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 :: Wo war Amnesty? Wo die Linke? ::
 Themen | Repression/Knast | WEF 28-01-2004 12:08
AutorIn : spi : http://www.vorwaerts.ch
anmerkung: war selbst nicht in landquart, aber zwei unserer redaktorinnen. der text ist auch dank den vielen indy-beiträgen und etlichen intis entstanden und ist für ne zeitung. berücksichtigt also nurharte facts also, und kann nach den richtlinien (bei politischer gefälligkeit) auch in der mitte stehen.
Kalt, bitterkalt. Sechs Stunden kein Essen, sechs Stunden kein Trinken. Die Polizei kommuniziert nur mit Knüppel, Wasserwerfer, Tränengas, Gummigeschossen und Knallschockpetarden. Selbst Verletzte dürfen nur nach langen Verhandlungen raus. 1081 neue Gründe gegen das WEF.

Kurz vor 16 Uhr rollt der Zug in Landquart an. Entschlossen zur Tat steigen einige Vermummte aus und setzen sich auf die Gleise. Die Einen wollen dennoch nach Sargans, wo drei Cars festgehalten werden, die Anderen warten auf die Demoteilnehmenden aus Davos, die dort von der Polizei in Schach gehalten werden. Bereits hat die Polizei selbst die Bahn blockiert und schliesst ein Kreis um das Areal, hinter ihr Basler und Bündner Hools, die sich ursprünglich in die Demo in Chur einreihen wollten. Viele anwesende TouristInnen laufen aus dem Kessel, viele andere Zugfahrende wagen es nicht vor Angst, von den Faschos angegriffen zu werden. Der Kessel wird immer enger.
Beim Schlusslichtwagen angelangt, besteigen Polizeigrenadiere um 17 Uhr 30 den Zug und knüppeln alle Verbliebenen raus. Eine Uniform wirft eine Tränengaspetarde in die Zugskomposition. In Panik geraten, rennt ein junger Mann heraus und hält sich den Kopf. Er ist getroffen worden, und eine Sani-Frau versorgt seine Wunde, doch bereits rücken welsche Polizeigrenadiere Schilder klopfend vor und prügeln wahllos mit Füssen, Schildern und Schlagstöcken auf alle ein, die sich auf ihrem Weg befinden. Auf panische Fluchtversuche reagiert die Polizei mit massivem Pfefferspray-Einsatz. Der einzige Fluchtweg über die Geleise wird mit Tränengas und Schockgranaten unter heftigen Beschuss genommen. Immer wieder Gummischrotsalven.
Keuchend, hustend, sich die Augen reibend oder gar sich übergebend kommen die Gejagten auf dem Bahnhofplatz an. Epileptische Anfälle können beobachtet werden. Trotz beissender Kälte spritzen Wasserwerfer auf die Leute. Es sind mindestens Zürcher, Genfer, Tessiner, Bündner und Deutsche PolizistInnen da. Einige posieren für ein Erinnerungsfoto. Erste Durchsage per Lautsprecher um 18 Uhr: ?Bitte verhalten Sie sich ruhig. Wenn nicht, muss die Polizei Zwangsmassnahmen ergreifen?.
