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 :: Freiheit für Silvia, Billy und Costantino! ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung | Ökologie | Repression/Knast 14-05-2010 12:20
AutorIn : libertà
Hier eine Broschüre zum Lesen!

Viva l'Anarchia!!!
„At the dawn of industrialism, factories were modeled after prisons; in its twilight, prisons are now modeled after factories.“
Os Cangaceiros



freiheit X3




Freiheit für Silvia, Billy und Costantino!




Am 15. April 2010 wurden unsere GenossInnen Silvia, Billy und Costantino in Langnau am Albis ZH verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen einen Anschlag auf die IBM in Rüschlikom vorgehabt zu haben. Momentan sind sie in verschiedenen Gefängnissen im Kanton Bern inhaftiert.
Schon seit vielen Jahren sind sie anarchistische KämpferInnen für die Befreiung der Erde, Menschen, Tiere und gegen die zerstörerische Technologie dieser Zivilisation. Diejenigen welchen gegen diese Zerstörung kämpfen, werden einmal mehr kriminalisiert und gefangengenommen.

Die Schweinereien der Multis hat mit der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko eine neue Dimension erreicht. Tagtäglich laufen 700 Tonnen Öl ins Meer und zerstören den höchst sensiblen Organismus der Natur. Die ursprüngliche US-Firma, Transocean, hat sei 2008 ihren Sitz in Zug. Ihre Technologie (sei es Nuklear, Gen- oder Nanotechnologie) die als Lösung von Umwelt-, Gesundheitsproblemen angepriesen wird, von der schlussendlich wenige auf diesem Planeten profitieren und die schlussendlich uns alle noch mehr entfremdet, isoliert und auf lange Zeit die Umwelt schädigt.
Dann die Kriegstreibern, die im Namen ihres ökonomischen Imperialismus Länder angreifen (Afghanistan, Irak) mit Mini-Nukes, „Friendly Fire“; „Low Level Wars“. Für ihren seit mehr als 500 Jahre andauernden ökonomischen Imperialismus gehen sie über Leichen.

Nehmen wir uns als Beispiel IBM; als multinationale Firma, welche eine lange Geschichte der Ausbeutung hat: Bereits im 2. Weltkrieg produzierten sie die Stempelkarten für die Konzentrationslager der Nazis in Deutschland. Zur Verbesserung von Überwachung und Kontrolle ist seit Jahren vor allem der Schweizer IBM-Konzern bahnbrechend in den Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie. Der Konzern aus Rüschlikon macht mit Prozessoren von sich reden, welche bis zu 35 Prozent schneller werden sollen. Auch an der Entwicklung molekularer Speichermedien wird bei IBM geforscht – zur Entwicklung höherer Speicherdichte.

Hier in der Schweizer-Vorzeigedemokratie läuft so einiges schief: Am 11. März 2010 zündete der Gefangene Skander Vogt im Gefängnis von Bochuz (VD) seine Matratze aus Protest gegen die Haftbedingungen an. Er starb an einer Rauchvergiftung. Die Gefängniswärter liessen ihn in seiner Zelle sterben. Am 17. März 2010 wurde der Nigerianer Alex Uzuwule in Zürich von den Bullen ermordet wegen seinem Widerstand gegen seine Zwangsausschaffung. Der neue amtierende Chef des Bundesamt für Migration, Alard Du Bois-Reymond, war anwesend und meinte, er hätte keine Gewalt gesehen. Am 11. April 2010 wurde der junge Franzose Umüt von der Waadtländer Polizei erschossen: Auf der zwischen Lausanne und Genf abgeriegelten Autobahn schossen die Bullen auf ihn als Antwort auf einen Diebstahl eines Luxusautos. Niemand im geklauten Auto war bewaffnet. Am 29. April 2010 wurden zwei Genossen in Zürich mit dem Vorwurf vor einem Jahr einen Farbanschlag auf eine CS-Filiale in Zürich verübt zu haben, verhaftet. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft.

Ihnen und all den revolutionären KämpferInnen auf dieser Welt gilt unsere volle Solidarität. Sie haben ein paar verhaftet, oder auch getötet; diese Angriffe sind ein Angriff gegen uns alle. Gegen alle die für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen. Sie müssen raus. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Knäste und Käfige und für die Abschaffung jeglicher Herrschaft und Sklaventum.


Freiheit für Silvia, Billy und Costantino!
Freiheit für Marco Camenisch!
Freiheit für alle revolutionären Gefangenen!
Gegen Kapitalismus, Imperialismus, Rassismus, Krieg und Folter!


