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 :: Stellungnahme zur „Tolerierung antisemitischer Plakate“ ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung | Antifaschismus 18-04-2010 23:45
AutorIn : Infoladen Bern
Seit einigen Tagen ist auf Indymedia ein Streit zu den Plakaten des revolutionären 1. Mai Bündnis Bern imgange. Insbesonder weil auch die Reitschule dabei in Kritik geraten ist, fühlen wir uns als Teil eben dieser Reitschule dazu verpflichtet auch noch öffentlich dazu Stellung zu beziehen.
Zur Vorbemerkung: Dieser Text wurde verfasst und besprochen, bevor die Stellungnahme des revolutionären 1. Mai Bündnis Bern veröffentlicht wurde. Ob und inwiefern deren Beitrag dem von uns erhofften Resultat entspricht wurde noch nicht diskutiert.

Wir haben uns zu dieser Stellungnahme als Gruppe der Reitschule entschieden, da wir leider befürchten, dass die Reitschule eine öffentliche Stellungnahme zu diesen Vorwürfen ablehnen wird, wir es jedoch als wichtig erachten auch öffentlich zu einer solchen Kritik Stellung zu beziehen. Ausserdem kann die Reitschule, selbst wenn sie auf diese Diskussion eingeht, aufgrund ihrer Grösse nicht innerhalb von drei bis vier Tagen eine Stellungnahme veröffentlichen, die von der gesamten Basis abgesegnet wurde.

Auch innerhalb unserer eigenen Gruppe haben das Plakat und die darauf folgenden Reaktionen starke Diskussionen hervorgerufen, die nicht abschliessend geklärt sind, weshalb der nachfolgende Text auch nur einen Minimalkonsens unsererseits darstellt.

Als erstes möchten wir klarstellen, dass es sich beim Revolutionären 1. Mai Bündnis Bern um ein Bündnis aus Einzelpersonen handelt, welches eine eigenständige Gruppe darstellt, die organisatorisch nichts mit der Reitschule oder einzelnen Reitschulegruppen zu tun hat. Weder sind die Reitschule oder einzelne Reitschulegruppen an den Sitzungen des Bündnis vertreten, noch hatte die Reitschule in irgendeiner Weise Anteil an den Entscheidungen dieses Bündnisses. Dies schliesst insbesondere die graphische Gestaltung der Flyer und Plakate mit ein. Die einzigen Zusammenhänge zwischen der Reitschule und dem revolutionären 1. Mai Bündnis Bern sind die Tatsachen, dass die Plakate und Flyer tatsächlich in der Druckerei der Reitschule gedruckt wurden, dass das Fest nach der Kundgebung auf dem Vorplatz der Reitschule stattfinden wird und dass ein Transparent an der Fassade der Reitschule auf dieses Ereigniss hinweist. Zu diesen Verknüpfungen ist folgendes festzuhalten: Die Druckerei der Reitschule entscheidet autonom, welche Aufträge sie annimmt und welche sie ablehnt. Nach welchen Kriterien die Druckerei ihre Aufträge prüft ist uns nicht bekannt. Über das Fest, welches auf dem Vorplatz stattfinden soll, wurde die Reitschule bloss informiert. Zu keinem Zeitpunkt wurde die Reitschule gefragt, ob sie mit dem Fest in der geplanten Form auch tatsächlich einverstanden ist. Auch das Transparent wurde – wie auch andere – nicht von der Reitschule besprochen und abgesegnet.