Immer wieder Wasserwerfer. Eine verletzte Sani-Frau versucht, für sich medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und wird vor laufender TeleZüri-Kamera zurückgedrängt. Sie besorgt sich selbst die Ambulanz und wird dann endlich durchgelassen. Sie wurde bei der Räumaktion absichtlich von PolizistInnen am Kopf geschlagen, weil sie ein rotes Kreuz am Arm trug, und wird in den nächsten Tagen durch den Computertomograph müssen. Seitdem die Polizei JournalistInnen aufgefordert hat, den Platz zu verlassen, sind die Verbleibenden die HeldInnen. Noch vor ein paar Stunden wurden sie mit Eisschneeschollen beworfen. Die wenigen Militanten auf dem Platz haben inzwischen gemerkt, dass ihr Mackern hier nix nützt, und entledigen sich nun ihrer Kappen und Brillen, die sie auf Bäume hängen. Solidarische Stimmung auf dem Platz, ein Lagerfeuer wird entfacht. Der Befehl, es wieder zu löschen.
Gegen 19 Uhr ist das Kontrollprozedere organisiert: Wie Vieh stehen die Leute an, um in Fünfergruppen zu einem ersten Platz abgeführt zu werden. Dort müssen sie ihre Kappen abziehen. Sie erhalten je einen Beamten zugeteilt, der sie zum zweiten Posten führt. Anhand ihres Ausweises hres Ausweises werden sie dort registriert. Beim dritten Posten müssen sie Jacke und Schal ausziehen. Sie werden abgetastet und ihre Effekten durchsucht: Willkürliche Beschlagnahmen, ohne Quittung und nachvollziehbaren Kriterien. Schliesslich werden die ?Lieben? am Gleisrand und dann in die Unterführung gesammelt, wo sie warten müssen, um in den Zug nach Zürich gepfercht zu werden, auch wenn sie zum Beispiel in Chur oder gar Landquart wohnen.
Die angeblich Bösen werden ? aus welcher Kontrollstufe auch immer herausgerissen ? mit Plastikriemen oder Seile versehen und in die Untergrundgarage und Ladenlokalen der benachbarten Coop gebracht, wo sie genauer untersucht und befragt werden. Auch sie kommen in die Züge, die in Begleitung der Polizei Richtung Unterland fahren. Das Prozedere ist durchrationalisiert, die Polizei achtet genauestens darauf, dass niemand zurück kann, sobald er/sie eine Stufe passiert hat. Die Letzten fahren per Extrazug um 23 Uhr 15 in Richtung Zürich. Dort angekommen habenViele ihre Anschlüsse schon verpasst.
1081 Personen wurden letzten Samstag unfreiwillige ZeugInnen der grössten, öffentlich gefeierten Massenfichage der Schweizer Geschichte. Als schlimmstes Erlebnis wird von allen die Demütigung geschildert, stundenlang in der Hoffnung anstehen zu müssen, möglichst bald dranzukommen, um sich endlich der beissenden Kälte zu entziehen. Die gesamte Linke, nicht nur die radikale, hat in Landquart versagt. Nach der Demo in Chur wurden die Leute sich selbst überlassen, und eine kleine Gruppe übernahm das Kommando. Die parlamentarische Linke distanzierte sich kurz später pauschalisierend von den in Landquart Eingeschlossenen, die grösstenteils so schwarz gar nicht waren. Der Widerstand gegen das WEF ist zum Arbenzschen Ritual verkommen. Leidtragende sind unsere gemeinsame Inhalte.
 :: 30 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  ruhe jetzt
28.01.2004 14:01  
stellt sich wohl die frage nach anderen aktionsformen.
zeit zum nachdenken. zeit zum energie auftanken.
zeit für geduld.
zeit für linke selbstkritik.
zeit für alles.
genossInnen brauchen alles andere als permanente ohnmachtserlebnisse.


