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 :: Konzert der rechtsextremen Camerata Mediolanense verhindert ::
12-10-2008 16:18
AutorIn : Kommando nazifreie Subkultur
Mit einer direkten Aktion haben wir am Samstag einen Auftritt der rechtsextremen Dark-Wave-Band „Camerata Mediolanense“ in Fribourg verhindert.
Die Aktion richtete sich gezielt gegen die Musikinstrumente der „Kameradschaft Mailand“ und gegen die Infrastruktur, die der Club „Elvis et Moi“ den VeranstalterInnen von „Soleil Noir“ zur Verfügung stellte. Vor unserem Abzug zündeten wir im – mitlerweile gut durchlüfteten Club – eine Tränengas-Rauch-Petarde.
Personen wurden bewusst nicht angegriffen oder verletzt.
Einzig als uns Polizeibeamte mit Pefferspray am Abzug hindern wollten und versuchten einen Genossen zu verhaften, setzten wir unsererseits Pefferspray einm, um die Polizei zurückzudrängen.
Dass Rechtsextreme versuchen sich linke und andere Symbolik und Rhetorik anzueignen um sie mit ihren rassistischen und menschenverachtenden Ideologien zu füllen, ist gewiss nicht neu und reicht zurück in die Anfangszeiten des „Nationalsozialismus“.
Ebenfalls hinlänglich bekannt ist das Rechtsextreme immer wieder versuchen Subkulturen zu unterwandern und für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
In gewissen Fällen leider mir grossem Erfolg. So ist es der extremen Rechten zum Beispiel gelungen die Subkultur der Skinheads so stark zu instrumentalisieren, dass in der öffentlichen Wahrnehmung Skinheads mit Rechtsextremen gleichgesetzt werden.

Aber auch in der New Wave, Neofolk und Gothik Szene tummeln sich eine Reihe von neokonservativen und neofaschistischen Bands. Eine davon ist die „Camerata Mediolanense“.
Wie bei fast allen Bands aus der rechtsextremen Dark-Wave-Szene ist auch bei „Camerata Mediolanense“ die faschistische Gesinnung nicht auf den ersten Blick zu erkennen.
Zwar gab die Band gegen Ende 2000 ein Interview in der inzwischen verbotenen deutschen Ausgabe des „Blood&Honour“-Magazin, dem Organ des gleichnamigen Neonazi-Netzwerks. Die „Kameraden“ beendeten das Interview sogar mit dem Wunsch, dass die Leserschaft „Gelegenheit hat, an einem der nächsten Camerata Mediolanense teilnehmen zu können“.
Solch offensives Vorgehen bildet aber eher die Ausnahme.
Soleil Noir, die Veranstalter dieses Anlasses, streiten jegliche Nähe zur extremen Rechten ab. Diese Pseudo-Distanzierungen verkommen aber zu blankem Hohn, wenn man sich die an Soleil Noir Anlässen auftretenden Bands genauer anschaut. Verdeckte, aber auch offene rechtsextreme Äusserungen finden sich zu Hauf. Dass einige Personen, die sich bei Soleil Noir beteiligen, über beste Kontakte zu Blood & Honour Romandie verfügen, zeigt ihren wahren Kern umso mehr. Auch kommt es immer wieder vor, dass Mitglieder von Blood & Honour Romandie Konzerte von Soleil Noir besuchen und ungehindert den Hitlergruss machen.
Bands und VeranstalterInnen aus diesem Unfeld bemühen sich in der Regel insbesondere gegenüber der Öffentlichkeit, darum nicht in die rechtsextreme Ecke gestellt zu werden und verstecken ihre menschenverachtende, rassistische Gesinnung unter dem Deckmäntelchen der Freiheit der Kunst. Das entspricht auch dem elitären Selbstverständnis dieser „Künstler“. Nur den „Eingeweihten“ soll sich die Botschaft offenbaren.

Beim genaueren hinschauen, wird aber schon klar, wessen Geistes Kinder, hier musizieren:
Faschistische Symbole werden zu Hauf verwendet - schon auf dem Plakat das die Veranstaltung in Fribourg ankündigte, prangerte gross die „Schwarze Sonne“ in Form eines zwölfarmigen Hakenkreuzes (ein Abbild der „Schwarzen Sonne“ die von SS-Leuten im Obergruppenführersaal der Wewelsburg angebracht wurde).

