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 :: Landquart? - COOPeration! ::
 Themen | Repression/Knast | WEF 31-01-2004 21:01
AutorIn : Anonym
cooperation2 es geht nicht darum, die polizeirepression in landquart über die repressalien in davos und sargans/mels zu stellen, geschweige denn, aus der repression gewinn zu schlagen. aber darum, der verdrehten berichterstattung der schweizer medienlandschaft (von t wie tagi bis t wie tagesschau) entgegenzuwirken und das geschehene zu verstehen versuchen, um daraus einen gemeinsamen umgang entwickeln zu können.

medien :: kessel von der polizei geplant?
räumung der geleise/bahnsteige durch die polizei
personenkontrollen
was nun + antirep

weitere berichte zum polizeikessel in landquart 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
offener politkanal vom 25.1. auf radio LoRa [stream] und info LoRa vom 26.1. [stream] und 28.1. [stream]
cooperation2
cooperation2
medien :: kessel von der polizei geplant?

forderungen der medienproduzenten, wie die hetze
"chaoten hinter gitter" des stellvertretenden tagesanzeiger-chefredaktors wurden in landquart realisiert; bleibt nur noch ein dickes lob an die polizei.

der polizeidirektor von graubünden, martin schmid, erklärte in einem interwiev mit der tagesschau vom 24.1. wörtlich: "wir haben versucht, militante demonstranten nicht ins unterland reisen zu lassen." de facto heisst dies, dass es einen kessel, wenn nicht in landquart, dann anderswo gegeben hätte.
spätestens seit dem morgen war klar, dass das bahnhofsgelände landquart auf einen polizeikessel vorbereitet wurde.
der halt in landquart wurde nicht erzwungen, sondern fand regulär statt (es war ein interregio, dh. der zug hält in landquart, sargans, ziegelbrücke etc.). des weiteren gibt es berichte, wonach die gitter bei der eisenbahnbrücke (ausfahrt von bhf. landquart richtung zürich/st.gallen) schon kurz nach dem regulären halt oder gar vorher geschlossen wurden, was ein weiterfahren sowieso verunmöglichte.
tatsache ist aber, dass einige personen/gruppen versuchten, in landquart druck aufzubauen/zu blockieren, um andere festgehaltene "freizupressen". ob die von den medien heraufbeschworene notbremse dann in diesem zusammenhang noch gezogen wurde, spielt keine rolle.
dies wird in den medien jetzt so dargestellt, dass die demonstrantInnen den zug blockiert hätten und die polizei eingreifen musste, und dies den angenehmen nebeneffekt hatte, alle anwesenden einer personalkontrolle zu unterziehen. die tatsache, dass demonstrantInnen in mels/sargans und davos ebenfalls festgehalten und fichiert wurden, deutet darauf hin, dass das DAP sein interesse an persönlichen daten befriedigen wollte, wie schon in fideris und lausanne vergangenen jahres. eine möglichkeit zur selbstbestimmung hat somit in landquart nicht mehr bestanden.


räumung der geleise/bahnsteige durch die polizei

demonstrierende, welche zusammen mit den wenigen touristen im zug den kessel über den vorplatzt verlassen wollten, wurden von der polizei zurückgewiesen. es war entgegen anderen
berichten also nicht möglich, den bahnhof/kessel zu verlassen. nachdem wasserwerfer und gas eingesetzt wurden, erhielten sie die anweisung, sich beim blauen pavillion auf dem bahnhosplatz zu versammeln. bericht.
die übrigen demonstrierenden wurden zum teil aus dem zug geprügelt/gegast:
"Die brüllten nur laut 'Raus!' und schubsten uns, dann hiess es '1 Minute noch' und 5 Sekundden (!) später flog eine Gaspetarde."
"Als die Polizei ,auf die Schilder klopfend, in den gut besetzten Wagen kamen un herumschriehen probierten wir so schnell wie möglichst rauszukommen.Die Genfer Bullen waren sehr agro und da mensch nur aus einer Türe aussteigen konnte bildete sich noch im gang des Waggons eine Schlange.Es ging sehr langsam vorwärts. Zu langsam.Auf die hintersten Leute dreschten die Bullen mit Knüppel ein und drückte diese nach vorne. Wir verhielten uns trotzdem ruhig."
[quellen: berichte in kommentaren]

