|
Doch fertig mit der Träumerei: Willkommen in der Realität.
Auch ohne Abzocker wie Ospel läuft die Wirtschaft verkehrt. Es geht nicht um unsere Bedürfnisse, sondern nur ums zahlungskräftige Bedürfnis! Wenn also jemand kein oder zu wenig Geld hat, kann er/sie seine Bedürfnisse auch nicht befriedigen. Um an Geld zu kommen, arbeiten wir jeden Tag acht Stunden und mehr. Doch nie für uns, sondern nur für den Gewinn. Wir sind für den UnternehmerIn wirtschaftlich gesehen Lohnkosten – und nichts anderes.
Wenn wir schon was machen, dann lieber gegen diese Art zu wirtschaften. Sie lässt Millionen Menschen an Hungertod sterben. Oder hier zu Lande etwas „milder“, die Leute als Working Poor vegetieren. Von der “Mittelschicht” mit ihren finanziellen Engpässen müssen wir gar nicht erst erzählen…
Kapitalismus abschaffen! Dann sind die AbzockerInnen auch weg.
Unia Jugend Bern, Zentralschweiz, Ostschweiz-Graubünden, Zürich-Schaffhausen, Aargau, Biel-Seeland/Solothurn, Oberwallis |
|
Nicht dass ich ein Attac-Fan wäre, aber in diesem Zusammenhang finde ich sogar
Attac weniger kindisch! Eure vergangenen Demos hingegen teilten der gewöhnlich schlecht informierten Bevölkerung vor allem eines mit: Die Banker sind Leute wie wir, und darum sollen sie ihre Löhne gefälligst denen unserer Chefs anpassen! Dabei gehen die Aktionäre vergessen. Herr Schmidheiny wird es Euch danken. Rein geistig allerdings, und ganz im Stillen.
Wer bereits an den Löhnen der Banker herummeckert, hat die Kröte der
A-fonds-perdu-Staatshilfe für die UBS schon geschluckt, ohne allerdings den
Riesenbetrug der Freimarktideologie ausgehebelt zu haben. Das Privatisieren
geht munter weiter. Die HSG führt sogar neue Inquisitionen gegen den
(stadtzürcherischen) Sozialstaat durch. Und der "freie Markt" kommt wieder
einmal umhin, als Lügenkonstrukt der Herren der Welt entlarvt zu werden. Der
"Wettbewerb" war gerade solange in Kraft, bis er den Kapitalisten nicht mehr
nützte. Als er ihnen zu schaden begann, haben sie ihn für beendet erklärt und das zuvor ideologisch niedergeschriene "Giesskannenprinzip" der Staatshilfe schnell wieder eingeführt. Nicht für die sozial Bedürftigen allerdings, sondern für die echten Scheininvaliden, für die Banken!