„Alle Bands der braun-schwarzen Dark-Wave- Szene- von Camerata Mediolanense über Allerseelen, Blood Axis über Death in June, der Blutharsch, Kirlian Camera bis hin zu NON, Von Thronstahl und Waldteufel – spielen nicht nur mit (prä)faschistoiden Symbolen und Motiven, sie führen eine regelrechte „faschistische Synthese“ (Zeev Sternhell) auf. In ihren Songs und ihrem Artwork verdichten die Akteure der rechten schwarzen Szene Methapern und Mythen aus dem Spektrum der Konservativen Revolution und des Italienischen Faschismus. Durch gezielte Intentionen erscheint die Verdichtung als geschlossenes Konzept. Die Präsentation ihrer „ästhetischen Projekte“, ob in der Lyrik oder in der Performance, bedingt eine intensive Reflexion über die zwei Jahrhunderte altem „Mythen der Rechten“ Bewusst werden Motive und Fragmente aus dem ästhetischen Fundamentalismus der extremen rechten aufgegriffen, und gezielt werden die Argumentationen und Visionen dieser antimodernistischen Revolte wiedergegeben“ (aus „Ästhetische Mobilmachung“ von Andreas Speit, 2002)

Uns ist es egal, welcher Subkultur sich Neonazis und Rechtsextreme zugehörig fühlen und wie sie ihre Propaganda verbreiten wollen. Wir werden sie immer und überall bekämpfen

Kein Fussbreit dem Faschismus!

Antifaschistische Aktion, Kommando nazifreie Subkultur
 :: 15 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  20min.ch
12.10.2008 16:23  
Vermummte demolieren Bar in Freiburg
Rund 30 Linksextreme haben am Samstagabend eine Bar in Freiburg gestürmt. Sie setzten Tränengas ein, zertrümmerten mit Baseballschlägern Scheiben und demolierten das Mobiliar. Danach griffen sie die Polizei an.

Die vermummten Männer hatten die Bar «Elvis et moi», in der eine private Gothic-Party stattfand, kurz nach 20 Uhr gestürmt. Es habe sich um einen kommandomässig organisierten Angriff gehandelt, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Von den 13 anwesenden Gästen wurde niemand verletzt.

Eine erste Polizeipatrouille musste sich vor der gewalttätigen Gruppe zurückziehen. Eine zweite Patrouille wurde ebenfalls mit Stöcken und Wurfgeschossen angegriffen. Zudem sprühten die Vermummten Pfefferspray in ein Polizeiauto.

Schutz mit Dienstwaffe

Die Beamten setzten sich mit Tränengas zur Wehr und zogen nach Angaben des Polizeisprechers sogar ihre Dienstwaffen - allerdings ohne davon Gebrauch zu machen.

Ein Polizist wurde bei der Auseinandersetzung leicht an der Hand verletzt. Einer der Angreifer, der festgenommen worden war, wurde von seinen Kameraden wieder befreit.

Danach gelang den Vermummten die Flucht. Obwohl die Polizei Strassensperren errichtete und Züge durchsuchte, blieben die Angreifer bisher unauffindbar. Rund 30 Beamte waren im Einsatz, derzeit läuft ein Ermittlungsverfahren.

Unpolitische Gruppe

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Abrechnung zwischen den Angreifern und den Veranstaltern der Party handelte. Der Anlass war von einer Gruppe namens Soleil Noir organisiert worden, die sich auf ihrer Website als völlig apolitisch bezeichnet.

Allerdings lehnt die Gruppe die globale Vereinheitlichung, «die grosse, fade Suppe des Multikulturalismus» ab. Die Party-Teilnehmer hätten «eine gewisse grossdeutsche Ästhetik» gepflegt, sagte der Polizeisprecher. Es handle sich aber offenbar nicht um Neonazis.


Quelle: SDA/ATS


AutorIn: 20min
  Mit Kommentarfunktion
12.10.2008 17:11  


AutorIn: Link zu Bernerzeitung
  20min hat ergänzt
12.10.2008 19:58  
Vermummte demolieren Bar in Freiburg
Rund 30 Linksextreme haben am Samstagabend eine Bar in Freiburg gestürmt. Sie setzten Tränengas ein, zertrümmerten mit Baseballschlägern Scheiben und demolierten das Mobiliar. Danach griffen sie die Polizei an.