Zu der Kritik selbst:
Wir sind davon überzeugt, dass hinter der Gestaltung und Verbreitung dieses Plakates keine antisemitischen Absichten stehen. Allerdings teilen wir die Ansicht der autonomen Antifa Freiburg zur Problematik des gewählten Bildes in einigen Punkten. Wie sie in ihrem offenen Brief bereits ausführlich dargelegt haben, lässt sich die Bildsprache dieses Plakats für geschichtskundige Menschen problemlos antisemitisch auslegen. Darüber hinaus ist, wie ebenfalls bereits erläutert, klar, dass dieses Motiv in verschiedener Form häufig von Nationalsozialist_innen verwendet wurde, um jüdische Menschen zu diskreditieren und dämonisieren. Darüber inwiefern sich das Motiv des Marionettenspielers überhaupt auf die kapitalistische Gesellschaft anwenden lässt, gehen unsere Meinungen stark auseinander.
Keine_r, welche_r den historischen Hintergrund dieser Darstellung nicht kennt, würde im konkreten Beispiel antisemitische Klischees erkennen. Dennoch ist es bedenklich, wenn in linken Zusammenhängen nationalsozialistisch geprägte Stereotypen und Darstellungsformen reproduziert werden. Eine Diskussion wieso so etwas geschehen konnte und worauf dies zurückzuführen ist, sollte geführt werden.

Der wirklich bedenkliche Faktor in dieser Thematik ist jedoch nicht, dass ein solcher Unfall geschehen konnte, sondern wie darauf reagiert wurde.
In diesem Zusammenhang kann auch der autonomen Antifa Freiburg ein Vorwurf gemacht werden. Nicht die Tatsache, dass sie dieses Plakat kritisieren oder dass sie diese Kritik öffentlich machen ist dabei zu kritisieren, sondern die Art und Weise wie dies gemacht wurde. Dadurch, dass sie diese Kritik öffentlich machten, bevor das revolutionäre 1. Mai Bündnis Bern Zeit hatte auf die Hinweise zur Problematik ihrer Darstellung zu reagieren und von sich auf das Bild und seinen Kontext richtigzustellen, wurde diese Gruppe in eine Defensivposition gedrängt und ihnen verunmöglicht offensiv und von sich aus dieses Thema aufzugreifen. Dasselbe Problem stellt sich für die Reitschule. Die Reitschule als Gesamtes wurde erstmals auf Indymedia dazu aufgefordert, zu diesem Problem Stellung zu beziehen. Dies bevor kritische Reitschüler_innen die Möglichkeit hatten dieses Thema in der Reitschule zur Sprache zu bringen (auch reitschuleintern gab und gibt es Menschen, welche dieses Plakat kritisieren).
Auch gewissen Exponent_innen des revolutionären 1. Mai Bündnis Bern müssen mindestens so grosse Vorwürfe gemacht werden ( ob und wie viel massivere, darüber gehen unsere Meinungen stark auseinander). Auf die Problematik des von ihnen gewählten Bildes angesprochen, reagierten fast alle Angesprochenen ablehnend. Nahezu unisono war die erste Reaktion: „Wer in diesem Plakat antisemitische Tendenzen sieht hat selbst ein Problem mit Antisemitismus.“ Weit und breit war nichts zu spüren von der oft beschworenen kritischen Linken. Die häufigere Reaktion war, wie bereits angedeutet, ein klassisches „shoot the Messenger“. Eine Person schreckte selbst vor der Androhung von Gewalt nicht zurück. Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich dabei um eine unrühmliche Ausnahme handelt.

Ansonsten hoffen wir, dass dieser erste Abwehrreflex überwunden werden kann und eine kritische und auch selbstkritische Diskussion über nationalsozialistische Symbolik zustandekommt. Ebenfalls erwarten wir, dass das revolutionäre 1. Mai Bündnis Bern öffentlich zu dieser Problematik Stellung bezieht und die kritisierten Plakate nicht unkommentiert weiterverwendet. Auf dass wir solche Probleme als Chance nutzen können uns selbst zu verbessern, denn leider sind wir offensichtlich noch nicht einfach so bereit für eine bessere Welt.


