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 :: Aufruf des revolutionären Aufbaus, 1998 ::
08-01-2003 14:48
AutorIn :
[Anm.: Als Teil der kleinen Chronologie wider das WEF auf  http://www.indymedia.ch:8081/de/2003/01/2630.shtml publiziert.]

Die grosse Industrie hat den Weltmarkt hergestellt ... Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den Landkommunikationen eine unermessliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt.
(Marx/Engels: Kommunistisches Manifest, 1848)
In diesem mittlerweile genau 150 Jahre alten Zitat steht im Grunde genommen schon vieles drin, worum sich ein Weltwirtschaftsforum in Davos, eine Bretton-Woods-Institution wie z.B. die WTO oder eine Bankenfusion à la UBS drehen. Die aktuellen bürgerlichen Stichwörter wie Globalisierung und Neoliberalismus sind nur die neuen Schläuche, in die der alte Wein der Kapitalakkumulation abgefüllt ist.
Tatsächlich ist der Weltmarkt eine erste Stufe der Globalisierung. Indem es dem Kapital gelingt, die Kanäle von Import und Export offenzuhalten, kann das Kapital nicht nur billige Produktions- und Lebensmittel einführen und dadurch seine Profite erhöhen, sondern es kann auch die Produktion selbst unermesslich entwickeln".
Heute sind es nicht mehr die Schiffahrt, sondern der Flugverkehr; nicht mehr die Landkommunikation, sondern die Telekommunikation, von denen sich die Kapitalistinnen eine Ausdehnung der Produktion und damit einen Ausweg aus der Krise erhoffen.
Diese Entwicklung hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt: Tatsächlich entwickeln sich die Industrie und der Dienstleistungssektor nicht nur in den Metropolen, sondern wird auch in alle Weltteile ausgelagert, was Lenin später Kapitalexport nennt gleichsam die zweite Stufe der Globalisierung.
Weltweite Produktion und Weltmarkt führen zwangsläufig dazu, dass sich das internationale Kapital, das sich zu multinationalen Konzernen konzentriert und weiter konzentriert (UBS), irgendwie miteinander verständigen muss und sich organisiert. Formen dieser Organisierung sind z.B. die Bretton-Woods Institutionen (IWF, Weltbank und WTO), aber auch "informelle" Zusammenschlüsse wie das Weltwirtschaftsforum Davos. Damit versuchen sie, das Megachaos, das sie mit ihrer Wirtschaftsweise ständig produzieren, irgendwie in den Griff zu kriegen.
Das ist in der Krise um so wichtiger, weil sich die Konkurrenz unter den grossen Kapitalistenverbänden verschärft. Damit droht ihnen die Gefahr, wie in der grossen Depression der 30er Jahre, dass die nationalen Märkte wieder abgeschottet werden und sich die Krise dadurch noch weiter verschärft. Die WTO ist ein Versuch, das zu verhindern, und zwar so, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Damit versuchen sie auch, den Fortbestand des Kapitalismus zu gewährleisten. Aus diesen Gründen ist es wichtig, diese Organisationsformen des Kapitals zum Thema unseres Widerstandes, unserer Agitation zu machen.
Gleichzeitig zeigt z.B. die südostasiatische Finanzkrise, die sie nicht vorausgesehen haben, dass sie die Wirtschaftsentwicklung weder planen noch beliebig regeln können. Sie sind selber gefangen in den Mechanismen der kapitalistischen Produktionsweise. Sie sind verletzlich, was sich nicht zuletzt in der scharfen Repression äussert, mit der sie jeden Widerstand gegen ihre Projekte niederknüppeln. Ihre Institutionen zu bekämpfen, ist das eine. Das andere ist es, in einem langfristig angelegten revolutionären Prozess diese Produktionsweise selbst zu bekämpfen und Wege zu ihrer Überwindung zu finden.
Der Kapitalismus hat keine Fehler, er ist der Fehler!
Revolutionärer Aufbau
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