Zürich, 14. Mai 2010




Bis jetzt gab es in der Schweiz sowie auch in Italien Solidaritätsaktionen für die drei Gefangenen. Hier ihre Adressen:


Silvia Guerini
Regionalgefängnis Biel
Spitalgasse 18
2501 Biel

Lucca Bernasconi
Regionalgefängnis Thun
Allmendstrasse 34
3600 Thun

Costantino Ragusa
Amtshaus
Regionalgefängnis Bern
Genfergasse 22
3011 Bern


 Freiheit_3@hotmail.com
www.freiheitx3.ch.vu


Marco Camenisch
Postfach 3143
8105 Regensdorf





„Das Portemonnaie der Manager kennt keine Krise“ *

Ihre Super-Wirtschaftskrise bezahlen die unten. Dort wird nämlich gespart was das Zeugs hält. Die vermehrten sozialen Konflikte, die sie mit ihren Medien hinaufbeschwören: Die kriminellen Jugendgangs; der übermässige Alkoholkonsum. Ihre Ritalin-Kinder haben sie wieder einmal produziert mit ihrem ganzen Zwang, Stress und Druck. In diese superflexible, neoliberale Welt zu passen, kostet einige Energie. Biste In oder biste Out!
Die erhöhte Erpressbarkeit auf dem doch schwachen Arbeitsmarkt, basiert wohl auf nichts anderem als Spaltung durch Konkurrenz zwischen uns allen. Wir sollen gezwungen werden jegliche Arbeit anzunehmen um uns noch mehr auszubeuten zu können.

Auf der anderen Seite sitzen die Manager der Konzerne (sei es IBM, Novartis, UBS, Microsoft etc.) Der Superbankier und Chef der Credit Suisse, Brady Dougan, führt mit einer Lohnerhöhung von 571 Prozent auf 19,2 Milllionen Franken einen Rekord der Superliga! Dazu kamen Mitte April aus dem Langfristprämienprogramm (PIP) noch 70 Millionen Franken dazu.

* http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Das-Portemonnaie-des-Managers-kennt-keine-Krise/story/30385570


Diese Schmarotzer, Diebe, Terroristen und Waffenproduzenten auf dem Jahrmarkt ihrer Kriegsschauplätze verdienen sich wahrhaft eine goldene Nase. Die ArbeiterInnen, Lehrlinge, Rentner, Behinderte sollen dafür bezahlen. Die „AusländerInnen“, welche als Sündenböcke hochstylisiert werden, wissen schon lange was es heisst für schlechte Löhne zu arbeiten, zu lächeln und nicht aufzumucken. Ertragen sie doch schon lange SVP-Hetze, bürokratischen Rassismus und Bullenschikanen auf der Strasse. Ende April kam einen Bericht in den Medien über das Migrationsamt der Stadt Zürich: Dossiers im Asylbereich werden mit „grosser Willkür“ bearbeitet oder bewusst liegengelassen. Ebenso willkürlich würden Lohnerhöhungen und Arbeitsentlastungen für einzelne Mitarbeiter ausgesprochen.

Schritt und Schritt wird versucht die Ausbeutungsmaschinerie weiter auszubauen, ihre Krise und den ganzen Repressionsapparat gegen uns alle anzuwenden. Dagegen wehren und kämpfen wir! Vielerorts regt sich Widerstand: Sei es jüngst in Griechenland, die Gefängnisaufstände in Belgien, in Südamerika, hier in der Schweiz....Unsere Perspektive ist eine Welt jenseits von Konsumterror, Zwangsarbeit, Krieg und Ausbeutung.





Hier folgen ein paar Texte zu Themen wie Gen-, Nano- und Atomtechnologie und Zivilsationskritik (Grüne Anarchie):