mit anderen, die schon draussen standen, wurden sie auf engstem raum zusammengetrieben. niemand wusste, was die polizei eigentlich vorhatte, massenpanik. dann schlagen genfer polizisten auf sitzende demonstrantInnen ein, schiessen gaspetarden in die menge. der offengelassene weg ist mit viel gas angereichert und am rande wird auf fliehende eigeschlagen und mit pfefferspray ins gesicht gespritzt. alle demonstrantInnen werden auf den bahnhofsvorplatz getrieben. video | bilder | dossier zu ev. eingesetzten "schockgranaten"

"Keuchend, hustend, sich die Augen reibend oder gar sich übergebend kommen die Gejagten auf dem Bahnhofplatz an. Epileptische Anfälle können beobachtet werden. Trotz beissender Kälte spritzen Wasserwerfer auf die Leute." [quelle, bei der die politische gefälligkeit selbst wählbar ist]
"Den meisten der Demonstranten, welche nun hier eintrafen, tränten die Augen, sie sahen müde und niedergeschlagen aus. Die Polizei stellte längs des Platzes eine neue Reihe Robocops auf, so dass der Platz nun oben (Dorfseite) sowie rechts von ca. 100 Polizisten umstellt war. Hinten war das Bauprovisorium und links der Absperrzaun. Links und Rechts des Platzes waren zwei Wasserwerfer positioniert, sobald sich ein Demonstrant zu nahe an die Polizisten bewegte, wurde dieser eingesetzt, dies geschah mehrmals." [quelle]

im enger gezogenen kessel auf dem vorplatz gab es nicht viel raum, um sich bewegen zu können, die scheinwerfer der wasserwerfer wanderten über die köpfe der eingeschlossenen hinweg, immer und immer wieder wurde mensch darauf hingewiesen, "sich weiterhin friedlich zu verhalten, damit die polizei von wassereinsätzten absehen könne". einmal erschallte durch die lautsprecher des wasserwerferes: "an die person, die das feuer entfacht hat, löschen sie dieses sofort wieder"
die eingeschlossenen hatten sich demütig zu verhalten. wenn dennoch jubel/stimmung aufkam, als etwa der zug von davos ankam, erschallte es wieder in einem bayrischen dialekt: "bitte verhalten sie sich weiterhin friedlich..."
dieser kessel hatte nicht nur die funktion, demonstrierende aufzuhalten und zu kontrollieren, sondern um sie schlicht während stunden zu demütigen. so musste mensch auch wie vieh anstehen, um sich kontrollieren und durchsuchen zu lassen.

weitere videos dazu:
8 Lacrymos dans le train -> tränengas im zug
13 Place de la gare -> die situation auf dem vorplatz, eingepfercht zwischen polizei, gitter und wasserwerfer
oder auf liege.indymedia.org


personenkontrollen
nach mehr als einer stunde der ungewissheit wurden die
1082 personen darüber informiert, dass sie in 5er gruppen aus dem kessel gelassen und ihre personalien aufgenommen werden. dabei wurde von der polizei darauf geachtet, affinitätsgruppen zu spalten, indem sie an zwei orten die kontrollen durchführten: in einem militärtransporter und in dem neben dem bahnhof gelegenen coop. als effektentaschen wurden coop einkaufstüten benützt. die durchsuchung der zum coop gebrachten demonstranInnen fand in der tiefgarage des coops statt, die aufnahme der personalien IM coop (verkaufsfläche). bericht | fotos | stellungnahme coop
nach und nach wurden so kleinere gruppen zum bahnhof eskortiert und in züge richtung zürich verfrachtet. die letzten gelangen um 23 uhr aus dem kessel.

weitere berichte zum polizeikessel in landquart 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
offener politkanal vom 25.1. auf radio LoRa [stream] und info LoRa vom 26.1. [stream] und 28.1. [stream] zu den breakingnews vom samstag 24.1.


