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 :: freier markt jetzt! ::
 Themen | WEF 04-01-2005 21:38
AutorIn : kritisches management gegen das wef
seit jahren treffen sich in davos unsere geschätzten kollegen und chefs zu ihrem gemütlichen stelldichein, zudem wir als kritische manager und managerinnen leider wiedereinmal nicht eingeladen sind. sie sprechen dort über die beefreiung des marktes. leider werden sie dabei sogar von ihren gegnern und gegnerinnen beim wort genommen. denn...
denn der freie markt müsste ja nicht so ausgrenzend und mörderisch sein, wie er uns von den damen und herren wefdelegierten jedes jahr präsentiert wird. wozu braucht es denn im freien markt eine arbeitserlaubnis oder einen chef, wozu braucht es im freien markt knüppelnde bullen oder schiessende soldaten...?
das wef, die wto, die weltbank usw. haben sich die befreiung der märkte auf die fahnen geschrieben und sind dabei derart in ihrem neoprotektionismus verfangen, dass es uns kritischen managern und managerinnen richtig weh tut:
-im zuge der inkraftsetzung des neuen handelsreisendengesetzes am 1.1.2003 wurden ausländer und ausländerinnen ohne aufenthaltsbewilligung c bzw. b (falls aus der eu) beispielsweise vom lukrativen flohmarkt geschäft ausgeschlossen. das handelsreisenden gesetz ist ein typisches kind der globalisierung. es vereinheitlichte schweizweit den erhalt einer bewilligung für die ausübung des handelsreisenden gewerbes (würstchenstände, strassenmusik usw.), so dass nun eine bewilligung, die ihre gültigkeit in einer schweizerstadt hat, auch in allen anderen schweizerorten gültig ist. mit dem neuen gesetz wurde in der folge auch der erhalt einer solchen bewilligung an bedingungen geknüpft: die hauptbedingung wurde eine arbeiterlaubnis (also eigentlich: ch-bürgerrecht, aufenthaltsbewilligung c,b und eigentlich auch L). doch im selben gesetz wurden märkte ausdrücklich von der bewilligungspflicht ausgenommen, was eigentlich bedeuten müsste, dass es für die verkaufstätigkeit an flohmärkten keine bewilligung braucht. demzufolge müssten auch die anderen voraussetzungen für den erhalt einer handelsreisendenbewilligung nicht erfühlt werden, was bedeuten würden, dass alle an märkten verkaufen dürften, sofern sie sich an die regeln des marktes hielten. am flohmarkt kanzlei in zürich kreis 4, einem ehemals besetzten marktplatz, dürfen im zuge dieses gesetzes seit dem 1.10.2003 ausländer und ausländerinnen nur noch verkaufen wenn sie mindestens eine aufenthaltsbewilligung c haben oder aus einem eu-land stammen und mindestens die bewilligung b haben.
dies hatte die flohmarktleitung, nach eigenen angaben beschlossen, um zu verhindern, dass der kanzleiflohmarkt wegen illegalem marktverhalten geschlossen würde.

abgesehen davon, dass mit derartgien zugangsbeschränkungen offen die aus einem nicht-eu-land stammenden ehepartner und ehepartnerinnen eines schweizers oder einer schweizerin diskriminiert werden (sie erhalten bei der heirat nur eine bewilligung b), ist dies der perfekte beweis dazu, dass sowas wie ein freier markt schon lange nicht mehr existiert. wann könnten wir von freiem markt sprechen:

-wenn keine zugangs beschränkungen mehr existieren.
-wenn das spielen des gesetzes von angebot und nachfrage zu einem möglichst guten preis führen würde.

auch für uns kritische manager und managerinnen gibt es natürlich wichtigere dinge als einen freien markt: freie liebe, freie zeit...
dennoch zeitigt der ausschluss riesiger bevölkerungsgruppen vom markt bereits jetzt schlimme konsequenzen. dieser ausschluss wird nicht nur mit ökonimischen, kapitalistischen mitteln betrieben, sondern auch mit politischen protektionistischen.

wir glauben, ein wirklich freier markt könnte uns allen etwas nützen und sei es nur finanziel. deshalb fordern wir die sofortige abschaffung aller rassistischen handels und bewegungsbeschränkungen die im zuge der "befreiung des marktes" von den "befreiern des marktes" eingeführt wurden:

gründet freie märkte, die kritischen manager und managerinnen...
 :: 5 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  freier markt
05.01.2005 13:50  
ein wirklich freier markt brächte für alle dieselben bedingungen und mithalte chancen, doch müssten zuerst die schon bestehenden vorteile abgeschafft werden.
Auch soll eine wettbewerbsfreiheit zu preissenkungen führen, doch nicht zur ausbeutung der produzenten!!!
da wäre zweifellos genügend handlungspotential vorhanden...


AutorIn: mann-ager-in
  jeder markt ist für den arsch
05.01.2005 16:37  
MARX LESEN ANSTATT SCHWÄTZEN.

was hat gopfertammi die fdp hier verloren?

deine sozialdarwinistische wertzuordnung durch das kapital kannst du dir an deinen möchtegern-kritischen hut stecken! produktion nach bedürfnissen und nicht nach portemonnaie! marktwirtschaft auf die müllkippe!


AutorIn: Sozialist
  Naja
05.01.2005 19:56  
Jedem nach Leistung meinst du wohl.


AutorIn: -
  Freie Produktion ohne Chefs und Kapital...
05.01.2005 21:30  
statt freien Markt.

Her mit dem schönen Leben!


AutorIn: prolet
  Marx , der freie Markt und die freie Meinung
22.01.2005 12:20  
Wie schön ist es doch zu lesen, dass es noch Marx-Anbeter gibt. Sein Kritik des Liberalismus ist wahrlich wertvoll. Das wertvollste ist aber der kritische Ansatz als solcher, dem er selbst auch unterworfen werden muss...

Daher: Marx nicht als Ideologie wider den freien Markt, sondern als Massstab der Kritik an letzterem. Der freie Markt ist in dem Masse gut, wie er zur Verwirklichung der sozialen Autonomie einer/s jeden dient.

Dazu muss der 'wirklich freie Markt' grundsätzlich uminterpretiert werden. Schliesslich muss nicht der Markt frei sein, sondern das Individuum, und nicht nur das besitzende, sondern jedes (vgl. Marx, die Judenfrage)! Dazu ist es nun mal unerlässlich den Gesetzen des Marktes die Gesetze von uns Menschen entgegenzuhalten, die allein die ökonomische Abhängigkeit der Individuen dort aufheben, wo sie deren Autonomie beeinträchtigt.

Dazu wäre es nicht zuletzt dringend nötig, auf europäischer Ebene eine Politik der Daseinsvorsorge, der Sozialversicherungen und vielleicht einer Existenzgarantie aufzunehmen. Ich vermisse hier Bestrebungen einer europäischen Linken...

Zu den obigen Sozialisten: Ich dachte es gehe in diesen Tagen auch um Meinungsfreiheit?!? Muss mich wohl verhört haben...

Grüsse die Kritischen, Damiano (Philo-Student)


AutorIn: Damiano Sguaitamatti
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