Die vermummten Männer hatten die Bar «Elvis et moi», in der eine private Gothic-Party stattfand, kurz nach 20 Uhr gestürmt. Es habe sich um einen kommandomässig organisierten Angriff gehandelt, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Von den 13 anwesenden Gästen wurde niemand verletzt.

Eine erste Polizeipatrouille musste sich vor der gewalttätigen Gruppe zurückziehen. Eine zweite Patrouille wurde ebenfalls mit Stöcken und Wurfgeschossen angegriffen. Zudem sprühten die Vermummten Pfefferspray in ein Polizeiauto.

Schutz mit Dienstwaffe

Die Beamten setzten sich mit Tränengas zur Wehr und zogen nach Angaben des Polizeisprechers sogar ihre Dienstwaffen - allerdings ohne davon Gebrauch zu machen.

Ein Polizist wurde bei der Auseinandersetzung leicht an der Hand verletzt. Einer der Angreifer, der festgenommen worden war, wurde von seinen Kameraden wieder befreit.

Danach gelang den Vermummten die Flucht. Obwohl die Polizei Strassensperren errichtete und Züge durchsuchte, blieben die Angreifer bisher unauffindbar. Rund 30 Beamte waren im Einsatz, derzeit läuft ein Ermittlungsverfahren.

«Grossdeutsche Ästhetik» gepflegt

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Abrechnung zwischen den Angreifern und den Veranstaltern der Party handelte. Die Party-Teilnehmer hätten «eine gewisse grossdeutsche Ästhetik» gepflegt, sagte der Polizeisprecher.

Der Anlass war von einer Gruppe namens «Soleil Noir» organisiert worden. Obwohl sich die Gruppe auf ihrer Website als völlig apolitisch bezeichnet, lehnt sie die globale Vereinheitlichung, «die grosse, fade Suppe des Multikulturalismus» ab.

Laut Hans Stutz, Beobachter der rechtsextremen Szene, gehört «Soleil Noir» zu jenem Teil der Gothik-Szene, der rechtsextreme Inhalte aufgenommen hat, insbesondere vom italienischen Faschismus und der rumänischen Eisernen Garde.


Quelle: SDA/ATS


AutorIn: Leser
  Eins der originellsten Lokale in Fribourg zerstört
13.10.2008 00:20  
Wirklich toll. Und gleichzeitig habt ihr eins der originellsten Kulturlokale in Fribourg zerstört, deren Besitzerin, so viel könnt ihr mir glauben, ganz sicher nichts mit rechtsextremem Gedankengut zu tun hatte.

Ihr habt nur Sachschaden angerichtet, ja; aber all diese Objekte zu sammeln, die dem Elvis et Moi seine unverwechselbare Persönlichkeit gaben, hat mit Sicherheit Jahre gedauert. Was nehmt ihr euch heraus, das Lebenswerk von auch nur einer -noch obendrein völlig unabhängigen- Person zu zerstören, auf Grund eurer persönlichen Ideologie?
Um zwei Zitate aus einem anderen Kommentar aufzunehmen: Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. Ignazio Silone (Sozialist, 1900 – 1978) Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden. Rosa Luxemburg (Kommunistin, 1871 - 1919).

Ihr seid gefährlich. Ihr seid nicht die, die die Menschen in Konzentrationslager schicken würden; dafür in den Gulag.
Ihr nehmt euch das Recht, massiv in die Rechte anderer einzugreifen; der Faschismus tat dasselbe, bloss im Namen einer anderen Idee. Aber wenn wir eins aus dem vergangenen Jahrhundert gelernt haben sollten, dann das: Keine Ideologie rechtfertigt es, auf derart willkürliche Weise in die Rechte anderer einzugreifen.

Was solls. Ich kenne eure Ideologie nicht, ich will nicht mit euch diskutieren (es ist wahrscheinlich sowieso hoffnungslos), aber ihr kotzt mich unglaublich an.