GENTECHNOLOGIE



GEGEN DIE ZULASSUNG VON GVO IN EUROPA
DIE EFSA BEWILLIGT DIE SCHÄDLICHKEITEN


(üb. von mc, Regensdorf, Schweiz)
Fast alle haben von genetisch veränderten Organismen gehört, die meisten Menschen wollen sich nicht davon ernähren, auch wenn viele sie unbewusst über die Futtermittel verschlucken, wovon jene Lebewesen ernährt werden, aus deren Leid und Gefangenschaft der Parmesan mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung und der Parmaschinken hergestellt werden (nur um in der Gegend EFSA zu bleiben). Trotzdem sind transgene Pflanzen und Tiere bloss die bekanntere Seite der Gesamtheit der Manipulationspraktiken des Lebenden durch Biotech.
Der Forschungsbereich führt zusammen mit den Agro-, Chemie- und Pharmaunternehmen wirtschaftliche, politische und hinterhältige Propagandakräfte ins Felde um Biotech als Lösung aller Schäden und Notstände hinzustellen, unter denen ein Planet leidet, der in wenigen Jahrzehnten durch die industrielle Zivilisation, die intensive Landwirtschaft und den Massenkonsum unwiederbringlich kaputt gemacht wurde. Ein Planet, der in im Verhältnis zu seinem Alter in einer unendlich kurzen Periode an den Rande des Abgrundes gebracht wurde. Die Biotechpropaganda verspricht die Sättigung der Hungernden, die Heilung jeder Krankheit und aller Katastrophen der industriellen Vergiftung. Sicher ist jedenfalls, dass genau jene heute die Wunderheiler spielen, die uns mit allen möglichen Schädlichkeiten wie Pflanzengiften und industriellen Wirkstoffen weiter vergiften, welche die Massen in Hunger und Elend stürzen indem sie die Nahrungsmittellieferungen kontrollieren und die Länder des Südens der Welt in eine kolonisierte Plantage verwandeln, wo sie sterile Pflanzen und Tiere als Organfabriken und Ersatzteillager produzieren und seit Jahrzehnten den eugenetischen Mythos des perfekten und gleichgeschalteten Menschen verfolgen.
Mit Gentech, von den landwirtschaftlichen bis zu den medizinischen Anwendungen, verschwinden die Grenzen zwischen den Arten: die Leberwesen sind auf eine Summe von Genen reduziert um den Bedürfnissen der Industrie des Lebenden gerecht zu werden. Pflanzen und Tiere (Mensch miteingeschlossen) sind beliebig zusammensetzbare Behälter um von Fall zu Fall etwa die überschwemmungs- oder pflanzengiftresistente Sojasorte, das Schwein mit dem auf den wartenden Patienten transplantierbaren Organ, den Maiskolben als Antibiotikaproduzent, usw. zu erhalten.
Die Grenzen der Labors lösen sich in Luft auf, Biotechlabor ist die ganze Welt wo experimentiert, geherrscht und Profit herausgeholt wird. Die Haupteigenschaft von Biotech im Agrarbereich ist ihre Irreversibilität. Eine Kontaminierung rückgängig zu machen ist unmöglich: mit den Bienen, dem Wind, den Pollen als unbewusste Komplizinnen.
Seit Januar 2009 wurde der GVO-Grenzwert in Nahrungsmitteln von 0,1 auf 0,9% erhöht. Die Etikettierung ergibt keine Entscheidungsfreiheit wie sie uns weismachen wollen, sondern die Kontaminierung ist schon da: jeglicher „Grenzwert“, auch 0,1%, ist schon an sich eine Kontaminierung.
Auf der ganzen Welt ist eine starker Widerstand gegen Biotech aktiv: von Afrika, das die experimentelle Wohltat aus GVO-Samen zurückgewiesen hat, bis zu den indischen BäuerInnen, die dem Druck der Multis nicht nachgeben und ihre ursprünglichen Samen weiter erhalten.
Kürzlich kam in Frankreich, Island, England, Deutschland und in der Schweiz eine „alternative Vorsichtsmassnahme“ zur Anwendung: die Neutralisierung der einzigen Freilandversuche durch Beschädigung der Pflanzen und folglich der Forschung. In Island wurden dadurch die GVO abgewehrt.
Es liegt an uns, die Verewigung dieser Manipulationen und die Entwicklung dieser Schädlichkeit nicht der Gleichgültigkeit zu überlassen, und das indem wir den Ernst der Lage begreifen und uns persönlich dagegen einsetzen.

WIESO DIE EUROPÄISCHE BEHÖRDE FÜR NAHRUNGSMITTELSICHERHEIT

Als Nachahmung der amerikanischen FSA (Food and Drug Administration) ist die EFSA dazu berufen, die „Sicherheit“ aller auf den Markt geworfenen Schädlichkeiten „zu garantieren“, und sie ist das international anerkannte Organ auf das sich die EU-Kommission bezieht. Sie kann die Kommerzialisierung von GVO-Nahrungsmitteln auch als Bestandteile von Futtermitteln, den Freilandanbau zu Versuchszwecken und den kommerziellen Anbau zur menschlichen und tierischen Ernährung bewilligen. EFSA bewilligt einen Übergang im Bewilligungsverfahren für GVO nicht direkt, aber ihre Einschätzung kann nicht als schlichte Meinung betrachtet werden, da ihr positiver Bescheid zum Erlass einer Bewilligung durch die EU-Kommission notwendig ist. Sie ist also der Angelpunkt des europäischen Bewilligungssystems.
Die Prüfung jedes Gesuches wird anhand der wissenschaftlichen Belege vorgenommen, die von denselben Multis her- und vorgestellt werden, die das Gesuch einreichen.
Die Multis BASF Plant Science, Syngenta Seeds, KWS, Bayer CropScience, Pioneer Hi-Breede, Monsanto… sind nur einige der EFSA-Kunden, die seit Jahren mit allen Mitteln europäische Widerstände zu brechen versuchen. Wie mit Pioneer Hi-Breede, Monsanto und Bayer, die einige Male die traditionellen Samenlinien mit ihren GVO-Samen kontaminiert haben, im Versuch wie in den USA eine dermassen hohe Kontaminierung herzustellen, dass de facto jegliche Unterscheidung schwierig und jede weitere Bewilligung praktisch überflüssig wird.
Als Bindeglied zwischen den Multis, den Schädlichkeitsproduzenten und der EU-Kommission besteht ihre Absicht in der Gewährleistung des Überlebens eines immer maroderen Systems, das die neue technologische Bio-Nano-Revolution fördert um sich nicht mit den sozialen Katastrophen und Umweltkatastrophen auseinandersetzen zu müssen, auf denen die technoindustrielle Entwicklung gründet.


