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 :: Chronologie der Ereignisse in der Nacht vom 15. Oktober ::
 Themen | Wohnungsnot/Squat | Medien/Netzaktivismus | Repression/Knast 15-10-2015 23:28
AutorIn : Anwöhnör

Chronologie der Ereignisse in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag neben der migrolino-Tankstelle in Zürich-Altstetten, 15. Oktober 2015




Chronologie der Ereignisse in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag neben der migrolino-Tankstelle in Zürich-Altstetten, 15. Oktober 2015

1. Zwei junge Männer werden kontrolliert, weil sie zu später Stunde (00:30 Uhr) zu Fuss mit einem Veloanhänger unterwegs waren.

2. Zu den rund sechs Polizisten kommen einzelne (max. fünf!) Bewohner*Innen des benachbarten Kochareals und wollen diese nach Auskunft über die Situation befragen.

3. Die Polizei blockt den Dialog ab, weist die Personen auf die andere Strassenseite und erklärt, dass sie keine Auskunft gäbe. Zudem drohen sie mit einer weiteren Kontrolle und Anzeige wegen "Nichtbefolgung einer Weisung".

4. Es erscheinen zwei weitere Kastenwagen mit Blaulicht.

5. Zu den fünf Personen, die auf der gegenüberliegenden Strassenseite den Aufmarsch der Staatsmacht beäugen, gesellen sich weitere Personen, teils im Pyjama.

6. Es erscheinen zwei weitere Kastenwagen mit Blaulicht.

7. Die Polizei rüstet darauf ihre Einsatzkräfte mit Gummischrot, Pfefferspray und Schildern aus, wobei sie sich martialisch positionieren.

8. Ein aus der Distanz unerkennbares Gerangel zwischen der Polizei und einer der zwei kontrollierten Personen findet statt, worauf diese von drei Polizisten auf brutalste Weise verhaftet wird. Mit drei Knien auf dem Rücken wird die Person auf den Boden gedrückt, schikaniert und in
Handschellen gelegt.

9. Die ca. 20 Personen auf der anderen Strassenseite beginnen daraufhin mit heftigem Rufen gegen diese Vorgehensweise zu protestieren. Dabei kommt es nicht zu gewalttätigen Handlungen von der Seite der Anwohner*innen. Es wird lediglich Lärm gemacht und gefordert, die brutale Verhaftung zu beenden.

10. Als Reaktion auf diesen lauten Protest, beschloss die Polizei kurzerhand einzugreifen. Es kommt völlig unvermittelt zu einem massiven Einsatz von Pfefferspray.

11. Währenddessen erreicht ein weiterer Kastenwagen den Ort, um die zwei kontrollierten Personen einzupacken.

12. Weiterhin hält die Polizei die Anwohner*innen mit Pfefferspray zurück und droht ständig mit dem Einsatz von Gummischrot. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es von unserer Seite immer noch keine Gewaltanwendung. In der Folge fliegen als Reaktion auf die anhaltende Aggressivität einige wenige Obstkistchen in Richtung der Polizei. Diese hatten symbolischen Charakter und waren zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Einsatzkräfte.

13. Die Polizeiautos verlassen mit den Festgenommenen den Ort, worauf sich die Polizeiformation zurückzieht. Die geworfenen Kistchen sammeln wir danach wieder ein.

Warum das ganze Tamtam?
Zwei Menschen holten sich aus dem Abfall Brot und Gemüse, das nicht – wie später in den Medien behauptet wurde – für "bedürftige Menschen" (Zürcher Tafel) zur Seite gelegt worden war.

Polizei:
Cortesi Marco, Pressesprecher der Stadtpozilei, hat im Nachgang in der Medienmitteilung behauptet, dass der Polizeigewalt, Gewalt von unserer Seite vorausgegangen sei.
Fakt ist: Die Polizei hat nicht reagiert, sondern war in diesem Fall ganz klar der Aggressor und hat in keinem Moment den Dialog oder die Deeskalation gesucht. Für die Verhaftung von zwei Abfalldieben hat die Polizei 15 Polizisten in Kampfmontur aufgeboten. Gemäss ihrer Strategie (D, D, D) hat die Polizei also nur das letzte D, Duregriife, angewendet.

Journalisten: Die neuen Dichter
Die Frechheit derjenigen Polizisten, eine derart einseitig und falsche Medienmitteilung zu schreiben, lässt darauf schliessen, wie willkürlich und leichtfertig die Polizei ihr Gewaltmonopol handhabt.
Doch zu unserer zusätzlichen Ernüchterung lasen wir am nächsten Tag die Berichterstattung von Tamedia und NZZ. Nicht nur übernahmen die Journalisten ohne weitere Recherche den grundfalschen Polizeibericht, sondern verfälschten sie diesen auch noch. Das Gerangel zwischen den Polizisten und einem der Verhafteten deuteten die Medien kurzerhand um. Ohne jegliche Nachforschungen betrieben zu haben behauptet Reto Oeschger vom Tagesanzeiger, dass Gewalt von den Beobachtern der Polizeikontrolle ausgegangen sei.
Zu guter Letzt boten die völlig unseriösen Journalisten den Wahlkämpfern von SP und SVP eine Plattform, um mit den Falschmeldungen der Polizei Stimmungsmache zu betreiben.
So entstand innerhalb von wenigen Stunden ein politisches Spektakel rund um einen völlig unverhältnismässigen Polizeieinsatz.


Repression gegen Menschen, die sich Lebensmittel aus dem Container holen, ist auf keine Weise vertretbar. Gemüse, das weggeworfen wurde, als Diebesgut zu bezeichnen purer Zynismus!

und:

Kein*e seriöse*r Journalist*in verfasst Artikel, die einzig auf Polizeiberichte gestützt sind.





 :: 1 Inhaltliche Ergänzung : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Korrektur
16.10.2015 20:27  
Reto Oeschger ist ein Zürcher Fotograf, das Archivbild zum Online-Artikel von ihm.
Der Artikel ist übernommen von der SDA und ergänzt von Werner Schüepp.


AutorIn: egal
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. shiiiiit — acab
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