AutorIn: Elleth
  Ihr habt ja keine aHNUNG
13.10.2008 00:48  
jaja, eine schöne Liste an rechtsextremen Bands...uA Der Blutharch - kennt Ihr die überhaupt? Ja, die sind früher sehr martialisch aufgetreten, waren aber nie rechts..und sind mitlerweile eine psychedlc rockband die gar nichts mehr mit dieser Szene zu tun haben und LSD und dem Hippietum huldigen...
Informiert Euch doch lieber mal....ich kenne Mediolanennse nicht, aber wenn Ihr Irren alles in einen Topf hauft, AUA - das tut weh....


AutorIn: Urs
  Grufties gegen Rechts: Haltung gegenüber CM
13.10.2008 00:58  
Camerata Mediolanense

Camerata Mediolanense, die bereits 1999 auf dem WGT spielten und damals schon von der JF als “kultureller Höhepunkt” betitelt wurden, veröffentlichen genauso wie Scivias ihre Platten inzwischen bei Eis & Licht. Durch Interviewaussagen von Camerata Mediolanense wie z. B. “... leider hält der hektische Rhythmus, der unser Leben bestimmt, sowie der Verlust von Individualität die Menschen unseres Landes davon ab sich ihres kulturellen Erbes bewußt zu werden.” ist es nicht gerade sehr verwunderlich, daß die JF aufgrund dieser Klage gegen die Moderne die Gruppe für rechte Kreise forciert. So schreibt Ulli Baumgarten in der JF 26/99 “Ebenfalls Teil einer von US-amerikanischen Moden unabhängigen, europäischen Gegenkultur sind die Italiener der Camerate Mediolanense. ... Aufgrund der Stilvielfalt wirkt die CD (“Madrigali”, die Verf.) zuerst etwas zerfahren, bis man dann auf einmal “Madrigal” als Gesamtheit und Gesamtkunstwerk zu verstehen beginnt. Was sich hier darbietet - und in der Tat unvergänglich ist -, ist die europäische Kultur, die eben - genau wie diese CD - vielseitig und vielschichtiger ist und sich gerade dadurch den Plattheiten und Monotonie des American way of life nicht nur entziehen, sondern zu diesem gar keine Beziehung besitzt, noch nicht einmal die des Gegensatzes.” Im Jahre 2000 spielten Camerata Mediolanense bei der Sommeruniversität der Synergies Européennes. Die Synergies Européennes “stehen für eine Renaissance der nationalrevolutionären Ideologie im Rechtsextremismus.” (VSB 1998) In der Ausgabe Nr. 9 der Zeitschrift “Blood & Honour - Division Deutschland” beendeten Camerata Mediolanense ein Interview mit dem Satz “Wir hoffen daß ihr (gemeint sind die Leser der Zeitschrift, die Verf.) die Gelegenheit habt an einem der nächsten “Camerata Mediolanense” Konzerte teilnehmen zu können.” Der Hamburger Mailorderverand “Glasnost” hat nach dem Verbot 2000 der Nazi-Skinhead Organisation “Blood & Honour” als einzige darauf reagiert und Camerata Mediolanense aus dem Vertriebsprogramm genommen mit der folgenden Begründung: “Zwar können wir in der wunderschönen Musik von Camerata Mediolanense keine faschistischen Aussagen feststellen, aber mit einer Band, die mit einer Nazi-Organisation kollaboriert und deren Anhänger öffentlich zu ihren Konzerten einlädt, möchten wir nichts zu tun haben.” Aber nicht nur in Skinhead Magazinen wird für Camerata Mediolanense geworben, auch in Gothic Nr. 35 wo “jeder Auftritt der Mailänder Formation einen Besuch wert ist. Die hierbei zum Ausdruck kommende Verinnerlichung steht einer theatralischen Präsentation gegenüber, welche vom wagnerischen Wort-Ton-Darama beeinflußt wird und sich nahtlos zu einem bezauberndem Ganzen fügt.” Was uniformierte Sänger mit in großen Teilen gleichaussehendem Publikum noch mit “Gothic” zu tun haben, wird wohl ein Redaktionsgeheimnis bleiben.

