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 :: Mahnwache gegen Wahnmache in Landquart ::
 Themen | Repression/Knast | WEF | Anti-Kapitalismus/Globalisierung 28-11-2004 21:13
AutorIn : DADA ist
Beim Eingang zur Unterführung Advent, Advent, ein Kerzlein brennt... Wieviele müssen wohl noch brennen, bis ein Staat keine Repression mehr benötigt? Einige Kerzen enzüdeten wir jedenfalls mal für die Erinnerung an den Landquarter Kessel anno WEF 2004
Flyer (ausdrucken - kopieren - verteilen - zahlreich kommen!)
Flyer (ausdrucken - kopieren - verteilen - zahlreich kommen!)
Beim Eingang zur Unterführung
Beim Eingang zur Unterführung
Rechtsstaat 1848 - 2004 R. I. P.
Rechtsstaat 1848 - 2004 R. I. P.
Es gab auch mehr Passanten
Es gab auch mehr Passanten
Was mögen sich die Menschen, am Bahnhof Landquart wohl gedacht haben, als sie plötzlich die vielen Kerzen bemerkten? Und was, als sie den Sarg mit dem toten Rechtsstaat erblickten? Handelte es sich dabei bloss wieder um einen adventlichen Werbegag, um den verkauf irgendeines Produktes anzukurbeln?

Weit gefehlt! Mit einfachsten Mittelen wurden die Leute darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um eine Mahnwache zum Landquarter Kessel handelte. Am ersten Advendssonntag diese Jahres traffen sich rund 15 Aktivisten. Mit Kerzen, Flyern und dem Communique bescherten sie den Passanten zwar mehr aufrüttelnde als besinnliche Momente. Und "Willkommen in der Diktatur CH" und der symbolisch zu Grabe getragene Rechtsstaat vermitteln weniger Vorfreude auf das Fest der Liebe als einen beklommenen Eindruck einer uns nicht behagenden Zukunft.

Im folgenden:
1)COMMUNIQUE
2)FLYER, hat noch länger Gültigkeit...
3)EINIGE FOTOS, mehr könnten folgen (sorry S und U&A, aber wir waren schneller...)
------------------------------------------------------


Communique zur Mahnwache am Bahnhof Landquart

Anfangs dieses Jahres traffen sich im Rahmen des World Economic Forums, kurz WEF, in Davos zum 33. Mal die 2000 mächtigsten Männer und einige wenige mächtige Frauen. Ihr Ziel war es ebenfalls, die Welt besser zu machen. Ihre Möglichkeiten beschränken sich jedoch auf finanzielle Bereiche. Dieses Vorgehen trifft immer mehr Menschen. Zu nennen sind aktuell Beschäftigte bei Opel Deutschland und Postangestellte in der Schweiz. Jedoch schlägt der imperialistischen Globalisierung immer breiterer Widerstand entgegen. So kamen am 24. Januar in Chur 2000 Menschen zusammen, um auf kreative, friedliche und bunte Art und Weise ihren Protest auszudrücken. Als diese Menschen anschliessend wieder heimfahren wollten, geschah in Landquart etwas, das so nur in Diktaturen durchgeführt wird. Polizeimassnahmen auf hypotetischen Annahmen (in Zürich oder Bern könnte es zu Ausschreitungen kommen) und unselektiven Methoden (alle Personen eines Zuges) wurden bis zu diesem Zeitpunkt durch Gesetzte verunmöglicht.

Der Landquarter Kessel:

Als der Zug von Chur in Landquart eintraf, war bereits der gesamte Bahnhof und die Geleise richtung Zürich von der Polizei abgeriegelt. Ab diesem Zeitpunkt war das Verlassen des Bahnhofsgeländees nicht mehr möglich. Mit Sachbeschädigungen am Zug begründete die Polizei den Schritt zum dritten D ihrer 3D-Strategie (Dialog-Deeskalation-Durchgreifen). Sie begann die Menschen unter massiver Gewaltanwendung und der Inkaufnahme von Toten (Tränengas im Zug, Blendschockgranaten, Schläge, z.T auf den Hinterkopf) auf dem Bahnhofsvorplatz zusammenzutreiben. Danach mussten sämtliche 1082 Menschen 5-6 Stunden in der Kälte ausharren ehe sie polizeidienstlich erfasst wurden. Die Zuordung von Delikten zu Personen war mit diesem Vorgehen nie möglich. Die ganze Aktion kann somit nur zwei Gründe haben. Entweder ist die Polizeiführung inkompetent, oder das Ziel war tatsächlich, diese Menschen einzuschüchtern, da sie sich gegen das WEF wehren. Diese Befürchtung wird erhärtet durch den Umstand, das dabei lediglich 10 Anzeigen erhoben wurden. Die meisten davon betrafen Drogendelikte. Dem gegenüber stehen 37 Anzeigen gegen die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung, unterlassener Nothilfe, Freiheitsberaubung, Nötigung, usw...