GEGEN BIOTECH, DIE WELT, DIE SOLCHE PRODUZIERT
UND DIE EUROPÄISCHENN AGENTUREN, DIE SIE UNTERSTÜTZEN

Koalition gegen die Schädlichkeiten
www.inventati.org/contronocivita,  nonanobio@inventati.org






NANOTECHNOLOGIE


Verfasst im Mai 2008:


Nano, noch nicht überall


Nanotechnologie ist eine boomende Technologie. An der Universität Zürich (Mikro- und Nano Science Platform Engingeering Sciences) gibt es momentan 45 Forschergruppen, die an 270 Projekten arbeiten. Im Rahmen einer Konferenz wurden im Mai 2008 70 Projekte dieser Branche vorgestellt und über ihre möglichen Anwendungen berichtet. Nanotechnologie wird vorallem bei der Informations-, Kommunikations-, Gesundheits-, Lebensmitteltechnologie eingesetzt.

Es ist erwiesen, dass das Einnehmen (Schokolade wir mit Nano behandelt, damit sie keinen weissen Schimmer auf der Oberfläche kriegt) oder Eincrémen (z.B. Sonnencrème) schädlich für den Körper sein kann. Vorallem die Atemwege, Lunge und Leber können angegriffen werden. Da Nanopartikel so extrem klein sind, ist es einfach für sie überall in den Körper einzudringen und dort Schaden anzurichten.


"Die Fantasiewelt der Zwerge"


Die Forschungsprojekt bauen eine künstliche neue Welt mit winzigsten Teilchen, jenseits aller unserer Vorstellungskraft. Es ist eine Fantasiewelt, wo die kleinsten Insekten aussehen wie Monster. Nanotechnologie macht es möglicht Kleinstatome zu sehen. Dies bewies eine Ausstellung von jungen Forschern des Vereins MEMS im Kanton St. Gallen, die doch über das „grosse Potenzial der Nanotechnologie“ berichteten.


Akademisch


Interessant ist auch eine Rede zu von der Kommission für die SATW Nanotech zum Thema „Technologie von wo? Wohin führt sie? Dort wurde die Geschichte des Transistors skizziert, ohne die es keine Computer-Chips geben würde. 2004 arbeiteten 200 Millionen Transistoren pro Person, damit 20 Milliarden Bits pro Person im Jahre 2008 gespeichert werden können. Alle 18 Monate verdoppelt sich die Speicherkapazitäten. Kein Produkt hat sich so vervielfacht wie Nanotech. Doch beim jetztigen Stand der Technik würde das Wachstum bald erschöpft sein. "Wir brauchen neue Technologien, um den Faktor zwei zu halten."

Dann verglichen sie das menschliche Gehirn mit einem Chip. Das Gehirn hat 200 Milliarden Zellen und diese sind mit 10 Milliarden Transistoren reproduzierbar. Ein menschliches benötigt zwischen 10-20 Watt pro Stunde. Ein elektronisches verbraucht ca. 1 Mio. Watt.

Aus einer pro Nanotechwebsite entnehmen wir: „ Die Branche allerdings, in der die Anwendung von Nanotechnologie schon lange zum Alltag gehört, ist die Computerindustrie. Hier ist der Schritt von der Nanowissenschaft zur Nanotechnologie zum größten Teil vollzogen. Dies verwundert kaum, wenn man bedenkt, dass die großen Visionen der Nanotechnologie im Wesentlichen den Konzepten ihres Vordenkers Eric Drexler entstammen. Sein Vorstellungen von "Nanomaschinen", deren Atome sich nach dem Willen ihrer Programmierer vervielfältigen und selbsttätig wieder zusammensetzen, oder etwa die Entwicklung winziger Roboter für den Einsatz im menschlichen Körper, beschäftigen noch heute die führenden Köpfe der Computerszene. Führend in der Entwicklung bahnbrechender Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie ist seit Jahren vor allem der Schweizer IBM-Konzern. Noch heute ist der Ende der 90er Jahre in 35 einzelnen Xenon-Atomen auf eine Nickel-Einkristall-Oberfläche beschriebene Namenszug von IBM ein gern zitiertes Bildobjekt in der wissenschaftlichen Presse. Und immer noch kommen entscheidende Impulse und Fragestellungen in Bezug auf die Entwicklung immer schnellerer und leistungsfähigerer Computerchips von IBM. Zurzeit macht der Konzern aus Rüschlikon mit Prozessoren von sich reden, die serienreif ab 2009 in IBM-Computern eingesetzt werden sollen. Durch Billionen kleinster Löcher erzeugten die Ingenieure ein isolierendes Vakuum um die Kupferleitungen ihrer Chips - die elektrischen Signale und damit auch die Prozessoren sollen dadurch um bis zu 35 Prozent schneller werden. Auch an der Entwicklung molekularer Speichermedien wird bei IBM geforscht - erste Tests mit dieser neuen Technologie ergaben eine 50-mal höhere Speicherdichte als bei herkömmlichen Festplatten.“


Was ist Nano?

