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 :: Bericht zur Demo in Winterthur ::
 Themen | WEF | Anti-Kapitalismus/Globalisierung 16-01-2005 13:18
AutorIn : moa : http://www.antiwef05.ch
Am Samstag, den 15.01.05 haben ca. 400 Menschen in Winterthur gegen das WEF und sein Jahrestreffen in Davos demonstriert. Die Demonstration verlief vollkommen friedlich und es sind keine Sachbeschädigungen bekannt.
Bereits um 10.00 Uhr war die Stadt mit zahlreichen Zivilbullen durchsetzt. Da diese sich aber immer so verhalten, dass mensch sie auch ja erkennt, war das nicht so ein Problem. Es zeigt einfach das Misstrauen der Stadt gegenüber dieser Demonstration. Ansonsten war es in der Stadt aber vollkommen ruhig und nichts deutete auf die kommende Demonstration hin.

Um ca. 12.30 hat sich eine erste Gruppe „Hippies“ beim Neumarkt eingefunden. Sie hatten eine Menge Material – unter anderem Transparente – bei sich. Etwa eine Viertelstunde später war die Gruppe bereits auf eine kleinere Menschenmenge angewachsen. Die Bullen haben dann dort auch Personenkontrollen durchgeführt (gemäss Communiqué wurden ca. 70 Menschen gefilzt) und auch einige Dinge beschlagnahmt.

Der Platz füllte sich langsam mit Leuten, wobei auffiel, dass es praktisch keine Vermummten hatte. Als es 14.00 Uhr war, wurde die Menge von den Demo-Organisatoren begrüsst und mit einer kleinen Rede auf die Demo eingestimmt. Etwa 10 Minuten später ging’s dann los. Die Menschen setzten sich langsam in Bewegung, immer begleitet von zahlreichen bürgerlichen Medien, die wieder einmal endgeil darauf waren, die besten Bilder zu haben und wahrscheinlich zumeist hofften, dass es doch noch „abgeht“. Die Demonstranten liessen sich davon aber nicht beirren und beachteten die Journis kaum. Die Demo zog zum Bahnhofplatz und bog dann in die Stadthausstrasse ein. An den Strassen standen zahlreiche Schaulustige, die teilweise Freude hatten, ja sich sogar anschlossen, gleichgültig oder fragend dastanden oder einfach nur den Kopf schüttelten. Alle Gassen die irgendwie in die Altstadt führten waren mit Robocopz verstopft, sodass wir auch ja nicht auf die Idee kommen sollten dorthin zu wollen.

Der Zug ging weiter zum Schulhausplatz, wo zwei Reden gehalten wurden, die unter anderem die Form unseres Protestes und Zukunftsperspektiven thematisierten. Die Presse war die ganze Zeit mit von der Partie und hat alles aufgezeichnet. Danach setzte sich die Demo wieder in Bewegung und machte sich auf, über die General-Guisin-Strasse wieder in die Altstadt einzubiegen. Bis hierhin hatte es weiterhin an allen Zugängen zur Innenstadt robotisierte Bullen, aber keine Gitterjeeps.

Das änderte sich bei der Neustadtgasse. Anscheinend wollten die Bullen auf den Schluss der Demo hin immer mehr von ihrem Aufgebot zeigen, sodass es uns ja nicht in den Sinn kommen sollte, während oder gar nach der Demo Radau zu machen. Allerdings hat sich die Stimmung durch die provokativ-gockelstolzen Grenibullen auf ihren Jeeps mit ausgefahrenen Gittern nur angeheizt. Die Demonstranten waren allerdings sehr selbstdiszipliniert, liessen sich von den wüsten Bildern nicht aus der Ruhe bringen und marschierten ohne wirkliche Reaktionen (ausser ein paar „Stinkefingern“) weiter.