“Wir achten z. B. darauf daß wir wenn wir solche Bands haben, wo wir genau wissen, daß sie ne bestimmte Szene auch mit ansprechen, daß die nicht überbesetzt werden auf einem Festival.” Sven Borges, Veranstalter WGT

Quelle:  http://www.geister-bremen.de/brosch4.htm (Mai 2002)


AutorIn: Tom
  @kakao
13.10.2008 08:50  
laut LEO kann der begriff camerata mit: angehoeriger der faschistischen partei, kamerad aber auchmit stube oder schlafsaalgemeinschaft uebersetzt werden ..dabei ist wohl vorallem der sinnn von kameradschaft mailand interessant :D

kammermusiker wuerde man wohl mit musicista da camera uebersetzten ..man beachte den deutlichen unterschied ..wenn schon richtigstellen und klugscheissen dann bitte auch richtig


AutorIn: Rio
  @Rio
13.10.2008 12:55  
Du scheinst aber auch nicht recherchiert zu haben.
Wie man mit einer kurzen suche bei Wikipedia ausfinden kann
ist Camerata sehr wohl ein begriff für Kammermusik.
Als Beispiele:

 http://www.cameratabern.ch/
 http://www.cameratazuerich.ch/

oder sind das etwa faschistische organisationen?

Hat irgend jemand hier überhaupt schon mal ihre Musik gehört?


AutorIn: andy
  ben merde ça vole très bas, c est ridicule
13.10.2008 16:38  
Je sais pas si vous vous êtes renseignés un minimum sur ce qu'est l'elvis et moi... Je viens de fribourg etc est un des seuls bar ou y avait des concerts de punk et du rock'n'roll. des groupes comme brigitte bop, les weigthlifters, the deads et des soirées avec des associations gaies sont passées à l'elvis et moi. C est ridicule ce que vous avez fait. détruire un bar comme celui-ci, a me dégoûte. Je suis contre les fachos, vraiment contre ces enculés, mais pour faire annulé ce concert vous aviez d autre solution. est-ce que vous êtes aller parler à la patronne de 'elvis et moi? Je suis sûre que vous n avez même pas essayé. Si vous l aviez prévenue que c ètait des fachos et que vous seriez venue avaec des preuves le concert aurait eu lieu. Pourquoi vous n avez tout simplement pas tabassé ces fachos?? je comprends pas du tout votre geste. A fribourg c est difficile de faire des concerts de punk, et j en sais qqch, mais maintenant ça ve juste être impossible. Je suis pour l 'action, mais pas pour l irresponsabilité et la lâcheté. Les fachos font pas juste leur faire peur, faut leur faire passer l envie de recommencer pour toujours et saccager un bar ne sert à rien.


AutorIn: Sarah
  warnungen
13.10.2008 17:40  
es war nicht das erste mal, dass dort ein soleil-noir konzert stattfinden konnte. die inhaberInnen der bar wurden bei den letzten malen informiert, um was für eine gruppierung es sich handelt. trotzdem liessen sie sich wieder dazu herab, faschisten eine bühne zu bieten. jetzt müssen sie sich nicht beschweren. sie wussten wer das war. selber schuld!

alerta antifascista!


AutorIn: a
  Unverständlich
13.10.2008 21:46  
... ich find die Aktion fragwürdig, und das Lokal war wirklich ein wunderbarer Ort. Es ist einfach, eine Grufti-Anlass aufzumischen, zumindest einfacher als ein Konzert von B&H aufzumischen....
Aber wo liegt denn genau der Unterschied zwischen: Nazis überfallen ein Punkkonzert und Linksextreme überfallen ein Neofolkkonzert? Die dahinter stehende Idee ist doch diesselbe....

Was CM betrifft, schön da gibt's die Meinung von Hans Stutz und von Gruftis gegen Rechts, aber im ganzen Netz ist der besagte Artikel aus dem B&H Magazin nirgends zu finden. Wenn den mal jemand reinstellen könnte in ganzer Länge, würde ich das sehr begrüssen....


... und dann werden ja noch andere Bands herangezogen, um zu zeigen, wie faschistisch die ganze Neofolk Kiste ist.

1. Death in June: gingen aus der linksextremen Punkband Crisis hervor, Douglas ist stockschwul, hat letztens noch für ne schwule Datingcommunity geworben und im Alter von ca 50 (?) Jahren in Schwulenornos mitgespielt. Er mag dumm sein, aber er ist definitiv nicht dieser Paraderechtsextreme, zu dem er so gerne stilisiert wird.

2. Der Blutharsch: Albin Julius kommt aus ner Punk- und Modecke, grosser Fan von The Jam... Trotz seiner Äusserungen, die die Eu betreffen, auch nicht so der Paraderechtsextreme.

