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 :: Medienexperiment (Bellevue-Krawalle) ::
17-09-2011 19:43
AutorIn : Gruppe Medienexperimente
Die Gruppe Medienexperimente versuchte wissenschaftlich und strategisch die Berichterstattung rund um die Bellevue-Krawalle zu analysieren. Dafür haben wir ein Experiment durchgeführt. Dieses beschränkte sich auf die Homepage von Tagesanzeiger online (www.tagesanzeiger.ch). Der Abschlussbericht ist keine Universitätsarbeit und dem entsprechend unvollständig. Wir veröffentlichen ihn anbei.
Die Krawalle um das Bellevue in Zürich vom 10. auf den 11. September 2011 verfügte über alle gewünschten Voraussetzungen. Die Ausschreitungen waren von hoher Intensität, die Täterschaft keiner genauen Gruppe zuzuordnen und die Rolle der Polizei umstritten.

Uns ging es nicht darum, die strafbaren Handlungen rund um das Bellevue zu rechtfertigen, lediglich um die Berichterstattung auf tagesanzeiger.ch zu analysieren.

Am Sonntag dem 11. September 2011 fragten wir 14 Privatpersonen an, sich am Experiment zu beteiligen. Ihre Aufgabe war es, sich bei Tagesanzeiger online anzumelden (auch über Facebook möglich) und dort pro Onlineartikel betreffend Bellevue-Krawalle 1-2 kritische Kommentare zum Polizeieinsatz zu verfassen.

Am Sonntag dem 11. September 2011 wurden nahezu alle Kommentare (13) wurden freigeschaltet. In der Medienwelt herrschte Orientierungslosigkeit.

Die Freischaltung von kritischen Kommentaren nahm jedoch ab Montag dem 12. September 2012 rasant ab. Beim Artikel "Wen der Faden reist" vom 15. September wurde schliesslich kein Einziger der mind. 14 moderat gehaltenen Kritiken in den Kommentaren veröffentlicht.

Von der Analyse der Berichterstattung her ist zu erwähnen, dass einerseits die Version der Polizei nur geringfügig hinterfragt wurde, anderseits die Medien Schuldige gesucht und auch gefunden haben.

Linksextreme und Fussball-Hooligans seien die Initianten der Bellevue-Krawalle. Die Organisatoren wurden spätestens im Artikel "Illegale Partys sind für alle offen. Das zieht auch die Falschen an" vom 14.09.2011 als ahnungslose Teenager dargestellt.

Um die Aussagen zu verifizieren haben wir mit einer Exponentin der Linksextremen Szene gesprochen. Exponenten der Fussballszene waren zu keiner Stellungnahme bereit.

"Wir haben die Party am Bellevue nicht organisiert, haben jedoch Kontakt zur Organisationsgruppe. Wir waren nicht auf eine Konfrontation eingestellt. Das SMS, dass diese Party steigen würde erreichte uns bereits eine Woche zuvor. Am Tag selbst publizierte jemand auf Indymedia, dass es eine RTS geben würde. Daraufhin haben wir unseren Leuten SMS Nachrichten versendet um sie darauf hinzuweisen, dass es ev. eine RTS ansteht. Dies hatte sich als Fehlinformation erwiesen. Ob und wie viele Aktivisten aus der Linken Szene am Bellevue waren und woran sie sich beteiligt haben kann ich nicht beurteilen. Viele von uns lehnen Randale unter Alkoholeinfluss ab. Augenzeugen berichten übereinstimmend, dass die Eskalation von der Polizei aus kam. Illegale Party's wurden von der Linken in den 80er Jahren erkämpft. Es ist zutreffend, dass die Polizei vermehrt gegen solche Festlichkeiten vorgeht. In diesem Sinne ist die Verteidigung eines solchen Anlassen eine logische Konsequenz. Jene die sich mit der Stadt auf eine Kuschelkurs einlassen wollen haben entweder keine politische Erfahrung oder sind naiv. Zu den politischen Gründen kann etwas unter indymedia.ch/de nachgelesen werden".

Mit dieser Aussage (sofern man sie als zutreffend einstuft) und den neusten Ereignissen lässt sich also feststellen, dass Linksextreme nicht zwingen der Auslöser dieser Krawalle waren, jedoch sicher versuchen in den "Nachbeben" (Beispielsweise Krawalle rund um die illegale Party am Helvetiaplatz vom 16. auf den 17. September 2011) zu intervenieren. Auf diese These weisen vor allem politische Graffiti-Sprays an den Partyorten hin. Am Bellevue vor einer Woche wurden übrigens keine politischen Schriftzüge oder Flugblätter gefunden.

Die Beweggründe des Tagesanzeiger diese Art von Zensur zu betreiben ist höchstens Gegenstand von Spekulationen. In jedem Fall aber sehr bedenklich.

Freundliche Grüsse
Gruppe Medienexperimente


Die Gruppe Medienexperimente ist ein Zusammenschluss kritischer Erst- und Zweitsemester Publizistik Studierender der Uni Zürich. Auf Bitte des Exponenten der Linksextremen Szene veröffentlichen wir unsere Schlussfolgerungen unter indymedia.ch



 :: 4 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  TA-Media abbestellen!
17.09.2011 21:48  
Interessante Arbeit!
Hab auch den Eindruck, dass gewisse Kommentare bei Tagi oder 20Min. am Anfang noch durchgehen aber nach einer gewissen Zeit nur noch tendenziöses Geschreibe raus geht. TA-Media abbestellen!


AutorIn: egal
  TA ist lernfähig!
18.09.2011 10:47  
Einen sehr schönen Verschreiber bietet TA-online heute:

"Nach den Krawallen von Freitagnacht kam es am Samstag gleich zwei Mal zu Zusammenstössen zwischen Chaoten der Polizei"

Die wahren Chaoten sind also selber bei der Polizei ;-)

Danke Tagi, das dachten wir doch schon immer!


AutorIn: leser
  "Gewaltbereite Risikofans"
18.09.2011 11:19  
Es waren durchaus einige Gruppen von Sportfans der verschiedenen Zürcher Vereine am Bellevue, die haben sich nach meinen Beobachtungen aber darauf beschränkt sich gegenseitig aufs Maul zu hauen. Als die Riots losgingen verzog sich der Grossteil richtung Niederdorf, mir wäre auch nicht aufgefallen dass es sich bei denen die sich aktiv gegen die Polizei gewehrt haben um "Hooligans" handelte. Die Behauptung der STAPO ist wohl ziemlich aus der Luft gegriffen, passt aber ins momentane bashing dieser Szene....


AutorIn: kotzenköcherle
  bitte nennt uns nicht extrem
19.09.2011 09:33  
liebe studis, das was ihr hier nun bewiesen habt, weiss ich schon längst. auf tagi.ch wird die kommentarspalte v.a. zur stimmungsmache missbraucht, kritische komments werden schon seit langem zensiert. nun wäre es cool, wenn ihr das resultat eures experiments auch der breiten öffentlichkeit auftischen könntet.
probierts doch mal bei der woz oder so, evtl. kassensturz oder echo der zeit.

ps: wir sind radikal, aber sind wir auch extrem? nein, extrem sind jene, die millionengehälter beziehen, nur nennt sie niemand so.


AutorIn: weiter so, kids!
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. wenn du nicht gerne milionengehälter hast — jugendunruhenpräventionsstelle
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