18.04.2010

Infoladen Reitschule Bern
 :: 9 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Auch nicht handeln ist handeln
19.04.2010 12:49  
Insgesamt gute Stellungnahme, danke dafür. Aber in der Zurückweisung der Kritik an der Reitschule macht ihr es euch zu einfach. Ihr geht auf dem Weg zum Infoladen jedesmal unter dem antisemitischen Banner durch und an unzähligen Plakaten und Klebern vorbei (die in den letzten Tagen zum Glück weniger geworden sind). Im Sous le Pont liegt auf jedem Tisch ein entsprechender Flyer. Es gibt Überschneidungen zwischen Bündnis- und der Reitschulaktiven und das Fest wird ebenfalls an der Reitschule stattfinden. Die Druckerei hat das Plakat gedruckt und es wird von der Reitschule aus verteilt. Von Mitgliedern des Bündnisses wurden bereits Personen geschlagen und es werden noch immer Personen bedroht, ohne dass es Konsequenzen seitens der Reitschule gab. Das sind zuviele Verstrickungen in diesen Skandal, um einfach sagen zu können: Die Reitschule hat damit nichts zu tun.


AutorIn: obligatorisch
  Verstrickungen
19.04.2010 13:22  
Zumindest ich sage nicht die Reitschule hat nichts damit zu tun. Der erste Teil der Stellungnahme ist dazu da, die Fakten klarzulegen, damit Vorwürfe bei der richtigen Adresse landen, nicht jede Verantwortung abzustreiten.

Der Reitschule kann, wie dargelegt, nicht vorgeworfen werden, sie hätte etwas mit den Plakaten oder der Reaktion des Bündnisses auf die Kritik zu tun. Was ihr jedoch sehr wohl vorgeworfen werden kann ist, dass sie die Auseinandersetzung mit diesem Thema scheut und zumindest bis jetzt jede Reaktion verweigert. Auch dass das Transparent nach wie vor unkommentiert dort hängt hat damit zu tun.

In dieser Beziehung besteht tatsächlich Nachholbedarf. Leider bezweifle ich jedoch, dass die doch eher konflikt- und diskussionscheue Linke in Bern wegen dieser Geschichte nun beginnt zu reflektieren.


AutorIn: Ein Kollektivmitglied
  naja...
19.04.2010 15:51  
1. Zu deiner/euer Homepage:

Wow, so viel Scheisse verteilt auf sowenig Text habe ich noch selten gesehen.
Ein paar Müsterchen:

"Zudem steht das Vierte Reich nicht vor der Tür. Was hingegen vor der Tür steht, ist der nächste Neokolonialkrieg. Und die rassistische Hetze gegen AusländerInnen. Der nächste Krieg zur Konsolidierung des Islamismus."

Antiimp-Denken gepaart mit Islamphobie, was für eine krude Mischung.

oder:

"Wir finden dieses Plakat in der jetzigen Situation gut. Es ist notwendig, den Konflikt mit den Neurechten auszutragen."

Ja wo sind sie denn, die Neurechten? Weisst du überhaupt was Neurechte sind resp. welchen politischen Inhalt sie vertreten?

und am Besten:

"DAS PLAKAT IST SCHEISSEGAL! SPALTERMEDIA ABSCHALTEN!"

Wer im Glashaus sitzt....

Wirklich hässlich dagegen ist euer anarcho-Symbol auf der Startseite. Null politischen Inhalt von sich geben, aber trotzdem noch schnell damit einen (anarchistischen) Inhalt vortäuschen.

2. Zu deinen/euren Aussagen in eurem Kommentar:

"Die Diskussion darüber zeigt, wie sich die Kapitalismuskritik ad absurdum führen kann. Einerseits ist ein Antikapitalismus, der von den Nazis so einfach vereinnahmt werden kann, nicht wirklich antikapitalistisch. Dem gegenüber demonstrieren die KritikerInnen von der AAF (und entsprechende gegennationalistische IdeologInnen), dass der echte Antikapitalismus auch nicht von der Seite kommt, die ihr gesamtes politisches Weltbild auf der Antisemitismusproblematik aufbaut. "

Kapitalismuskritik wird in keiner Art und Weise in der ganzen Diskussion ad absurdum geführt. Der Gegenstand der Kritik und der Diskussion war und ist nicht die geäusserte Kapitalismuskritik des 1. Mai - Bündnisses, sondern deren Aufrufplakat, welches von der Symbolhaftigkeit stark an NS-Propaganda erinnert. Dagegen versuchst du/ihr krampfhaft die angebliche Kampitalismuskritik der AAF zu diskreditieren.

