermummen? Vor allem, da die Polizei seit Jahren verkündet, dass sich nur jene vermummen täten, die Gewalttaten planen.
In Basel wurden auch dieses Wochenende wieder 777 Menschen kontrolliert und 186 festgenommen. Das Polizeicommuniqué, das die Basler Polizei heute zum Thema „Beschlagnahmtes Material“ veröffentlichte, könnte „eins zu eins“ das Selbe wie jenes aus Bern, eine Woche zuvor sein, Titel: „Es waren Krawalle geplant!“. Auch wurde ein schönes Foto beigelegt, das ausdrücken soll wie gewaltbereit die Menschen sein sollen. Das diese Fotos einfach zu Täuschungen führen können, zeigte schon das Foto der Berner Polizei am Montag 24.01- lehre Bierflaschen als Molotovkoktails und was sie sogar zugaben, Plastik Theaterrequisitenknüppel als Schlagstöcke.
Doch all dies täuscht über die Tatsache nicht hinweg, dass alle Aktionen im Zusammenhang mit dem WEF friedlich blieben. Dies nicht wegen den überaus grossen Polizeiaufgeboten, sonder weil wir es so wollten!


„Halt Personenkontrolle – wegen WEF!“- Kontrollen in einem Berner Tram

Im Rahmen des WEF scheint wohl fast alles möglich, neben den alt bekannten Kessel die für ein jeden politischen Jugendlichen zum Demonstrationsalltag gehört, kam es zu weiteren Abstrusitäten. Mitten in der Nacht gab es Frisurkontrollen, im Polizeijargon heisst das: „Zieh einmal deine Kappe aus, will deine Haare sehen.“ Jugendliche die zu spät in der Nacht unterwegs waren und allzu „links“ aussahen oder zu schwarz bekleidet waren, wurden angehalten, und teils sogar abgeführt und auf den Polizeiposten verschleppt. Samstag Nacht wurde gar eine Gruppe junger Menschen aus dem Tram Nr. 5 in Richtung Endstation Fischermätteli aus dem Tram heraus geholt. Ein Kastenwagen hatte sie vom Bahnhof aus im Tram verfolgt, anschliessend das Tram angehalten und sie zum Aussteigen gezwungen. In dieser Woche herrschte in Bern Ausnahmezustand. Es scheint als hätte sie Polizei gefallen daran gefunden, ihre neu gewonnen Allmacht auszuleben!


Kostenwahrheit

Im Anschluss an die Berner Demonstration vom 22.01.2005 hatte B. Hayoz gesagt, dass der Einsatz aus den anderen Kantonen die Stadt nichts kosten würde. So weit so gut. Doch unterschlägt sie dabei, dass sie wahrscheinlich ihre Männer und Frauen die nächsten Einsätze jenen Kantonen auch Kostenlos zur Verfügung stellen muss. Somit ist das nicht in Rechung stellen des Einsatzes der andern Kantone, eher ein zinsloses Darlehen auf unbeschränkte Zeit! Der erste Einsatz wurde letzten Samstag in Basel geleistet. Die Berner Stadt- und Kantonspolizei war da mit einem riesigen Aufgebot präsent. Auch Gitterfahrzeuge mit Berner Autonummern befanden sich etliche in Basel.


Aus und vorbei, das WEF 2005 ist Geschichte.

Viel haben sie gesagt und versprochen, die selbsternannten „Global Leaders“! Sie hätten es sich zum Ziel gesetzt der Welt zu Helfen. Die Reden welche sie gehalten haben, müssen wohl eine direkte Folge des Champagners und des guten Bündner Weins gewesen sein, wir werden uns also von ihren lehren Versprechen nicht besäuseln lassen. Wir werden weiter machen, mit unserem Widerstand.
Oder wie es ein alter Genosse in einem seiner unzähligen Lieder zu singen pflegt:
„Manche Schlacht geschlagen, machen Traum gehabt doch an diesem Punkt hier und heute weiter nach vorne schauen. Sich nicht klein kriegen lassen von der sogenannten Normalität, besser nicht solange warten bis hier gar nichts mehr geht!“
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
31.01.2005 22:36  
hast wohl nicht im ernst was anderes erwartet von diesen affen. was regst du dich jetzt so auf.... war schon lange alles bekannt. und das nachträgliche jammern bringt nichts... handeln statt klönen


  libe derra die Hellste bist ja nicht
31.01.2005 22:50  
Unüberlegtes Handeln, wie zum Beispiel auf indy herummotzen, bringt noch weniger als nichts zu tun! Der Text ist ein Aufruf zum Hnadeln, und wenn sich hier eine Gruppe die Zeit genommen hat für Medienarbeit, dann ist das handeln und nicht jammern. Denn für viel Menschen ist gar nicht klar was eigentlich abgeht!

