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 :: Gefälschtes Polizeivideos mit Polit-Sprengstoff ::
17-09-2008 16:04
AutorIn : Ede
Anlässlich einer „irrtümlichen“, aber bestialisch verlaufenen Verhaft-Aktion filmte eine mittuende Polizistin der sog. Anti-Terror-Sondertruppe „Luchs“ die Abläufe mit einer Videokamera. Doch da die Verhaftung wegen „Verwechslung“ der beiden Opfer ausserdem auch noch völlig missriet, wurde das Video polizeilich mehrfach geschnitten. Auf dem Band ist u.a. auch die Stimme des Pressesprechers der Kapo LU, zu welcher der 30köpfige „Luchs“-Trupp gehört, Simon Kopp, zu vernehmen.
„10vor10“ strahlte das Video, auf dem die gesamte, weil äusserst brutale Verhaftungsszene fehlt, am 21. Mai 08 auf SF1 aus.  http://www.sf.tv/sf1/10vor10/index.php?docid=20080521
Worauf sich der Schwyzer Untersuchungsrichter Georg Boller, dem die Strafuntersuchung gegen die Polizei-Verantwortlichen oblag, eine Untersuchung des fraglichen Videomaterials anberaumte. Boller hatte die Strafuntersuchung gegen die Prügel-Polizisten zwar vor einem Jahr bereits eingestellt, muss diese jedoch zwingend fortsetzen, da die beiden Opfer mit einem Rekurs beim Schwyzer Kantonsgericht erfolgreich blieben.
Boller beauftragte mit der Untersuchung des polizeilich gefälschten polizeilichen „Beweismittels“ eine obskure Firma, die Forensic Computing Services (FCS) in Pfäffikon/SZ  http://www.fcs.info/Kontakt.html. Personell besteht die FCS interessanterweise aus lauter Ex-Polizisten.
Diese Firma soll jedoch, nach eigenem Bekunden, seit über drei Monaten hart und ununterbrochen an der „forensischen Analyse“ des Videobandes dran sein, und zwar „mit Hochdruck“. Gegenüber den Medien spricht FCS-Sprecher Herbert Andres davon, es würde das Band Millimeter-weise nach verschiedensten „forensischen Kriterien“ abgescannt. Einziger Nachteil sei allerdings, dass die FCS über keine geeignete Software dazu verfüge. Ja, die FCS sähe sich sogar gezwungen, für die Untersuchung des „Luchs“-Videobandes extra eine neue Software zu schreiben.
Als stünde nicht schon die angebliche Strafuntersuchung des Untersuchungsrichters Georg Boller vom Verhöramt Schwyz im 40. Monat, werden die Amtshandlungen nun auch noch durch die FSC in Pfäffikon/SZ zusätzlich hinaus gezögert. Alles mit dem Ziel, die Affäre um den denkwürdigen „Luchs“-Überfall vom 5. Juni 2005 in Arth/SZ zu verwässern, vielleicht sogar, um eine Verjährung zu erwirken.

Die Trödelei und Schlamperei des Untersuchungsrichters kommt nicht von ungefähr. Beim nächtlichen Überfall auf die beiden Disco-Heimkehrer Halil (17) und Asad (22) hat sich der „Luchs“-Trupp endgültig und auf schändliche Art demaskiert. Zuerst wollten sie, vermummt bis zur Haarspitze, die beiden Jugendlichen bei einer Tankstelle schnappen. Doch reagierten die beiden Verfolgten gerade noch rechtzeitig, und meldeten sich, mit dem Auto flüchtend, über Handy bei der Polizei: Sie würden von einer Gruppe von Maskierten bedroht und verfolgt. Ob die Polizei ihnen helfen könne...
Wenig später wurden sie, im Dunkel der Nacht, erneut aufgehalten, und wähnten sich wiederum massiv bedroht, sahen eine grosse Uebermacht von ca. 30 Vermummten auf sich zu stürzen. Die „Luchs“-Spezis waren nicht erkennbar als Polizisten.
 http://www.eldar.ch/verhaftung_innerschweiz.html

Szenenwechsel:
Weil im Luzerner Kantonsrat nachgefragt wird, was es mit der Aktion des „Luchs“-Trupps in Arth/SZ auf sich hatte, muss sich Beat Hensler, Kommandant der Luzerner Kantonspolizei sowie direkter Chef der „Luchs“-Anti-Terror-Einheit, den Fragen des Parlaments stellen. Dabei betont er, es gebe (beim Video) keine Hinweise auf Manipulation. Details dazu im folgenden Link:  http://www.peter-beutler.ch/seite5.htm
Beat Hensler, gleichzeitig auch Chef der Konferenz der Polizeikommandanten, mithin oberster Kantonspolizist im Land, hatte also dick gelogen, natürlich war das Video manipuliert. Dies gab er aber erst auf Anfrage der Rekursinstanz, des Schwyzer Kantonsgerichts zu verstehen. Es sei, aber nur ganz am Ende und an unwichtiger Stelle des Videos, „ein Missgeschick“ passiert. Dass die ganze Verhaftungsszene weggeschnitten wurde, dazu äusserte er sich nicht.
Dies wiederum rief Kantonsrat Peter Beutler auf den Plan, der zurecht protestierte, er sei von Beat Hensler belogen worden.
Da die „Luchs“-Videogeschichte nicht mehr unterm Deckel gehalten werden konnte, musste sich Oberbulle Beat Hensler anschliessend der Aufsichtskommission des Luzerner Kantonsrates stellen. Dort traf Hensler auf einen ihm wohl gesinnten und willigen Präsidenten der Kommission, namens Damian Meier, welcher inzwischen als Chef der Verkehrspolizei des Kantons Uri amtet. Meier wusch Kollege Beat Hensler folglich weiss und rein. Eine Hand wäscht die andere... das Rechtssystem verludert, wird gehenselt...
Daraufhin wurde Beat Hensler auch durch SP-Regierungsrätin und Vorsteherin des Justiz- & Sicherheitsdepartementes, Frau Yvonne Schärli geadelt. Eine interne Untersuchung dränge sich nicht auf.
 http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/luzern/detail.htm?client_request_className=NewsItem&client_request_contentOID=279184
Sie will zuerst die Untersuchung (des Videos sowie diejenige von Untersuchungsschleicher Georg Boller) abwarten. Und Hensler danach ihr volles Vertrauen aussprechen, davon ist man in diesem Innerschweizer Polit-Milieu überzeugt.