@obligatorisch:

"Von Mitgliedern des Bündnisses wurden bereits Personen geschlagen und es werden noch immer Personen bedroht, ohne dass es Konsequenzen seitens der Reitschule gab."

Inwiefern werden denn Personen bedroht? Wegen oder für was werden sie bedroht?


AutorIn: anarcho
  Ehre, Treue, GSP und wenig Überlegtes
19.04.2010 17:09  
Danke an den Infoladen für die Stellungnahme und danke an die Indy-Admins, war sicher nicht leicht...

Obwohl sich das Plakat von der Bildsprache her in eine antisemitische Tradition einreiht, denke und hoffe ich nicht dass dahinter (absichtlicher) Antisemitismus steckt. Dass aber so wenig überlegt wurde, dass sich das Bündnis aber so ungenügend mit Geschichte auseinandersetzt ist tragisch. Es braucht wahrlich kein Geschichtsstudium, um auf die Bildsprache der Nazis zu stossen.

Das Problem von bedauerlicherweise recht vielen Berner AktivistInnen ist, dass sehr viel Aktivismus mit Parolen und sehr wenig Inhalt verknüpft ist. Es werden jedes Jahr Aktionsformen wiederholt, bei denen der Inhalt im Hintergrund steht. Es wurde versäumt sich selbst und andere auch nur grundlegend (weiter) zu bilden. Die Mechanismen der Berner Szene laufen, so weit ich dass sehen kann, auf Spass und leere Militanz hinaus - revolutionär ist, was vermummt ist. In einer solchen Lage ist es auch nicht verwunderlich, dass in Sekundenschnelle aus "AnarchistInnen" VulgärmarxistInnen wurden. Wenn du dich noch nie im Leben mit gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinandergesetzt hast, wird sogar GSP attraktiv, auch wenn die Praxis deiner eigenen entgegen gesetzt ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich von der Berner Szene haarsträubende Sachen höre und es es ist nicht das erste Mal, dass sie Kritik nicht annehmen konnten. Aber auf eine so vulgäre Art und Weise eine so haarsträubende Sache zu verteidigen und den KritikerInnen die Kritik anhängen - das geht nicht.

Seit ihr ruhig links, denn wenn das links ist, bin ich das schon lange nicht mehr!


AutorIn: Anarchist
  Spalter!!
19.04.2010 18:55  
Super habt ihr sone supertolle Ahnung von der "Berner Szene"! Echt gute Reflexion! Danke für eure Tiefgründigen Analysen. Nur sind sie leider weit weg von der Realität und mir kommt das kotzen wie mensch sich hier spaltet und Energieabzieht, welche besser in den revolutionären Prozess getragen wird als sich mit solchem Müll zu beschäftigen! Die Leute, welche dieses ganze Theater aufgezogen haben sind ja auch schon berühmtberüchtigt aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, und in diesem Fall ist nicht einmal eine Mücke vorhanden! Für mich hat dieses Plakat nichts antisemitisches! Darstellungsformen wie Marionettenspielern finden eine viel breitere Verwendung als nur beim Antisemitismus. Der Vorwurf ist lächerlich und dient nur einem, und zwar der allanwesenden Spaltung. Schon allein die Kommunikationsweise am Anfang war völlig beschissen. An die Leute, welche ihre Zeit mit diesem Schrott verschwenden und solche Vorwürfe erheben, sollten besser schauen selber was konstruktives auf die Beine zu stellen als Aktive daran zu hindern dies zu tun. Ansonsten bekomm ich woll das Gefühl das ihr Scheissprovokateure seit.