Boyd Rice und Klumb (VT) sind dagegen schon klar, wobei Klumb sich letztens ziemlich enttäuscht von der Neofolkszene distanziert hat.... VT haben ja letztens in der Schweiz gespielt, wurde öffentlich angekündigt und kein Schwein hat's gestört? Warum eigentlich nicht? Das war ja wirklich Faschokacke....

... und was die Verwendung rechtsextremer Symbolik betrifft: Muss nun echt jemand alle Punk- und Hardcoreplatten aufzählen, auf deren Covern sich irgendwelche Anspielungen auf den Nazi Kontext befinden? Sigrunen im Bandnamen, Bilder von NS Aufmärschen, KZs, aus dem zweiten Weltkrieg etcetc, dazu Songtexte, die Floskeln wie "Arbeit macht Frei" etc. verwenden.... Gibt's in Hülle und Fülle und keiner kommt auf die Idee, Punk deswegen als faschistisch zu brandmarken....

.... oder?


AutorIn: alterpunk
  @ ein Wissender
15.10.2008 17:19  
Rose Clouds: Douglas Pearce in his own words

Das ging am 24.01.2006 über die DIJ-Mailinglist — to whom it may concern:

> This was the reply sent several months ago in response to a variety of accusations from certain parties that eventually resulted in the Death In June album ‘Rose Clouds Of Holocaust’ being placed at the end of 2005 (10 years after its release) on Germany’s ‘Index’ of forbidden fruit that must not be consumed by impressionable Deutsche Jugend!
Perhaps some of you will find it of interest? I think my response is quite reasonable but obviously those who know better did not!
Heilige,….
Douglas P.

> “I have been told by my music distributer Tesco Organisation, Germany that I must provide a statement clarifying my work with my group Death In June to a German government agency responsible for censorship in Germany.

> In the 24 years of Death In June’s existence I have never explained my work. I feel that would make my art ordinary and stillborn and panders to elements within society that seek to control freedom of expression and thought, abstract or otherwise. All art, whether it be in the form of music, literature, painting etc. worth a grain of salt should be open to interpretation. In turn, this also makes it open to misinterpretation; sometimes good, sometimes bad. It is in the nature of art that ‘challenges’ or ‘confronts’ the consumer, or potential consumer, to be misunderstood.

> But here are some facts:

> Death In June was named after I thought I heard a colleague say those words during our first recording session in 1981. It was an accident of mishearing. I have said this in countless interviews over the years since. It is merely post-rationalization to assume it refers to any one particular event, historic or otherwise. A common interpretation was that it referred to the assassination of Arch Duke Ferdinand in Sarajevo in June 1914.

> It didn’t, and doesn’t refer to anything else than ‘Death In June!’

> Before becoming a musician I was a student of 20th century history, as is clearly stated in the whole interview with Zillo magazine in 1992. Apparently a small quote is taken out of context from this interview referring to my interest in Ernst Roehm. I cannot see how one cannot be interested in events and personalities that led directly, or indirectly, to the biggest tragedy of the 20th century – World War II.

> The fact that I am homosexual as was Ernst Roehm was another point of interest that led to a song ‘Brown Book’ written in 1986, before German unification, which uses the Horst Wessel Lied to create the atmosphere to a narration juxtaposing the homophobia of a Nazi stormtrooper to the suicidal fatalism of his sexual partner; a Jewish grandmother. The song evokes Germany, 1936. The title comes from the name of the book the Communist authorities of former East Germany kept listing ex-members of the N.S.D.A.P. and S.S. etc. and their positions held in government and other work places in West Germany. A thought provoking song with many contradictory themes which is typical of Death In June.

> This leads to the song ‘Rose Clouds Of Holocaust’ issued in 1995. This work was inspired by Mid-Winter and Mid-Summer visits to Iceland where the days during these times of year can be either almost totally dark or either almost totally light. Never completely one thing, nor the other. I experienced a spiritual epiphany during these visits in 1989/1990. The word “holocaust” is Greek for ‘burnt offerings’ (normally of a religious kind) and Iceland is full of extinct volcanoes as well as active ones. Its volcanic landscape is the holocaust in question symbolizing death and rebirth. It has nothing to do with the persecution and extermination of Jews, Homosexuals, Gypsies etc. by Germany during the years of the IIIrd Reich.