Als die Demo dann über die Steinberggasse wieder auf den Neumarkt einbog waren auch dort zahlreiche Bullenreihen, die den Zugang zur Innenstadt versperrten. Die Organisatoren bedankten sich bei allen Demonstranten für ihre Beiträge zur gelungenen Demo und beendeten sie offiziell. Zuerst standen die meisten noch ein wenig herum, als dann aber eine Gruppe auf die Bullen zuging (Richtung Marktgasse) und von diesen ohne Personenkontrollen durchgelassen wurde, entschlossen sich einige es ihnen gleich zu tun. So waren dann ein paar Grüppchen friedlich durch die Marktgasse unterwegs. Die Pozilei liess es sich aber nicht nehmen, ihre Aufgabe nicht aus den Augen zu lassen und stellte sich vor den McDonald’s. Die ganze Demo konnte sich friedlich auflösen und es kam auch zu keinen Nachdemos, die nur das gute Gelingen der Worm-Up-Demo versaut hätten.

Im Rückblick kann ich sagen, dass ich die Demo sehr gelungen fand (umso mehr, wenn man Chur miteinbezieht). Allerdings war das Auftreten der Schmiererei völlig übertrieben. Dass sie sich bereithalten müssen, ist ja noch zu verstehen. Dass sie sich aber so provokativ in Pose setzen mussten, war völlig unnötig und unverhältnismässig. Die Bullen können sich auch unentdeckt hinter einem Hauseckchen seelisch und körperlich auf den bevorstehenden Einsatz vorbereiten. Da könnt ihr auch mal ein Beispiel an euren Kollegen aus dem Luzernischen nehmen! Schlussendlich war es nur den selbstdisziplinierten und ruhigen Teilnehmer zu verdanken, dass die Demonstration so gut gelingen konnte.

In diesem Sinne vielen Dank an alle die dazu beigetragen haben!

Fotos:  http://www.ark.resistencia.ch/index.php?page=aktuell&art=eintrag&id=565
Situationsberichte:  http://www.ark.resistencia.ch/index.php?page=aktuell&art=eintrag&id=561
Bürgerliche Presse:  http://www.ark.resistencia.ch/index.php?page=aktuell&art=eintrag&id=564
 :: 5 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
17.01.2005 12:50  
An die Aktivisten, an die Mods, an ... 17.01.2005 11:07

Danke für die Berichterstattung über die WEF-Proteste! In .de kommt derzeit recht wenig an, wahrscheinlich weil da die Leute meist mit ihrem Bauchnabel zu tun haben? Ein Bericht erschien immerhin bei indy.de:  http://de.indymedia.org/2005/01/104232.shtml .. und mehr wirds dann hoffentlich in der kommenden Woche geben.

Eine Bitte: ich sehe oft, daß bei Indy.ch Polizei und Nazis die Seite mit Desinformatione, gefakten Streits und Diffamierungen überschütten. Sie sollen Euch entmutigen und Indymedia als ernstzunehmendes Grassroots-Journalisten-Tool kaputtmachen. Lasst Euch nicht entmutigen und überlegt, ob Ihr nicht auch die Kommentare in "inhaltlich - nicht-inhaltlich" trennen wollt. Kann sein, daß es die erste Zeit etwas mehr Arbeit ist (die Trolle fühlen sich ja herausgefordert), aber langfristig ist bei Indy die Quote der inhaltlichen Kommentare gestiegen.
jemand aus .de



  PS
17.01.2005 13:18  
Mit der letzten Bemerkung meinte ich indy.de: nachdem dort getrennt wurde, hat sich das Niveau verbessert.
Der Newswire liesse sich übrigens auch klasse in 3 Teile aufspalten: News, Crossposts, Termine+Meinung+Flugblätter


AutorIn: jemand aus .de
17.01.2005 16:38  
indy.ch/de ist aber nicht indy.de... tja...

und indy.ch/de ist schon gar nicht indy.ch es gibt auch noch indy.ch/fr und indy.ch/it und dort klappts bestens... weshalb, weil es offensichtlich vor allem im deutschprachigen raum trolle gibt...
(oder ich verstehe zu wenig franz und italienisch um die troll komentare zu unterschieden...)