In der Nukleartechnologie werden Atome gespalten. In der Gentech werden Atome manipuliert und in der Nanotech? Nano ist ein Milliardstel Meter. Alles unter hundert Nanometern gilt als Nanopartikel. Zum Beispiel wandern Bakterien in den Darm oder der Feinstaub, der so schlecht ist für AsthmatikerInnen. Aber natürlich auch einzelne Moleküle oder Atome. Nano ist alles und nichts und das macht es zu einer schwierigen Debatte.

Mit Hilfe der Wissenschaft können heutzutage Atome wie Lego benutzt werden. Ausgehend von bekannten Substanzen werden neue synthetische Partikel gebaut - die Substanz, die entsteht verhält sich aber ganz anders. Diese „Kleinstdinge“ sind bereits auf dem Markt: Strümpfe mit Nanopartikeln, die Keime töten vom Schwitzen; Autolack mit Nanopartikeln, die den Schmutz vom Auto fernhalten sollen, Sonnenbrillen mit Nanopartikeln, die den Schutz vor UV-Strahlung erhöhen sollen.

Vor kurzem veröffentliche der deutsche Umwelt- und Naturschutz eine Studie mit dem Titel "Vom Labor auf den Teller - die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor" . In bereits 93 im Verkauf stehende Lebensmittel fanden sie Nanopartikel; ihre Kritik: Weltweit gibt es keinen Standard für die Anwendung dieser Nanopartikel. Es mehren sich Hinweise, dass "viele synthetische Nanomaterialien giftigere Stoffe enthalten als Stoffe in gleicher Form, die aber grösser sind“. Wie Titandioxid, die häufig in Form von „makro“ als „träger“ Zusatzstoff in Lebensmitteln. Nanopartikel als Teilchen können bei nur schon wenigen Nanometern Schäden an Nieren und Leber verursachen. "Wenn der Gebrauch einer chemischen Substanz in Makrogrösse erlaubt ist, wäre wohl heute auch die Anwendung von Nanoformen erlaubt. Für die Hersteller gibt es weder Pflicht zur Deklaration noch eine Meldepflicht der Produkte. "


Der Verband fordert daher Pro Natur Schweiz verlangt ein Moratorium für die Verwendung von Nanomaterialien in Lebensmitteln, bis Regelungen und Risikoabschätzungen relevant sind.
Was gibt es für Nano-Produkte zum Verkauf in der Schweiz? Die Grossverteiler wissen es noch nicht. Noch immer nicht.

Vor kurzem traf sich die Vereinigung für die Interessen der Grosshändler Schweiz (IG DHS) haben einen "Code of Conduct" festgelegt. Dazu gehören Coop, Migros, Denner, Manor und Vögele, die sich durch die Unterzeichnung dieses Kodex verpflichten „sich über Nanotechnologie zu erkundigen" und „über den Inhalt von Produkten mit Nanotechnologie offen gegenüber VerbraucherInnen zu informieren“ Insbesondere der zweite Punkt bedeutet, dass die Produzten nur angeben müssen, Nanoputzmittel oder Nanolack, das aber sicher nicht einer Inhaltsdeklaration nahekommt. Bis heute gibt es keine klare Deklarationen von den Herstellern. Dieser Code wurde bis heute nicht umgesetzt.


Der Nobelpreis

Im Jahr 1986 gewann der Erfinder eines Mikroskops, welcher diese Winzlinge sichtbar macht den Nobelpreis.. Sein Thema: "Nanotech - der Schlüssel zur Nachhaltigkeit. Er meint: "Die industrielle Revolution befreite uns von schwerer körperlicher Arbeit. Die elektronische Revolution die geistige Arbeit, und jetzt ist die Umsetzung einer bis jetzt namenlosen Revolution, die alles noch kleiner, aber intelligenter machen soll. Nano ist lebendige Natur: „Natur ist Nano in purer Form – all unsere Prozesse wickeln sich in Nano-Dimensionen ab.“ Nano bedeutet nicht nur, dass vieles kleiner wird. "Nano ist eine anders, es gelten andere physikalische Gesetze die völlig unbekannt sind, es öffnen uns völlig neue Möglichkeiten. Sicher, dass neue kann immer voller Gefahren sein, aber wir müssen lernen, damit umzugehen. Die Wissenschaft produziert neue Chancen ob gut oder schlecht ,,doch diese Frage stellt sich gar nicht, denn die Wissenschaft ist frei von Werturteilen." Vielleicht war das naiv“, fügt er hinzu, "aber am Schluss entscheidet die KonsumentInnen, nichts wird doch produziert, wenn es die Leute nicht kaufen würden. Jedenfalls sind in der Schweiz sind rund 300 Unternehmen im Nano-Business tätig. Man weiss nichts genaues.

Vor kurzem veröffentlichten zwei Forscher des Instituts für Arbeit und Gesundheit an der Universität von Lausanne eine Untersuchung zum Einsatz von Nanopartikeln in der Schweizer Industrie. Vorallem interessierte sie den Schutz der ArbeiterInnen, die mit den Nanopartikeln arbeiteten. Denn gelangen diese Partikel einmal in die Lunge und sich dort anreichern kann das Schaden ausrichten. Aber es ist noch nicht bekannt, im Detail, was für Schäden durch Nanopartikel verursacht.