AutorIn: fluss
  Amnesty
28.01.2004 14:22  
Amnesty hat vorgängig eine Pressemitteilung rausgelassen und ich bin sicher, die sind an der Sache dran. Meinen Brief haben sie jedenfalls bereits erhalten.

Wichtig fände ich noch, dass ihr auf die verschlossenen Zugtüren hinweist. Offenbar hat weder Polizei noch SBB daran gedacht, dass wenn man den Fahrleitungsstrom ausschaltet, dass damit auch die Automatik der Türen ausfällt. Geschlossene Türen konnten nicht mehr geöffnet werden. Unsere Türe habe ich zum Glück vorher per mechanischer Notklappe öffnen können, sonst hätten wir wohl das gleiche Problem gehabt wie andere. Und dass die Polizei französisch-sprechend war...!
ABER: so was MUSS man im voraus absichern, vor allem wenn dann noch Giftgas eingesetzt wird!! Und offenbar hat sich die SBB schon überlegt, welche Waggons sie auffährt (nämlich die ältesten)...
Für diese Tatsachen finde ich fast keine Worte.
GROB-Fahrlässig ist wohl am zutreffendsten!


AutorIn: no war
  Die Linke wird langsam
28.01.2004 15:29  
Tut mir leid aber ich muss fast kotzen... Ich verstehe verflucht noch mal, dass das WEF total daneben ist. Ich verstehe, dass man dagegen demonstriert.. Ich verstehe, dass es unterschidliche Arten gibt seinen Frust über das WEF auszulassen. Die einen kiffen ruhig eins und halten ein Spruchbanner hoch...die anderen blockieren die Teilnehmer..wieder andere beschmutzen die "vergoldeten Fassaden" des Kapitals.. Ist ja alles OK und ich gehöre am ehesten zu den letzten. Doch wenn man dann alle Tatsachen umdreht, allen anderen die Schuld für das eigene versagen gibt und mit wirklich heftigen Lügen probiert sich ins falsche Licht zu rücken finde ich das zum k... genau so arbeiten meine Gegner und nicht meine Freunde.


AutorIn: Bordstein
  Da hatte ich wohl was falsch verstanden...
28.01.2004 15:49  
Rückblick: 2 Wochen vor dem WEF begannen wir zu diskutieren ob es und am 24. nach davos oder nach chur ziehen wird. Für mich war es einigermassen klar: davos-militant, chur-einigermassen friedlich (auf jeden fall friedlicher als in davos). Guten Launes zogen wir um 8 Uhr morgens von bern aus los...

Irgendwann am späten nachmittag: Wir spazierten ein bisschen auf dem eingezäuten Bahnhofsgelände umher... Friedlich aber doch langsam frierend...

Irgendwann als es dunkel wurde: Ich schaute den Schlümpfen am Gitter Richtung Viehgatter ein bisschen beim rumstehen zu... Plötzlich Lärm, Gas, Geschrei! Alle drängen sich ans Gitter, da der Durchgang zum Viehgatter ziemlich schmal war. 2 Meter neben mir explodiert eine Gaspetarde (Ich trug eine Maske, die trotz guter Qualität und neuem Filter nichts nützte) Tja, es ist toll in einem solchen Moment nicht nach rechts oder nach links ausweichen zu können. Ich möchte gerne die Bewilligung sehen, die den Bullen sagt sie können in die Menge reinballern (auf schulterhöhe.. anmerkung: ich bin 1.60gross)

Irgendwann später: Nun gut, ich habe mich vom erbrechen und von halben ersticken erholt...

7 Stunden später: Ich sitze im zug nach bern und überlege mir folgendes:

Komisch... Im Kessel befanden sich (annahme) nur ca 100 vermumte und militante... Der Rest war dem friedlichn Aufruf zur demo in chur gefolgt und wollte nur nach hause...

Hmmm... Liebe Provokateure, liebe schwarz vermummte, da habt ihr glaub ich was falsch verstanden. Und dank euch werden wieder mal alle in den gleichen Topf geworfen...



AutorIn: sanifrau
  unter falscher Fahne
28.01.2004 15:52  
Solange der Staat unter der Fahne eines Rechtstaates marschiert und dies überall propagiert, soll er auch die Gesetzte die er für sich selbst aufstellt auch einhalten! (Zugegeben ist es nicht verwunderlich das er es nicht tut.) Wenn der Staat sich nicht an seine eigenen Gesetzten halten will, soll er diese Gesetzte abschaffen und allen sein wares Gesicht zeigen. Solange er dies nicht tut, gibt es immer noch die Möglichkeit ihn mit seinen eigen Mitteln zu schlagen, bis zu einem gewissen Punkt zumindest!
Ich bin nicht erschrocken oder baff von dem was passiert ist, doch hat die Repression in der Schweiz mit der Samstagsaktion eine neue Qualität erreicht und dies gilt es an die Öffentlichkeit zu tragen!!!


AutorIn: Fahnenträger
  @ rasti frau
28.01.2004 16:51  
es geht uns aber um die 'friedlichen' welche von der polizei mies behandelt wurden.
aber die polizei erreicht mit ihrem unfairen menschenunwürdigen verhalten gegen ALLE eh genau das gegenteil.


