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No G8!Zu den Grossen 8 zählen Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Russland, England (United Kingdom) und die USA.
Wie jedes Jahr gibt es auch heute eine breite Protestbewegung gegen den G8 in einer Polizeifestung in L'Aquila, welcher ursprünglich eigentlich in Maddalena auf einem Luxus-Liner an der Küste Sardiniens hätte stattfinden sollen. Die Verschiebung des G8 nach L'Aquila sei ein Weg die erdbebenbetroffene Region zu unterstützen, so Berlusconi.
 Mobilisierungsvideo auf youtube
Features auf ch.indymedia.org/de zu vergangenen Protesten gegen den G8: - 2009, Aquila (It)
- 2008, Toyako (Jap): [1]
- 2007, Heiligendamm (D): [1], [2], [3], [4]
- 2006, Sankt Petersburg (Ru): [1]
- 2005, Gleneagles (GB)
- 2004, Sea Islands (USA)
- 2003, Évian-les-Bains (F): [1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8]
- 2002, Kananaskis (Ca)
- 2001, Genua (It): [1], [2], http://www.piazzacarlogiuliani.org/
- 2000, Okinawa (Jap)
- usw...
L' Aquila und die anderen*Am 21. Juni hat in L' Aquila die landesweite Vollversammlung gegen den G8 stattgefunden.
Die sehr stark partizipierte und heterogene Vollversammlung hat das aus der vorherigen Vollversammlung vom 1. Juni hervorgegangene Communiqué "L' Aquila und die anderen" [siehe Text unten] in seinen Ausrichtungen bezüglich von Verbreitung und Verortung der Mobilisierungen gegen den G8 wieder aufgegriffen. Vom 2. bis zum 10. Juli wird es also breit gestreute Initiativen in allen italienischen Städten geben - Mobilisierungen, die gegen die Verantwortlichen für die Krise sein werden und im Zeichen der Solidarität gegenüber den vom Erdbeben getroffenen Bevölkerungsgruppen und der Einforderung eines sozialen Wiederaufbaus des abruzzischen Territoriums.
[Text vom 01.06.09: http://www.gipfelsoli.org/Home/L_Aquila_2009/G8_2009_Aufrufe/7278.html]
Wir sind gegen den G8 und und wir sind besonders gegen den G8 in L' Aquila. Dieses Territorium schickt sich an, die dramatischste Phase in der Zeit nach dem Erbeben zu durchleben, in der die Militarisierung den Evakuierten die unter dramtischen Umständen in den Zeltlagern und allgemein auf dem gesamten abruzzischen Territorium leben, immer heftiger zusetzt, während jeder Versuch der Partizipation im Keim erstickt wird und die Tragödie im Zuge des Bauspekulationsplans, den die Regierung Berlusconi schon in der Schublade hatte, zum Schnäppchen wird. Dieser Notstand lässt aber niemanden außen vor: die im Dektret 39/2009 verbürgte, autoritäre Praxis stellt einen Demokratiealarm dar, das die Zukunft unseres ganzen Landes betrifft.
Die Territorien, die Gemeinschaften und die sozialen Organisationen im Widerstand gegen die Krise, die Verteuerung der Presie, die Prekarität, die Arbeitslosigkeit, die Verwüstung der Umwelt, die Kommerzialisierung der gemeinschaftlichen Güter schließen sich in aktiver und Anteil nehmender Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürger der Abruzzen zusammen. Von Vicenza bis Chiaiano über alle Posten der Solidarität und Demokratie, die in Italien r-Existieren**, verurteilen sie die Entscheidung, den G8 nach L' Aquila zu verlegen.
Vom 2. bis zum 10. Juli rufen wir zur breit gestreuten Mobilisierung in allen Städten auf; diverse Initiativen wurden schon von territorialen Zusammenhängen auf Sardinien und am 4. Juli in Vicenza gegen den Militärstüzupunkt angesetzt.
Die Mobilisierungen werden gegen die Verantwortlichen für die Krise gerichtet und durch die Frage des sozialen Wiederaufbaus im abruzzischen Territorium geprägt sein.
Wir laden alle sozialen Wirklichkeiten und die in der Bewegung ein, diesen Vorschlag zu übernehmen und ihn generalisiert geltend zu machen, in dem breit gestreute Empörung und Radikalität zum Ausdruck gebracht werden, wie man sie schon in den nächsten Tagen bei Anlässen der Auseinandersetzung und territorialen Initiativen erleben wird.