Bei der Bündner Kantonspolizei wurden die erhobenen Daten wieder gelöscht. Sie wurden aber an den DAP (Dienst für Analyse und Prävention) weitergegeben. Wenn hier nicht von Inkompetenz auszugehen ist, sind nun alle 1082 Menschen im Staatsschutz-Informations-System (ISIS) gespeichert. Die bürgerlichen Parteien Graubündens lobten den Polizeieinsatz. Die Medien berichteten bis auf wenige Ausnahmen einseitig und unvollständig. Die traurigste Darstellung der herrschenden Umstände lieferte aber der Bericht der Bündner Regierung. Der «Einsatz der Sicherheitskräfte» sei «vorbildlich, ruhig und der Situation angemessen» gewesen. Der verantwortliche Regierungsrat Martin Schmid lehnt jegliche weiterführende Stellungnahme strikte ab.

Betroffene müssen sich nun Fagen, ob Einschränkungen des Bewegungs- und Meinungsäuserungsrecht mit derart fadenscheinigen Gründen blos ein Ausrutscher oder aber eine längerfristige Entwicklung ist. Und alle Bürgerinnen der Schweiz, ob für sie das Prinzip der Unschuldsvermutung noch gilt.

Direkt und emotional Betroffene können die Lügen und Desinformation der Behörden und Medien nicht länger unkommentiert lassen und erinnern deshalb an diesem Adventssonntag an die schrecklichen Geschehnisse vom 24. januar 2004. Das Ziel ist es, die Menschen über den Landquarter Kessel aufzuklären und mitzuteilen, was damals geschah.
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  D D D
29.11.2004 00:42  
Die 3-D-Strategie....

D - Dialog: fand am 24.1. leider nicht statt
D - Deeskalation: Pfefferspray, Tränengas u. bayerische Polizeianweisungen bewirken das Gegenteil
D - Durchgreifen: einziger Punkt, der sich vordergründig bewährt hat, der sich aber längerfristig negativ auf's Image der Polizei auswirkt.

Mir ist bis heute nicht klar, was ich eigentlich verbrochen hatte an jenem kalten 24.1.04, um von der Polizei wie ein Verbrecher behandelt zu werden.

Ich wünsche mir vom WEF-Ausschuss und von der Polizei, dass beim nächsten WEF-Sicherheitsdispositiv auch an die friedlichen Demonstrierenden gedacht wird. Wir sind nicht alles Chaoten!


AutorIn: denken
  gequirlte scheisse
29.11.2004 10:12  
hilfe der rechtsstaat ist tot!? aarrrrrrrrrrrrrrrgh!
um mehr gehts euch nicht? schon mal überlegt dass eine Klassengesellschaft unabhängig vom globalen Charakter der Ökonomie immer Leid und Ausbeutung mit sich bringt? Nein? Dann vielleicht doch einfach lieber SVP wählen?


AutorIn: weiter denken
  cool
29.11.2004 18:50  
nächstes mal ist mensch 19minuten schneller in zureich, da ist mensch so schnell, das die bullen uns nicht stoppen können, oder so.


AutorIn: a
  @A
30.11.2004 16:19  
woohooo! die SBB beschleunigt die Revolution! Ha!


AutorIn: Bender
30.11.2004 17:47  
gute aktion!

danke


  DAP
02.12.2004 00:19  
Wollte mal fragen ob man sich rechtlich noch irgendwie wehren kann gegen die Weiterleitung der Daten zum Bund (DAP). Gibt es hier ein Recht auf Löschung oder wenigstens Einsichtnahme?


AutorIn: friedlicher Demonstrant
  reDAP
02.12.2004 15:36  
soweit ich weiss gibts es weder das recht auf löschung noch auf einsichtnahme. weil das isis halt ne ganz geheime sache ist und alle darin gespeicherten personen eine gefährdung der inneren sicherheit darstellen.

weitere informationen zum landquarter kessel und zur datenweitergabe findetst du auch auf den folgenden seiten:

 http://www.danielejenni.ch/
 http://www.antirep.ch/index2.html
 http://www.woz.ch/dossier/wef.html

Verordnung über ISIS
 http://www.admin.ch/ch/d/sr/1/120.3.de.pdf

wünsche dir viel spass beim durchlesen


AutorIn: auch ich bin ein ISIS-Member
30.12.2004 00:43  
ISIS: früher nannte man das noch fichenstaat, etc. heute redet mensch von informationssystemen zum wohle/schutze des staates... frage mich, wie ein 75-jähriger pazifist, wecher am stock geht und einfach mal was gegen das wef tun wollte als "terrorismus-verdächtig" oder "extrem staatsfeindlich und zu gewalt gegen staatliche institutionen bereit" sein kann, aber egal. ISIS ist toll, niemand weiss warum und niemand interessierts, dafür musst du mal damit rechnen, dass sie den 6-jährigen nachbarsjungen oder deinen 80-jährige grosmutter mal einpacken, die leute vom fedpol...hehehe


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