AutorIn: ich
  Normal
28.01.2004 17:09  
Ich denke es ist normal, dass die SBB bei solchen Anlässen die ältesten Wagen verwendet. Hätte sie neue verwendet, wäre der Schaden noch höher ausgefallen.


AutorIn: ..
  @sanifrau
28.01.2004 18:08  

wenn du da warst hast du ja gesehen, dass es überhaupt keine rolle gespielt hat ob wir militant sind oder nicht. für die schlümpfe war im vorhinein klar diesen zug nicht nach zürich zu lassen wenn das ganze aufgebot in landquart sitzt.. und es geht den schlümpfen auch nicht darum die militanten zu kontrollieren, sondern die allgemeine bewegung zu kennen. und zudem läuft es nun mit medien und bullen (gewollt und gut überlegt) auf eine kleine spaltung hinaus.. und so kommentare wie deiner schadet der bewegung.. es gibt schon kompromisse.

zu landquart kannst du keinem schwarz-vermumten achso provokateur die schuld geben dass die meisten demonstranten aus chur kamen, welche dann im kessel frierten..
lassen wir uns doch nicht von bullen und medien verarschen.


AutorIn: medidiat
  alte SBB-Wagen
28.01.2004 19:14  
@ ..

ja schon. Ich find's auch irgendwie verständlich, wenn die SBB alte Wagen verwenden, ABER: sie hätten dran denken sollen, dass diese Wagen AUTOMATISCHE Türen haben, welche ohne Strom blockiert sind!!


AutorIn: no war
  alte wagen!
28.01.2004 20:35  
das mit den alten Sbb-wagen sollte sowieso mal ein thema sein. die sbb schaffen sich nämlich dauernd neue wagen/lokomotiven usw. an, dafür erhöhen sie auch dauernd die fahrpreise/schwarzfahrpreise. mir wärs lieber sie würden die fahrpreise senken und dafür die alten wagen länger im sortiment behalten. als ich noch ein kind war, gabs sogar noch ne dritte klasse. ich brauch kein fuckin komfort, ich muss einfach möglichst billig von a nach b kommen.
ja ich kann auch verstehen wenn leute ihre wut an der sbb rauslassen, besonders die kiffer, die seit neuestem von den bahnbullen gejagt und gebüsst werden. eigentlich wär nur besser gewesen einen neuen teuren wagen zu trashen.


AutorIn: bbs
  ...
28.01.2004 22:40  
... also die sbb kann nun wirklich nichts dafür, für das was in landquart passieret ist... ob alte oder neue wagen ist doch scheissegal! am schluss bekommt noch der lokführer die schuld, weil er nicht die bullen auf den gleisen überfuhr?!?! mittlerweile sollte es jedem, der in dem kessel war doch klar sein das es den bullen ganz einfach darum gieng, das die demonstanten es nicht bis in eine grössere stadt schaffen.... und wenn man sich mal überlegt wie die bullen vorgiengen sollte man auch merken das es ihnen egal war ob es friedliche leute sind oder nicht....!


AutorIn: S!RuS
  @S!rus
28.01.2004 23:19  
Nein, es ist eben NICHT egal, WELCHE Wagen die SBB ausgewählt hat. Wären die Türen ganz normal, mechanisch zu öffnen gewesen, hätte es beim Zug-Räumen keinen Stau gegeben = weniger Geprügel und ev. auch kein Giftgas.
Leute in einem geschlossenen Zug einzusperren (ob wissentlich oder accidental) ist einfach definitv VIEL zu gefährlich. Ich denke, dass wenn dieser SBB-Mitarbeiter, der durch den Zug kam um uns zu sagen, wir sollen alle Fenster schliessen wegen möglicher Giftgaseinsätze draussen, dies realisiert hätte, er wäre wohl der erste gewesen, der die Türen per Nothebel geöffnet hätte.


