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Nach dem Einzug am Freitag 29. Mai wurden wir eine Nacht lang durch übereifrige PolizistInnen schikaniert, die es für nötig hielten, in Quartierstrassen und Gebüschen auf zusätzliche BesucherInnen zu lauern. Insgesamt wurden drei Personen auf den Polizeiposten mitgenommen, bei zahlreichen weiteren Personen wurden Rayonverbote für ganze Stadtteile ausgesprochen.
Am Samstagmorgen besuchte uns ein Vertreter der MZ-Immobilien, der das Haus gehört. Er unterrichtete uns darüber, dass Anzeige erstattet wurde, diese aber beim Einhalten einiger Punkte (keine Lärmstörungen, keine Transparente, keine Parties) und Auszug bis am folgenden Dienstag Mittag zurückgezogen würde. Nach unserer Einwilligung liess uns die Polizei in Ruhe und zog ihr übertriebenes Aufgebot langsam ab.
Am Dienstagmorgen nahmen wir das Angebot zum Verhandeln an und gingen bei der Immobilienfirma vorbei. Die MZ-Immobilien freute sich über unseren sorgfältigen Umgang mit Haus und Nachbarschaft. Dann wurde uns eröffnet, dass das besetzte Haus sowie die ebenfalls leer stehende Liegenschaft nebenan ab nächste Woche wieder genutzt würde. Sie wollen in den Liegenschaften BauarbeiterInnen sowie Gastronomie-ArbeiterInnen einquartieren, die vorübergehend in Zug wohnen müssen. Da wir für das Haus höchstens eine symbolische Miete zahlen wollten, wollte die Immobilienfirma an ihrer Nutzung festhalten. Es erscheint uns aber ein wenig anmassend, den ArbeiterInnen ein Abbruchhaus in diesem schlechten Zustand als Unterkunft zu geben.
Mit Bedauern haben wir uns somit dazu entschlossen, das Haus wieder zu verlassen. Die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft der Besitzer hat uns gefreut, auch wenn nichts dabei zustande gekommen ist. Wir sind immer noch nicht bereit aus Zug wegzuziehen, weil sich die Mietpreisspirale kontinuierlich in die Höhe schraubt. Wir wollen leer stehende Bauten am Leben erhalten bis klar ist was mit ihnen passiert.
Es grüsst W. Irbleiben vom Kollektiv Aktiv Wohnen |
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