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 :: Marsch against Monsanto samstag 23.05 ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung | Ökologie 22-05-2015 10:19
AutorIn : (A)
Es geht nicht nur um Monsanto

Es geht nicht nur um Monsanto...

Der Multinationale Konzern Monsanto ist weltweit der führende Konzern von gentechnisch verändertem Saatgut. Monsanto hat ihren Ursprung in der Chemie-Branche und stellte zB. „Agent Orange“ her welches durch die US-Armee im Vietnamkrieg eingesetzt wurde, sowie
das wohl bekannteste Total Herbizid Roundup. Um, trotz auslaufendem Patent dieses Produkt marktfähig zu halten, entwickelte Monsanto im Labor unter anderem eine Gentech-
Soja-Sorte welche resistent gegen dieses Herbizid ist. Mit der Entwicklung von dieser "Roundup-Ready“ Sorten konnte Monsanto zwei Märkte miteinander verknüpfen, der Handel mit Pestiziden sowie den mit Saatgut. Monsanto hat mehr als die Hälfte aller Saatgutfirmen aufgekauft und hat dadurch auch die Kontrolle über die globale Nahrungsproduktion.
So funktioniert halt das System. Der Kapitalismus baut auf der Forschung auf, die ihn mit neuen Ideen blühen lässt. Chemie Konzerne werden zu Landwirtschafts-Konzernen umgebaut, Google arbeitet plötzlich an Genomen und IBM in der Nanotechnologie.
Schauen wir die Rolle des amerikanischen profitgierigen Konzerns kritisch an. Erstens, „lokale“ multinationale Konzerne neben Monsanto sind auch keine Engel. Sein Konkurrent Syngenta aus Basel, weltführend in Pestiziden, oder Nestlé aus Vevey, Weltführer in der Lebensmittelverarbeitung, hantieren genauso mit Gentechnik und die Liste der Sauereien
dieser Firmen ist zu lang um sie hier aufzulisten. Diese Konzerne repräsentieren die westliche kapitalistische Dominanz. Aber auch die Dominanz der Industrie und der wissenschaftlichen Forschung, die sich über das Wissen der Bäuerinnen und
Bauern stellt.
Viele Öko-Aktivist_innen und Organisationen forden, dass der Staat dieses machtvolle Monster zähmen soll. Der Staat beauftragt wiederum „neutrale“ Wissenschaftler_innen, um die Gefahren der Technologie zu studieren und schützt diese mit Gesetzen. Das sind Fallen in die schon einige Bewegungen getappt sind. Darum verbietet heute ein Moratorium nur
temporär den kommerziellen Anbau und erlaubt die Gentechforschung. Und so finden wir diese öffentliche „neutrale“ Forschung, welche momentan auf der Agroscope in Zürich stattfindet wieder, wie sie sich als Befürworterin der Gentechnik positioniert und neuen Schwung in die Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen bringt. Es wird an Gentech-Weizen, Gentech-Kartoffeln und vielleicht schon bald an Gentech-Äpfeln herumgetüftelt. Mit fast den gleichen Worten und ähnlichem Fanatismus wie ihre Kollegen im privatem Sektor. Dies ist keine Überraschung: Die selbe Wissenschaft nährt die Expert_innen auf beiden Seite, das selbe streben nach Wachstum treibt das Kapital und den Staat an.
Wer glaubt, die Herrschenden geben freiwillig ihre Macht ab, hat bereits verloren. Erwarten wir nichts von denen die so tun als ob sie uns repräsentieren und schon über die Niederlage verhandeln, wie zB. „StopOGM“ (eine gentech-kritische NGO aus der Romandie), die von gentech und gentech-freien Zonen träumen und direkte Aktionen gegen Freilandversuche verurteilen. Nein, organisieren wir uns selber und treten in
Aktion.
Das Hochsicherheits-Feld der Kontrolle in Reckenholz, Zürich, ist eine strategische Angelegenheit. Biotech-Forscher_innen aus ganz Europa fordern genau solche „Protected Sites“, weil sie einerseits aus ihren Trugbildern der Laboratorien in die lebende Welt heraus müssen um wirkliche Ergebnisse zu erhalten und weil dank Sabotageaktionen auf
der Ganzen Welt Gentech-Versuchsanstalten schliessen. Wenn unsere kreative Entschlossenheit die „Protected Site“ zu Fall bringt, ist dies ein grösserer Sieg als jedes verlogene Moratorium!

Freie Gemeinschaften können erst entstehen wenn wir die ganze Herrschaft erkennen und sie bekämpfen. Beginnen wir mit diesen Technologien welche die Unterdrückung verstärken. Industrie, Gefängnisse, Expert_innen, Herrschende, Kolonialismus, Patriarchat, alles die gleiche Strömung. Reissen wir die Zäune der Felder der Kontrolle nieder, sähen wir die selbstbestimmte Saat!

Samstag 23.mai, gegen Monsanto und andere Schädlichkeiten
Basel 14 Uhr Barfüsserplatz
Bern 13 Uhr 30 Bärengraben


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