AutorIn: no war
  ja schon... aber
28.01.2004 23:35  
jaja...aber wieso sollte jemand annehmen das die bullen plötzlich tränengas dort reinballern,..
vorallem müssen es logischerweise indemfall doch neuere und nicht alte wagen gewesen sein?!
hättest du bevor dies passierte, gedacht das die bullen alle aus dem zug prügeln und tränengas reinballern, das kann mensch nun(im voraus) wirlich nict riechen...?!


AutorIn: S!RuS
  mhm
28.01.2004 23:39  
ja da muss ich S!RUS recht geben!
ich glaube aber den sbb leuten war nicht wirklich bewusst, dass die türen geschlossen waren, und das mensch sie nicht öffnen konnte, sonst hätten sie diese geöffnet!
die leute von der sbb waren sehr besorgt um die sicherheit der demonstranten und reisenden!
ich glaube die hatten auch nix gegen die aktion,
ich hörte einen sbb menschen mit n paar leuten diskutieren und er sagte auch was er davon halte usw.
also wenn dem sbb personal bewusst gewesen wäre was da passieren kann hätten sie die türen sicher geöffnet, das personal war mit der situation schlichtweg überfordert!

Grüsse an alle


AutorIn: no_coperation
  Giftgaseinsatz im Zug
29.01.2004 01:20  
nein, ich hätte natürlich auch nie gedacht, dass die so was tun, aber irgendwie habe ich sogar den Eindruck, dass diesem Polizisten der 'Schuss' zu früh abging, denn eine junge Frau hat mir draussen nachher erzählt, dass sie vorgängig gewarnt worden seien: "Wenn Ihr nicht in 1 (einer) Minute draussen seid, wird geschossen." Und dann habe er gleich geschossen. Also keine Minute gewartet. Einzelne Polizisten waren merklich nervös.
Diese junge Frau könnte übrigens eine wichtige Zeugin sein...

SBB: ich weiss doch auch nicht, ob es NOCH ältere Waggons gibt, mit den alten herkömmlichen Türgriffen. Aber das Thema 'Türen' MUSS in so einer Situation ein Thema sein. Wenn die SBB nicht daran gedacht hat, wohlan. Aber die Polizei MUSS an so was denken. Himmel noch mal! Feuerpolizei, Fluchtweg, etc. etc. Das sind für die doch ganz 'normale' Sachen. Da gibt's kein Pardon.


AutorIn: no war
  NZZ vom 26.01.04
29.01.2004 02:22  

-------------------------------------------------------------

«Kommunismus ist unsere Minimalforderung» war auf einem Spruchband zu lesen, was einen Zürcher Kantonspolizisten zur Bemerkung veranlasste, den Demonstranten falle nun wirklich nichts Neues mehr ein.

-------------------------------------------------------------

NZZ vom 26.01.04




AutorIn: ausländer | Web:: http://www.nzz.ch/dossiers/2004/wef/2004.01.26-il-article9D72R.html
  @MEDIDINAT
29.01.2004 13:58  
Ich finde nicht das mein Kommentar der Bewegung schadet.

Es ist mir absolut klar, das der Kessel schon von anfang an geplant war...

Mein Problem liegt woanders. Wenn dies also allen absolut klar war das wir schon von anfang an im kessel waren, warum gibt es dann solche (tut mir leid aber diese sind schwarz vermummt) die mit schneeballen und steinen (bein der gleis-brücke und rechts davon) die bullen bewerfen müssen... Da sehe ich den sinn nicht ganz. Vorallem wenn bei jedem anlauf dieser leute alle anderen sie zurückrufen wollen.

Ich finde eher das solche aktionen die bewegung spalten.

Ich habe absolut nichts dagegen die bullen anzugreifen, aber nicht wenn man eh nicht mehr aus dem kessel kommt und die angriffe die bullen nur noch agressiver machen.

ps: es trugen fast alle "vermumten" brillen und manche gasmasken (ich trage auch eine, aber um die leute dort rauszuholen und zu verarzten). Nun denen kann es ja egal sein ob sie mit gas in verbindung kommen und so können sie ja auch provozieren soviel sie wollen. Sie sind geschützt.