Die beiden Wissenschaftler entdeckten, dass 43 Unternehmen direkt mit Nanopartikeln arbeiten. Sie produzieren Kosmetika, Reinigungsmittel, Lebensmittel, Farben, Papier, Kunststoff, Sensoren, Uhren, Textilien, etc.. Insgesamt produzieren diese Unternehmen rund 2500 Tonnen Nanomaterialien pro Jahr, die Hälfte davon geht unter industrielle Abfälle. Nicht alle Unternehmen informieren über Schutzmaßnahmen in den Fabriken. Die meisten meinten: "Uns interessieren diese Fragen schon, aber wir wissen zu wenig darüber."

Die beiden Autoren argumentieren, dass die Haltung der Schweizer Regierung bisher eher passive gegenüber diesem Thema ist; die wissenschaftlichen Ergebnisse interessieren sie mehr als der Schutz der ArbeiterInnen.
In letzter Zeit bewegt sich Etwas. Letztes Jahr veröffentliche der Bund einen Bericht über die Grundlagen „synthetischem Nanomaterial. Im November wurde ein nationales Forschungsprojekt zum Thema“ Die Chanchen und Risikon von Nanomaterialen“ mit 10 Millionen Franken, für die nächsten vier Jahre, genehmigt.


Im April veröffentlichte der Bundesrat den Aktionsplan "Synthetische Nanopartikel“. Viele der Forscher wollen natürlich nicht ihren Job verlieren. Eventuell wird eine Meldepflicht, Wertbegrenzung oder sogar ein Verbot erreicht. Die Verantwortlich wollen keinen polarisierten Umgang mit diesem Thema und probieren sich allzuviel Kritik vom Halse zu halten. Die Untersuchungen des deutschen Verbandes „Pro Natur“ sind nicht gern gesehen beim Bund. Ein Bürokrat des Gesundheitdepartements meinte, dass die Angaben unpräzise seien. Sie vermische zuviele Faktoren und verbreite Angst.. Seine Aufgabe sei lediglich herauszufinden, welche Nanopartikel giftig seien und welche nicht. Klar gäbe es Produkte wie ein Nanospray, aber die „normalen“ Sprays seien ja auch gefährlich. Das vergässen die Menschen dabei. Alles Geld wird in die Entwicklung von Nano investiert aber kein Rappen in die Risikoforschung.


Der Bank-Analyst

Der dritte Referent, ein junger und sauberer Banker von Credit Suisse. Sein Thema: „Nano – eine Investition in die Zukunft.“ Redet über diese Medizin die sofort Tumore töteten, von Solarzellen, welche die Hausfassaden schmückten. Die neuen Glühbirnen die fast keinen Strom benötigen und dem Nanotitan, welcher die Soldaten nicht sichtbar macht im Infrarotlicht.

Im Jahr 2007 wurde weltweit 13 Mia. Dollar für die Entwicklung von Nanotechnologie ausgegeben.
Am meisten investierten die USA, Japan, Deutschland und die Schweiz. Russland will im grossen Stil investieren und erwartet innerhalb der nächsten sieben Jahre einen Umsatz von 36 Mia. Dollar. 600 Produkte seien bereits auf dem Markt, jede Woche kämen drei dazu. Doch es sei nicht immer einfach, das meiste aus dem Markt des Nano herauszuholen. Alles klinge erfolgsversprechend, doch es könne auch scheitern. Was wie der superhype tönt – aber umso mehr: von der euphorischen und schwindelerregenden Geschwindigkeit, trunken vor Freude über die neue Fantasiewelt.




NUKLEARTECHNOLOGIE

Verfasst im April 09



GEGEN ATOM
UND DIE WELT, DIE ES PRODUZIERT
23 JAHRE NACH DEM DESTASTER VON TSCHERNOBYL

“Tschernobyl war sicher ein schweres und grosses Unglück. Aber seine Ursachen können nicht im schlechten Funktionieren der AKWs gesucht werden. Es ist eher das Symbol des Versagens der sowjetischen Gesellschaften in der Handhabung komplizierter Technologien mit armseligen Methoden, mit zu geringen Investitionen, mangelnder Transparenz und Informationen über die Gefahren. Eine Kultur, die meilenweit von jener entfernt ist, die im Westen in nunmehr allen Sektoren entwickelt wurde, wo ein gewisser Prozentsatz an Gefahren in Kauf genommen werden muss.“
Chicco Testa, Exchef von Legambiente, Exchef von Enel und heute Mitglied des European Advisory Board der Carlyle Gruppe (Mega-Anlagefonds mit starken Interessen der Familie Bush)

Um die neue “atomare Renaissance” umzusetzen ist eine Verdrängung dessen notwendig, was diese Technologie in allen ihren Aspekten ausgedrückt hat: einen Weg ohne Umkehr für die gesamte Biosphäre. Wenn uns nur 23 Jahre von den zahllosen „belanglosen Unfällen“ der Atomgesellschaft trennen, so sind 500 Jahre das Minimum, das uns von der radioaktiven Halbwertszeit der AKW-Abfälle trennt.
23 Jahre nach diesem tragischen Unfall, führt das Atomsystem eine Verharmlosungs- und Verdrängungsoperation durch. Der Reaktor brannte zehn Tage lang und befreite 400 Mal soviel Radioaktivität wie die Bombe von Hiroshima und verseuchte ganz Europa und darüber hinaus.