> I am a musician and I do not involve myself in politics and I refuse to be forced into becoming involved in politics. When the German Goth group Das Ich suddenly attempted to politicize a Christmas Festival in Hamburg, Germany in 1992, Death In June, along with another English group and Projekt Pitchfork from Germany, decided to drop out and not to become involved in what was after all local politics. We wrote, signed and distributed a joint statement explaining our decision, abhorring all forms of violence directed at anyone regardless of race, religion or sexuality (apparently there had been some trouble in Hamburg?) and relocated our performances to a club in Bochum. This became a 3 night residency where anyone with tickets to the Festival who still wanted to celebrate Christmas could do so with Death In June etc. All 3 nights were sold out. The Dark Xmas Festival was not and fell to bits with the highest political arguments between the remaining Goth groups being as to who should headline! It has been a source of resentment from the Goth ‘rock stars’ of Das Ich ever since. The music business is filled with jealousy and envy and I attempt to keep my distance from it.

> Death In June has always been fascinated by symbols and their effects. There is even an album entitled ‘But, What Ends When The Symbols Shatter?’ The ‘Totenkopf 6’ is a simple one conveying Death In June (the 6th month!) but since 1984 a fist holding a whip and 6 has also been extensively used to symbolize Death In June. In English we have an expression “to hold the whiphand” which means to take control. In 1997 Death In June issued an album called ‘Take Care And Control’. Everything is connected, everything is symbolic and everything that on a surface level is mutually contradictory is important in the world of Death In June.

> The 2 words “Rose clouds…” are beautifully juxtaposed to each other and with “…of holocaust” added the contradictory imagery is complete. The joy of sadness recognized and a life filled with lies abandoned. In ‘Lifebooks’ “The swirling sound of swastikas like rotor blades of thought…” brings this conversation piece between 2 close friends to an end. The Sanskrit word for sun-wheel brings perfect closure to a night filled with bad dreams. Dawn has arrived. And, surely if the word “swastika” in itself is justification for a German government investigation into any work of art then I hope the more famous Iggy Pop and David Bowie’s ‘China Girl” (“visions of swastikas in my head…”) and Primal Scream’s ‘Swastikas Eyes’ plus many others deserve equal investigation.

> In June, 2004 I was invited to perform in Tel Aviv, the capital of Israel. Death In June did so to an enthusiastic audience of over 500 and there are even pictures of me on stage waving a ‘Totenkopf 6’ flag alongside an Israeli one. I did numerous interviews with both Israeli magazines and radio stations. Death In June LPs/CDs are freely available in Israel. T-shirts are even licensed for manufacture there.

> I find it ironic that I am so welcomed in Israel yet I am suspiciously viewed by the German authorities for censorship. But, I suppose that fits well with the contradictory nature of Death In June.

> I am also unsettled by the fact that in Germany, a modern Western democracy and civilization government censorship of the arts should even be entertained. That, along with the organizations or individuals that have brought me to your attention, smell more of Germany’s past than any of Death In June’s recordings. My father was a career officer in the British Royal Air Force, fought as a pilot against Hitler’s Luftwaffe during World War II and was shot down twice but survived. His first wife was not so lucky and was killed in the London blitz. I have a step-sister as a result of that death. His 3 brothers, my uncles, were all front-line soldiers and the youngest was one of the first troops in the British Royal Artillery to enter Bergen-Belsen KZ and drove bulldozers shoveling the dead inmates into mass graves. All of them thought the only good German was a dead German.

> Coming from such an anti-German family background I have always considered myself part of a generation that was responsible for the reconciliation between our 2 countries. I feel that reconciliation has been achieved. We live in 2005 not 1945.

> I trust that any review of my work is based upon official releases all obtainable from but, not necessarily distributed by Tesco Organisation, Germany. I cannot be held responsible for unofficial releases which have nothing to do with Death In June but falsely claim to be.



AutorIn: ein ahnender
  schaut mal hier rein
17.10.2008 18:03  


AutorIn: viele weitere infos
  naja
18.10.2008 16:06  
.... schön, da kommt genau dasselbe nochmal... und ich bezweifle, dass jemand auf die von mir und anderen eingebrachten Einwände wirklich eingehen wird...