Dummerweise trägt aber ein friedlichen demonstrant keine brille oder maskt.

Ich hoffe ich habe das hiermit geklährt.


AutorIn: sanifrau
  Sauf- und Rauffront an den Stammtisch!
29.01.2004 14:07  
Ich denke auch, dass das Einpacken,Fichieren und Tröpfchenweise rauslassen, von anfang an geplant war, unter anderem zur Verhinderung einer Nachdemo. Ich bin schockiert darüber wie weit das staatlich Gewaltmonopol geht - UND GEHEN KANN!!!
Und da möchte ich meinen eigenen, bewegungsinternen Frust mal loswerden. Auch auf die Gefahr hin abgetan zu werden, als einer, der die Bewegung spaltet. Gewisse Bilder haben mich an diesem Samstag schlicht angekotzt. Ich habe Jungs gesehen, die kaum mehr laufen konnten, und deren stupides besoffenes Lachen nur durch pseudorevoluzzergekrächze und dem ansetzten der nächsten Flasche unterbrochen wurde, einer bespuckte den Bahnarbeiter, der ihm seinen schon doppelt genotbremsten Zug wieder ins laufen brachte. Genauso bespuken diese Freaks die Bewegung, jene die demos organisieren, jene die neues ausprobieren, indem sie dauernd die selbe Masche aufziehen.
Saufen und raufen ist nicht revolutionär, es ist genau diese verantwortungslose Macker-Politik die andern etwas aufzwingt, das die nicht wollen, und die wir doch eigentlich bekämpfen! Mit immer demselben scheissverhalten bringt mensch auch nix in bewegung!!!!
@mediadat: Ich glaube nicht, dass diese wankende Alkfront als Provokateure der Poliziegewalt vom verantwortlich gemacht werden kann, aber sie ist es, die dominiert, wenn in der Öffentlichkeit (den Zeitungen) die polizeigewalt gepriesen und legitimiert wird.

Wir müssen Die Polizeigewalt denunzieren, aber auch intern gewisse Dinge. Sonst werden wir nicht die nötigen neuen Formen der Auseinandersetzung durchziehen künnen die es meines erachtens braucht. Sonst bleiben immer weniger, und denen nur das Schreien über die stehts zunehmende Polizieigewalt, welches niemand hören will!

Fantasie, neue Formen, und die Alkfront an den Stammtisch!
Wir wärs mit einem Radiobalet in ganz Davos nächtstes Jahr


AutorIn: Kritik
  sbb, coop...
29.01.2004 14:25  
ich finde auch, dass das ganze von wegen sbb abgeklährt werden sollte. klar ist nicht der lokführer schuld, aber irgendwie müssen sie doch mit den bullen kooperiert haben(so reibungslos ging's ja dann mit dem abstellen des ganzen zugverkehrs, und die bullen konnten sie ja auch nicht so ganz ohne ihr wissen - bevor wir ankamen! - da aufbauen). ausserdem wäre es nicht das erste mal gewesen: in der wef entmachten zug um zug demo sassen wir auch fast eine stunde in irgendeinem kaff vor burgdorf fest - zufall?? interessant wäre ebenfalls herauszufinden, ob coop von der ganzen aktion gewusst hat da sie ja ihr parking so nett zur verfügung gestllt haben...


AutorIn: au deht xi
  @sanifrau und alle anderen
29.01.2004 14:33  
ja ok so verstehe ich dich schon besser..