In dieser Optik erwartet uns eine Erhöhung der „Grenzwerte“ der Strahlungen der Reaktoren und Abfälle, nach einem nun gut eingewöhnten Mechanismus der Produzenten von Schädlichkeiten wie Pflanzengifte (“-schutzmitteln“), Schwermetalle, GVO, Dioxin, und bald auch Nanotechnologien.

Aber Tschernobyl ist nicht nur das, es ist nicht nur Kontaminierungen und eine Zahl Opfer, deren wachsende Anzahl unmöglich je zu beziffern ist: alle vergangenen und zukünftigen Tschernobyls sind die unausweichlichen Folgen eines techno-industriellen Fortschrittes, der durch den andauernden Energiebedarf zwecks Wachstum und Produktion von neuen Waren gekennzeichnet ist.
Von Antiatom zu reden, heisst an jene Kämpfe anknüpfen, die überall in der Welt versucht haben dessen Entwicklung zu bekämpfen, wie in Italien in Montalto di Castro: ein Terrain der Opposition, das seinen Höhepunkt nach Tschernobyl hatte und im darauf folgenden Jahr zum Referendum führte, ein jedoch geringfügiges Hindernis für die Strategien der Energielobbies.
Innerhalb von wenigen Jahren wurde die von den AKWs ausgehende Wahrnehmung der Gefahr auf geschickte Art und Weise der Allgemeinheit ausgetrieben, und während Forschungsanstalten und Universitäten diese umweltzerstörende und destruktive Technologie auf Sparflamme hielten, plante die Politik und die Wirtschaft deren Rückkehr.

Die techno-industrielle Gesellschaft hat noch nie soviel Energie benötigt, um ihre Fabriken, Banken, Waffen, Kommunikations- und Transportwege zu betreiben.
Die ewige Energiekrise kann nicht anders als immer wieder ausbrechen, mit den neuen Begleitmärchen ihrer VerursacherInnen, die uns handkerum erzählen, sie würden sie schon lösen. Den Kreislauf zu unterbrechen, heisst nicht sich zu fragen wie viele und welche Energie nötig ist, sondern vor allem, wieso dieses Vernichtungs- und Ausbeutungssystem denn noch weiter erhalten werden soll.

Lösungen müssen ausserhalb der bestehenden Herrschafts- und Vernichtungsverhältnissen und der Plünderung der Natur gesucht werden. Ausflüchte auf Alternative Energiequellen sind unzulässig und nichts als ein weiterer Notbehelf einer sich selbst zerstörende Welt: nämlich die kapitalistische und anthropozentrische, die nie nachhaltig sein kann, wie auch immer sie erhalten wird. Sei es eine mit Windkraft betriebene Waffenfabrik, mit Wasserkraft betriebene Haushaltsgerätefabrik oder Bergbau mit Sonnenenergie, sie werden mit einer anderen Energie nicht weniger schädlich.

Das aggressive Programm der Atomlobby in Italien möchte dem „nachhaltigen“ AKW den Weg freimachen, dessen Nachhaltigkeit durch die sog. Anlagen der neuen Generation gewährleistet sei. Während PolitikerInnen und Industrielle sich lautstark bemühen, die für Unfälle wie Tschernobyl verantwortliche alte sowjetische Technologie zu verunglimpfen und die neue jedoch noch nicht existierende Generation zu rühmen, bringt ENEL nach einer „Einkaufkampagne“ von Anlagen des „Modells Tschernobyl“ in Osteuropa, die wegen ihrer grössten Gefährlichkeit zur Schliessung vorgesehen sind, das Atomare wieder nach Italien.

Das Atomare wird auch von ehemaligen Widerständischen, die sich auf die andere Seite geschlagen haben, wieder als Lösung vorgeschlagen und begrüsst. Dieser Weg begann schon mit der Regierung Prodi mit der Verbreitung der Meinung, die futuristischen Wasserstoffprogramme Rifkins, Bannerträger des einheimischen Umweltschutzes, könnten nur mit Hilfe von Atomenergie funktionieren. Die aktuelle Regierung ist bloss expliziter und deckt ihre Karten auf: in den letzten wichtigen Abkommen mit Frankreich sind der Bau neuer AKWs und eine genau umrissene militärstrategische Zusammenarbeiten vorgesehen, was wieder einmal aufzeigt, dass die militärische atomare Proliferation auch durch die Drähte der Hochspannungsleitungen fliesst. Es handelt sich um einen energiepolitischen Entscheid, der untrennbar mit seinem Ursprung, dem Waffenproduktionssektor, zusammenhängt, wo die Herstellung von Atomwaffen eng mit den zu zivilen Zwecken bestimmten Strukturen verbunden ist, die ohne eine radikale Militarisierung der davon betroffenen Gebieten nicht existieren können. Jahre von Atombomben, von Hiroshima bis zur „Mininuke“, Minisprengköpfe, die experimentell in den jüngsten Kriegsschauplätzen der USA und Israels eingesetzt wurden, sollten klar genug zu verstehen geben, dass es kein „Atom für den Frieden“ gibt.