Dafür sind die Leute, die auf dieser Plattform schreiben zu verbohrt, ja sogar borniert...


Leute, die NIE auch nur einen Ton Neofolk oder Industrial gehört haben, klatschen in einem Rundumschlag alles in eine rechtsextreme Ecke. Sich selbst eine Meinung bilden funktioniert anders...
EIne gewisse Denkfaulheit sehe ich auch bei den Artikelherstellern, die nämlich immer die gleichen Interview fetzen nehmen. Da hat jemand mal vor 10 Jahren recherchiert und alles, was dabei rumkam, wird nun seit 10 Jahren rumgewälzt.... Also gute Recherche sieht anders aus, es ist ja nicht so, dass sich in der Neofolkszene nichts getan hat in den letzten 10 Jahren....

... die Doppelmoral in Reinkultur seh ich bei denjenigen, die selbst Punk, Hardcore Punk, Crust etc. oder die ganzen Arbeiterlieder und Märsche hören... Die Anspielungen auf den Nazikontext in Bandnamen, Texten, auf Covern sind auch nicht immer eindeutig ironisch, genau darin lag doch auch die Sprengkraft von Punk (damals irgendwann, vor 30 Jahren..)... und die ganzen Kommi Lieder entstammen doch auch einem militaristischen Kontext, propagierten totalitäre Ideen.... Wie wär's denn mit etwas Selbstreflexion?


... und was ich noch loswerden will:

Ich vermute, dass es bei diesem ganzen Konflikt zwischen Antifa und Soleil Noir gar nicht um eine wie auch immer geartete Sache geht, sondern um ganz persönliche Interessen. Diese werden zu allerheiligsten öffentlichen Interessen verklärt, zum Kampf gegen Faschismus einerseits und zum Kampf für Meinungsfreiheit andererseits.
Das ist nicht nur unaufrichtig, sondern auch im höchsten Masse peinlich!!

So wichtig ist diese Angelegenheit nun auch wieder nicht....



AutorIn: alterpunk
  nur gegen rechte gruftis?
21.10.2008 19:28  


AutorIn: antifa heisst angriff
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. toll! — feuer und flamme
  2. kulturstalinisten — mafalda
  3. direct action gets satisfaction! — direct action gets satisfaction!
  4. SA-Methoden — crophead
  5. Hirnlose Arschlöcher — kakao
  6. freedom?! there ain`t no fucking freedom! — sid rotten
  7. Verhältnisse wie in der Weimarer Republik — Di6
  8. vorwärts, und nicht vergessen! — tanz den mussolini
  9. @ "grossdeutsche" jammer-grufti-nazis — einfach mal die fresse halten
  10. @einfach mal die fresse halten — crophead
  11. @ crophead — ivan
  12. wir sind toll — Hirngespinst
  13. nastrovje ivan: — crophead
  14. vielleicht dumme frage — Dave
  15. Sauerei! — Grillparzer
  16. crophead u. mafalda — super aktion
  17. die welt wurde vor dem faschismus gerettet. danke! — mafalda
  18. naja — Gewalt erzeugt Gegengewalt..
  19. gut gesprochen crophead — mensch mit Hirn
  20. angriff — hmm.....
  21. Etikette tötet.. — crophead
  22. ich auch.. — crophead
  23. kunst und so — ehrenburg
  24. Und wir sind Faschisten? — Paul Paulsen
  25. @ Paul Paulsen — Antifa heisst Angriff!
  26. Ich will endlich wissen — Dave
  27. zu wenig links? — crophead
  28. Musikinstrumente — Gerhard Hallstatt
  29. Hallo Antifaschisten, — Hagen Kreuz
  30. Linke Moraltanten ... — Hotcha
  31. Lügen haben kurze Beine — ein Wissender
  32. Noch keine Antwort — Dave
  33. Zu Neofolk allgem. — Surtalgoi
  34. ...was ist mit — lesbiangothsunite4satanisticaborschn
  35. feige nutten, wenns um die heimat geht ;-) — grauzone
  36. Das soll eine Antifa sein? — R. Luxemburg
  37. Verleihung der großen, rotschwarzen Ehrennadel — ZAK
  38. Antifa heißt Dummheit? — Demokrat
  39. "Grufti" — Surtalgoi
  40. Andersdenkende — Freigeist
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