ich habe einfach mühe damit wenn man immer diesen b-block als ursache für alle schlechten entwicklungen an demos nimmt..
ich würde sagen es hat unter diesen schwarzen vielleicht einige, welche weder demokonzept noch andere aktivistinnen beachten. dies führt klar zu einer spaltung, jedoch spreche ich da von 5-10 personen (evtl. halt schwarzverm.) und nicht von 100-200 schwarzvermummten. und mit diesen personen lässt sich vielleicht reden was man mit der polizei und staat bekanntlicherweisen nicht kann..
die bullen haben sich nur so richtig darauf gefreut ihre waffen zu zücken, egal ob vor ihnen vermumte mit maske und brille standen oder normal gekleidete.
-es ist sicher auch besser wenn jeder friedliche demonstrant das nötigste bei sich hat, um sich zu schützen! siehe lausanne pink-block g8 ->friedlich und trotzdem abartiger einsatz..
wenn wir alle gegen das gleiche sind sollten wir dies auch gemeinsam bekämpfen und nicht nach jedem misserfolg uns selber angreifen.. klar muss die bewegung miteinander kommunizieren, dies um fehler des diesjährigen anti-wef protests zu bewältigen..
kraftvoll weiter nächstes jahr!


AutorIn: medidiat
  @ medidiat
29.01.2004 15:26  
Im Prinzip hast du recht:

Hören wir (ich) auf irgendjemandem die schuld geben zu wollen und konzentrieren wir uns auf das kommende WEF und vielen anderen Aktionen...

Wipe out WEF !! Auch nächstes Jahr!!


AutorIn: sanifrau
  jojo
29.01.2004 16:11  
wo man unbedingt auch mal ansetzen müsste, sind die jeweiligen Situationen mit Leuten, die aus purem Spass beginnen, Bullen mit irgendwelchen Gegenständen zu beschiessen, so wiedermal in Landquart geschehen. jeder von diesen gibt den bullen eine weiteres "argument" (im sinne des staates natürlich) gegen die ganze demo vorzugehen. der aufbau war ja wirklich nicht schuld für das debakel in landquart, was man hier ja auch schon lesen konnte, aber solche aktionen sollte unbedingt unterbunden werden.


AutorIn: lil
  @sanifrau
29.01.2004 16:38  
wenn wie wir uns alle so schnell verstehen wird dies 2005 den kraftvollste protest geben.. bereiten wir uns darauf vor!

Wipe Out WEF!



  @error
29.01.2004 22:31  
@error

Wäre schön wenn ein Dialog mit den Bullen/Medien was
bringt, aber sorry ich glaube nicht daran...
Trotzdem werde ich an Demos gehen so nach dem
Motto : Ihr denkt Ihr habt uns längst besiegt,
doch wie leben weiter.
Ihr glaubt Ihr habt uns drangekriegt doch wir
leben weiter! Es kommt einmal die Zeit
Dann haben wir nichts mehr zu verlieren
Und das kriegt ihr dann zu spüren!



AutorIn: wizo
  @sanifrau
30.01.2004 00:17  
nicht jede/r vermummt sich um zu randalieren...
ich trage seit der demo in winterthur jetz auch immer eine schutzbrille und vermummen(schon vorher) tue ich mich auch..
also vermummen tue ich mich vorallem weil ich mich nich übergeben/ersticken will am tränengas und weil ich nicht unbedingt von allen die mich kennen(auch nur vom sehen her) z.B. in der zeitung/fernsehen gleich erkennt werden will und die schutzbrille trage ich weil mir das risiko zu gross ist das mir ein auge ausgeschossen wird... mir geht es nicht um randale, ich will mich nur schützen!!!
wenn jeder der eine schutzbrille trägt oder sich vermummt ein chaot sein soll,... dann würde wohl mehr passieren als ein/zwei scheiben zu bruch gehen


AutorIn: selbstschutz
  vermummungsworkshop
30.01.2004 09:36  
in diesem gewaltbereiten staat ist mensch fast gezwungen sich an demos zu schützen. vermummen hat auch nur vorteile, jedoch finde ich hier könnte man sich was dazu überlegen. es sieht zu respektvoll aus eine gruppe schwarzer mit brille zu sehen, was unter dem volk halt angst einflösst. die bullen sehen halt nur in unseren augen gefährlicher aus, da die meisten menschen durch die bullen-medien propaganda schon längst kein realistischer bezug zu dieser welt mehr haben. ich glaube es ist sinnvoll wenn mensch sich speziell vermummt. damit meine ich mit witzigen masken oder anderen ideen.. falls die bullen einem dann packen haben sie zwar evtl. fotos wo sie beweisen können, dass du das bist, jedoch nützt ihnen dies ja wenig da du nix kapputt gemacht hast..
gestalten wir einen vermummungs-workshop; um nicht blossgestellt zu werden aber dennoch dass gewaschene volk nicht zu ängstigen.. ideen über ideen..
wipe out wef