was nun ++ antirep

fakt ist, dass trotz der letztjährigen erfarhungen ein kesselszenario nicht verhindert werden konnte. diesmal gings der polizei aber nicht einfach darum, eine (nach)demo zu verhindern. mindestens genau so wichtig dürfte die datenerhebung von demonstrierenden und vor allem die gezielte demütigung und einschüchterung dieser menschen sein, sprich eine starke psychologische ausrichtung beinhalten:
das zusammentreiben in einem enger werdenden kessel und das gleichzeitige versperren von zu passierenden wegen durch tränengas, verdeutlichen das ausgeliefert sein... aufforderungen, das feuer auszumachen oder drohende durchsagen, wenn sich die stimmung unter den leuten bessert, dienen der aufrechterhaltung der fremdbestimmung... keineR möchte sich in eine schlange stellen, um sich kontrollieren zu lassen. das ist ein paradoxum und zwingt einen, gegen seine eigene überzeugungen zu handeln... das lange liegenlassen von vorher mutwillig verletzten und die unmöglichkeit, diesen zu helfen, bedeutet hilflosigkeit...
dass teilnehmerInnen einer bewilligten demo im nachhinein pauschal eingekesselt werden, scheint ein novum zu sein oder ist wenigstens länger nicht mehr vorgekommen. die repression geht einher mit der enormen militarisierung, die z.b. in einer so engen kooperation zum ausdruck kommt, dass polizistInnen mit armee-fahrzeugen rumfahren und zur schaffung eines kriegsbilds beitragen.

anstatt einfach entsetzt und hilflos zu reagieren, erscheint es w/richtig, die ganze problematik auch in einem politischen rahmen zu thematisieren und einen gemeinsamen umgang zu finden. vielleicht ist es möglich, wie im landquarter kessel, solche ansätze zu finden: co(o)peration?!

allen seien folgende texte und treffen empfohlen:
-
über den persönlichen und kollektiven umgang mit traumatisierung
- musterantrag für datenlöschung+Musterbrief Dateneinsicht, falls du kontrolliert wurdest und gedächtnisprotokoll schreiben, falls du übergriffe miterlebt hast. mehr dazu auf antirep.ch
- nachbereitungen: 3.2. in bern | 8.2. in bern | 14./28. 2. in zürich
 :: 5 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  merci!
01.02.2004 18:58  
sehr gut!
weiter so.

wir müssen unbedingt gemeinsam ans tageslicht bringen was an diesem tag in landquart geschah!

gegen die totale repression


  warum nicht?
06.02.2004 19:03  
warum geht es nicht auch darum aus der Repression Gewinn zu schlagen? ich spreche hier von Schadensersatz-forderungen. stellt euch mal vor die müssten uns mit 1000franken pro kopf entschädigen, das könnte sie insgesamt über eine Million kosten, wenn sie alle entschädigen müssten. das wäre mal ein starker Schlag gegen das WEF. Ich seh den Streit, wer das bezahlen müsste, jetzt schon vor mir. und all die erzürnten Leserbriefe von aufrechten Steuerzahlern. Jetzt werden die Chaoten schon bezahlt für das Zerstören eines Zuges! Schlechtere Karten könnte ein weiteres WEF kaum haben.

Nur schon darum müssen sie uns des Landfriedensbruchs schuldig sprechen. mal sehen wie das bundesgericht dies sieht!
und jetzt bitte bloss keine kommentare, dass es mir nur ums geld zu gehen scheint. ein paar leute die im kessel waren können einen solchen zustupf gut gebrauchen!


AutorIn: bart
  joooo...
08.02.2004 05:05  
währe schon schön und lustig, aber das kann man wohl vergessen:-(


AutorIn: ...
  dankeschön
08.02.2004 10:00  
auch von PigBrother (wenn auch mit reichlich verspätung) ein fettes danke für deine arbeit!


AutorIn: thx, PigB.
  Sogar eine Quellenangabe
09.02.2004 07:02  
Jedoch wenn sich die Quelle als einen anonymen Bericht auf Indy herrausstellt. Ist sie halt kein deut wert. Genau so können wir auch einen Tagi-Bericht oder die Tagesschau zitieren und diese als Quelle angeben. Oder das Pressebulletin der Polizei.

Für sichere Quellen. Der Bericht könnte ja von irgendwem geschrieben sein. Man muss den Autor kennen.


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