Handeln ist wichtig aber bitte: Kopf einschalten


AutorIn: kommentare abschalten
  Fotos vom Kessel in Basel
31.01.2005 23:14  
Zuerst mal, sehr guter Beitrag.

Ich versuchte schon mehrmals Fotos zu Posten, ging jedoch nie (ussereror oder seite kann nicht angezeigt werden).Ich habe Fotos von einem vermummten Bulle, der scheins Herr Schneider ist und von irgend so einem Gewehr (Paintball?) das ich in Schneiders Reihe sehen konnte und noch viele mehr.
Ich werde diese Fotos später an pigbrother per e-mail schicken, falls ihr Interresse habt? und sie auch nochmals versuchen hier zu veröffentlichen.

Zum kessel in Basel gibt es nicht mehr viel zu sagen, bis mensch nur auf dem Barfi war wurde einem zweimal die Personalien genommen und dreimal kontrolliert.
als die meisten Leute sich Besammelt hatten machten die Bullen ohne Grund sofort zu. Man stand nun zwei stunden friedlich -wie alle- herum. Konnte nach langem anstehen endlich freiwillig heraus.wurde wiedermal kontrolliert und die Personalien genommen. Und der Bulle sagte es gibt eine Anzeige wegen Landfreidensbruch (weil ich mein Zvieri auf dem Barfi essen wollte oder weil ich zwei stunden herumgestanden bin und nichts gmacht habe?) und wegen Ungehorsam (weil ich nicht innert drei Minuten weg war, obwohl man gar nicht konnte, wir fragten mehrere Bullen, wir würden uns auch kontrollieren lassen, sie meinten aber nichts dazu).
Jeder der da war weiss was für eine nette Demokratie wir hier haben und was die Gesetzeshüter von dem Recht auf Meinungsfreiheit verstehen.
So ein (Grünes) Merkblatt habe ich nicht erhalten.
PS:Bei solchen Aktionen beginnt man zu verstehen warum die Leute Radikaler oder Gewalttätiger werden.


AutorIn: todie
  @ toadie / Gewehr / usererror
31.01.2005 23:35  
Ja, bitte schick uns die Fotos!
--> Möglicherweise handelt es sich um die Basel-Land «Sondereinheit Terrorismusbekämpfung KODIAK» mit einem Custom-Modell des einschüssigen 40 mm Werfers des amerikanischen Army-Herstellers «Defense Technology / Federal Laboratories», siehe  http://www.ssi-media.com/pigbrother/Report2003Part3.htm#10

Betreffend "usererror" folgender gecopypasteter Tipp:

der trick besteht darin, den beitrag in einem anderen program zu schreiben und ihn dann mittels copy & paste zu posten.
die software dieser seite hat ein timeout, dass heisst, wenn du einen beitrag schreibst und ihn dann posten willst nach ca. 40 minuten, du halt eine fehlermeldung siehst.

Thx & Cheers


AutorIn: PigBrother.info
  Kontrollen in Berner Trams?
01.02.2005 13:25  
Das mit den Kontrollen in Berner Trams höre ich zum ersten Mal. Wir versuchen uns einen Überblick zu verschaffen über das Vorgehen der Bullen am 22.1. in Bern. Dafür sammeln wir Gedankenprrotokolle von Betroffenen und ZeugInnen. Infos zu den Kontrollen in den Trams würden uns interessieren. Es wäre schön wenn die Leute, die genaueres wissen mit uns Kontakt aufnehmen könnten.


AutorIn: antirep
  steht alles da
01.02.2005 14:55  
Kontrollen waren Samstag 29.01.2005 ca 22.00 Uhr


AutorIn: schreiberling
  Bitte Fotos auch an
01.02.2005 14:56  


AutorIn: muss ausgefüllt werden)
  @todie
01.02.2005 17:24  
es wäre sehr toll wenn die fotos doch noch hier gepostet werden könnten...vieleicht gibt es ja auch noch weitere, denn ich sah so viele leute, die mit einer kamera "bewaffnet" waren. ich schreibe bewusst bewaffnet, denn mit bilder können wir der öffentlichkeit und den medien beweisen wie unverhältnismässig die polizei an dieser demo, wie auch an vielen anderen gegen die demonstranten vorgeht...
also bitte alles material posten!!!


AutorIn: sicherheit!!!
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