L' Aquila, die für die Aufzwingung eines neuen Modells der Notstandsbewältigung durch Militarisierung des Territoriums steht, unterstützt die landesweiten Mobilisierungen und organisiert an einem Tag Foren zu den Themen der Krise und des sozialen und politischen Wiederaufbaus der Region um L' Aquila, die von der heutigen Vollversammlung gemeinschaftlich mitgetragen und -verantwortet werden.
Was die in der Umgebung von L' Aquila zu verwirklichenden Initiative betrifft - die von allen bei der Vollversammlung Anwesenden für zentral befunden wurde - sollen die Formen und Modalitäten von den auf dem regionalen Territorium aktiven Subjekten und von den vom Erdbeben betroffenen Bevölkerungen in den kommenden Tagen bestimmt werden.
Das nächste Landesweite Treffen wird in L' Aquila am 21. Juni abgehalten werden. Dabei wird auch eine Begehung des Standortes, der sich anbietet, um den Tag der Foren zu beherbergen.
Vollversammlung vom 1. Juni
A.d.Ü.:
* im Original: "le altre" - in der weiblichen Form. Es sind also die anderen Städte gemeint
** nicht ohne Veluste übersetzbar: Resistenza = Widerstand, Esistenza = Existenz
Der Protest zieht von L' Aquila nach Rom[Auszug aus einem Text vom 15.06.09: http://gipfelsoli.org/Home/L_Aquila_2009/7287.html]
Heute Nachmittag wird es in Roseto degli Abruzzi eine große, von allen aquilanischen Komitees einberufene, öffentliche Vollversammlung geben, um die 35000 Evakuierten in den Protest einzubinden, die in den Hotels an der Küste untergebracht wurden. Auch sie, so hofft man, werden morgen in Rom sein.
Den Protest zu organisieren, ist nicht einfach gewesen. Seit vergangener Woche finden mit aufmerksamer und intensiver Beteiligung Versammlungen in den Zeltlagern statt. Obwohl der Zivilschutz, oft mit fadenscheinigen Begründungen den Komitees systematisch die Möglichkeit verweigert, in den Zeltlager Flugblätter zu diversen Initiativen zu verteilen.
"Wenn das jetzt unsere Stadt ist", sagte einer der jungen Leute vom 3:32* , "warum wird uns dann verboten, die Bürger wissen zu lassen, was wir gerade machen? Die Zeltstädte solten die Piazze** und die Straßen von L'Aquila sein, also muss es auch die gleiche demokratische Praktikabilität geben, die man hätte, wenn die Stadt nich eingekracht wäre".
A.d.Ü.
* Lokale Initiative, in der einige Komitees, die sich in den Wochen nach dem Erdbeben gegründet haben versuchen, wegen der kalten und zynischen Entmündigung der Erdbebenopfer sowie der lokalen Institutionen, wegen der mit klaren Spekulationsplänen einher gehenden, gewaltsamen Zentralisierung aller Macht bezüglich des Wiederaufbaus und der Organisation des Lebens im Notstandsgebiet und wegen der besagte Umstände sichernde und fördernden Miltarisierung des Territoriums gemeinsam gegen die von oben auf zynischste Weise geschaffene Situation vorzugehen.
** Die Piazza hat in Italien immer noch eine wichtige soziale Funktion. Die Piazza ist ein Ort der Kommunikation und auch der Auseinandersetzung.
Links
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- In der Nacht zwischen dem 5. und 6. Juli um exakt 3.32 Uhr (der Zeitpunkt als die Erde am 6. April losbebte) Protestfackelzug zum Gedenken der Opfer in L'Aquila.
- 7. Juli: Internationale Demonstration in Rom für den Empfang der G8 Staatschefs.
- 7. Juli: Forum der aufsäßigen lokalen Gemeinschaften im Park UNICEF in L' Aquila.
- 8. & 9. Juli: Dezentrale Aktionstage mit Direkten Aktionen und Demonstrationen in ganz Italien.
- 10. Juli: Internationale Grossdemonstration in L' Aquila unter dem Motto "Marsch der Wiedergeburt".