AutorIn: Ich
  Zu Marionetten...
19.04.2010 20:36  
(...) Ein System, das einen roll-back in jedem Bereich forciert und lanciert. Dieser Widerstand braucht Strategien. Und diese müssen wir entwickeln. Dabei stellt sich vielleicht gar nicht mehr so sehr die Frage, ob Militanz oder nicht, denn dass das System nicht freiwillig abtritt oder Teilbereiche abgibt, wissen wir schon lange. Eine Nischenpolitik, wie wir sie in den letzten Jahren betrieben haben, kann kein Weg sein; in einem System, das aus Ausbeutung besteht und in dem die Linke ein Teil dieses Scheins von Demokratie ist, kann es keine Inseln, keine Nischen geben. Sinn dieser „Befriedung" ist einzig und allein, uns ruhig zu stellen und Widerstand zu verhindern. Eine "Deeskalation" gibt es nur, wenn der Staat es will, dabei werden Spielregeln und -räume vom Staat festgelegt und willkürlich angewendet.

Auch eine Politik dar "Scheinmilitanz" , erkennbar an Helmen im schwarzen Block von Demonstrationen, die der Befriedung willen letztlich mit dem Ordnungsamt abgesprochen werden, kommt dem Staat nicht in die Quere, sondern fördert ein Klima von Stillhalten. Marionetten des Staates, das sind wir!
Brechen wir aus diesem Marionetten-Dasein aus und leisten wir Widerstand! (aus radikal 5/98)


AutorIn: Archiv
  @Ich
19.04.2010 22:48  
Zum "revolutionären Prozess" gehören inhaltliche Auseinandersetzungen ebenso wie das Organisieren von Demos und 1. Mai-Festen.


AutorIn: im fall
  Zum Einwand "Marionetten sind unproblematisch"
19.04.2010 23:12  
@Ich @Archiv

Wie ihr in der Kritik des AAF lesen könntet, geht es nicht um eine x-beliebige Verwendung des Begriffs oder Symbols Marionette. Es geht um ein Bild eines Marionettenspielers, der vermutlich das Kapital oder die Kapitalisten darstellt und auch spezifisch als Finanzkapitalist interpretierbar ist. Genau diese Darstellung ist historisch belastet und wird nun mal von vielen Menschen aufgrund der nationalsozialistischen Propaganda mit dem "jüdischen Finanzkapitalisten" verbunden, ob ihrs glaubt oder nicht. Besonders wenn dann noch Parallelen zu antisemitischen Stereotypen in dem Bild vorkommen.


AutorIn: knurpsli
  Fundamentalismus
23.04.2010 23:53  
Zum Thema Fundamentalismus hat es auf sf.tv einen hilfreichen, befreienden Kommentar:
 http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/04/23/Schweiz/Islamischer-Zentralrat-will-Grundrechte-respektieren

M. Müller
Verfasst am:
23.4.2010 23:11

Fundamentalismus

Fundementalismus ist immer ein Problem, ob er nun von Islamisten, Katholiken oder Nationalisten kommt. Mit Oskar Freysinger verbindet mich als Liberaler ebenso wenig wie mit Nicolas Blancho.


AutorIn: M. Meier
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. DANKE! — DANKE!
  2. Der Kapitalismus als Puppenspieler — antimedia
  3. Danke! — Bernerin
  4. danke lieber infoladen! — danke viel mal!!
  5. remember, remember — anarch@
  6. der antisemit im kopf — jude = finanzkapitalist?
  7. Unterstütze freie Medien! — http://antideutsche.blogsport.de
  8. Dieselbe Diskussion in der Mainstream-Popkultur — Anonym
  9. An die SpaltervorwurfspalterInnen — Don't care
  10. Spalter | Ein Lehrstück — VVJ | Die judäische Volksfront!
  11. Die Bandbreite der versteckten Kommentare — gut gemacht indy!
  12. Ich habe eine Frage — Nicht-GSP'ler
  13. GSP — Wuff
  14. faalsch.. — UFC
  15. oops — @UFC
  16. @@ — ich
  17. youth of today — georgie
  18. inhaltliche ergänzung — pete
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