Die Kritik der Atomenergie bestand immer aus der Angst vor dem Desaster. Angst vor der Verbreitung extrem umweltgefährlicher Elemente, Angst vor einer noch nicht genug entwickelten Technologie um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Eine wirkliche Kritik und Opposition gegen Atomkraft muss diese Argumentationen überwinden um ein System als Ganzes in Frage zu stellen, wovon das Atomare eine der zahllosen und irreversiblen Äusserungen ist.

RELANCIEREN WIR DEN ANTIATOMWIDERSTAND


Koalition gegen die Schädlichkeiten





Zivilisationskritischer Text von Marco Camenisch (2009)



Dieser Kampf kann selbstverständlich bloss als erste Schritte bis hin zur Abschaffung aller Knäste, jeglicher Herrschaft, jeglicher Ausbeutung begriffen werden, und muss revolutionär und radikal sein, wo die für sich alleine reformistischen Teile und Ziele und die Berufungen auf "Errungenschaften" der Kämpfe von unten und der Zivilisation, die zB Verfassungen, Menschenrechte und pazifistische Methoden, wenn, dann nicht als strategische sondern als rein taktische Mittel, Methoden und Ziele begriffen werden müssen. Sich für Menschen- und andere "Rechte" als strategisches Mittel und Ziel einzusetzen heisst, diese "Regelwerke" der Herrschaft der Zivilisation und des Kapitals nicht genau durchgelesen zu haben, da schon ihre zentralen Punkte wie "Recht auf Leben" oder "Verbot von Zwangsarbeit" durch ihre Aufnahmebestimmungen, bzw. kein Recht auf Leben im Falle von Aufstand und kein Verbot von Zwangsarbeit für "verurteilte Straftäter", sie zum vorne herein als immer zur Disposition stehende kraftlose, opportunistische und willkürliche Instrumente zur Legitimierung von Herrschaft und Ausbeutung entlarven.

In diesem Kampf müssen wir uns immer auch unbedingt der grundlegenden zivilisationskritischen Frage der stählernen und unauflösbaren Einheit von Krieg, Technologie und Ausbeutung stellen. Diese Einheit mit allen ihren Ausdrücken und Mitteln wie Terror, Staat, Autoritarismus, Kolonialismus, Imperialismus, Kontrolle, Patriarchat, Anthropozentrismus, Sexismus, Rassismus, usw. kann nur als Ganzes bekämpft, aufgelöst und schlussendlich abgeschafft werden. Nur durch ihre Abschaffung als Ganzes kann die davon verursachte kapillare und allumfassende Zerstörung des Lebens, der Lebensgrundlagen und schlussendlich des Planeten aufgehalten werden und Raum geschaffen werden zum Überleben, Leben, zum Wiederaufbau von Gesellschaften, in denen weder Unterdrückung noch Ausbeutung noch Zerstörung die Menschenwesen unauslöschlich prägen und Grundlagen ihrer Gesellschaften sind. Diese Prozesse und Zustände werden als "Fortschritt" verkauft und massenweise auch von uns mit Emanzipation verwechselt. Zivilisation und Technologie sind, grundlegend, in allen ihren Äusserungen und Prozessen allenfalls scheinbare Emanzipation. Sie sind aber immer und immer offensichtlicher und brutaler bloss Zwang, Zwang zum Konformismus, Entmündigung, Abhängigkeit, Kontrolle. Es ist der Weg zur totalen und allgemeinen Zerstörung des Planeten, also Selbstzerstörung!

Lasst uns nie vergessen, was die Herrschenden uns immer wieder vergessen machen: Macht über das Leben anderer, über anderes Leben und die Natur ist Sklaverei und Herrschaft! Freiheit ist Macht über sich selbst und ursprünglich wurde uns und allen Wesen ein furchtloses und unzähmbares wildes Leben gegeben!

Die einzige Art, um die eigene Freiheit wieder zu erlangen, ist für die Freiheit aller Wesen zu kämpfen!!!




Einige weitere Informationen zu Grüner Anarchie:

„Den Weg zurück nach Hause finden“ von John Zerzan
 http://ch.indymedia.org/de/2006/02/38608.shtml

„Die Fahrt ins Leere: das Scheitern des symbolischen Denkens“ von John Zerzan
 http://ch.indymedia.org/de/2004/11/27559.shtml

„Was ist Grüne Anarchie?“ von Green Anarchy Collective, USA)
 http://ch.indymedia.org/de/2005/04/31460.shtml

„The Twilight of the Machines“ von John Zerzan
(Der Niedergang der Maschinen) 1. englische Übersetzung 2008

„Manifest der Koalition gegen die Schädlichkeiten“ von Koalition gegen die Schädlichkeiten 2009











































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  2. was macht man mit mafalda? — ja
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