Somit hängt also alles, oder doch ziemlich viel davon ab, zu welchem „forensischen Resultat“ die FCS dereinst gelangen sollte. Angesichts des eng verwobenen Miteinanders unter und zwischen Zentralschweizer Behörden und Aemtern wird sich letztlich auch die Frage stellen, ob die Angeschuldigten (ca. 30 „Luchs“-Schläger, Hensel, Schärli, etc.) das FCS-Resultat überhaupt veröffentlichen müssen. Denn für verdienstvolle Beamte ist eigentlich Immunitätsschutz angesagt, damit sie weiterhin ungestört die Zivilisation zurückfahren können. Das Lustspiel um die „Luchs“-Aktion dauert also noch eine ganz schöne Weile weiterhin an.
 :: 5 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Luchs-Mitglieder
17.09.2008 22:53  
Wäre es eigentlich möglich, die Mitglieder dieser Truppe zu identifizieren? Nicht gerade speziell die, die sich an diesem Vorfall beteiligt haben, sondern alle, im Sinne einer Gewalt-Prävention (wer weiss, dass er schweizweit bekann ist, wird sich eventuell zweimal überlegen, bevor er sinnlos draufhaut...).


AutorIn: -
  Wer arbeitet bei der Sondertruppe LUCHS?
18.09.2008 00:12  
Um dies zu erfahren, ist man auf interne Verzeichnisse angewiesen. Bullen sind in Telefonbüchern in aller regel nicht erwähnt (nur ihre LAP). Das ist wegen der besonderen Volksnähe von Polizisten, man muss sie vor der Bevölkerung schützen. Sonst werden ihnen täglich gewisse Geschenke überbracht.



AutorIn: Udo
  Hier noch ein Link zur Videofälschung
18.09.2008 07:25  


AutorIn: Marcel
  Kantonsrrätinnen und Kantonsräte haben Schiss
18.09.2008 07:48  
Obwohl sich über dem Polizeikommandanten Beat Hensler einiges zusammen braut, sieht sich im Kantonsrat zu Luzern bislang niemand veranlasst, sich mit einer Anfrage oder einem Vorstoss an die Affäre heranzuwagen.
 http://www.lu.ch/adressliste_kantonsrat.pdf
Hensler bekräftigte viel mehr, die Luchs-Schläger würden jährlich "ca. 50 solcher Aktionen" starten. Was heisst, dass es bei Verhaftungen (auch bei Nicht-Verwechslungen...) regelmässig zu schweren Verletzungen der Verhafteten kommt. Es scheint, als würden diese Umstände im feinen Saal bei niemandem Fragezeichen setzen.


AutorIn: Maja Wunderlich
  Tages-Anzeiger berichtete mutiger als LNN
18.09.2008 09:30  
Ausführlicher berichtete der TA.  http://www.zivil-courage.ch/Artikel/index.cfm?ID=11148&MEID=1245&DID=
Polizeiopfer zu werden ist kein Schleck. Es ist vielmehr die Vorstufe zur Hölle. Polizeiübergriffe werden - psycho-hygienisch - klein geredet, Polizeiopfer als Simulanten hingestellt (sie hätten förmlich darauf gewartet, ihr Leben von der üppigen IV oder vom grosszügigen Sozialamt diktieren zu lassen...). Das schlimmste ist, ähnlich bei Vergewaltigungs-Opfern, dass man lieber der schönfärberischen bis makellosen Version der Täter glaubt, als sich mit dem Grauen und anschliessenden Grounding der Opfer auseinander zu setzen.
Polizeiüberfälle wie derjenige von Arth/SZ brechen bei den Opfern (siehe auch www.eldar.ch) nicht nur die Identität, die Betroffenen werden auch kolossal weggeputzt aus der öffentlichen Wahrnehmung, ignoriert. Selbst seriöse Journis sind nicht davor gefeit, sich Polizeiopfer durch die Polizei immer wieder als "Simulanten" andrehen zu lassen.



AutorIn: Tomtom
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. ho ho ho — Blick-Journi
  ho ho ho
18.09.2008 08:44  
Nunja, so unschoen das Ganze war, aber "bestialisch"? Etwas gar dick aufgetragen..unter bestialisch stellt man sich wohl eher einen Ueberfall vor, bei dem mit Macheten Hackfleisch gemacht und das Herz gegessen wird, um die restlichen Kørperteile anschliessend an die Angehørigen zu verschicken..alles andere ist doch etwas gar ueberzogen. Und fuehrt nicht zu mehr Qualitæt, sondern hoechstens dazu, dass einem die Superlativen viel zu schnell ausgehen..
AutorIn: Blick-Journi
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