  Wenn Arbenzjünger fleissig schwatzen:
17.01.2005 23:21  
Winti mag ja cool sein, aber was dort an Demos herumgeboten wird, gehört nach Wil(SG). Zähmungsdelirantinnen haben dort Grossartiges geleistet, alle konnten sich freuen. AL-Vertreterinnen boten sich in aller Öffentlichkeit den Behörden als Wasserträgerinnen an. Shame! Shame on you!

«Wir haben ein friedliches Zeichen gesetzt. So müssen wir weitermachen.»
Der Kontrast zur Anti-WEF-Demonstration in Winterthur vor einem Jahr hätte nicht grösser sein können: Damals artete der unbewilligte «antikapitalistische Spaziergang» in Randale mit Sachschäden und Verletzten aus. Die Sprecherin und Mitorganisatorin der Demo sagte am Ende des Umzugs ins Mikrofon: «Wir haben ein friedliches Zeichen gesetzt. So müssen wir weitermachen.»

Recher sagte auch, dass Gewalt und Sachbeschädigungen nichts brächten
Anja Recher, Zürcher Gemeinderätin der Alternativen Liste, sprach doppeldeutig davon, dass «wir alle genug haben». Sie meinte vom Leben, aber auch genug von irgendwelchen Politikerinnen. Recher sagte auch, dass Gewalt und Sachbeschädigungen nichts brächten. Es gehe ja nicht um den Kampf «Linke gegen die Polizei», sondern um Gehorsam und darum, was «die Herren dort beschliessen».

«Steine schmeissen bringt nichts.»
Auch Parteikollege René Jung aus Winterthur sagte in seiner Rede: «Steine schmeissen bringt nichts.» Am Schluss seiner Rede rief René Jung ins Mikrofon: "Lieber Ernst, so einfach wirst du uns nicht los!»

Keinmensch kann gezwungen werden so zu sprechen, das war schon fast zuviel des Guten: "Lieber Rene, so einfach wirst du uns nicht los!"



  Pressecommuniqué
18.01.2005 13:15  
Pressecommuniqué nach der Demo in Winti
verfasst am 17.1.2005 um 21:55 von Worm-up

Pressecommuniqué des Worm-up-Teams

Winterthur, 16. Januar 2005

Gut 300 TeilnehmerInnen haben am Samstag, den 15. Januar in Winterthur, parallel mit Chur, mit ihrer Anwesenheit ihren Protest gegen das WEF auf die Strasse getragen.
In Anbetracht, dass keine Partei, Gewerkschaft oder Organisation die Demonstration aktiv unterstütz hat, sind wir von der bunt durchmischten TeilnehmerInnenzahl überwältigt.
Was in Winterthur möglich war, wird zurzeit in Bern von behördlicher Seite her mit fadenscheinigen Argumenten zu verhindern versucht. Auf nach Bern!
Ein grosses „Merci“ an alle, die sich auch vom übermächtigen Polizeiapparat, der die Altstadt mit Gittern in eine Festung verwandelte, nicht provozieren liessen.
Das einzige nennenswerte Problem welches wir hatten, war der obligate Aufmarsch von Rechtsradikalen auf dem Bahnhofgelände. Wir wissen zur Zeit noch nicht, ob alle Demonstrantinnen den Rückweg unbeschadet überstanden haben.
Das grosse mediale Interesse im Vorfeld zu unserer Person und zur Gewaltbereitschaft der TeilnehmerInnen, nicht aber zu den Inhalten, enttäuscht einmal mehr. Sobald abzusehen war, dass die Manifestation friedlich verlaufen wird und wir als Organisationsteam an keiner Homestory interessiert waren, war das viertel nach acht Gesicht beim angereisten Medientross klar sichtbar. Inhalte via Medien zu vermitteln bleibt weiterhin ein Zukunftstraum. Das Worm-up-Team ist sich bewusst, dass die gewählte Form des Demonstrierens nur eine von vielen Möglichkeiten ist, sich dem Thema WEF zu stellen. Wir hoffen mit diesem Beitrag alle zu ermutigen, kreativ, aktiv, laut oder leise ihren Unmut überall kundzutun.

Das Worm-up-Team


AutorIn: cut n'winti
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