AutorIn: mumimumpf
  @ selbstschutz
30.01.2004 14:29  
Hmmm... Auch ich trage an demos eine brille und eine gasmaske... Zum selbstschutz und weil es als sani fast sein muss. Ich spreche auch nicht von denen vermummten, die sich als selbsstschutz vor den Fotografen schützen wollen.

Ich meinte die vermummten die sich vermummen, damit man sie bei "zerstörungen" nicht erkennen kann.

Zudem folgendes: Ich finde es schade das man heutzutage bei einer demo solche schutzmassnahmen treffen muss. Jedoch ist ja wohl je länger je mehr einfach nötig...

Ps: Schutz ist keine Vermummung... dies meinen nur unsere Schlümpfe. Wie die schlumpfine die mir nach eine diskussion (naja, sie diskutierte nicht mit... ich diskutierte sozusagen auf sie ein) sagte das meine gasmaske zwar legal ist aber heute sei dies anders...
Mit einem Ferme ta gueule schloss sie die Diskussion.

no comment...





AutorIn: sanifrau
  Hallo bbs
31.01.2004 16:25  
Ich denke es braucht Komfort in den Zügen, da sonst nur sehr wenige überhaupt noch Zug fahren würden. Ich könnte mir auch Züge ohne Klimaanlage nicht mehr vorstellen. Es würde mir nie in den Sinn kommen 3. Klasse zu fahren (wohl den meisten). Darum wurde sie wohl abgeschafft.
Die Busse für Schwarzfahren könnte von mir aus bei CHF 1'000.- liegen. Ich finde Schwarzfahren schlicht eine riesengrosse Sauerei.
Zu den Kiffern, ich finde es richtig dass diese gebüsst werden da kiffen schlicht illlegal ist. Zudem laufen diese auch rauchend mit einem Joint durchs Nichtraucherabteil.


PS: Ich bevorzuge die 1. Klasse da diese am bequemsten und ruhigsten ist.

Schönes Wochenende


AutorIn: ..
  3. Klasse
06.02.2004 13:55  
ich würde es gut finden, wenn es eine 3. Klasse wieder gäbe, da ich die Preise der 2.ten klasse viel zu hoch finde...

Bullen in Landquart:

1. Die Bullen haben den Zug gestoppt
2. Sie haben viele Menschen ohne Grund festgehalten (Wenn die Bullen den Zug weiterfahren liessen, dann hätte es keine Graffitys an dem Zug gegeben.)
3. Die Bullen haben Tränengas-Granaten in einen geschlossenen Zug geworfen, was illegal ist.

Und was wird Passieren? Nichts. Der Fall wird in die Schublade gelegt und es wird gewartet, bis das ganze verjährt is....

Schweiz und Demokratie? Nein. Das ist eine Diktatur!!!!
Schweiz und Rechtsstaat? Nein. Bullen und Reiche werden selten bestraft...
Schweiz und Meinungsfreiheit? Nein. Das in Landquart war eine Unterdrückung der eigenen Meinung....

Doch das Problem ist, dass die meisten Leute blind sind....
Was wir brauchen ist eine Aufklärung, wie zur zeit der französischen Revolution....


AutorIn: Anarcho
  NZZ Online
06.02.2004 14:06  
Die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes hätten durch ihr Verhalten Freiheitsberaubung, Körperverletzung, die Gefährdung durch giftige Gase und die Störung des öffentlichen Verkehrs in Kauf genommen. Der Einsatz gegen die angeblich friedlichen Zugpassagiere sei unnötig, unangemessen und ungeeignet gewesen und habe auch die Grundrechte der Versammlungsfreiheit und freien Meinungsäusserung verletzt, sagte der Politiker.


AutorIn: NZZ Online
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