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«geliebt von ihren Familien -- gestorben in Polizeigewahrsam -- vom Staat betrogen»
England steht in Sachen Tod im Polizeigewahrsam europaweit wohl an der Spitze: allein durch die Polizei findet im Durchschnitt JEDE WOCHE mindest jemand einen gewaltsamen, in der Regel qualvoll-langsamen Tod. Die offiziellen Zahlen sind jeweils abrufbar unter http://inquest.gn.apc.org/statistics.html Obwohl in den letzten 30 Jahren weit über 2000 Personen allein durch die Polizei starben, wurde bisher kein einziger Beamter für einen Todesfall vor Gericht zur Rechenschaft gezogen.
Die Methoden von Polizei und Justiz ähneln sich in allen Ländern, "Demokratie" hin oder her: verschweigen, vertuschen, Verleumdung der Opfer und Belästigung/Verfolgung der Angehörigen, gefolgt von Nicht-Untersuchungen durch unwillige Strafverfolgungsbehörden. In allen westlichen Ländern gemeinsam ist auch der Umstand, dass es erst meist langjährige Protestkampagnen von Angehörigen braucht, bis nur schon anstelle der Polizei in eigener Sache eine so genannt "unabhängige" Instanz gegen fehlbare Beamte "ermittelt". Da es sich bei den meisten Polizeiopfern überall in der Regel um Habenichtse sowie Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen handelt, ist der Öffentlichkeit und den Medien das Thema prinzipiell ziemlich egal.
Weitere Artikel von PigBrother auf Deutsch:
http://www.ssi-media.com/pigbrother/uk/injustice/Death_in_Custody.htm
http://www.ssi-media.com/pigbrother/uk/menezes/JeanCharles.htm
Artikel von PigBrother auf Englisch zu Tod im Polizeigewahrsam in Irland:
http://www.indymedia.org.uk/en/2006/10/354105.html
http://www.indymedia.org.uk/en/regions/world/2006/10/354485.html
Death in Custody Feature auf indy UK mit weiteren Links:
http://www.indymedia.org.uk/en/2006/12/357852.html
Homepage der Fimemacher von INJUSTICE:
http://www.injusticefilm.co.uk/
Auch in der Schweiz erscheinen fehlbare Beamte höchst selten nur schon vor Gericht, geschweige denn, dass sie je verurteil werden, wie folgende Statistik illustriert:
• Lediglich 3-4% aller Fälle von Polizeigewalt werden überhaupt angezeigt. • In 93 % der angezeigten Fälle wird das Verfahren von Bezirks-/Staatsanwaltschaft ohne Anklageerhebung eingestellt. • Von den 7% angeklagten Beamten werden 54.5% freigesprochen, wobei diese Fälle 2/3 der schwersten Verletzungen beinhalten. • Das Risiko eines wegen Körperverletzung angezeigten Beamten, verurteilt zu werden, beträgt 3.29%. • 60% der verurteilten Beamten hatten ihre Opfer ausser Dienst verletzt (in der Mehrzahl ihre Ehefrauen). • Das Risiko eines wegen Körperverletzung im Dienst angezeigten Beamten, verurteilt zu werden, beträgt 1.31%. • Für wegen Körperverletzung im Dienst verurteilte Beamte war die Strafe lediglich eine kleine Busse. • Das Gesamtrisiko eines Beamten, der jemand verletzt hat, dafür verurteilt zu werden, beträgt sagenhafte 0.085%-0.13%. (Zahlen laut Patrik Manzoni: Gewalt zwischen Polizei und Bevölkerung, Dissertation, Universität Zürich, 2002)
Auch in Deutschalnd kam es in letzter Zeit zu diversen Protesten im Zusamenhang mit Tod im Polizeigewahrsam. Ein Überblick lediglich einer weniger Fälle (weitere Artikel finden sich leicht durch googeln der Namen der Opfer):
Oury Jalloh verbrannte am 7.1.2005 in einer Polizeizelle in Dessau http://oury-jalloh.so36.net/ Ein Freund, der sich um Aufklärung bemüht, wurde prompt von den Behörden gepiesackt und unter Druck gesetzt http://thecaravan.org/node/491
Laye-Alama Condé starb ebenfalls am 7.1.2005 in Folge eines zwangsweise durchgeführten Brechmitteleinsatzes im bremer Polizeigewahrsam http://no-racism.net/article/1506/
Dominique Kouamadio wurde am 14.04.2006 von einem Polizisten in Dortmund erschossen http://thecaravan.org/node/980
N'deye Mareame Sarr wurde am 14.7.2000 in Aschaffenburg (Bayern/Süd Deutschland) von einem Polizisten erschossen. http://no-racism.net/article/1925/
In Strafanstalten ist die Selbstmordrate in der Regel signifikant höher als im "grossen Knast draussen". In Berlin fand nun eine Justizverantwortliche eine ebenso einfache wie "elegante" Lösung zur Linderung dieses Problems: Zahlen und Fakten zu diesem Theema werden künftig "aus Datenschutzgründen" klammheimlich für geheim erklärt und nicht einmal mehr dem Parlament zugänglich gemacht, geschweige denn der Öffentlichkeit. http://www.de.indymedia.org/2006/12/164736.shtml
Abschliessend der Flyer-Text zur erwähnten Veranstaltung:
Dok-Film INJUSTICE + Intro
Entgegen dem Image vom unbewaffneten "freundlichen Bobby" wird in Großbritannien im Durchschnitt jede Woche mindestens jemand von Polizeibeamten getötet. Bei den Opfern handelt es sich praktisch ausschließlich um Farbige sowie vereinzelt um Weiße aus der Unterschicht. Kein einziger verantwortlicher Beamter wurde bisher verurteilt, meist werden sie nicht einmal suspendiert. Seit einigen Jahren schließen sich Familien und Freunde der Opfer zusammen und setzen die Behörden unter Druck.
Mit einem Intro von PigBrother.info über aktuelle Entwicklungen, den Fall Jean Charles de Menezes und die NO SHOOT TO KILL! Kampagne.
Mi 17.1.07 20h @ Kalki Kalkbreitestr. 4 ZH, Tram 2 + 3 + Bus
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Auch heute reisen besonders Briten nach Südossetien und nach Russland. Um es international blosszustellen, macht ein britischer Spassvogel einen geschmacklosen Hollywoodfilm, in dem die Mentalität eines Volkes der Sowjetunion in den Dreck gezogen wird.
Und dann das! Wie ist es erklärbar, dass sich die Mär des unbewaffneten, friedliebenden britischen Polizisten in unserer bürgerlichen Öffentlichkeit bis heute gehalten hat?